Herzlich Willkommen bei den
Evangelisch-Lutherischen
Kirchen an Zschopau und Striegis!
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Impuls des Tages
Impuls anhören: 0345 4834 12478
Gottesdienste und lokale Termine finden Sie auf der jeweiligen Seite der Kirchgemeinde.
28. April 2026 14:00 - 15:00
3. Mai 2026 10:30 - 11:30
9. Mai 2026 17:00 - 19:00
Trinitatiskirche, 09661 Hainichen, Deutschland
10. Mai 2026 10:00 - 11:00
Losung
Das Erdreich erschrickt und wird still, wenn Gott sich aufmacht zu richten, dass er helfe allen Elenden auf Erden.
Psalm 76,9-10
Lehrtext
Das Evangelium muss zuvor gepredigt werden unter allen Völkern.
Markus 13,10
Impuls für den Tag
Was die Bibel über das Ende der Welt sagt, ist ein großes Geheimnis. Schockierend, tröstlich, furchtbar, wunderschön — zumindest bei mir lösen diese Aussagen immer wieder ein Wechselbad der Gefühle aus. Dass das Erdreich erschrickt und still wird, entfacht in mir einerseits trotzigen Triumph: Dann werden diejenigen, die anderen Menschen so viel Leid antun, endlich zurecht gewiesen. Dann müssen die Waffen schweigen. Dann ist ein für alle Mal Schluss mit Ungerechtigkeit. Andererseits erschrecke ich aber selbst und verstumme angesichts der Gerechtigkeit Gottes: Denn auch ich gehöre nicht immer zu den Guten. Auch durch mich wurde anderen Unrecht getan.
Gott macht sich auf, um allen Elenden auf Erden zu helfen: Denjenigen, die leiden — unter der Gewalt, die andere ihnen antun, und unter der Gewalt, die sie selbst anderen antun. Genau das ist die frohe Botschaft des Evangeliums, die wirklich alle hören sollen, bevor das Ende kommt: Jeder Mensch braucht Hilfe. Es ist kein Problem, wenn wir uns auf der Seite wiederfinden, die erschrickt und verstummt, wenn Gott seine Gerechtigkeit walten lässt. Und gleichzeitig erleichtert jubeln, weil endlich Rettung aus unserem Elend naht. Ich glaube, dass beides zur frohen Botschaft dazu gehört: Gäbe es nichts zu vergeben, müssten wir nicht erschrecken. Aber weil wir Vergebung nötig haben, können wir umso dankbarer den willkommen heißen, der uns gerne vergibt und an unserer Stelle den Preis für unsere Schuld bezahlt hat.
Johanna Seidel, Moosheim