Impuls für Samstag, 6. Juni 2026

Losung
David betete: So bekräftige nun, HERR, Gott, das Wort in Ewigkeit, das du über deinen Knecht und über sein Haus geredet hast, und tu, wie du geredet hast!
2. Samuel 7,25

Lehrtext
Aus Davids Geschlecht hat Gott, wie er verheißen hat, Jesus kommen lassen als Heiland für das Volk Israel.
Apostelgeschichte 13,23

Impuls für den Tag
Der christliche Glaube ist ohne die Vorbereitung durch den jüdischen Glauben nicht denkbar. Viele Generationen in Israel, dem ersten Volk Gottes, haben ihren Glauben gelebt und weitergegeben. Ein Blick in die Geschichte des JHWH – Glaubens zeigt, dass die Einzigartigkeit des Gottes Israels immer wieder bedroht war: sei es durch Versuche, das Volk Israel zu eliminieren oder auch durch zahlreiche synkretistische Einflüsse. Das Judentum ist so etwas, wie die Wiege des Christentums. Dieses Bild hinkt, denn es ist viel mehr: Alle Autoren der Bibel waren Juden. Und Jesus ist als Jude geboren und mit einem jüdischen Gebet auf den Lippen gestorben (s. Psalm 22). 
In den uns überlieferten Predigten der Apostel finden wir immer den Bezug auf die Verheißungen, welche Gott dem Volk Israel und im besonderen König David und seinen Nachkommen gegeben hat: Das Königtum Davids wird ewig bestehen. Gott verwehrt David zwar ihm ein Heiligtum zu bauen. Doch gleichzeitig bestätigt er sein Königtum. Unsere Losung ist Teil eines Dankgebetes für diese Erwählung. Unser Lehrtext aus Apostelgeschichte 13 ist ein kleiner Ausschnitt aus einer Predigt des Paulus in der Stadt Antiochia. Am Shabbat besucht er die Synagoge und legt die gute Nachricht von Jesus aus. Und Paulus zeigt auf, dass Jesus ein Nachkomme von König David ist. So erfüllen sich im Kommen von Jesus die Verheißungen und Vorhersagen der Propheten Israels.

Renate Henke, Meißen

Impuls für Freitag, 5. Juni 2026

Losung
Harre des HERRN! Sei getrost und unverzagt und harre des HERRN!

Psalm 27,14

Lehrtext
Marta sprach zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben. Aber auch jetzt weiß ich: Was du bittest von Gott, das wird dir Gott geben.

Johannes 11,21-22

Impuls für den Tag
Zwei Nonnen sind mit dem Auto unterwegs auf einer Landstraße liegen geblieben. Der Benzin im Tank ist alle. Als einziges Gefäß für den Transport einiger Liter Benzin ist nur ein Schieber vorhanden. Mit gefülltem Schieber kommen sie am Auto an und füllen diesen ein. Ein vorbeifahrender Autofahrer sieht dies, hält an und sagt zu den Nonnen: „Ihren Glauben möchte ich auch haben!“
Was in diesem Joke scheinbar offensichtlich war, ist es eben nicht.
An welchen Stellen in meinem Leben habe ich scheinbar offensichtlich klare Dinge wahrgenommen, die sich im nachhinein als Fehlannahme herausgestellt haben.
Marta hat erlebt, dass die Anwesenheit von Jesus vieles mögliche macht. Sie hat einen festen Glauben, der ihr Sicherheit gibt.
In meinem Leben kenne ich Unsicherheiten und ich kenne einen Glauben, der mir Sicherheit, Stabilität und Zuversicht gibt. Der mir durch schwierige Lebenssituationen geholfen, mich getragen hat. Wodurch habe ich dieses für mich festgestellt? Meist im Nachgang oder Jahre später, wurde mir klar, dass an der einen oder anderen Stelle in meinem Leben gut gelenkt wurde. Für meine innere Haltung wurde ich, wie die Nonnen von Unwissenden belächelt, jedoch nicht aus der Bahn gebracht. Ich darf meinem Gott viel zutrauen, ihn darum bitten und werde manche Überraschung erleben. Zutrauen ist an dieser Stelle das Vertrauen, dass bei Gott Dinge möglich sind, die bei Menschen unmöglich sind. Auch wenn wir nicht alles verstehen, was mit uns gerade passiert, dürfen wir doch vertrauen, das er es gut mit uns meint.
Gott schickt uns Begegnungen mit Menschen, mit denen wir nicht rechnen und eröffnet uns so neue Wege, seine Güte und Treue immer wieder neu zu erkennen.
Amen

Martin Gotthelf Creutz, Döbeln

Impuls für Donnerstag, 4. Juni 2026

Losung
Der HERR, dein Gott, wird dir Glück geben zu allen Werken deiner Hände.
5. Mose 30,9

Lehrtext
Niemand gehe zu weit und übervorteile seinen Bruder im Handel. Denn der Herr straft dies alles.
1. Thessalonicher 4,6

Impuls für den Tag
Was ist eigentlich Glück? Viel Geld zu haben? Gesund zu sein? Der Sechser im Lotto? Jedes Jahr Urlaub auf den Malediven? … Was macht Sie glücklich, was definieren Sie als Glück? Und wie lange hält es an?
Jedenfalls kann man Glück nicht kaufen. Deshalb macht Geld auch nicht glücklich und materielle Dinge haben in Sachen Glücksgefühl eine sehr kurze Halbwertszeit. Wussten Sie, dass es in Deutschland ein Ministerium für Glück und Wohlbefinden und eine Glücksministerin gibt? Mir war das neu. Ob die wohl besonders glücklich sind?
Auch Wissenschaftler beschäftigen sich mit der Frage nach Glück: Im „Weltglücksbericht“ von 2026 belegt Finnland bereits das 9. Jahr in Folge den ersten Platz, gefolgt von Island und Dänemark, Deutschland rangiert auf Platz 17, den letzten Platz belegt Afghanistan. Wissenschaftler der Harvard Universität forschten in einer Langzeitstudie von über 80 Jahren darüber, was Menschen glücklich macht. In der Auswertung haben die Forscher einen Faktor ausgemacht, der sich als der wichtigste für ein glückliches Leben herausstellt: Gute Beziehungen. Und dann gibt es noch eine biblische Definition für Glück, die ist für mich die wichtigste: „Gott nahe zu sein ist mein Glück“ oder wie Luther übersetzt: „Das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf Gott den Herrn, dass ich verkündige all dein Tun.“ (Psalm 73,28) Mein Fazit: Glück hängt mehr mit meiner Beziehung zu Gott und den Mitmenschen zusammen, als mit äußeren Umständen.

Almut Bieber, Arnsdorf

Impuls für Mittwoch, 3. Juni 2026

Losung
Der HERR macht die Blinden sehend.
Psalm 146,8

Lehrtext
Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Geht und verkündet Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote stehen auf, Armen wird das Evangelium gepredigt.
Lukas 7,22

Impuls für den Tag
Als Pfarrer bete ich an jedem Sonntag und Feiertag öffentlich im Gottesdienst. Eigentlich immer bete ich dabei für Menschen, die krank sind. Ich bitte Gott um Menschen, die ihnen in ihrer Not beistehen. Und ich bitte um ein Wunder. Ich bete auf diese Weise, weil ich glaube: Gott kann Blinde sehend machen, wie es zum Beispiel in der heutigen Losung zu lesen ist.

Gott kann, so meine Überzeugung, in den Lauf des Lebens von Menschen eingreifen. Und ich glaube, dass ihm dabei keine Grenzen gesetzt sind. Er ist der Schöpfer der ganzen Welt. Und mit seinem schöpferischen Wort kann er auch heute Situationen verändern.

Dieser Gedanke ist nicht nur eine Aussage über Gottes Macht und seine Möglichkeiten. Er zeigt auch, wie Gott uns, unsere Mitmenschen und die ganze Welt sieht. Alle Wunder der Vergangenheit und alle Wunder von heute sind starke Zeichen, dass Gott uns und unsere Welt nicht aufgegeben hat. Und sie sind Zeichen, was er letztendlich mit uns vorhat. Er will erneuern und verwandeln und nicht entsorgen und abschaffen.

Deswegen ermutigt die heutige Losung und der Lehrtext, zuversichtlich um Gottes Eingreifen zu beten und uns seine Sicht auf die Welt zu eigen zu machen. Amen.

Jörg Matthies, Marbach

Impuls für Mittwoch, 3. Juni 2026

Losung
Der HERR macht die Blinden sehend.
Psalm 146,8

Lehrtext
Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Geht und verkündet Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote stehen auf, Armen wird das Evangelium gepredigt.
Lukas 7,22

Impuls für den Tag
Als Pfarrer bete ich an jedem Sonntag und Feiertag öffentlich im Gottesdienst. Eigentlich immer bete ich dabei für Menschen, die krank sind. Ich bitte Gott um Menschen, die ihnen in ihrer Not beistehen. Und ich bitte um ein Wunder. Ich bete auf diese Weise, weil ich glaube: Gott kann Blinde sehend machen, wie es zum Beispiel in der heutigen Losung zu lesen ist.

Gott kann, so meine Überzeugung, in den Lauf des Lebens von Menschen eingreifen. Und ich glaube, dass ihm dabei keine Grenzen gesetzt sind. Er ist der Schöpfer der ganzen Welt. Und mit seinem schöpferischen Wort kann er auch heute Situationen verändern.

Dieser Gedanke ist nicht nur eine Aussage über Gottes Macht und seine Möglichkeiten. Er zeigt auch, wie Gott uns, unsere Mitmenschen und die ganze Welt sieht. Alle Wunder der Vergangenheit und alle Wunder von heute sind starke Zeichen, dass Gott uns und unsere Welt nicht aufgegeben hat. Und sie sind Zeichen, was er letztendlich mit uns vorhat. Er will erneuern und verwandeln und nicht entsorgen und abschaffen.

Deswegen ermutigt die heutige Losung und der Lehrtext, zuversichtlich um Gottes Eingreifen zu beten und uns seine Sicht auf die Welt zu eigen zu machen. Amen.

Jörg Matthies, Marbach

Impuls für Dienstag, 2. Juni 2026

Losung
Boas sprach zu Ruth: Du bist gekommen zu dem HERRN, dass du unter seinen Flügeln Zuflucht hättest.
Ruth 2,12

Lehrtext
Wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.
Hebräer 11,6

Impuls für den Tag
Ruth ist mit Noomi in ein fremdes Land gezogen, hat ihre Heimat verlassen und eine neue gesucht, in vollem Vertrauen…auf was denn? Auf Noomi, die sich in ihrer Heimat auskennt? Die, die Sprache spricht, die alle verstehen? In der Hoffnung, dass sie nach der langen Zeit gut aufgenommen werden. Auf den Gott Noomis, den Ruth gar nicht kannte?
Kenne Sie das? Wie schaffen es Menschen, sich in eine neue Gesellschaft mit anderen Traditionen und einer Fremdsprache einzuleben? Dazu würde ich aus Erfahrung sagen, braucht es vor allem positive Begegnungen. Diese Begegnungen sind da A und O. So konnte ich mal vor vielen Jahren durch diese Begegnungen, auch in der Kirchengemeinde meiner neuen Heimat Menschen treffen, die ich und sie mich, mit der Zeit kennenlernte. Ja, es tut gut, zu wissen, dass man Willkommen geheißen wird. Auch wenn ich damals nicht alles gleich verstanden, bzw. begriffen habe. Wer hätte es denn gedacht, dass Südwest Frankreichs anders ist als das Schwabenland!
Und doch, hat Boas recht, wenn er Ruth zuspricht, dass Gott da ist. Der Gott, der seine Flügel wie ein Adler ausbreitet und mich behüte, dem ich mein VERTRAUEN schenke. Denn es gibt Momente, wo man manches nicht begreift, wo man auch mal Heimweh bekommt. Und doch wusste ich und hat Ruth erfahren, dass der Gott Noomi, ein Gott für ALLE ist. Ein Gott, der neben mir steht. Ein Gott, der sich freut, wenn Ruth ihre Schwiegermutter beisteht. Ein Gott, der sich freut, wenn wir Gutes erfahren. Amen

Sophie Heinzelmann, Hainichen

Impuls für Montag, 1. Juni 2026

Losung
Ich will rühmen Gottes Wort; ich will rühmen des HERRN Wort.
Psalm 56,11

Lehrtext
Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
Johannes 1,14

Impuls für den Tag
Heute ist internationaler Kindertag. Kennen sie den Ausspruch“ Kindermund tut Wahrheit kund „? Er erinnert mich daran, dass Kinder ehrlich ihre Meinung sagen. Sie denken noch nicht darüber nach ob es Vor-oder Nachteile für sie hat. Worte können unser Leben verändern. Es gibt Worte die vergisst du nie wieder. Vielleicht als deine Enkelin zum ersten Mal Oma oder Opa gesagt hat. Gute positive Worte schaffen einen Raum in dem du aufatmest. Schlechte negative Worte können dir jedoch die Luft zum Atmen nehmen. Worte haben Macht.
„Ich will rühmen Gottes Wort, ich will rühmen des Herrn Wort“ (Psalm56:11). So steht in der Bibel, die wir auch das „Wort Gottes“ nennen. Sie erzählt uns, wie Gott ist und wie er sich unser Leben vorstellt. Gott schafft uns einen Rahmen, in dem wir uns entfalten können, einen Platz, an dem wir aufblühen können.

Ich finde, es großartig. Gott spricht mit uns. Er spricht mit mir. Er hilft und heilt und tröstet. Er korrigiert. Er ist immer für mich da und wir rühmen seine Worte.

Cathrin Vogel

Impuls für Sonntag, 31. Mai 2026

Losung
Wie schwer sind für mich, Gott, deine Gedanken! Wie ist ihre Summe so groß!
Psalm 139,17

Lehrtext
O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege!
Römer 11,33

Impuls für den Tag
Wenn ich die Worte der Losung lese, dann spüre ich zuerst: Gottes Gedanken sind größer als alles, was ich begreifen kann. Das macht mich aber nicht klein, sondern erinnert mich daran, dass ich nicht alles allein tragen muss.

In meinem Alltag merke ich, wie begrenzt mein eigener Blick ist. Ich mache Fehler, manchmal aus Hektik, manchmal, weil ich im Alltag nicht alles gleichzeitig im Blick habe. Und trotzdem weiß ich: Gott bleibt mir zugewandt. Er ist zwar auch Richter aber ich verstehe ihn auch als Vater der mich ernst nimmt, mich begleitet und mir immer wieder einen neuen Anfang schenkt.

Auch wenn ich noch keine feste Bibelroutine habe, merke ich doch: Ich schaue heute öfter hinein als noch vor ein paar Jahren. Manchmal nur kurz, manchmal eher sporadisch – aber immer wieder entdecke ich Gedanken, die mich erden, trösten oder mir Orientierung geben. Die Bibel ist für mich ein Wegweiser, der mich Schritt für Schritt begleitet.

Darum gehe ich in diesen Trinitatissonntag mit einem einfachen Gedanken: Gott ist größer als mein Verstehen – und näher als alles, was mich verunsichert. Das schenkt mir Ruhe, Trost und ein freudiges Lächeln. Amen.

Christiane Ranft, Neugepülzig

Impuls für Samstag, 30. Mai 2026

Losung
Der HERR, der gütig ist, wolle gnädig sein allen, die ihr Herz darauf richten, Gott zu suchen.
2.Chronik 30,18-19

Lehrtext
Jesus erzählt im Gleichnis:
Der Sohn machte sich auf und kam zu seinem Vater. Als er aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater und es jammerte ihn, und er lief und fiel ihm um den Hals und küsste ihn.
Lukas 15,20

Impuls für den Tag
Gott ist gütig und gnädig — was bedeutet das? Er hat ein großes Herz. Er gibt uns immer eine neue Chance. Er will unser Bestes. Er gönnt uns was. Er ist nicht nachtragend. Er liebt es, uns glücklich zu sehen… Glauben wir ihm das? Wenn es ernst wird — wir in Schwierigkeiten sind, die Tage mühsam, die Fragen erdrückend oder das Leben ungerecht — dann ist Gottes Güte und Gnade oft nicht so direkt spürbar. Was machen wir dann? Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es oft nicht meine erste Reaktion ist, Gott zu suchen. Ich versuche mich durchzuschlagen, Lösungen zu finden, bemitleide mich selbst oder mache das Beste draus – häufig vergeblich. Am Ende steht dann doch das verzweifelte Gebet: „Herr, erbarme dich!“ Auch der verlorene Sohn, der entscheidet, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen — erst glücklich, dann arm dran — braucht lange, bis er auf die Idee kommt, zurück zu gehen zu seinem Vater. Dieser hat die ganze Zeit auf ihn gewartet, schließt ihn sofort liebevoll in seine Arme und kümmert sich um ihn. Er hatte ihm die Freiheit gelassen, zu gehen. Aber er war, ist und bleibt gütig und gnädig. Gott drängt sich nicht auf. Uns fällt es oft schwer, auf ihn zuzugehen. Aber den alles entscheidenden Schritt hat Jesus für uns gemacht: Der Weg zu Gott ist frei, und ihn einzuschlagen, ob früher, später oder immer wieder neu, ist das Beste, was uns Menschen passieren kann.

Johanna Seidel, Moosheim

Impuls für Freitag, 29. Mai 2026

Losung
Ich habe erkannt, HERR, dass der Mensch nicht über seinen Weg bestimmt.
Jeremia 10, 23

Lehrtext
Der reiche Mensch sprach: Liebe Seele, du hast einen großen Vorrat für viele Jahre; habe nun Ruhe, iss, trink und habe guten Mut! Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern. Und wem wird dann gehören, was du bereitet hast?
Lukas 12, 19-20

Impuls für den Tag
Haben Sie schon erkannt, dass Sie nicht über Ihren Weg bestimmen? Ich habe dies bereits vor einigen Jahren erfahren dürfen… Der Weg zum Beruf lief nicht, wie von mir geplant und doch am Ende richtig gut. Die erste Stelle als Gemeindepädagogin war nicht meine Traumstelle und doch habe ich meinen Mann kennen gelernt. Wir sanierten unser Haus Stück für Stück und durch einen Brand wurde alles zerstört und wir haben ganz neu angefangen, nicht nur mit bauen, sondern auch in unserem Leben nochmal bedacht, was ist Gottes Plan für uns? So darf ich immer wieder Erfahrungen machen, dass Gottes Weg doch manchmal ein anderer ist, als von mir geplant.
Gott zu fragen, was er mit mir vorhat, wo er mich sieht und an welchen Platz er mich stellt, dass trägt mich durch schwere Entscheidungen. Manches Gebet wird nicht sofort beantwortet und auch nicht immer so, wie ich es gern möchte. Und doch versuche ich es immer wieder mit Gott im Gespräch zu bleiben. Manche Entscheidungen treffe ich auch spontan und unüberlegt. Eigentlich müsste ich es besser wissen, aus eigenen Erfahrungen, aus Erfahrungen, die in der Bibel niedergeschrieben sind und aus Erfahrungen, die meine Mitmenschen machen und mit mir teilen. Doch am Ende bin ich nur ein Mensch, mit Fehlern, Ecken und Kanten, und Gott unendlich dankbar, dass er mich genauso liebt, wie ich bin und mich auch auf meinen Umwegen begleitet und mir immer wieder neue Wegweiser aufstellt.

Sandra Barthel, Raußlitz