Kirchgemeinden an Zschopau und Striegis
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Impuls für Donnerstag, 22. Oktober 2026
in Impuls des Tages

Losung
Der HERR hat uns gemacht und nicht wir selbst zu seinem Volk
und zu Schafen seiner Weide.
Psalm 100, 3

Lehrtext
Jesus Christus spricht:
Ich bin der gute Hirte und kenne
die Meinen und die Meinen kennen mich.
Johannes 10, 14

Impuls für den Tag
Sind Sie gern ein Schaf?
Also eins von Gottes Schafen, und er ist unser Hirte.

Ein Hirte in Israel kennt seine Schafe, jedes einzelne. Er weiß, was sie brauchen, achtet auf sie und führt sie von einer Weide zur nächsten. Dort finden sie frisches Gras und Wasser. Doch der Weg dorthin führt oft über karge, trockene Flächen, auf denen es wenig zu finden gibt.

Auch unser Leben kennt solche unterschiedlichen Wegstrecken. Es gibt Zeiten, in denen unser Herz leicht ist, wir uns geborgen fühlen und dankbar auf das schauen, was uns geschenkt ist. Das sind unsere grünen Weiden. Und dann gibt es Tage, an denen uns Sorgen bedrücken, die Gesundheit nachlässt oder wir uns allein und kraftlos fühlen. Dann gleicht unser Leben einer trockenen Landschaft.

Doch gerade dann dürfen wir uns daran erinnern: Unser Hirte kennt den Weg. Er weiß, was uns fehlt, und lässt uns nicht aus den Augen. Vielleicht sehen wir noch nicht, wo die nächste grüne Weide liegt. Aber wir dürfen Schritt für Schritt weitergehen, im Vertrauen darauf, dass Gott bei uns ist.

Wir müssen nicht immer wissen, wohin der Weg führt. Es genügt, dass wir wissen, wer uns führt – Gott unser Schöpfer.

Sandra Barthel, Raußlitz

https://www.pfachs.de/tagesimpulse/2026/KW43%2019.10.-25.10.2026/Sprache_26_%210_22.mp3
https://kirchen-zschopau-striegis.de/wp-content/uploads/2025/07/Logo-SK-Z-S-web.png 0 0 Simon Langhof https://kirchen-zschopau-striegis.de/wp-content/uploads/2025/07/Logo-SK-Z-S-web.png Simon Langhof2026-10-22 00:00:022026-10-17 17:04:10Impuls für Donnerstag, 22. Oktober 2026
Impuls für Mittwoch, 21. Oktober 2026
in Impuls des Tages

Losung
Der HERR wird dich immerdar führen und dich sättigen in der Dürre. | Jesaja 58,11

Lehrtext
Unser tägliches Brot gib uns heute.
| Matthäus 6,11

Impuls für den Tag
Ich checke bei WhatsApp die neuen Statusmeldungen. Auf einem Bild sehe einen Backofen im Garten. Aus dem Schornstein steigt Rauch auf. Hier bäckt jemand noch wie in früheren Zeiten, denke ich. Einige Stunden später folgen dann weitere Bilder. Auf einem großen Holzbrett liegen acht runde Brote. Sofort habe ich den Geruch von frischgebackenem Brot in der Nase.
Was heute eher ein Hobby ist, war in früheren Zeiten Gang und Gäbe. Das Brot wurde zu Hause gebacken. Und wer keinen eigenen Backofen hatte, ging damit zur Backstube. Es war viel bewusster, als wenn wir heute aus dem Regal das bereits geschnittene und abgepackte Brot in den Einkaufskorb legen – mit Körnern oder Sesam, Fitness-, Kartoffel- oder Dinkelbrot. Es ist eben nur ein Lebensmittel neben vielen anderen.
Schon deshalb finde ich es gut und wichtig, dass im Vaterunser das tägliche Brot so in den Mittelpunkt gerückt wird. Hier steht das Brot symbolisch für alles, was wir im Leben benötigen und worum wir Gott täglich bitten. Für mich ist das in heutiger Zeit nicht nur eine Bitte, sondern zugleich eine Botschaft an meinen Lebensstil. Denn mit dieser Bitte mache ich mir bewusst, dass ein sattes Leben nicht selbstverständlich ist. Es ist ein Geschenk Gottes, dass ich täglich genug zu essen habe und vieles mehr.
Auf dem Bild mit den selbstgebackenen Broten übrigens war auf jedem Brot ein Kreuz. Auch das ist eine alte Tradition und es soll sagen: Danke Herr für unser tägliches Brot. Amen.

Heiko Jadatz | Roßwein

https://www.pfachs.de/tagesimpulse/2026/KW43%2019.10.-25.10.2026/Tagesimpuls_2026_10_21.mp3
https://kirchen-zschopau-striegis.de/wp-content/uploads/2025/07/Logo-SK-Z-S-web.png 0 0 Simon Langhof https://kirchen-zschopau-striegis.de/wp-content/uploads/2025/07/Logo-SK-Z-S-web.png Simon Langhof2026-10-21 00:00:082026-10-17 17:02:55Impuls für Mittwoch, 21. Oktober 2026
Impuls für Dienstag, 20. Oktober 2026
in Impuls des Tages

Losung
Sie haben sich Götter von Gold gemacht. Vergib ihnen doch ihre Sünde! 2.Mose 32, 31.32

Lehrtext
Paulus sprach: Ich bin umhergegangen und habe eure Heiligtümer angesehen und fand einen Altar, auf dem stand geschrieben: Dem unbekannten Gott. Nun verkündige ich euch, was ihr unwissend verehrt. Apostelgeschichte 17, 23

Impuls für den Tag
„Wissen sie was wir zu Weihnachten feiern?“ „Klar.“, sagen die meisten. Dabei ist das gar nicht mehr so klar. Noch spannender wird es bei Himmelfahrt, Pfingsten oder Reformationstag. Da steigen die meisten inzwischen aus. Anderes ist wichtiger geworden und macht wohl mehr Spaß. Immerhin wissen zumindest viele, dass diese Feste etwas mit der Kirche zu tun haben. Naja, die Richtung stimmt schon mal. Die Frage ist aber: Was ist uns noch wichtig und heilig? Welche Symbole, Geschichten, Lieder, Traditionen, Gebete, die uns seit Jahrhunderten begleitet und getragen haben kennen wir überhaupt noch? Wenn das Weihnachtsfest zum Lichterfest wird und das Erntedankfest nur noch zum Erntefest.
In Rom vor 2000 Jahren wurden viele Götter verehrt. Ich bewundere das Selbstverständnis von Paulus, der den Altar für den „Unbekannten Gott“ zum Anlass nahm den Menschen von Gott und Jesus zu erzählen. Und davon was das für uns bedeutet. Das war ihm wichtig. Was ist mir wichtig? Wem schenke ich meine ganze Aufmerksamkeit? Im Lichterfest z.B. wird deutlich wie wichtig Licht in unserem Leben und gerade in der dunklen Jahreszeit wird. Und wie nahe wir dabei doch an der christlichen Botschaft dran sind. Denn auch, wenn dabei „nur“ der Weihnachtmann kommt und wir die Geburt von Jesus ausklammern, ist Jesus doch als das „Licht der Welt“ in unsere Welt gekommen. Daran glaube ich.

Angelika Schaffrin, Marbach

https://www.pfachs.de/tagesimpulse/2026/KW43%2019.10.-25.10.2026/Tagesimpuls_2026_10_20_AS.mp3
https://kirchen-zschopau-striegis.de/wp-content/uploads/2025/07/Logo-SK-Z-S-web.png 0 0 Simon Langhof https://kirchen-zschopau-striegis.de/wp-content/uploads/2025/07/Logo-SK-Z-S-web.png Simon Langhof2026-10-20 00:00:042026-10-17 17:02:03Impuls für Dienstag, 20. Oktober 2026
Impuls für Montag, 19. Oktober 2026
in Impuls des Tages

Losung
Des Priesters Lippen sollen die Lehre bewahren, dass man aus seinem Munde Weisung suche; denn er ist ein Bote des HERRN Zebaoth.
Maleachi 2,7

Lehrtext
Verkündige das Wort, tritt dafür ein, zur Zeit oder Unzeit, widerlege, tadle, bitte, in aller Geduld, wo die Lehre es gebietet!
2.Timotheus 4,2

Impuls für den Tag
Nein, das haben wir wirklich nicht wissen können! Einer hat uns damals zwar gewarnt; aber man musste sich ja doch anpassen an all‘ die Anderen. Nicht wahr: Man muss ja schon ein wenig mit der Zeit gehen. Sonst gehört man gar nicht mehr dazu, kann nicht mitreden, steht außerhalb. Und wenn da einer ist, der immer als Spaßbremse auftritt, ist das irgendwann auch lästig! Wer macht das schon noch: Dauernd solche Ansprüche an sich stellen? Ja, anspruchsvoll soll man schon sein, das Leben auskosten (wir haben ja nur eins, und das ist schnell vorbei) und möglichst viel erleben. Und seinen Platz muss man doch auch behaupten. Da heißt es: Stacheln ausfahren und die Ellbogen gebrauchen! Man muss doch einfach verteidigen, was man sich erarbeitet hat und sich was gönnen. Sonst wird einem das rücksichtslos weggenommen. Überhaupt Rücksicht: Die lohnt sich doch gar nicht! Man wäre ja geradezu dumm damit. Nehmen die, die so ganz anders leben und sich gar nicht an uns anpassen wollen, denn Rücksicht? Na also! Warum sollten wir damit anfangen!?
Ja, und da hat eben dieser Eine immerzu gemahnt. Aber dieses Mitfühlende, gar Mitleidende muss man sich schon auch leisten können. Wir haben nichts zu verteilen! Und wir sind ja doch auch ganz nett, wenn es sich lohnt.
Aber dass nun alles so schlimm geworden ist, dass die, an die wir fest geglaubt haben, nur an sich denken, dass sie in ihrem Wahn so Fürchterliches tun würden, das haben wir wirklich nicht wissen können…

Friedemann Neef, Roßwein

https://kirchen-zschopau-striegis.de/wp-content/uploads/2025/07/Logo-SK-Z-S-web.png 0 0 Simon Langhof https://kirchen-zschopau-striegis.de/wp-content/uploads/2025/07/Logo-SK-Z-S-web.png Simon Langhof2026-10-19 00:00:272026-10-19 12:45:30Impuls für Montag, 19. Oktober 2026
Impuls für Sonntag, 18. Oktober 2026
in Impuls des Tages

Losung
Ich will Frieden geben an dieser Stätte, spricht der HERR Zebaoth.
Haggai 2, 9

Lehrtext
Jesus sprach zu ihnen: Steht nicht geschrieben: Mein Haus wird ein Bethaus heißen für alle Völker?
Markus 11, 17

Impuls für den Tag
Der 18. Oktober ist in jedem Jahr der Ehrentag einer besonderen Frau. Sie ist geduldig, umsichtig, fürsorglich, vertrauensvoll und liebevoll, geschickt in vielen Dingen und mächtig im Trösten; sie war immer da und ist es noch: meine Mutter.
Ich weiß, Verhältnisse zu Eltern können so und so gestrickt sein und sie sind bestimmt nicht immer leicht zu gestalten. Aber doch ist es wohl gut, sie zu haben und noch besser, wenn das Miteinander auch gelingt.
In der Losung für heute gibt der Herr dem Propheten Haggai für den Neubau des Tempels in Jerusalem eine Botschaft mit: „Ich will Frieden geben an dieser Stätte, spricht der HERR Zebaoth.“
Und manchmal ist es für mich, als hätte der Herr diese Botschaft auch meiner Seele mitgegeben, wenn die Schwingen der Fürsorge ausbreitet sind – nämlich die, meiner Mutter.
Ich verdanke ihr viel von dem, was für mich heute Sorge für andere bedeutet, so dass auch bei denen, um die ich mich sorge, etwas Frieden wachsen kann. Und das hat viel mit dem zu tun, was der neue Wochenspruch sagt: „Liebe üben“ – das ist oft nicht nur ein Ausüben, sondern auch ein Einüben.
Wie gut, wenn es dann Menschen gibt, die einem das vormachen – solche Menschen, wie: meine Mutter.
Dir, für heute, alles Gute und Gottes Segen zu deinem Geburtstag. Und euch allen, wünsche ich Menschen auf euren Wegen, die so sind: Orte des Friedens und Vorbilder der Liebe. Ich ahne, sie gehören allesamt zu den guten Gaben Gottes, des Herren Zebaoth.

Sebastian Schirmer, Leipzig

https://www.pfachs.de/tagesimpulse/2026/KW42%2012.10.-18.10.2026/Tagesimpuls_%202026_10_18.mp3
https://kirchen-zschopau-striegis.de/wp-content/uploads/2025/07/Logo-SK-Z-S-web.png 0 0 Cathrin Vogel https://kirchen-zschopau-striegis.de/wp-content/uploads/2025/07/Logo-SK-Z-S-web.png Cathrin Vogel2026-10-18 00:00:222026-10-11 16:02:15Impuls für Sonntag, 18. Oktober 2026
Impuls für Samstag, 17. Oktober 2026
in Impuls des Tages

Losung
Schafft Recht und Gerechtigkeit und errettet den Beraubten von des Frevlers Hand und bedrängt nicht die Fremdlinge, Waisen und Witwen und tut niemand Gewalt an.
Jeremia 22,3

Lehrtext
Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. Galater 6,2

Impuls für den Tag
Beim heutigen Vers aus dem Galaterbrief muss ich unwillkürlich an einen der letzten DEFA-Filme aus dem Jahre 1988 denken: Einer trage des anderen Last.
Der Film erhielt das Prädikat „Besonders wertvoll“ und avancierte zum Publikumshit in der DDR.
Die Handlung des Films spielt Anfang der 1950er Jahre in dem privaten Lungensanatorium Schloss Hohenfels.
Ein junger Kommissar der Volkspolizei und ein evangelischer Vikar teilen sich unfreiwillig ein Krankenzimmer. Sie sind beide an Tuberkulose erkrankt. Beide tragen zunächst ihre kontroversen Weltanschauungen demonstrativ zur Schau.
Die zwangsläufig entstehenden Diskussionen zeigen jedoch im Laufe der Zeit viel gemeinsames Gedankengut auf.
Der Vikar kann über kirchliche Kanäle neuartige hochwirksame Medikamente aus dem Westen beziehen, lässt diese dann aber an den schwerer erkrankten Volkspolizisten abgeben. Er begründet ihm das damit, dass es für ihn als Christ anders ist zu sterben als für ihn, der an keinen Gott und an kein Leben nach dem Tod glaubt. Der Vikar sagt im Film: „Sterben ohne Hoffnung und ohne Glauben – die letzte Stunde muss für einen wie Euch die Hölle sein.
Ich glaube, dass ich in Gottes Händen bin.“

Ein starkes Zeichen von Toleranz und Mitgefühl.

Michael Tetzner, Frohburg

https://www.pfachs.de/tagesimpulse/2026/KW42%2012.10.-18.10.2026/Tagesimpuls_2026_10_17.mp3
https://kirchen-zschopau-striegis.de/wp-content/uploads/2025/07/Logo-SK-Z-S-web.png 0 0 Cathrin Vogel https://kirchen-zschopau-striegis.de/wp-content/uploads/2025/07/Logo-SK-Z-S-web.png Cathrin Vogel2026-10-17 00:00:162026-10-09 14:49:03Impuls für Samstag, 17. Oktober 2026
Impuls für Freitag, 16. Oktober 2026
in Impuls des Tages

Losung
Gottes Hilfe ist nahe denen, die ihn fürchten, dass Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen.
Psalm 85,10.11

Lehrtext
Die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.
Epheser 5,9

Impuls für den Tag
Liebe Leserin, lieber Leser,

was für eine schöne Bildsprache. Gerechtigkeit und Friede küssen sich, Güte und Treue begegnen einander.
Wenn ich diesen Vers lese, breitet sich ein schönes Gefühl in mir aus. Mir wird warm ums Herz. Ich merke, wie diese Worte Sehnsüchte in mir wecken. Der Vers zeichnet ein utopisches Bild davon, wie schön eine solche Welt wäre. Vielleicht geht es euch auch so, vielleicht ist es aber auch naiv, die Welt so sehen zu wollen.
Denn zeichnet nicht die „echte“ Welt ein Gegenbild? So viele Konflikte in der Welt, so viel Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft, so viel achtloses Handeln. Aber eigentlich muss ich gar nicht so weit schauen. Wie gehen Menschen mit mir um? Wie handle ich an anderen Menschen?
Für mich ist der Vers zwei Dinge:
Eine Art Checkup: Passt mein Umgang mit anderen zu dieser Vision? Wo sollte ich gütiger, treuer, gerechter und friedvoller sein?
Und eine Zusage, die jenseits von uns allen steht: Mit Gott unterwegs zu sein eröffnet einen Horizont, den wir uns nur schwer vorstellen können.
Wie gesagt, das mag etwas naiv klingen. Mir hilft es, die Welt, die Gesellschaft und meine Beziehungen mit diesem positiven Blick zu sehen. Und dazu beizutragen, dass Gottes Wirklichkeit auch durch mich sichtbar wird.
Das wünsche ich euch auch: Eine Welt zu sehen, in der durch alles Dunkle hindurch mit unserem Beitrag etwas entstehen kann, wo Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen.

Daniel Eibisch, Chemnitz

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https://kirchen-zschopau-striegis.de/wp-content/uploads/2025/07/Logo-SK-Z-S-web.png 0 0 Cathrin Vogel https://kirchen-zschopau-striegis.de/wp-content/uploads/2025/07/Logo-SK-Z-S-web.png Cathrin Vogel2026-10-16 00:00:022026-10-09 14:47:12Impuls für Freitag, 16. Oktober 2026
Impuls für Donnerstag, 15. Oktober 2026
in Impuls des Tages

Losung
Der HERR ist freundlich dem, der auf ihn harrt, und dem Menschen, der nach ihm fragt.
[Klagelieder 3,25]

Lehrtext
Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir.
[Offenbarung 3,20]

Impuls für den Tag
Verse aus den Klageliedern hören wir sehr selten. Die Klagelieder sind ein biblisches Buch, bestehend aus fünf poetischen Klagegedichten, die die Zerstörung Jerusalems und des Tempels 586 v. Chr. beklagen und üblicherweise dem Propheten Jeremia zugeschrieben wurden, auch wenn die moderne Forschung anonyme Verfasser annimmt. Die Texte spiegeln unmittelbare Erfahrungen der Zerstörung und des Exils wider.

Unser Vers betont die Güte und Barmherzigkeit Gottes, die Menschen in ihrer Not und Trauer Trost und Hoffnung geben.
Unser Wort lädt dazu ein, Vertrauen in Gottes Güte zu setzen. Es erinnert daran, dass Gott denen wohlgesinnt ist, die geduldig auf ihn warten und ihre Seele nach ihm ausstrecken.
Manchmal ist es leichter gesagt als getan, trotz Schwierigkeiten und Prüfungen an Gottes Treue festzuhalten und sich auf seine Fürsorge zu verlassen. Auch in dunklen Zeiten existiert ein Lichtstrahl der Hoffnung, wenn ich meine Augen auf IHN richte und auf seine Liebe und Barmherzigkeit vertraue.

Nachdenken können wir heute darüber, in welchen Momenten ich Gottes Gegenwart am stärksten spüre, und wie ich lernen kann, unseren lebendigen Gott in meinen Alltag zu integrieren.
Amen.

Thomas Meyer, Roßwein

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Impuls für Mittwoch, 14. Oktober 2026
in Impuls des Tages

Losung
Dem Gerechten muss das Licht immer wieder aufgehen und Freude den aufrichtigen Herzen.
Psalm 97,11

Lehrtext
Wenn du ein Mahl machst, so lade Arme, Verkrüppelte, Lahme und Blinde ein, dann wirst du selig sein, denn sie haben nichts, um es dir zu vergelten.
Lukas 14,13-14

Impuls für den Tag
Der kürzlich im hohen Alter verstorbene Richter an einem kleinen Gericht in Providence in den USA, Frank Caprio wurde durch eine Serie einer Reality Show weltbekannt. Echte Verhandlungen über kleinere Verkehrsdelikte wurden aufgezeichnet. Bei den Befragungen der Delinquenten wandte Caprio ein Prinzip an: Mit Humor erfragte er die Hintergründe des Vergehens und ließ dann Gnade vor Recht ergehen. Der gestressten Mutter, die zu schnell fuhr, wurde die Strafe erlassen. Der alte Herr, der bei einem Arztbesuch vor Aufregung das Auto in der verbotenen Zone parkte, verließ den Gerichtssaal ohne Strafe. Und die Menschen, die diesen Richter bewunderten in seinem Auftreten haben wohl ein Gespür dafür, dass er viel Gerechtigkeit übt, auch wenn er den Buchstaben des Gesetzes nicht genau befolgt. Ich glaube an dieser Art von Gerechtigkeit hat Gott Freude. Wer so handelt, leuchtet in die Welt hinein, die doch oft so unbarmherzig ist, weil so viele Menschen nur ihren eigenen Profit suchen.
Licht leuchtet in die Welt, wo die Gerechten darauf aus sind, zu helfen und andere zu stärken und Gnade vor Recht ergehen zu lassen. Gott hat es selber so getan, als er uns Jesus gesandt hat. Das müsste doch unser Leben prägen, dass wir doch auch behandelt worden sind wie die verzweifelte Mutter oder der geschwächte ältere Mann im Gerichtssaal von Providence.

Michael Karwounopoulos, Bad Urach

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Impuls für Dienstag, 13. Oktober 2026
in Impuls des Tages

Losung
Auch wir wollen dem HERRN dienen; denn er ist unser Gott.
Josua 24,18

Lehrtext
Jesus sah einen Zöllner mit Namen Levi am Zoll sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach! Und er verließ alles, stand auf und folgte ihm nach.
Lukas 5,27-28

Impuls für den Tag
Da sitzt also dieser Zöllner an einem ganz gewöhnlichen Tag an seiner Zollstation. Plötzlich erscheint dieser rätselhafte Nazarener. Er begrüßt ihn nicht, führt keinen Smalltalk. Er fordert ihn nur auf. „Folge mir nach“. Und dieser Zöllner, wahrscheinlich mitten im Leben, sicherer Job, vielleicht Frau und Kinder, der denkt gar nicht nach. Der steht einfach auf und geht mit als wäre es das Normalste der Welt.
Zugegeben, diese biblische Erzählung fordert mich immer wieder heraus. Warum steht da nichts von Zweifeln, von Unsicherheiten? Warum geschieht alles so schnell, so reibungslos und so eindimensional? Hat Levi wirklich gar nicht gezögert?
Meine Gedanken kreisen immer wieder um diese Fragen. Wer war dieser Levi? Ich würde ihn gern vieles fragen, denn ich kann mich leider nur sehr schwer mit ihm identifizieren. Ich glaube, ich wäre nicht direkt mit Jesus mitgekommen.
Was aber, frage ich ich mich, wenn der Autorenschaft dieser Erzählung die Person Levi gar nicht so wichtig war? Wenn er nur als Mittel zum Zweck diente, um den zu charakterisieren, der viel wichtiger war, nämlich Jesus. Was wenn es um nicht anderes geht als darum, wer dieser Jesus ist.
Das Bild, das hier von ihm gezeichnet wird, ist ein forderndes und direktes, klar. Aber sagt es nicht auch: Dieser Jesus ist zutiefst anziehend und vertrauenswürdig. Er hinterlässt kein seltsames Bauchgefühl, sondern die tiefe Gewissheit: Bei ihm wird es mir gut gehen. Dieser Jesus ist so durch und durch strahlende Liebe, dass alles andere an Bedeutung verliert, wenn er mir nahe ist.
Ich finde Levi jetzt immer noch seltsam, kann mich immer noch nur schwer mit ihm identifizieren. Aber mit Blick auf diesen Jesus kann ich ihn ein klein wenig besser verstehen.

von Christian Creutz aus Rostock

https://www.pfachs.de/tagesimpulse/2026/KW42%2012.10.-18.10.2026/Tagesimpuls_2026_10_13.mp3
https://kirchen-zschopau-striegis.de/wp-content/uploads/2025/07/Logo-SK-Z-S-web.png 0 0 Cathrin Vogel https://kirchen-zschopau-striegis.de/wp-content/uploads/2025/07/Logo-SK-Z-S-web.png Cathrin Vogel2026-10-13 00:00:222026-10-09 14:40:24Impuls für Dienstag, 13. Oktober 2026
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