Impuls für Mittwoch, 30. September 2026
Losung
Wenn ihr den HERRN sucht, wird er sich von euch finden lassen.
2.Chronik 15,2
Lehrtext
Die Frau spricht zu Jesus: Ich weiß, dass der Messias kommt, der da Christus heißt. Wenn dieser kommt, wird er uns alles verkündigen. Jesus spricht zu ihr: Ich bin’s, der mit dir redet.
Johannes 4,25-26
Impuls für den Tag
„Den HERRN suchen“: Das wäre ein Lebensziel. Nein, nicht nur irgendeins, sondern das wäre DAS Lebensziel schlechthin. Aber: Tun wir das? Suchen wir Gott wirklich ganz offen, ganz vorbehaltlos, ganz unvoreingenommen? Ist es uns nicht viel lieber, alles bliebe beim Alten: Das Leben an sich (wieviele sehnen sich nicht nach ihrem „guten alten Deutschland“ – was auch immer das sein soll – und wählen dann Lügner und Heuchler, die ihnen die schöne alte Zeit vorgaukeln)? Unsere Gottesbilder und -vorstellungen, das Leben in der Gemeinde, die Kirche in ihren Strukturen und ihrer Verkündigung: Die sollen sich besser lieber auch nicht ändern. Haben wir nicht selbst diesen Abwehrreflex, wenn etwas Neues kommt, wenn etwas sich wandeln soll? Als ob das Alte immer nur gut war (und wie oft haben wir über es geklagt)…. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir Gott so nicht finden werden! Weil wir Ihn so gar nicht suchen, nicht Ihn – sondern immer nur uns. Unsere Gewohnheit, unsere Behaglichkeit, unser Wohlergehen. Nur ja keine Grenzen überschreiten, und wenn andere unsere Grenzen überschreiten, „remigrieren“ wir sie!
Jesus war da ganz anders: Er redet sogar mit dieser Frau aus Samarien, obwohl das nahezu verboten war. Und er hat dauernd Grenzen überschritten. Also: Suchen wir Gott nun wirklich? Dann: Auf! Und hinaus aus unserer Komfortzone! Gott läßt sich nicht in unseren Ansprüchen finden.
Friedemann Neef, Roßwein

