Impuls für Dienstag, 15. September 2026
Losung
Der HERR wird für euch streiten, und ihr werdet stille sein.
2. Mose 14, 14
Lehrtext
Wenn sie euch hinführen und überantworten werden, so sorgt euch nicht vorher, was ihr reden sollt; sondern was euch in jener Stunde gegeben wird, das redet. Denn ihr seid’s nicht, die da reden, sondern der Heilige Geist.
Markus 13, 11
Impuls für den Tag
Das Volk Israel ist aus Ägypten geflohen. Sie haben die Freiheit vor Augen, doch plötzlich stehen sie vor dem Roten Meer. Hinter ihnen kommt das Heer des Pharaos immer näher, vor ihnen ist das Wasser. Es scheint keinen Ausweg zu geben. Die Israeliten bekommen Angst. Sie fragen sich wahrscheinlich: „Warum hat Gott uns hierhergeführt, wenn wir jetzt doch sterben sollen?“
Vielleicht kennen Sie solche Gedanken selbst. Manchmal stehen auch wir vor Situationen, in denen wir keinen Ausweg sehen. Wir fragen uns: „Wie soll das alles funktionieren? Warum lässt Gott das zu?“
Genau in diese Situation hinein sagt Mose: „Der HERR wird für euch kämpfen, ihr aber werdet still sein.“
Dieser Satz bedeutet nicht, dass wir einfach alles aufgeben sollen. Er bedeutet vielmehr, dass wir nicht vergessen dürfen, wer über unserer Situation steht. Wir sehen nur das Problem – Gott sieht den ganzen Weg.
Das Volk Israel konnte das Meer nicht aus eigener Kraft überwinden. Doch Gott schuf einen Weg.
Er zeigte ihnen, dass seine Möglichkeiten größer sind als ihre Angst.
Vielleicht gibt es auch in Ihrem Leben gerade ein „Rotes Meer“: eine Entscheidung, ein Problem, eine schwierige Beziehung oder eine Zukunft, die Sorgen macht. Sie dürfen sich erinnern: Sie müssen nicht alles allein tragen.
Manchmal ist der nächste Schritt nicht, noch mehr zu kämpfen, sondern still zu werden, zu beten, Gott zu vertrauen und darauf zu warten, was er tun wird.
Sandra Barthel, Raußlitz

