Impuls für Dienstag, 20. Januar 2026
Losung
Wo Träume sich mehren und Nichtigkeiten und viele Worte, da fürchte Gott!
Prediger 5,6
Lehrtext
Wir sind nicht ausgeklügelten Fabeln gefolgt, als wir euch kundgetan haben die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jesus Christus; sondern wir haben seine Herrlichkeit mit eigenen Augen gesehen.
2.Petrus 1,16
Impuls für den Tag
Es ist heutzutage ja scheinbar kaum noch möglich, dem Vielgerede zu entkommen: Überall prasseln wortreiche Meldungen über Wichtiges und gänzlich Nichtiges auf uns ein; so viele meinen, ihre Meinung zu allem und jedem beitragen zu müssen – oft völlig uninformiert, einseitig und bar jeder Meinungsbildung, die doch zuallererst zur Meinungsfreiheit gehören müsste… Da tut uns die Mahnung, gerade in diesem Gewirr „Gott zu fürchten“, äußerst Not! Das schlösse nämlich auch ein, unser zementiertes Bild der Menschen, der Dinge und vor allem auch das Gottes immer und immer wieder auf den Prüfstand zu stellen. Wenn wir Gott wirklich fürchten würden, machten wir uns überhaupt kein Bild von ihm. Dann würden wir auch Geschehnisse, auch Mitmenschen aushalten können, ohne sie in schwarz und weiß einzuteilen. Vielleicht will uns Gott ja gerade mittels unklarer Verhältnisse zu einer Erkenntnis bringen, womöglich gerade durch einen unbequemen Menschen etwas sagen? Gott fürchten hieße auch, in jedem Moment mit Ihm zu rechnen und den Klarblick zu erbitten, den es braucht, um durch all den eitlen Dunst hindurch zu Augenzeugen Seiner Herrlichkeit werden zu können, auch im Unscheinbarsten…
Friedemann Neef, Roßwein

