Impuls für Donnerstag, 06. August 2026
Losung
Du machst fröhlich, was da lebet im Osten wie im Westen.
Psalm 65,9
Lehrtext
Der Kerkermeister freute sich mit seinem ganzen Hause, dass er zum Glauben an Gott gekommen war.
Apostelgeschichte 16,34
Impuls für den Tag
Wann warst du letztens mal so richtig fröhlich? Das frage ich mich, das frage ich auch euch… Also nicht nur so recht zufrieden, im Sinne von: „Naja, es geht so….“ Nein, richtig von Grund auf froh? Trauen wir uns das überhaupt noch in unserer Zeit, wo ständig unerträglich miserable Nachrichten auf uns einprasseln? Wo ganze Berufszweige in Politik, Wirtschaft, im Sozialen usw. davon leben, das es uns offenbar derart schlecht geht, dass wir dringend irgendwas bräuchten, um dem zu entkommen: Eine vermeintliche „Alternative“ wählen, die für uns mal so richtig auf den Putz haut; immer was Neues kaufen, um uns etwas Gutes zu tun; uns selbst optimieren. Darf man auch bei allem, was im Argen zu liegen scheint, all‘ den Krisen und Kriegen, den Katastrophen sich noch wagen, zu freuen?
Mir fällt auf, dass oftmals Menschen, denen es äußerlich viel schlechter zu gehen scheint als uns, dass sie ziemlich zufrieden und ziemlich fröhlich wirken können. Vielleicht ist ja gar nicht alles, was uns als solches eingeredet wird, wichtig? Vielleicht ist auch gar nicht alles, was als solche deklariert wird, eine Katastrophe? Muss bei Schwerem, das mir zwangsläufig begegnet im Leben, gleich mein ganzer Grund einstürzen? Kann nicht auch eine Krise neue Horizonte öffnen? Ist mein Gottvertrauen derart auf Sand gebaut? Muss ich mir über alles und jedes Sorgen machen? Jesus hat darauf eigentlich eine klare Antwort gegeben: Nein, muss ich nicht! Weil ich immer – egal, was ist, egal, wie es mir geht, egal wie schief die Lage zu sein scheint – weil ich immer Gott in meiner Nähe weiß. Und weil ich mich in dieser Nähe auch immer wieder verändern darf. Da muss ich nicht auf die Hilfe anderer warten, die bloß mein Geld und mein Wahlkreuz haben wollen.
„Gott allein genügt“ hat die große Teresa von Avila gesagt. Also: Lasse ich’s doch mal darauf ankommen!
Friedemann Neef, Roßwein

