Impuls für Donnerstag, 24. September 2026
Losung
Die Völker, die um euch her übrig geblieben sind, sollen erfahren, dass ich der HERR bin, der da baut, was niedergerissen ist, und pflanzt, was verheert war.
Hesekiel 36,36
Lehrtext
Der Seher Johannes schreibt: Siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die riefen mit großer Stimme: Das Heil ist bei unserm Gott, der auf dem Thron sitzt, und bei dem Lamm!
Offenbarung 7,9.10
Impuls für den Tag
Das Volk, das übrig geblieben ist- wie geht es ihnen, wenn sie diese Worte hören? Bei mir gehen da sofort die Gedanken zu den Sparmassnahmen in der Kirche, Personalkürzungen wegen kleiner werdenden Gemeinden und Bildung von immer größeren Gemeindeverbünden. Ich denke daran, dass sich in der Gesellschaft Prioritäten verschieben, Tanzen, Reiten, Fussball sind wichtiger als Gottesdienst und Christenlehre. Zur Work- Life- Balance – dem gesunden Gleichgewicht zwischen Beruf und Privatleben – gehört Glaube leben und sich mit seinen Gaben in die Gemeinden einbringen nicht mehr zwingen dazu.
Hesekiel berichtet auch in der heutigen Losung von Niedergang.
Alles ist zerstört. Jerusalem wird in Schutt und Asche liegen- das sieht der Prophet. Vielleicht fühlen wir uns in Bezug auf unseren Glauben auch manchmal so.
Doch Gott gibt Hoffnung. Er wird wieder aufbauen und pflanzen. Und was entscheidend ist: Er will sich wieder bitten lassen und hören. Das können auch dann alle sehen, auch die, für die der Glaube nichts bedeutet. In einer Geschichte wird von einem Mann beim Friseur berichtet. Der Friseur erzählte beim Haareschneiden:“ Gott kann es nicht geben, denn sonst gäbe es nicht so viel Leid in der Welt!“ Als der Mann später den Salon verlässt, begegnet ihm auf der Strasse ein Mann mit langen, fettigen, ungepflegten Haaren. Da ging der Mann zurück zum Friseur und behauptete, dass es auch keine Friseure gäbe, denn dieser Mann sein der Beweis. Er erwiederte: „Ich bin Friseur, ich existiere, aber die Leute kommen nicht zu mir!““ Eben, so ist es auch mit Gott. Gott existiert, aber die Menschen suchen ihn nicht- deswegen gibt es so viel Leid in der Welt!“
Rechnen wir auch heute mit Gott und beten wir zu ihm- er wird uns hören! Gott ist da.
Claudia Tetzner, Frohburg

