Impuls für Samstag, 7. März 2026
Losung
Warum sollen die Heiden sagen: Wo ist denn ihr Gott? Unser Gott ist im Himmel; er kann schaffen, was er will.
Psalm 115,2-3
Lehrtext
Jesus spricht: Wer mich sieht, der sieht den Vater.
Johannes 14,9
Impuls für den Tag
„Ganz der Vater!“ oder „Wie der Vater, so der Sohn“, so hört man es manchmal aus dem Mund von Erwachsenen, wenn sie ein Kind sehen, dessen Vater sie kennen. Je nachdem wie dieser Ausspruch gemeint ist, ist das für das Kind ein Kompliment – oder auch nicht. Es ist schön, wenn ein Vater für seinen Sohn oder seine Tochter ein Vorbild ist, wenn die Kinder später einmal sagen können „Ich bin stolz auf meinen Vater, er hat mir vieles gezeigt und hat mich vieles gelehrt.“ Die Realität sieht leider oft anders aus, denn Väter machen Fehler und geben die eigenen Verletzungen weiter an ihre Kinder.
In unserem heutigen Lehrtext haben wir es mit einer ganz besonderen Vater-Sohn-Beziehung zu tun. Sie ist so eng und so innig, dass der Sohn – Jesus Christus – quasi der „Klon“ seines Vaters ist, in allem ihm gleich. „Ich bin im Vater und der Vater ist in mir“, so erklärt es Jesus seinen fragenden Jüngern. Und das meint nicht die Gene sondern das ganze Wesen und Sein. Wer wissen will, wie Gott ist, muss Jesus anschauen, wie er lebte, was er sagte, wie er Menschen begegnete. Er macht Gott sichtbar. An seinem Verhalten kann ich erkennen, wie Gott sich verhält. In seinem Mensch gewordenen Sohn Jesus zeigt Gott uns sein wahres Gesicht und sein väterliches Wesen. Die Sehnsucht, Gott zu sehen, die Frage „Wo ist Gott?“ ist so alt wie die Menschheit. Jesus ist die Antwort auf diese Frage, an ihm entscheidet sich alles: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ (Joh. 14,6)
Almut Bieber, Arnsdorf

