Impuls für Sonntag, 09. August 2026
Losung
Siehe, was ich früher verkündigt habe, ist gekommen.
So verkündige ich auch Neues;
ehe denn es sprosst, lasse ich’s euch hören.
Jesaja 42, 9
Lehrtext
Der Menschensohn ist’s, der den guten Samen sät.
Der Acker ist die Welt.
Matthäus 13, 37-38
Impuls für den Tag
Ein Bauer steht am Straßenrand und schaut sich das Weizenfeld eines anderen Bauern an. Bei einem späteren Gespräch bekomme ich mit, wie die zwei miteinander scherzen, dass die Disteln in diesem Jahr in dem Weizenfeld wohl der Sinn des Anbaus waren und das Getreide nur ‚Nebenerzeugnis‘.
Als ich später nochmal mit dem Rad an dem Feld vorbeifahre, finde ich gar nicht, dass da so viele Disteln zwischen den Getreidehalmen stehen…
Diese Begebenheit mit den verschiedenen Blickwinkeln erinnert mich an das Gleichnis vom Unkraut im Weizen, das Jesus in unserem Lehrtext seinen Jüngern erklärt.
Wir leben in einer Welt, in der Gutes und Böses nebeneinander existieren. Das kann manchmal entmutigend sein. Doch Jesus ruft uns nicht dazu auf, ständig das Unkraut zu suchen oder über andere zu urteilen. Stattdessen dürfen wir darauf vertrauen, dass der Herr den Überblick behält und am Ende gerecht richten wird.
Lassen wir uns doch durch Jesus, statt nach dem Unkraut zu suchen, zu einem guten Samen machen und bringen Liebe statt Hass in unsere Welt, sprechen Wahrheit anstatt Lügen und geben Hoffnung statt Resignation weiter. Denn dann wird Gottes Reich schon hier und jetzt spürbar.
Sandra Barthel, Raußlitz

