Impuls für Freitag, 6. September 2024

Losung
Losung und Lehrtext für Freitag, 6. September 2024:

Lehrtext
Wir liegen vor dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. Daniel 9,18

Impuls für den Tag
„Wir vertrauen nicht auf unsere Gerechtigkeit“ … also wenn jemand Grund hätte, auf seine eigene Gerechtigkeit zu vertrauen, dann Daniel. Seinen Namen verbinde ich mit absoluter Standhaftigkeit im Bekenntnis zu Gott, mit Mut, geistlichem Durchblick und einem starken Glauben. Daniel war es, der als Fremder am Königshof Babyloniens selbst unter großem Druck kein Stück von dem, was er von Gott wusste, abrückte und dadurch nicht nur unglaubliche Wunder erlebte, sondern auch den babylonischen König mit seinem Glauben ansteckte und selbst zu Ehren kam. Gott schenkt uns durch die Bibel neben diesen genialen Geschichten (nachzulesen in Daniel 1-6) auch einen Einblick ins Gebetsleben dieses Mannes: Daniel bittet Gott um Vergebung, erinnert sich an Gottes große Taten und sein wunderbares Wesen, und er betet um Hilfe – nicht weil er oder sein Volk es verdient hätten, sondern weil er weiß, dass Gott barmherzig ist. Daniel ist ein echter Glaubensheld und gleichzeitig hält er nichts auf seine Heldentaten. Er hat verstanden: Es gibt keine besonders guten Menschen, die Gott deswegen mehr liebt oder deren Gebete er lieber erhört. Nein – es geht allein um seine Gnade!

Johanna Seidel, Moosheim

Impuls für Donnerstag 5. September 2024

Losung
Hilf deinem Volk und segne dein Erbe und weide und trage sie ewiglich!
Psalm 28,9

Lehrtext
Als Jesus das Volk sah, jammerte es ihn; denn sie waren geängstigt und zerstreut wie die Schafe, die keinen Hirten haben.
Matthäus 9,36

Impuls für den Tag
Wenn ich das Wort „Jammern“ lese, kommen in mir unschöne Gefühle hoch. Ich denke daran, wie unsere Kinder „jammern“: mal über die Wärme, mal weil irgendwas „unfair“ ist, mal weil der andere ihm wehgetan hat, mal weil es nicht das Lieblingsessen gibt oder die Röstzwiebeln alle sind … Nein, Jammern ist nichts, was man den ganzen Tag im Ohr haben will.
Aber – ist es dir aufgefallen? – in unserem Bibeltext aus dem Neuen Testament jammern nicht die Leute, die Hilfe von Jesus brauchen (jedenfalls ist das nicht so überliefert). Sondern Jesus jammert es.
Die Volxbibel überträgt es so: „taten sie ihm voll leid“. Ja! Das ist es! Das ist es, was die Kinder von uns Eltern wollen, wenn sie jammern.
Und das ist es, was ich mir ganz dringend von Jesus wünsche:
Das er mit mir mit leidet. Das er mich sieht. Das er meine Baustellen sieht, das, was mir Sorgen macht, mir Last ist, mich verzweifeln lässt.
Und das er da voll aufmerksam ist. Das er mich anerkennend und tröstend in den Arm nimmt, meine inneren Wunden heilt. Und sich dann drum kümmert, dass es weitergeht.
Ewiglich.

Elisabeth Bittmann, Arnsdorf

Impuls für Mittwoch, 4. September 2024

Losung
Ein Engel rührte Elia an und sprach zu ihm: Steh auf und iss! Und er stand auf und aß und trank und ging durch die Kraft der Speise vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Berg Gottes.
1.Könige 19,5.8

Lehrtext
Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden?
Matthäus 6,31

Impuls für den Tag

Elia hatte Mist gebaut, großen Mist. Er rannte um sein Leben. Wusste nicht so wirklich weiter. Hoffnungslosigkeit machte sich bei ihm breit, denn er wusste genau, dass er Fehler gemacht hatte.
Fehler machen auch wir, mal kleine, mal große. Manchmal sind wir ‚verbohrt‘ und wollen es nicht einsehen. Manchmal ist uns total klar, was schief gelaufen ist. Und dann? Verkriechen wir uns wie Elia oder wagen wir den Schritt auf andere zu? Stehen wir zu dem, was wir getan oder auch nicht getan haben? Wagen wir den Neuanfang? Bitten wir um Verzeihung bei unseren Mitmenschen und bei Gott?
Zu Elia kam ein Engel Gottes. ‚Steh auf und iss!‘, sagte der Engel zu Elia. Aufstehn und essen. Nicht gleich weiter machen, erstmal sich orientieren, reflektieren, Kraft tanken und dann wieder starten.
Gott stellt uns auch Engel an die Seite, menschliche Engel, die uns erinnern, uns Kraft geben, hinweisen und mahnen… Steh auf uns iss! Verkriech dich nicht! Schau nach vorn! Du hast einen Weg vor dir, mit einem Ziel! Auch wenn du Fehler machst, was menschlich ist, kannst du neu beginnen und dich neu an Gott ausrichten.

Sandra Barthel, Raußlitz

Impuls für Dienstag, 3. September 2024

Losung
Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. (Psalm 139, 5)

Lehrtext
Fürwahr, Gott ist nicht ferne von einem jeden unter uns. Denn in ihm leben, weben und sind wir. (Apg. 17, 27-28)

Impuls für den Tag
In Roßwein hängen sei einigen Wochen gelbe Banner an einigen Straßenkreuzungen. „Die Schule hat begonnen!“ ist darauf zu lesen. Das soll die Autofahrer ermahnen. Damit sie auf die Schulkinder besonders achten. Besonders stark befahrene Straßenkreuzungen können da zur Gefahr werden. Manche Eltern begleiten ihre Kinder deshalb bis zur Schule oder holen Sie wieder ab. Sicher ist sicher.

Für uns Menschen will Gott auch ein guter Begleiter sein. Damit Weg und Ziel im Leben sicher sind und nicht zur Gefahr werden. Gott ist wie ein „Rundumschutz“ für uns. Von allen Seiten umgibt er mich, sichert Psalm 139 zu. Das klingt beruhigend und wohltuend. Denn auf meinem Weg durch das Leben überschaue ich die Tücken und Gefahren nicht immer. Doch Gott ist vorausschauend, er kennt meinen Weg und er kennt mein Ziel. Und dabei hält er stets seine schützende Hand über mich. Danke Gott für Deine Sicherheit in meinem Leben! Amen.

Pfarrer Heiko Jadatz (Roßwein)

Impuls für Montag, 2. September 2024

Losung
Der HERR heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden.
Psalm 147, 3

Lehrtext
Durch seine Wunden seid ihr heil geworden.
1.Petrus 2, 24

Impuls für den Tag
Gestern war ein wichtiger Tag in mehrfacher Hinsicht. In Sachsen und Thüringen wurde ein neuer Landtag gewählt, vor 85 Jahren begann der 2. Weltkrieg und es war Weltfriedenstag. Eine spannende Mischung, in der jedes seine eigene Prägung hat und doch irgendwie zusammengehört. Der Krieg hat viele Wunden gerissen und großes Leid über die Menschheit gebracht. Die Wochen vor der Wahl waren nicht nur friedlich. Da wurde diskutiert und demonstriert. Verbal und leider auch körperlich wurden Menschen, beleidigt, bedroht, verletzt. Unwürdig für unser Land und für die Menschen, die darin leben. Zwischen all diesen Auseinandersetzungen sind noch die Menschen, die mit ihren ganz eigenen Sorgen kämpfen und dabei leicht übersehen werden. Und dann ist da noch dieser Weltfriedenstag. Ein Tag den wahrscheinlich viele gar nicht kennen. Schade eigentlich, denn er erinnert daran, wie lebensnotwendig ein friedvolles, achtsames Miteinander ist und dass Wunden und zerbrochene Herzen schwer heilen. Auch unsere persönlichen Verletzungen.
Das braucht einen sehr guten Arzt. Das Angebot Gottes steht. Und in Jesus haben wir einen guten Lehrmeister für unseren Teil der Aufgabe.

Bezirkskatechetin Angelika Schaffrin, Marbach

Impuls für Sonntag, 01. September 2024

Losung
Herr, du bist unsre Zuflucht für und für. Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Psalm 90,1-2

Lehrtext
Jesus sprach zu seinen Jüngern: Habt Glauben an Gott!
Markus 11,22

Impuls für den Tag

Heute vor 85 Jahren begann der katastrophale hoffentlich letzte Weltkrieg mit dem Nazi-Überfall auf Polen. Und heute abend könnten sich ungute Vorahnungen bewahrheitet haben, wenn bei den Landtagswahlen Menschen große Zustimmung erfahren, die ebendas glorifizieren, verdrehen, verharmlosen. (Darunter übrigens auch welche, die Gott für ihre Parolen vereinnahmen wollen…) Viele glauben diesen Verführern, weil ihr eigenes Leben feststeckt: Alles scheint den Bach ‚runterzugehen, oft zeigen sich keine Perspektiven, das Vertrauen ist so manchem abhanden gekommen, Glauben kein Bestandteil des Lebens mehr… Und auch wir Christen ertappen uns bei Fragen wie: ŒWo ist Gott? Warum lässt er das zu? Nein, wir können Ihn nicht verstehen. Und wir müssen ständig unsere falschen Bilder von Ihm fallen lassen. Aber wir können immer wieder gewiss sein, dass Er das einzig Bleibende ist in all dem Wandel um uns herum und in uns selbst. Wir können uns jeden Tag aufs Neue sagen, dass Er unsere Zuflucht bleibt. Wir können stets ganz neu versuchen, Glauben zu wagen. Ganz sicher öffnen sich dann völlig ungeahnte Horizonte,
und wir können frei werden, frei von allen Verführungen innen wie außen.

Friedemann Neef, Roßwein

Impuls für Samstag, 31. August 2024

Losung
Sie sollen mein Eigentum sein, und ich will mich ihrer erbarmen, wie ein Mann sich seines Sohnes erbarmt, der ihm dient.
Maleachi 3,17

Lehrtext
Jesus spricht: Selig, die Frieden stiften … sie werden Söhne und Töchter Gottes genannt werden.
Matthäus 5,9

Impuls für den Tag

Jemandes Eigentum zu sein, klingt aus der Zeit gefallen, oder? Auch wenn Familienmitglieder schon irgendwie zusammengehören, so sind sie aber dennoch kein Besitz. Daher lässt die Stelle des Losungstextes im Maleachi-Prophetenbuch sich genauso gut mit „Schatz“ übersetzen. Und dann klingt es schon gar nicht mehr so komisch, sondern eigentlich ziemlich schön… Da sagt der letzte der kleinen Propheten des Ersten Testaments in den letzten Zeilen seines kleinen Buches, dass Du und ich Schätze sein sollen, denen Gott nachgeht und sie behütet – so wie Eltern Kinder schätzen und hüten. Wohl, weil das etwas mit Liebe zu tun hat.
Das biblische Nachbarbuch des Propheten Maleachi ist das Evangelium nach Matthäus, das erste Buch des Zweiten Testaments. Hier lässt Gott sich in Jesu Leben, Werk und Wort entdecken. Und da scheint Jesus nun zu wissen, wie solche Schätze handeln: Sie stiften Frieden. Womöglich der Dienst, den Maleachi meint. Blüten der Liebe, vielleicht.
Wie aber anfangen, mit dem Friedenstiften? Das muss ich nun wohl selbst herausfinden. Aber ich glaube, dass es schon morgen, an der Wahlurne, eine gute Gelegenheit gibt, das Friedenstiften mit wenigen Handbewegungen zu beginnen.

Sebastian Schirmer, Leipzig

Impuls für Freitag, 30. August 2024

Losung
Der Ratschluss des HERRN bleibt ewig bestehen.
Psalm 33,11

Lehrtext
Weil wir zu Christus gehören, wurden wir als Erben eingesetzt – so wie Gott es im Voraus bestimmt hat. So hat er es beschlossen, der ja alles bewirkt. Nach seinem Willen sollte es geschehen.
Epheser 1,11

Impuls für den Tag

Am Sonntag wird ein neuer Landtag im Freistaat Sachsen gewählt. Wie geht es Ihnen bei diesen Gedanken? Haben Sie schon an der Briefwahl teilgenommen oder gehen Sie nicht zur Wahl?
Das Ergebnis entscheidet, wohin sich unser Freistaat entwickeln wird – zunächst für die nächsten fünf Jahre.
Für mich ist es tröstlich heute in der Losung zu lesen: Der Ratschluss des HERRN bleibt ewig bestehen. Er gilt – nicht nur für eine gewisse Zeitspanne, sondern er hat Ewigkeitswert. Und dieser Ratschluss ist für uns Christen die Kindschaft Gottes. Damit sind wir sogar Erben Gottes. Ein Erbe, das bereits seit zwei Tausend Jahren fest steht und nicht notariell geändert wurde, wie wir es aus unseren Tagen in Erbstreitigkeiten kennen. Es steht fest, weil Gott es bewirkt hat, eine feste Größe in Ewigkeit.
Wollen wir dem Erbe getreu diesen Tag erleben und die Landtagswahlen am Sonntag im Gebet begleiten. Und dann werden wir auch aus allem das Beste machen können.

Michael Tetzner, Frohburg

Impuls für Donnerstag, 29. August 2024

Losung
Wer bereitet dem Raben die Speise, wenn seine Jungen zu Gott rufen und irrefliegen, weil sie nichts zu essen haben?
[Hiob 38,41]

Lehrtext
So ist nun weder der etwas, der pflanzt, noch der begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.
[1.Korinther 3,7]

Impuls für den Tag

Von Hiob, der das sprichwörtliche dunkle Tal wie kein anderer durchschreiten musste, lernen wir, dass wir unsere Fragen und Klagen vor Gott bringen können. Aber Gott reagiert oft anders, als wir es erwarten und oftmals anders, als wir es uns wünschen.
Gott antwortet Hiob mit etwa 60 Gegenfragen, zu finden in den Kapiteln 38 und 39. Eine dieser Fragen ist: „Wer bereitet dem Raben die Speise, wenn seine Jungen zu Gott rufen und irrefliegen, weil sie nichts zu essen haben? – unsere heutige Losung.
Es wird uns ein Bild aus der Natur gegeben: Da sind junge Raben, die irre fliegen und nichts zu essen haben. Das, was sie im Leben brauchen, steht ihnen nicht mehr zur Verfügung. ŒRabeneltern! Wer anders als Gott, kann sie versorgen? Und so, wie ER für die Raben sorgt, sorgt ER erst recht für uns Menschen.
Hiob wird an die Grenzen seines Denkens und Verstehens geführt. Der allmächtige Schöpfer muss dem ohnmächtigen Geschöpf nichts erklären. Verstehen können wir begrenzten Menschen den unbegrenzten Gott sowieso nicht. Aber immer wieder können wir seine unendliche Liebe und seine Fürsorge erfahren. Amen.

Thomas Meyer, Roßwein

Impuls für Mittwoch, 28. August 2024

Losung
So richtet nun euer Herz und euren Sinn darauf, den HERRN, euren Gott, zu suchen.
1.Chronik 22,19

Lehrtext
Philippus findet Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den gefunden, von dem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben haben, Jesus, Josefs Sohn, aus Nazareth.
Johannes 1,45

Impuls für den Tag

Es gibt Menschen, die scheinen ein Leben lang ihrem Glück hinterher zu laufen. Immer passt etwas nicht am Leben, so wie es gerade ist: Die beruflichen Herausforderungen oder die Menschen, die einen umgeben. Die Familie oder die finanzielle Situation. Immer nur auf der Suche zu sein, kann ermüden und frustrieren.
In Glaubensangelegenheiten ist das aber anders. Als Menschen sind wir unterwegs durch unser Leben. Und da gibt es einen Gott, nach dem wir immer auf der Suche sein müssen. Deshalb, weil er so ganz anders ist als wir. Und deshalb, weil er will, dass wir durch unser Suchen eine ständige Beziehung zu ihm aufbauen.
Das Schöne daran: Er will sich auf jeden Fall finden lassen. Diese Suche ist kein Versteckspiel. Nathanael, der Jünger Jesu hat es erlebt und redet davon. Wenn wir mit Jesus unterwegs sind, ist unser Suchen nach Gott, Sinn und Glück unseres Lebens nie vergeblich.

Michael Karwounopoulos/Bad Urach