Impuls für Dienstag, 10. September 2024

Losung
Halleluja! Ich danke dem HERRN von ganzem Herzen im Rate der Frommen und in der Gemeinde.
Psalm 111,1

Lehrtext
Lobt unsern Gott, alle seine Knechte und die ihn fürchten, Klein und Groß!
Offenbarung 19,5

Impuls für den Tag

„Klagst du noch oder dankst du schon?“ Klagen und meckern ist leider an der Tagesordnung. Über „die da oben“ oder das Wetter oder die Bahn oder was auch immer – wir müssen meistens nicht lange überlegen, damit uns mindestens ein Grund zum Schimpfen einfällt, in Gesellschaft geht es noch schneller. Aber – Sie haben es sicher schon gemerkt – das tut uns nicht gut. Wir werden unzufrieden und mürrisch, die Abwärtsspirale dreht sich immer schneller. Ich kenne da ein gutes Gegenmittel: Loben und Danken! In einer schlaflosen Nacht oder morgens nach dem Aufwachen, vor dem Essen oder im Straßenverkehr, bei der Arbeit oder wo auch immer „Danke, guter Gott, dass ich am Leben bin. Danke, dass du mich versorgst mit allem was ich zum Leben brauche. Danke, dass du mich lieb hast.“ Man kann auch lernen zu danken, wenn es einem gerade nicht gut geht. Weil Loben und Danken unseren Blick und unsere Haltung verändert – weg von uns und unseren Sorgen hin zu Gott, der uns helfen will. Und die Veränderung kann sogar im doppelten Sinn geschehen: Unser Blick wird frei und unsere Haltung aufrecht, vielleicht stellt sich sogar ganz leise – oder auch laut – Freude ein?

„Vergiss nicht zu danken“ – singen Sie dieses Lied doch mal wieder!

Almut Bieber, Arnsdorf

1) Vergiss nicht zu danken dem ewigen Herrn
er hat dir viel Gutes getan.
Bedenke, in Jesus vergibt er dir gern,
du darfst ihm, so wie du bist, nahn.

Ref.: Barmherzig, geduldig und gnädig ist er
vielmehr, als ein Vater es kann.
Er warf unsere Sünden ins äußerste Meer,
kommt, betet den Ewigen an.

2) Du kannst ihm vertrauen in dunkelster Nacht,
wenn alles verloren erscheint
Er liebt dich, auch wenn du ihm Kummer gemacht,
ist näher als je du gemeint.

3) Im Danken kommt Neues ins Leben hinein,
ein Wünschen, das nie du gekannt,
dass jeder wie du Gottes Kind möchte sein,
vom Vater zum Erben ernannt.

4) In Jesus gehörst du zur ewigen Welt,
zum Glaubensgehorsam befreit.
Er hat dich in seine Gemeinde gestellt,
und macht dich zum Dienen bereit.

Originaltitel: En liv jag nu äger
Text: Heino Tangermann (1965)
Melodie: Paul Ongman (1957)
Bibelstelle: Psalm 103

→Link zur Quelle

Impuls für Montag, 9. September 2024

Losung
Wohl dem, der seine Hoffnung setzt auf den HERRN!
Psalm 40,5

Lehrtext
Andreas findet seinen Bruder Simon und spricht zu ihm: Wir haben den Messias gefunden.
Johannes 1,41

Impuls für den Tag
„Hoffnung beschreibt eine unruhige, aber positive Erwartungshaltung gegenüber der Zukunft. Hoffnung verleiht Kraft, Mut und Durchhaltevermögen, sie ist wohltuend für die Seele und kann das Immunsystem stärken.“ Diese Gedanken über Hoffnung habe ich nach kurzer Suche mit Hilfe von Google im Internet gefunden. Ich halte diese Erklärung für zutreffend aber unvollständig. Denn Hoffnung braucht eine Grundlage. Ansonsten ist es eine falsche oder eine brüchige Hoffnung, die nicht trägt. So eine falsche Hoffnung braucht kein Mensch. Sie verschleiert nur die Augen vor der Wirklichkeit und macht unfrei und untätig. Hoffnung mit Grundlage dagegen trägt. Die Losung für heute sagt uns zu, wer diese Grundlage der Hoffnung ist, nämlich der HERR. Wer auf ihn setzt, trifft eine gute Entscheidung, denn der HERR ist nicht irgendwer. Er ist der Schöpfer der Welt, der mich liebt. Das verleiht Mut und Hoffnung im Blick auf die Herausforderungen des heutigen Tages. Unser Gott ist der Gott der Hoffnung. Weil er lebt und regiert, ist noch nichts verloren. Amen.

Jörg Matthies, Marbach

Impuls für Sonntag, 8. September 2024

Losung
Lehre mich rechtes Urteil und Erkenntnis, denn ich vertraue deinen Geboten.
Psalm 119,66

Lehrtext
Paulus schreibt an Timoteus: Lass dich nicht auf Streitereien und Wortgefechte ein. Du weißt doch, dass sie nur zu Auseinandersetzungen führen.
2. Timotheus 2,23

Impuls für den Tag
Der Beter vom Psalm 119 ist in Bedrängnis und braucht Hilfe und Weisungen, daraus zu kommen. Dabei stützt er sich auf die Gebote. Er soll die Situation analysieren und Distanz davon nehmen, um zu entscheiden, wie er handeln soll. Nach Luther steht nach einem „rechten Urteil und Erkenntnis“ soll ich handeln – in der BasisBibel ist von „Gut und vernünftig“ die Rede. Interessant! Wie wenn es so einfach wäre in einem Konflikt „vernünftig“ zu handeln! Paulus gibt Timoteus anhand der Situation in der Gemeinde ein Beispiel. Wenn du schon spürst, dass sich ein Streit entfacht, lass dich nicht drauf ein. Zuerst darüber schlafen ist mein persönliches Rezept! Manches löst sich sogar von allein. Und wenn nicht, dann soll es mit Erkenntnis und Vernunft zugehen-nach den Geboten. Dabei ist eins wichtig: Du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst. Der sogenannte Gegner soll trotz allem wertschätzt werden. Es soll einen gemeinsamen oder getrennten Weg, evtl. mit Kompromisse gefunden werden.
„Gut und vernünftig“ im Dialog bleiben, im Wissen, dass wir Menschen sind und dadurch fehlbar und doch sehr geschätzt von Gott.

Sophie Heinzelmann, Hainichen

Impuls für Samstag, 7. September 2024

Losung
Bitte, was ich dir geben soll! Salomo sprach: Du wollest deinem Knecht ein gehorsames Herz geben, dass er dein Volk richten könne und verstehen, was gut und böse ist.
1. Könige 3,5.9

Lehrtext
Der Teufel führte Jesus mit sich auf einen sehr hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und sprach zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest. Da sprach Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan!
Matthäus 4,8-10

Impuls für den Tag
„Ich wünsche mir ein gehorsames Herz!“ Nicht Reichtum oder Weisheit hatte Salomo sich gewünscht, sondern ein dienendes, ein offenes Herz für Gott. Damit seine innige Gottesbeziehung noch inniger wurde. Noch intensiver. Noch stärker. Das ist doch auch der Wunsch eines jeden Christen, oder? Noch näher bei Gott zu sein, ihn noch mehr kennenzulernen, seinen Willen zu tun. Aber: Was hält Sie und mich und Salomo davon ab? Das ungehorsame Herz! Dagegen kämpft Salomo an: Sein ungehorsames Herz soll gehorsamer werden. Er will keine falschen Entscheidungen mehr treffen. Nein, er will verstehen, was gut und böse ist. Er will so leben, dass es Gott gefällt und nicht wie es ihm gefällt, weil er es sich genau in seinen Vorstellungen ausgemalt hat. Und das geht nur, wenn er ein gehorsames Herz bekommt. Jesus hatte dieses gehorsame Herz. Und er hat einmal im übertragenen Sinne gesagt: Du darfst dir alles wünschen. Rede einfach mit Gott darüber. Und wenn deine Bitte dem Willen Gottes entspricht, wirst Du staunen, was Dir alles dazu geschenkt wird! (Matth.7,7ff; Matth.6,33)

Thilo Handschack

Impuls für Freitag, 6. September 2024

Losung
Losung und Lehrtext für Freitag, 6. September 2024:

Lehrtext
Wir liegen vor dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. Daniel 9,18

Impuls für den Tag
„Wir vertrauen nicht auf unsere Gerechtigkeit“ … also wenn jemand Grund hätte, auf seine eigene Gerechtigkeit zu vertrauen, dann Daniel. Seinen Namen verbinde ich mit absoluter Standhaftigkeit im Bekenntnis zu Gott, mit Mut, geistlichem Durchblick und einem starken Glauben. Daniel war es, der als Fremder am Königshof Babyloniens selbst unter großem Druck kein Stück von dem, was er von Gott wusste, abrückte und dadurch nicht nur unglaubliche Wunder erlebte, sondern auch den babylonischen König mit seinem Glauben ansteckte und selbst zu Ehren kam. Gott schenkt uns durch die Bibel neben diesen genialen Geschichten (nachzulesen in Daniel 1-6) auch einen Einblick ins Gebetsleben dieses Mannes: Daniel bittet Gott um Vergebung, erinnert sich an Gottes große Taten und sein wunderbares Wesen, und er betet um Hilfe – nicht weil er oder sein Volk es verdient hätten, sondern weil er weiß, dass Gott barmherzig ist. Daniel ist ein echter Glaubensheld und gleichzeitig hält er nichts auf seine Heldentaten. Er hat verstanden: Es gibt keine besonders guten Menschen, die Gott deswegen mehr liebt oder deren Gebete er lieber erhört. Nein – es geht allein um seine Gnade!

Johanna Seidel, Moosheim

Impuls für Donnerstag 5. September 2024

Losung
Hilf deinem Volk und segne dein Erbe und weide und trage sie ewiglich!
Psalm 28,9

Lehrtext
Als Jesus das Volk sah, jammerte es ihn; denn sie waren geängstigt und zerstreut wie die Schafe, die keinen Hirten haben.
Matthäus 9,36

Impuls für den Tag
Wenn ich das Wort „Jammern“ lese, kommen in mir unschöne Gefühle hoch. Ich denke daran, wie unsere Kinder „jammern“: mal über die Wärme, mal weil irgendwas „unfair“ ist, mal weil der andere ihm wehgetan hat, mal weil es nicht das Lieblingsessen gibt oder die Röstzwiebeln alle sind … Nein, Jammern ist nichts, was man den ganzen Tag im Ohr haben will.
Aber – ist es dir aufgefallen? – in unserem Bibeltext aus dem Neuen Testament jammern nicht die Leute, die Hilfe von Jesus brauchen (jedenfalls ist das nicht so überliefert). Sondern Jesus jammert es.
Die Volxbibel überträgt es so: „taten sie ihm voll leid“. Ja! Das ist es! Das ist es, was die Kinder von uns Eltern wollen, wenn sie jammern.
Und das ist es, was ich mir ganz dringend von Jesus wünsche:
Das er mit mir mit leidet. Das er mich sieht. Das er meine Baustellen sieht, das, was mir Sorgen macht, mir Last ist, mich verzweifeln lässt.
Und das er da voll aufmerksam ist. Das er mich anerkennend und tröstend in den Arm nimmt, meine inneren Wunden heilt. Und sich dann drum kümmert, dass es weitergeht.
Ewiglich.

Elisabeth Bittmann, Arnsdorf

Impuls für Mittwoch, 4. September 2024

Losung
Ein Engel rührte Elia an und sprach zu ihm: Steh auf und iss! Und er stand auf und aß und trank und ging durch die Kraft der Speise vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Berg Gottes.
1.Könige 19,5.8

Lehrtext
Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden?
Matthäus 6,31

Impuls für den Tag

Elia hatte Mist gebaut, großen Mist. Er rannte um sein Leben. Wusste nicht so wirklich weiter. Hoffnungslosigkeit machte sich bei ihm breit, denn er wusste genau, dass er Fehler gemacht hatte.
Fehler machen auch wir, mal kleine, mal große. Manchmal sind wir ‚verbohrt‘ und wollen es nicht einsehen. Manchmal ist uns total klar, was schief gelaufen ist. Und dann? Verkriechen wir uns wie Elia oder wagen wir den Schritt auf andere zu? Stehen wir zu dem, was wir getan oder auch nicht getan haben? Wagen wir den Neuanfang? Bitten wir um Verzeihung bei unseren Mitmenschen und bei Gott?
Zu Elia kam ein Engel Gottes. ‚Steh auf und iss!‘, sagte der Engel zu Elia. Aufstehn und essen. Nicht gleich weiter machen, erstmal sich orientieren, reflektieren, Kraft tanken und dann wieder starten.
Gott stellt uns auch Engel an die Seite, menschliche Engel, die uns erinnern, uns Kraft geben, hinweisen und mahnen… Steh auf uns iss! Verkriech dich nicht! Schau nach vorn! Du hast einen Weg vor dir, mit einem Ziel! Auch wenn du Fehler machst, was menschlich ist, kannst du neu beginnen und dich neu an Gott ausrichten.

Sandra Barthel, Raußlitz

Impuls für Dienstag, 3. September 2024

Losung
Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. (Psalm 139, 5)

Lehrtext
Fürwahr, Gott ist nicht ferne von einem jeden unter uns. Denn in ihm leben, weben und sind wir. (Apg. 17, 27-28)

Impuls für den Tag
In Roßwein hängen sei einigen Wochen gelbe Banner an einigen Straßenkreuzungen. „Die Schule hat begonnen!“ ist darauf zu lesen. Das soll die Autofahrer ermahnen. Damit sie auf die Schulkinder besonders achten. Besonders stark befahrene Straßenkreuzungen können da zur Gefahr werden. Manche Eltern begleiten ihre Kinder deshalb bis zur Schule oder holen Sie wieder ab. Sicher ist sicher.

Für uns Menschen will Gott auch ein guter Begleiter sein. Damit Weg und Ziel im Leben sicher sind und nicht zur Gefahr werden. Gott ist wie ein „Rundumschutz“ für uns. Von allen Seiten umgibt er mich, sichert Psalm 139 zu. Das klingt beruhigend und wohltuend. Denn auf meinem Weg durch das Leben überschaue ich die Tücken und Gefahren nicht immer. Doch Gott ist vorausschauend, er kennt meinen Weg und er kennt mein Ziel. Und dabei hält er stets seine schützende Hand über mich. Danke Gott für Deine Sicherheit in meinem Leben! Amen.

Pfarrer Heiko Jadatz (Roßwein)

Impuls für Montag, 2. September 2024

Losung
Der HERR heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden.
Psalm 147, 3

Lehrtext
Durch seine Wunden seid ihr heil geworden.
1.Petrus 2, 24

Impuls für den Tag
Gestern war ein wichtiger Tag in mehrfacher Hinsicht. In Sachsen und Thüringen wurde ein neuer Landtag gewählt, vor 85 Jahren begann der 2. Weltkrieg und es war Weltfriedenstag. Eine spannende Mischung, in der jedes seine eigene Prägung hat und doch irgendwie zusammengehört. Der Krieg hat viele Wunden gerissen und großes Leid über die Menschheit gebracht. Die Wochen vor der Wahl waren nicht nur friedlich. Da wurde diskutiert und demonstriert. Verbal und leider auch körperlich wurden Menschen, beleidigt, bedroht, verletzt. Unwürdig für unser Land und für die Menschen, die darin leben. Zwischen all diesen Auseinandersetzungen sind noch die Menschen, die mit ihren ganz eigenen Sorgen kämpfen und dabei leicht übersehen werden. Und dann ist da noch dieser Weltfriedenstag. Ein Tag den wahrscheinlich viele gar nicht kennen. Schade eigentlich, denn er erinnert daran, wie lebensnotwendig ein friedvolles, achtsames Miteinander ist und dass Wunden und zerbrochene Herzen schwer heilen. Auch unsere persönlichen Verletzungen.
Das braucht einen sehr guten Arzt. Das Angebot Gottes steht. Und in Jesus haben wir einen guten Lehrmeister für unseren Teil der Aufgabe.

Bezirkskatechetin Angelika Schaffrin, Marbach

Impuls für Sonntag, 01. September 2024

Losung
Herr, du bist unsre Zuflucht für und für. Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Psalm 90,1-2

Lehrtext
Jesus sprach zu seinen Jüngern: Habt Glauben an Gott!
Markus 11,22

Impuls für den Tag

Heute vor 85 Jahren begann der katastrophale hoffentlich letzte Weltkrieg mit dem Nazi-Überfall auf Polen. Und heute abend könnten sich ungute Vorahnungen bewahrheitet haben, wenn bei den Landtagswahlen Menschen große Zustimmung erfahren, die ebendas glorifizieren, verdrehen, verharmlosen. (Darunter übrigens auch welche, die Gott für ihre Parolen vereinnahmen wollen…) Viele glauben diesen Verführern, weil ihr eigenes Leben feststeckt: Alles scheint den Bach ‚runterzugehen, oft zeigen sich keine Perspektiven, das Vertrauen ist so manchem abhanden gekommen, Glauben kein Bestandteil des Lebens mehr… Und auch wir Christen ertappen uns bei Fragen wie: ŒWo ist Gott? Warum lässt er das zu? Nein, wir können Ihn nicht verstehen. Und wir müssen ständig unsere falschen Bilder von Ihm fallen lassen. Aber wir können immer wieder gewiss sein, dass Er das einzig Bleibende ist in all dem Wandel um uns herum und in uns selbst. Wir können uns jeden Tag aufs Neue sagen, dass Er unsere Zuflucht bleibt. Wir können stets ganz neu versuchen, Glauben zu wagen. Ganz sicher öffnen sich dann völlig ungeahnte Horizonte,
und wir können frei werden, frei von allen Verführungen innen wie außen.

Friedemann Neef, Roßwein