Impuls für Samstag, 31. Januar 2026

Losung
HERR, du lässest mich fröhlich singen von deinen Werken, und ich rühme die Taten deiner Hände.
Psalm 92,5

Lehrtext
Der Gelähmte sprang auf, konnte stehen und gehen und ging mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott.
Apostelgeschichte 3,8

Impuls für den Tag
Ein Bild entsteht vor meinen inneren Augen: Der Gelähmte springt umher und lobt Gott. Welche eine Freude bricht sich hier Bahn!
Dieser Mann war schon von Geburt an gelähmt. Sicherlich hat niemand mit einer Besserung oder gar Heilung gerechnet, aussichtslos. So musste er für seinen Lebensunterhalt betteln. Die Apostel Petrus und Johannes kommen vorbei, um in den Tempel zu gehen. Der Gelähmte bettelt auch sie an. Doch Petrus sucht den Blickkontakt und sagt: „Schau mich an!“ Erstaunt schaut der Gelähmte auf und blickt Petrus ins Gesicht. Nun sagt Petrus einen wichtigen Satz: „Silber und Gold habe ich nicht, aber was ich habe, das gebe ich dir!“ – Ob wir heute vor allem ‚Silber und Gold‘ haben und weniger das andere, was Petrus zu geben hat? – Petrus nimmt nun den Gelähmten bei der Hand und zieht ihn hoch mit den Worten: „Im Namen des Jesus von Nazareth, steh auf und geh umher!“ Und dann kommt Kraft in die Beine des Gelähmten, er springt hoch und geht umher. Es ist die Kraft Jesu, der Heilige Geist, der wirkt und heilt! Wir brauchen sie!

Renate Henke, Meißen

Impuls für Freitag, 30. Januar 2026

Losung
Der HERR sprach zu seinem Volk: Siehe, ich will euch Getreide, Wein und Öl die Fülle schicken, dass ihr genug daran haben sollt.
Joel 2,19

Lehrtext
Jesus nahm die fünf Brote und zwei Fische und sah auf zum Himmel, dankte und brach die Brote und gab sie den Jüngern, dass sie sie ihnen austeilten, und die zwei Fische teilte er unter sie alle. Und sie aßen alle und wurden satt.
Markus 6,41-42

Impuls für den Tag
Der Tischgebetskanon „Was wir brauchen gibt uns Gott, Fröhlichkeit und Täglich Brot“ ist ziemlich bekannt, ich finde diesen einfach schön. Seine beschwingte Art Gott für das Essen zu Danken, gibt der Mahlzeit einen fröhlichen dankbaren Rahmen. Das Wunder des Sattwerdens wird in der Bibel oft beschrieben. Der Dank geht meistens mit diesem einher. Jesus hat in unserem Lehrtext eine geringe Menge Essen für eine große Menschenmenge und nach dem Dank gelingt es: Es werden alle satt.
Heute in Zeiten des Überflusses haben wir mehr als wir brauchen. Ich wünsche mir keine Mangelwirt- schaft zurück, jedoch einen sorgsamen Umgang mit dem, was uns gegeben wird.
Wenn ich kurz vor Ladenschluss noch ein Brot beim Bäcker bekomme, dann habe ich bekommen, was ich brauche. Wenn der Laden zu diesem Zeitpunkt nicht mehr komplett gefüllt ist, bin ich dankbar, ich schätze das Bekommene mehr, auch weiß ich, dass so weniger weggeworfen wird. Auch im Lehrtext wird nichts weggeworfen, sondern es wird einge- sammelt. Lassen sie uns behutsam und dankbar mit der Fülle umgehen, die uns Gott gibt.
Amen

Martin Gotthelf Creutz, Döbeln

Impuls für Donnerstag 29. Januar 2026

Losung
HERR, mein Gott! Wie oft hast du Wunder geschehen lassen, wie zahlreich sind deine Pläne, die du mit uns hast! Keiner ist wie du! Wollte ich alles erzählen, was du getan hast – ich könnte es gar nicht – dazu ist es viel zu viel!
Psalm 40,6 (NGÜ)

Lehrtext
Da stand der Mann auf, nahm seine Matte und ging vor den Augen der ganzen Menge hinaus. Alle waren außer sich vor Staunen; sie priesen Gott und sagten: »So etwas haben wir noch nie erlebt.«
Markus 2,12 (NGÜ)

Impuls für den Tag
Die Bibelworte des heutigen Tages berichten von Menschen, die Außergewöhnliches erlebt haben und darüber ins Staunen geraten. Schaue ich genauer hin, so lese ich, dass diese Menschen durch eine große Not gegangen sind. David, dem Psalmdichter, geht es gerade richtig dreckig. Er erinnert sich an die großen Wunder, die Gott bereits in seinem Leben getan hat und vertraut darauf, dass ER ihn auch aus dieser Situation retten wird. Das macht ihm Mut und lässt ihn nicht verzweifeln. Er sucht aktiv nach Gottes Nähe und lobt ihn inmitten von Angst und Dunkelheit. Der Mann, von dem Markus berichtet, war gelähmt und wurde von seinen Freunden zu Jesus gebracht, der ihn heilt. Hier ist es eher ein passives Geschehen-lassen.

Wie geht es Ihnen, wenn Sie Wunder-Geschichten hören? Wie oft habe ich schon um ein Wunder gebetet, und doch hat es sich nicht ereignet – kennen Sie das auch? Doch Gott ist unverfügbar, seine Pläne mit uns sind uns manchmal unverständlich und doch voller Liebe. Gut, wenn wir rückblickend dennoch dankbar staunen und Gott loben können und von Seinen Wundern weitererzählen.

Almut Bieber, Arnsdorf

Impuls für Mittwoch, 28. Januar 2026

Losung
Verlass mich nicht, HERR, mein Gott, sei nicht ferne von mir!
Psalm 38,22

Lehrtext
Jaïrus bat Jesus sehr und sprach: Meine Tochter liegt in den letzten Zügen; komm und lege ihr die Hände auf, dass sie gesund werde und lebe.
Markus 5,23

Impuls für den Tag
Jaïrus und seine Familie waren im Ausnahmezustand. Die Tochter lag im Sterben. Zu sehen wie das Leben des eigenen Kindes zu Ende geht, das gehört wohl zu dem Schlimmsten, was man durchmachen kann. Ich kenne einige Menschen, die Ähnliches erlebt haben, teils durch meine Arbeit als Pfarrer, teils bei Freunden und Bekannten oder in der Familie. Als Pfarrer, Freund oder Onkel steht man in so einer Situation betroffen daneben und kann wohl nur entfernt erahnen, was die Eltern gerade durchmachen. Und das gilt wohl umso mehr, wenn man keine wunderbare Rettung erlebt, wie es bei der Tochter des Jaïrus der Fall war. Und trotzdem war in diesen schlimmen Erlebnissen der Ruf nach Gott spürbar. Das wurde daran deutlich, dass zum Beispiel in dem Raum, wo das Kind aufgebahrt lag, im Hintergrund christliche Trostlieder aus unserem Gesangbuch zu hören waren. Und es wurde daran deutlich, dass in der Trauerfeier in der Kirche bei Gott Trost gesucht und gefunden wurde. Das nehme ich mit: Die Bitte um Gottes Nähe und Beistand ist nicht sinnlos. Er hält, trotz aller Fragen. Amen.

Jörg Matthies, Marbach

Impuls für Dienstag, 27. Januar 2026

Losung
Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR.
Jesaja 55,8

Lehrtext
Wohlan, die ihr sagt: Heute oder morgen werden wir in die und die Stadt aufbrechen, ein Jahr dort verbringen, gute Geschäfte machen und Gewinne erzielen! Ihr solltet sagen: Wenn der Herr es will, werden wir leben und dies oder jenes tun.
Jakobus 4,13.15

Impuls für den Tag
Als seine Familie Jesus nach Hause holen wollte (Mt 12,46-50), folgte er nicht, denn sein Weg war ein anderer. Ich weiß nicht, ob Sie Kinder haben. Wenn doch, haben sie als Eltern sich einen Weg für ihr Kind ausgemalt? Weil es gut malen konnte, wird es mal Designer. Oder einen berühmten Musiker?
Und doch wird es anders. Das Kind entscheidet sich seine Schullaufbahn abzubrechen, eine Ausbildung zu machen, die sich Eltern gar nicht vorstellen können. Es will ein Jahr im Ausland verbringen, soweit weg! Und wir haben dann keine Kontrolle mehr.
Welche Vorstellungen haben uns voreingenommen, weil wir keine Veränderungen zulassen möchten? Weil wir Angst haben?
Die Texte heute halten uns einen Spiegel vorm Gesicht und fordern uns auf, zurückzuschauen, ob unsere Wege alle so planbar waren, wie wir es gerngehabt hätten. Ich bewundere die Jünger, die so einfach losgegangen sind, ohne zu wissen, ob sie die nächsten Wochen heildurchkommen. Positiv denken, heißt meine Devise. Ich wünsche mir für den weg, der vor mir liegt, vertrauensvoll sagen zu können: „Ich lege mein Leben in deine Hände, Gott“ (Psalm 31)

Sophie Heinzelmann, Hainichen

Impuls für Sonntag, 25. Januar 2026

Losung
Ich habe die Erde gemacht und Menschen und Tiere, die auf Erden sind, durch meine große Kraft und meinen ausgereckten Arm und gebe sie, wem ich will.
Jeremia 27,5

Lehrtext
Gottes unsichtbares Wesen – das ist seine ewige Kraft und Gottheit – wird seit der Schöpfung der Welt, wenn man es mit Vernunft wahrnimmt, an seinen Werken ersehen.
Römer 1,20

Impuls für den Tag
Als ich die Texte für diesen Sonntag las, musste ich sofort an den Kleinen Prinzen denken. Er sagt uns diesen einen Satz, der eigentlich alles zusammenfasst: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“
Genau das empfinde ich auch, wenn ich Paulus im Römerbrief lese. Er schreibt, dass Gottes unsichtbares Wesen an seinen Werken „ersehen“ werden kann. Für mich bedeutet das: Das Herz und die Seele werden zu unseren eigentlichen Augen und Ohren. Wir brauchen diesen Blick, um hinter die Fassade der Welt zu schauen. Ich erlebe dieses „Sehen mit dem Herzen“ immer wieder auf ganz besondere Weise in der Musik. Wenn ich im Chor stehe und wir gemeinsam singen, bin ich oft völlig überwältigt von dem, was die Schöpfung da hervorgebracht hat. Dieses Wunder der menschlichen Stimme, die sich mit anderen zu einer Harmonie verbindet – das ist für mich ein direkter Beweis für Gottes Kraft. Für mich ist dieser Sonntag deshalb eine Einladung. Ich will mich an der Schöpfung freuen, ich will singen und mit dem Herzen wahrnehmen, dass wir in Gottes „ausgerecktem Arm“ geborgen sind. Amen.

Christiane Ranft, Neugepülzig

Impuls für Samstag, 24. Januar 2026

Losung
Ihre Gemeinde soll vor mir fest gegründet stehen.
Jeremia 30,20

Lehrtext
Ihr seid erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist.
Epheser 2,20

Impuls für den Tag
Kirche ist ein Miteinander ganz verschiedener Menschen, mit ihren Vorlieben, Prägungen, Meinungen. Eine Gemeinschaft so unterschiedlicher Menschen muss ein leicht zerbrechliches Ding sein. Vielleicht ist man da gekränkt von denen hinterm nächsten Hügel, ohne dass diese es ahnen, oder den Grund kennen. Vielleicht kommt man nicht überein welche Instrumente spielen sollten, vielleicht stört sich der eine genau an dem Teil der Predigt, der dem anderen direkt ins Herz ging… Ich glaube tatsächlich, dass solch eine Gemeinschaft von vorne herein zum Scheitern verurteilt sein muss. Auch weil zwischenmenschliche Kommunikation öfter zu scheitern scheint als zu gelingen: Was der eine vielleicht diplomatisch meinte, hört der andere als Frontalangriff. Ich glaube, das Einzige, was so zusammengewürfelte Menschen beieinander halten kann, ist dieses: Erstens Verheißung, also das Versprechen und die Unterstützung von Gott, so wie bei Jeremia. Zweitens ein gemeinsames Fundament: Jesus Christus und die biblische Lehre. Wenn wir darauf zusammen bauen, dann kann ich den Anderen, von mir noch so Verschiedenen ertragen — ja, wertschätzen, lieben — und kann auch die Kommunikation untereinander gelingen.

Jonathan Seidel, Moosheim

Impuls für Freitag, 23. Januar 2026

Losung
Der HERR wird König sein immer und ewig.
2. Mose 15, 18

Lehrtext
Jesus wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und seine Herrschaft wird kein Ende haben.
Lukas 1,33

Impuls für den Tag
Unsere heutige Losung singen die Israeliten nach ihrer Rettung am Schilfmeer. Gott hatte sie aus Ägypten befreit, ihnen den Weg gezeigt und sie versorgt. Doch dann kommen die Israeliten in eine Situation, in der sie nicht weiter wissen – vor ihnen das Meer, hinter ihnen ihre Verfolger…

Kennen Sie Situationen, die scheinbar ausweglos sind, in denen Sie nicht weiter wissen? Was tun Sie? Kopf in den Sand stecken? Klagen? Mit anderen sprechen? Beten?

Eines unserer Kinder wurde mit einem schweren Herzfehler geboren. Täglich sind wir ins Kranken- haus gefahren – zehn lange Monate. Jeden Tag Hilflosigkeit, hoffen und bangen. Jeden Tag bitten und flehen – Gott möge ihn doch gesund machen. Als es ganz schlecht um ihn stand, wurde er getauft – etwas das wir für ihn tun konnten. Unser Kind liegt in Gottes Hand…
Am Montag wird ‚unser Wunder‘ acht Jahre und es ist jeden Tag ein Wunder, dass er hier bei uns ist und mit uns Gottes Welt entdecken kann. Aber auch, wenn es mal anders wird, wird er von Gott, unserem König und Herrn, getragen.

Sandra Barthel, Raußlitz

Impuls für Donnerstag, 22. Januar 2026

Losung
Die er aus den Ländern zusammengebracht hat von Osten und Westen, von Norden und Süden: Die sollen dem HERRN danken für seine Güte und für seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut.
(Psalm 107,3.8)

Lehrtext
Ihr hattet keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt. Jetzt aber in Christus Jesus seid ihr, die ihr einst fern wart, nahe geworden durch das Blut Christi.
(Epheser 2,12-13)

Impuls für den Tag
Chorprobe am Donnerstagabend. Die Lieder für das Adventskonzert stehen heute an. Vertraute Musik bringt leichte Weihnachtsstimmung in den nasskalten Novemberabend. Heute steht eine Stuhlreihe mehr im Raum. Plötzlich öffnet sich die Tür. Zehn, zwölf Leute kommen dazu. Es sind einige ukrainische Familien – Eltern und Kinder. Sie wohnen seit einiger Zeit hier bei uns. In ihrer Heimat machte der Krieg das Leben unmöglich.
Nun sitzen sie mit uns in der Winterkirche und proben ein Weihnachtslied auf Ukrainisch. Das soll zum Konzert gesungen werden. Sie stimmen kräftig in das Lied ein. Wir müssen uns zunächst mit dem Text zurechtfinden, der nicht so leicht zu singen ist. Es ist ein besonderer Moment, es ist mehr als nur ein Weihnachtslied. Denn wir fühlen uns plötzlich so verbunden.
Zum Adventskonzert dann strahlt nicht nur Weihnachtsfreude, sondern auch Gottes Liebe in vielen Gesichtern auf – im Chor, bei den ukrainischen Familien, in der Gemeinde. Und in diesem Moment denke ich: Danke Gott, dass Du Menschen zusammenbringst – ganz gleich, woher sie kommen! Danke Gott für Deine Güte und für Deine Wunder! Amen.

Heiko Jadatz (Roßwein)

Impuls für Mittwoch, 21.Januar 2026

Losung
Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue?
Psalm 42, 3

Lehrtext
So sind wir denn allezeit getrost und wissen: Solange wir im Leibe wohnen, weilen wir fern von dem Herrn; denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen.
2.Korinther 5, 6-7

Impuls für den Tag
„Ich brauche Federn. Ich bastle einen Vogel, der fliegen kann!“ Kurze Zeit später sitzt er wieder am Tisch. Hochkonzentriert klebt er dem Vogel Federn als Schwanz und Flügel an. „Was hast du denn vor?“, fragt die Mutter. „Ich lass ihn in den Himmel fliegen, zum Opa.“ Er traut dem kleinen Vogel aus buntem Papier und Federn Großes zu. „Denkst du denn, dass er den Opa findet?“ „Bestimmt! Er kann doch fragen!“ „Wen?“ „Na Gott, oder weiß der das auch nicht?“ „Doch, doch, ich denke schon, dass Gott es weiß.“, beeilt sich die Mutter zu sagen.
„Aber ich weiß nicht ob das so einfach ist.“ „Na dann kommt er eben wieder zurück. Er kann es ja später noch mal probieren.“
Ein kleiner Junge, mit vielen Fragen und einem großen Vertrauen. Er hat eine Brücke gebaut zwischen dem Hier und Jetzt und dem Himmel, in dem er den Opa vermutet und Gott den man nach dem Weg fragen kann und vielleicht noch mehr. Manchmal brauchen wir solche Gedankenflüge, damit unser Glaube nicht verkümmert. Gedankenflüge, die unsere Seele unser Vertrauen stärken, unserem Glauben Nahrung geben und Gott spüren lassen. Nicht irgendwann, sondern schon jetzt.

Bezirkskatechetin Angelika Schaffrin, Marbach