Impuls für Ostersonntag, 5. April 2026
Losung
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. (Psalm 23,5)
Lehrtext
Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod. (1.Kor. 15,26)
Impuls für den Tag
Ein Tisch ist nicht nur ein Möbelstück. Er ist ein Ort der Begegnung. In der Kirche stehen heute darauf Tassen und Teller bereit. Es duftet nach Kaffee und frischen Brötchen. Draußen wird es allmählich hell. So nach und nach füllt sich die Kirche., Viele stellen auf dem großen Tisch etwas ab – ein Teller mit Obst oder Gemüse, bunte Eier, selbstgemachte Marmelade, Honig aus eigener Imkerei, Aufstriche mit Knoblauch, Mozzarella mit Tomaten und Basilikum. Nach dem letzten Orgelstück sitzen alle zum Osterfrühstück zusammen. Es wird gegessen und getrunken, gelacht und geredet. Es sitzen Menschen beieinander, die sich schon lange kennen oder die sich noch nie gesehen haben.
Auch Jesus saß mit seinen Jüngern an einem Tisch am Abend seiner Festnahme – beklemmende Stimmung und rätselhafte Worte, die erst mit seiner Auferstehung einen Sinn ergaben. Jesus hat dem Tod und aller Feindschaft die Macht genommen. Damit sich Menschen friedlich begegnen und miteinander an einem Tisch sitzen können – die Familien und die Kirchgemeinden, die Einsamen und die Traurigen, die Mächtigen und die Verfeindeten. Über alledem strahle besonders heute das Licht der Auferstehung als ein Licht der Gemeinschaft und des Friedens. Amen.
Heiko Jadatz, Roßwein

