Impuls für Mittwoch, 22. April 2026

Losung
Du erkennst ja in deinem Herzen, dass der HERR, dein Gott, dich erzogen hat, wie ein Mann einen Sohn erzieht.
5.Mose 8,5

Lehrtext
Alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit.
2.Timotheus 3, 16

Impuls für den Tag
Die Kinderbuchautorin Astrid Lindgren mit ihren Geschichten von Michel, Pippi Langstrumpf, Ronja und wie sie alle heißen mögen kennen sicher viele von uns. In ihrem Buch: „Das entschwundene Land“ erzählt sie von ihrer eigenen Kindheit in Schweden und von ihren Eltern. Sie schreibt: „Zweierlei hatten wir, dass unsere Kindheit zu dem machte, wie sie war – Geborgenheit und Freiheit“. Astrid Lindgren, als Kind selbst unangepasst, wild, frei, den Kopf voller Ideen und Träume wie die Helden ihrer Kinderbücher, wusste wovon sie schrieb. Als junges Mädchen bekam sie ein Kind von einem verheirateten, viel älteren Mann. Damals ein Skandal. Die Eltern, ehrliche, gläubige Menschen, hatten sie hier versagt? Astrid musste ihren Sohn fernab der Heimat in Kopenhagen zur Welt bringen und dort über drei Jahre bei einer Pflegemutter lassen, weil dieses Kind nicht in die Normen und Regeln der schwedischen Provinz passte. Das zerriss ihr fast das Herz. Astrid liebte ihren Vater. Aber sie stellte klar: Ich komme nur wieder, wenn auch mein Kind willkommen ist. Es hat den Vater viel Kraft gekostet, aber die Liebe zu seiner Tochter war stärker, gegen alle Regeln und Vorbehalte. Er bekannte sich zu Astrid und ihrem Sohn. Erhobenen Hauptes kam er mit seiner ganzen Familie, das Enkelkind stolz auf dem Arm, zum Sonntagsgottesdienst. Vorbei an den fragenden, missbilligenden Blicken der anderen. Geborgenheit und Freiheit und grenzenlose Liebe, das möchte ich auch bei Gott finden.

Angelika Schaffrin, Marbach