Impuls für Karsamstag, 04. April 2026
Losung
Wie lieblich sind deine Wohnungen, HERR Zebaoth!
Psalm 84, 2
Lehrtext
In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn`s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten?
Johannes 14,2
Impuls für den Tag
Der Karsamstag ist ein merkwürdiger Tag. Wir stecken irgendwo dazwischen. Auf der einen Seite noch spürbar der Karfreitag mit seiner ihm eigenen Schwere und Nachdenklichkeit. Auf der anderen die Sehnsucht nach Ostern, nach dem Licht, nach Fröhlichkeit, nach der befreienden Botschaft: „Jesus lebt!“ Wir stehen zwischen Trauer und Freude, Verzweiflung und Hoffnung, Stillstand und Aufbruch, Ende und Neubeginn.
Damit trifft jedes Osterfest uns in unserem tiefsten Inneren. Wie groß ist die Sehnsucht nach einem sicheren Ort, an dem wir alles hinter uns lassen können. Wo wir einfach nur WIR sein können. Ein Ort an dem wir willkommen sind, den wir uns nicht ständig erkämpfen müssen, wo alle Last abfällt. Wo die Spannung zwischen dem was war, was ist und was werden wird aufgehoben ist.
Jesus hat sich dieser Spannung gestellt. Er ist die Brücke zwischen Tod und Leben, zwischen Gott und den Menschen. Daran glauben Menschen in der ganzen Welt. Dabei wagen wir einen Blick weit voraus in Gottes „Haus“.
Aber noch leben wir hier. Müssen uns mit unserem ganz irdischen Leben auseinandersetzen. Doch jedes Osterfest erinnert daran, dass auch das Ende endlich ist, dass auf jede Nacht ein neuer Tag folgt. Und auch wenn uns Jesu Auferstehung unglaublich erscheint. Es ist ein Lichtblick für unser Leben. Und den brauchen wir alle.
Bezirkskatechetin Angelika Schaffrin, Marbach

