Impuls für Mittwoch, 15. April 2026
Losung
Vor dem HERRN her kam ein großer und gewaltiger Sturmwind, der Berge zerriss und Felsen zerbrach, in dem Sturmwind aber war der HERR nicht. Und nach dem Sturmwind kam ein Erdbeben, in dem Erdbeben aber war der HERR nicht. Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer, in dem Feuer aber war der HERR nicht. Nach dem Feuer aber kam das Flüstern eines sanften Windhauchs.
1.Könige 19,11-12
Lehrtext
Kein Mensch hat Gott jemals gesehen. Nur der Eine, der selbst Gott ist und mit dem Vater in engster Gemeinschaft steht, hat uns gesagt und gezeigt, wer Gott ist. Johannes 1,18
Impuls für den Tag
Die Losung von heute erlebt Elia – mein Lieblingsprophet! Warum mein Lieblingsprophet? Er erlebt ein sehr wechselhaftes Leben, da ist alles dabei: Berufung, Verfolgung, Todesnäheerfahrung, Versorgung durch Engel, Wunder, Auftrag und direkte Gottesbegegnung. Elia, der Vorläufer des Messias, Elia, der Eiferer für Gottes Sache, Elia, der Helfer in der Not und im heutigen Losungswort Elia, der dem Gott begegnet. Elia hat den Auftrag zum Berg Horeb zu gehen und sich in einer Höhle zu verstecken- zum Schutz. Er klagt Gott an. Er wird verfolgt und ist zum Tode verurteilt, obwohl er nur Gottes Auftrag kompromisslos erfüllt hat. Im Gegenteil, er hat unseren Gott gegenüber den anderen Göttern der Königin Isebel verteidigt und ist trotzdem am Ende. Angst plagt ihn. Doch genau jetzt erhält er die Zusage, dass sich ihm Gott zeigt – nicht in den Naturgewalten, sondern im leisen Säuseln des Windes. Das heißt ganz sanft und voller Liebe begegnet ihm Gott. Das ist für Elia, aber auch für uns nicht leicht. Lieber wäre uns doch ein Gott, der machtvoll und mit großem Paukenschlag die Not der Welt lindert und die Kirchen wieder mit Gläubigen füllt! Aber Gott ist, auch wenn das nicht passiert, da und im Kleinen erfahrbar. Im Stillen, Unscheinbaren, man könnte auch sagen in der Stille und im Besinnen ist Gott auch heute noch erfahrbar. Wo auch immer, auf jedenfall aber ganz anders, als wir es uns vorstellen, können wir Gott begegnen. Vertrauen wir darauf, dass Gott sich gerade dann, wenn wir ihn am nötigsten brauchen, zeigt.
Claudia Tetzner, Frohburg

