Impuls für Samstag, 22. November 2025

Losung
Ich bin gnädig, spricht der HERR, und will nicht ewiglich zürnen. Allein erkenne deine Schuld, dass du wider den HERRN, deinen Gott, gesündigt hast.
[Jeremia 3,12-13]

Lehrtext
Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben haben jenen, die an uns schuldig geworden sind.
[Matthäus 6,12]

Impuls für den Tag
Den heutigen Lehrtext kennen wir genau. Es ist die 5. Bitte unseres „Vaterunser“.
So oft beten wir DAS Gebet. Doch was bedeutet das wirklich für uns?
Der Mensch braucht die Vergebung und Gnade Gottes. So geht es erstmal um die Bitte um Vergebung bei Gott. Vor einiger Zeit las ich in einem Artikel den Satz: „Man darf Tiere nicht nur füttern, man muss den Stall auch ausmisten.“ Das Ausmisten unseres Stalles ist die Vergebung. Gottes Gnade und Barmherzigkeit brauchen Raum. Dazu tut die gottesdienstliche Buße und Absolution gut, noch hilfreicher ist ein seelsorgerliches Gespräch.
Die 5. Bitte ist aber auch gekoppelt mit unserem Verhalten. Es heißt „wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“ Es ist keine gesetzliche Bedingung, sondern die Folgerung aus „in der Vergebung leben“. Wir werden durch Vergebung frei von der Last, die bedrückend zwischen Menschen steht, und frei zur Liebe. Weil Gott uns vergibt, können und sollen wir ebenfalls wirklich loslassen, was andere uns angetan haben und verzeihen.
Ich möchte uns heute aufmuntern, dies aus ganzem Herzen zu tun, auf dass wir in der wirklichen Liebe Christi leben und dies auch zeigen. Amen

Thomas Meyer, Roßwein