Impuls für Donnerstag; 26. Februar 2026

Losung
Der Gerechten Pfad glänzt wie das Licht am Morgen, das immer heller leuchtet bis zum vollen Tag.
Sprüche 4, 18

Lehrtext
Wenn ihr auch leidet um der Gerechtigkeit willen, so seid ihr doch selig.
1.Petrus 3, 14

Impuls für den Tag
Kennen sie die Straße der „Gerechten unter den Völkern“? Diese Straße findet man in der Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem in Israel. Im September 2023 war ich dort. Hier werden seit 1953 Menschen geehrt, die zwischen 1933 und 1945 unter großen persönlichen Risiken jüdische Menschen vor der Deportation in die Arbeits- und Vernichtungslager schützten und dabei ihr eigenes Leben aufs Spiel setzten. Anfangs wurde für jeden dieser Gerechten ein Baum gepflanzt. Daraus ist eine Allee, ja fast schon ein Wald geworden. Inzwischen erhält jeder dieser Gerechten eine kleine Gedenktafel – aus Platzgründen. Bis März 2025 wurden hier 28.486 Personen aus 51 Ländern geehrt, 666 davon kamen aus Deutschland. Der bekannteste Name ist wohl Oskar Schindler der für 1200 Juden zum Lebensretter wurde.
Es ist ein eindrückliches Gefühl, wenn man im Schatten der Bäume durch diese Allee geht und all die Namen liest.
Wer oder was ist eigentlich „gerecht“? Ich denke, das sind Menschen, die sich ihre Menschlichkeit bewahrt haben. Die egal wer und wo sie sind über den eigenen Tellerrand blicken. Menschen, die im Sinne Gottes handeln, ihrem Gewissen folgen, egal ob sie IHN kennen oder nicht. Dabei muss man nicht gleich zum Lebensretter werden. Möglichkeiten gibt es viele. Aber diese Menschen werden zum Licht im Kleinen wie im Großen. Kleine Lichter, die miteinander groß werden.

Bezirkskatechetin Angelika Schaffrin, Marbach