Impuls für Mittwoch, 11.2.26
Losung
Ist nicht Ephraim mein teurer Sohn und mein liebes Kind? Denn sooft ich ihm auch drohe, muss ich doch seiner gedenken; darum bricht mir mein Herz, dass ich mich seiner erbarmen muss, spricht der HERR.
Jeremia 31,20
Lehrtext
Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er zuvor erwählt hat.
Römer 11,2
Impuls für den Tag
Seit ich selbst ein Kind habe, kann ich mir ansatzweise vorstellen, wie es Gott wohl mit uns, seinen Kindern, gehen muss: Ich möchte das Beste für mein Kind, und das ist nun mal nicht immer Zulassen oder Nachgeben… Manchmal kann ich als Erwachsene einfach besser einschätzen, was gut ist und was nicht (z.B. was den Schoko-Konsum angeht). In welche gefühlten Qualen ich mein Kind damit stürze und welches Bild es von mir in diesem Augenblick hat, kann man sich denken. Ich glaube, dass es uns Menschen mit Gott oft genauso geht: Wir legen unser Augenmerk auf das, was uns fehlt, auf unerfüllte Gebete oder die scheinbare Härte Gottes. Wir denken: „Wie kann er nur…“ — dabei gilt für ihn viel mehr als für irdische Eltern: Er ist unser unendlich liebevoller Vater, der uns nicht verstößt noch vergisst. Er hat eben die „Erwachsenen-Perspektive“ und wir die kindliche. Deshalb ist es nötig, ihm zu vertrauen. Konkret bedeutet das zum Beispiel, den Zusagen der Bibel Glauben zu schenken — manchmal entgegen dem eigenen Empfinden. Und vielleicht auf die Suche zu gehen nach Segensspuren im eigenen Leben, statt bei dem stehenzubleiben, was wir gern hätten. Wie gut, dass Gottes Erbarmen kein Ende hat!
Johanna Seidel, Moosheim

