Impuls, 24. Juni 2026
Losung
HERR, zürne nicht so sehr und gedenke nicht ewig der Sünde! Sieh doch an, dass wir alle dein Volk sind! (Jesaja 64,8)
Lehrtext
Johannes der Täufer sprach: Bringt also Frucht, die der Umkehr entspricht! (Matthäus 3,8)
Impuls für den Tag
Heute am Johannestag laden die sächsischen Kirchgemeinden ein zu Johannisfeiern auf ihren Friedhöfen: Die Gemeinden feiern eine feierliche und nachdenkliche Andacht, wenn es geht, gemeinsam mit dem Posaunenchor oder dem Gemeindechor und sie erinnern an Johnnes den Täufer und seine Botschaft: „Kehrt um, denn das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen.“ Über Jesus sagte Johannes: „ER muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“ So ist es auch nicht zufällig, dass wir genau ein halbes Jahr später Heilig Abend feiern.
Johannes der Täufer war ein unbequemer Zeitgenosse, recht individuell in seinem Auftreten und haarscharf in der Analyse seiner Zeit. Er legte sich mit den Mächtigen an und bezahlte dafür mit seinem Leben. Doch der Hauptgrund, warum er aneckte war seine Botschaft und der Anspruch, den er mit dieser verband: Er sprach in göttlicher Autorität: Es ist Gottes Wille, was ich euch verkündige: Gott will, dass ihr umkehrt. Wendet euch eurem Gott wieder zu und hört auf Dinge zu tun, die ihm nicht gefallen.
So lässt der Ruf zur Buße und Umkehr keine Ausreden zu. Es geht um unseren Anteil an der Schuld. Wir müssen die Verantwortung für unser Handeln bereit sein zu übernehmen und können z.B. nicht sagen: Meine Eltern sind schuld an meiner Misere. Wer Gnade, wirkliche Gnade, erleben möchte, lässt die Ausreden sein und bittet Gott: „Vergib mir um Jesus Christi Willen.“
Renate Henke, Meißen

