Impuls für Mittwoch, 15. Juli 2026
Losung
Mein Herz wendet sich gegen mich, all mein Mitleid ist entbrannt. Ich will nicht tun nach meinem grimmigen Zorn. Denn ich bin Gott und nicht ein Mensch, heilig in deiner Mitte.
Hosea 11,8.9
Lehrtext
Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
Johannes 3,16
Impuls für den Tag
Über den weltbekannten Fußballer Christiano Ronaldo habe ich einmal den Satz gelesen: Es gibt nur einen Menschen auf der Welt, den Ronaldo liebt: Sich selbst! Ich kenne ihn natürlich nicht persönlich und weiß nicht, wie richtig oder falsch dieser Satz ist. Aber es gibt doch Menschen, bei denen man extrem dieses Gefühl hat: Er oder sie ist selbstverliebt ohne Ende.
Für diesen Gott, der im Buch Hosea beschrieben ist und zu den Menschen redet, gilt genau das Gegenteil.
Die Götter der Umwelt Israels galten als selbstverliebt und eifersüchtig, Baal und Ashera, Zeus und Athene und wie sie alle heißen mögen.
Und mittendrin ist da die Geschichte von einem Gott, dem es das Herz zerreißt, wenn sein Volk ihn nicht liebt. Das ist nicht nur eine Emotion, sondern ein göttliches Drama. Dabei ist Gott groß und mächtig. So beschreibt ihn die Bibel auch. Aber die andere Seite Gottes ist für uns Menschen noch wichtiger: Da ist ein so ganz anderer Gott, der Mitleid hat mit den Menschen, die so oft gegen ihn und seine Schöpfung handeln. Diese Eigenschaft bringt ihn dazu, dass er seinen Sohn Jesus mit den Menschen mitleiden lässt. Im Buch des Propheten Hosea lernen wir diesen Gott kennen, der aus Liebe zu uns Menschen handelt. Das ist ermutigend und aufbauend für meinen Glauben. Das macht mich vielleicht heute neu fähig, ihm in Liebe zu begegnen und ihm zu vertrauen.
Michael Karwounopoulos/Bad Urach

