Impuls für Donnerstag, 16. Juli 2026
Losung
Losung:
„Wenn der HERR nicht die Stadt behütet, so wacht der Wächter umsonst.“
(Psalm 127,1)
Lehrtext
Lehrtext: „Betet für die Regierenden und für alle, die Gewalt haben, damit wir in Ruhe und Frieden leben können, in Ehrfurcht vor Gott und in Rechtschaffenheit.“
(1. Timotheus 2,2)
Impuls für den Tag
Liebe Leserinnen und Leser,
aus meiner Sicht ist es dieser Tage leicht, sich über
„die da oben“ aufzuregen. Herrschende entscheiden über Krieg und Frieden. „Die da oben“ nehmen uns das Geld weg. Ein Ausdruck von Ohnmacht und damit einhergehender Wut. Aber sind Herrschende nicht gleichzeitig ein Spiegel unserer Gesellschaft?
Denn wie gehen wir, weiter „unten“, miteinander um? Das Bild in den Medien zeichnet eine zunehmende Spaltung in der Gesellschaft. Verlernen wir ,miteinander ins Gespräch zu kommen und Dinge auszuhandeln? Wie behandeln wir Menschen mit anderen Meinungen? Und wie Personen, die Verantwortung übernehmen und dabei auch Fehler machen? Übernehmen wir selbst Verantwortung, unsere Umgebung nach Gottes Willen zu gestalten?
Der Verfasser des Timotheus-Briefes möchte uns zusammenbringen, wo Unterschiede herrschen. Denn wer für andere betet – für „die da oben“ oder „den Anderen“ – übernimmt selbst Verantwortung. Beten schafft Raum für Verständnis im Angesicht Gottes, wo mein menschliches Verständnis begrenzt ist.
Für mich ist diese Übung nicht leicht, denn ich muss dafür meinen menschlichen Widerwillen überwinden und annehmen, dass auch mein Gegenüber Gottes Geschöpf ist. So sehr mich seine Äußerungen und Entscheidungen stören. Und doch erinnern mich diese Verse der Bibel daran, es neu zu versuchen.
Daniel Eibisch, Diakonie Döbeln

