Impuls für Samstag, 11. April 2026
Losung
Meine Schuld ist mir über den Kopf gewachsen; sie wiegt zu schwer, ich kann sie nicht mehr tragen.
Psalm 38,5
Lehrtext
Der Übeltäter sprach: Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst! Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.
Lukas 23,42-43
Impuls für den Tag
Schuld hat Gewicht. Nicht immer merkt man das. Aber wenn Schuld einem Menschen bewusst wird, dann kann sie regelrecht körperlich spürbar werden und niederdrücken.Eine Frage kam mir in diesem Zusammenhang. Was ist besser? Wenn ein Mensch seine Schuld verdrängt, kleinredet, ignoriert oder wenn er sie als Last spürt?Meine Antwort auf diese Frage lautet: Es ist gut, wenn ein Mensch die Last der Schuld spürt und auch darunter leidet.Das Spüren dieser Last kann und soll ein Anstoß sein, drei Dinge zu tun:
Einerseits beginnt ein Mensch nach Hilfe zu suchen, wie er diese Last wieder loswerden kann. Als Christen wissen wir, wo das möglich ist. Jesus Christus hat durch seinen Tod am Kreuz die Last der Schuld stellvertretend für alle Menschen schon getragen. Deswegen kann jeder seine Sündenlast getrost bei ihm abladen.
Andererseits soll von Gott erfahrene Vergebung motivieren, die Folgen der Schuld so gut es geht wieder gutzumachen. Das bedeutet die Bitte um Vergebung auch den Menschen gegenüber auszusprechen, denen man etwas angetan hat. Und es bedeutet, Verantwortung für die Folgen zu übernehmen, soweit es in den Möglichkeiten liegt.
Drittens soll erfahrene Vergebung in den Wunsch münden, es künftig anders zu machen. Das ist nicht leicht und die eigene Kraft ist begrenzt. Deswegen gehört zur Bitte um Vergebung die Bitte um den Heiligen Geist zur Veränderung des Tuns.
Gott sei Dank muss Schuld niemanden erdrücken. Bei Jesus Christus ist Vergebung und der Heilige Geist schenkt die Kraft zur Erneuerung. Amen.
Jörg Matthies, Marbach

