Impuls für Samstag, 9. Mai 2026

Losung
Ich will euch retten, dass ihr ein Segen sein sollt.
Sacharja 8,13

Lehrtext
Gott tröstet uns in aller unserer Bedrängnis, damit wir auch trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.
2.Korinther 1, 4

Impuls für den Tag
Neugeborene Kinder sind ganz und gar auf die Zuwendung, Fürsorge und Liebe ihrer Bezugspersonen, idealerweise ihrer Eltern angewiesen. Das ist allgemein bekannt. Dass darüber bereits der Grundstein für eine spätere Gottesbeziehung gelegt wird, vielleicht weniger. Das heißt: Ob und wie ein Mensch in seinem Leben beziehungsfähig wird und ob er ein Vertrauen im Glauben entwickeln kann, hat seinen Ursprung in diesem Urvertrauen.
Für mich bedeutet das: Gottes Fürsorge fängt bereits an, lange bevor ich es überhaupt erahnen kann. Und wahrscheinlich ist es all denen, die Kinder in ihren ersten Lebensjahren begleiten auch nicht unbedingt klar, dass sie hier irgendwie bereits in Gottes Fußstapfen unterwegs sind. Was ist nun aber mit den Kindern, die dieses Glück des behüteten, liebevollen Anfangs nicht haben?
Ich lese es so. Es ist Gottes erklärtes Ziel unseren Lebensweg mitzugehen. Ob wir das nun spüren oder nicht. ER steht bereit, vielleicht wie die Mutter, der Vater, die Erzieherin, der Freund, der Fremde… der oder die da sind, wenn ich sie brauche, hörend, tröstend, helfend. Solche Menschen sind ein Schatz. Hier ist Gott sozusagen „Undercover“ unterwegs. Nicht selten gibt ER sich auch zu erkennen, wird Glaube erlebbar, wird aus Gedanken, Gesprächen, Taten ein Gebet. Und das in jeder Lebensphase. Gott tröstet und segnet, damit auch wir zum Segen werden.

Angelika Schaffrin, Marbach