Impuls für Donnerstag, 25. Mai 2023

Losung
Und du Bethlehem Erfrata, die du klein bist unter den Tausenden in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist.
Micha 5,1

Lehrtext
Groß ist, wie jedermann bekennen muss, das Geheimnis des Glaubens: Er ist offenbart im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, erschienen den Engeln, gepredigt den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit.
1. Tim 3,16

Impuls für den Tag

Woran glaubst du?
Als wir vor Jahren mit den Konfirmanden unserer Kirchgemeinde über das apostolische Glaubensbekenntnis der Christen redeten, wurde deutlich, wie schwer manche Zeile für die Jugendlichen zu verstehen war. Wie sie manche Aussage innerlich ablehnten und wie es ihnen andererseits nicht möglich war, ein persönliches Glaubensbekenntnis zu schreiben. So schickte ich die jungen Leute auf die Straße, in ihre Familien und bat sie, andere nach ihrem Glauben zu fragen. Die Ergebnisse sollten ihnen helfen, sich darüber klar zu werden, woran sie glauben. Sie stellten fest, dass auch die meisten der Gefragten keine fertige Antwort hatten. Geheimnis des Glaubens! – das war eine Aussage, auf die wir uns einigen konnten. Aber nicht aus Unwillen, unseren Glauben in Worte zu fassen, sondern aus dem Unvermögen heraus, die vielen Glaubensaussagen in eine Form zu schreiben. Bis einer der Konfirmanden danach fragte, welche Worte die Menschen der Bibel für ihren Glauben gefunden hätten. Wir lasen zusammen den Abschnitt aus dem Brief des Paulus an Timotheus. Das Glaubensbekenntnis der Konfirmanden lautete danach: Ich glaube an Jesus Christus, Gottes Kind.
Woran glaubst du?

Diemut Scherzer aus Hainichen

Impuls für Mittwoch, 24. Mai 2023

Losung
Wenn mein Geist in Ängsten ist, so kennst du doch meinen Pfad.
Psalm 142,4

Lehrtext
Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.
Matthäus 11,28

Impuls für den Tag

ŒIch glaube, wir haben die Abfahrt verpasst! Mit unserem Auto sind wir in Brasilien unterwegs. Auf unserer Tour müssen wir die 12-Millionen-Metro- pole Sao Paolo durchqueren. Und schon sind wir mittendrin im Hochhausdschungel und Straßen- dickicht. Der Verkehr auf der ŒEixo Monumental, der Ost-West-Achse der Stadt, ist unglaublich: Zwölf Fahrspuren nebeneinander. Autos dicht an dicht. Und wir haben kein Navi! Wenn wir jetzt falsch abbiegen, dann ist die Messe gelesen. Ich bin hochkonzentriert. In meinen Adern pulsiert das Adrenalin. Irgendwie müssen wir die Abfahrt zur ŒBR 116 finden. Aber wie?
Ob im Dschungel einer Großstadt oder im Dickicht unserer alltäglichen Kämpfe: Schnell verlieren wir die Übersicht. Schnell erreichen wir die Grenzen unserer Kraft. Schnell packt uns Angst. Sorgenvoll fragen wir: Werde ich einen Ausweg finden? Werde ich diese Etappe gut überstehen? Gott sieht meine Angst. Er kennt meine Fragen. Und das Beste: Er hat einen Plan! Manchmal geht kein Weg dran vorbei: ich muß mittendurch. Durch Konflikte und Kämpfe. Durch Schmerzen und krasse Probleme. Aber mit Gott werde ich es schaffen! Er ist dabei. Er hält mich fest. Er führt mich einen guten Weg.

Reinhard Pilz, Hainichen

Impuls für Dienstag, 23. Mai 2023

Losung

So habt nun acht, dass ihr tut, wie euch der HERR, euer Gott, geboten hat, und weicht nicht, weder zur Rechten noch zur Linken.

Lehrtext
Jesus sprach: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«. Dies ist das höchste und erste Gebot. Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
Matthäus 22,37-39

Impuls für den Tag

Für Israel sind die zehn Gebote die „Thora“. Oftmals wird die Thora mit „Gesetz“ übersetzt. Doch die richtige Übersetzung lautet: Unterweisung, Führung, Wegweisung.
Dadurch wird deutlich, dass die Gebote Gottes keine Einengung oder Freiheitsberaubung sind. Sie sind Leitplanken auf den Straßen des Lebens. Keine Strafandrohung Gottes, kein Holz- oder Irrweg, sondern eine Weisung für das Leben bis hin zum ewigen Leben.
Wegweiser zeigen eine Richtung an. Sie zwingen niemanden, diesen Weg auch zu nehmen. So stellt Gott uns vor die Wahl: Haltet meine Gebote, so werdet ihr leben. (2.Mose 18,5).
Die Liebe zu Gott ordnet alles andere in unserem Leben und bringt es ins richtige Verhältnis.
So ordnet die Liebe zu Gott unsere Beziehungen untereinander. Wir bleiben davor bewahrt, Menschen zu vergöttlichen und uns von ihrem Wohlwollen abhängig zu machen. Kein Mensch darf einen anderen Menschen beherrschen wollen und sich zum Tyrann erheben, auch nicht zum Familientyrann oder Klassentyrann. Die Liebe Gottes und seine Wegweisung in den Geboten zeigen uns den Weg zum Leben.

Renate Henke, Pfarrerin in Meißen

Impuls für Montag, 22. Mai 2023

Losung
Ich pries die Freude, dass der Mensch nichts Besseres hat unter der Sonne, als zu essen und zu trinken und fröhlich zu sein. Das bleibt ihm bei seinem Mühen sein Leben lang, das Gott ihm gibt unter der Sonne.

Lehrtext

Philipper 4,4

Impuls für den Tag

Ein Holzhaus wird gebaut. Es wird morgens angefangen. Zunächst werden die nummerierten Balken sortiert und an Ort und stelle getragen. Dann werden diese präzise auf einander gestapelt, Schicht für Schicht. Am ersten Tag ist noch nicht viel zu sehen, das Gebäude ist schon zu erahnen. Nach einer Woche ist dann Richtfest der Rohbau steht. Ein Richtspruch, Sparrennägel vom Bauherrn und seiner Frau eingeschlagen bilden den Abschluß der Zeromonie. Nun wird gefeiert gibt es Essen und Trinken für die Bauleute und Freunde. In einer fröhlichen Runde wird das geschaffte betrachtet, die Schwierigkeiten bedacht und der Schabernack aufgewärmt. Besser als das geht es nicht.

Auf dieses Fest hin haben die Bauleute und Helfer hingearbeitet, dass war das Ziel denn es gibt eben nichts besseres unter der Sonne auf Erden als Essen und Trinken und Fröhlich sein!

Bei allen Mühen und Anstrengungen ist die Freude eine wichtige Stütze im Leben und Glauben, das wußte schon der Prediger vor mehren Tausend Jahren. Wir dürfen mit gutem Gewissen Essen und Trinken und Fröhlich sein!

Amen

Martin Creutz, Döbeln

Impuls für Sonntag, 21. Mai 2023

Losung
Erfreue mich wieder mit deiner Hilfe, und mit einem willigen Geist rüste mich aus.
Psalm 51, 14

Lehrtext
Leidet jemand unter euch, der bete; ist jemand guten Mutes, der singe Psalmen.
Jakobus 5, 13

Impuls für den Tag

Da stehe ich nun wieder und zünde eine Kerze an. Genauso wie der Gang an die Elbe gehören Gebet im Andachtsraum und das Anzünden einer Kerze zu den Ritualen meiner Termine an der Uniklinik. Je nach Ergebnis und Verlauf der Untersuchungen wird es ein bitten und hoffen, oder ein „singen“ von Psalmen. Wir werden heute zum Beten in jeder Lebenslage aufgefordert. Was ist beten überhaupt? Beten ist reden mit Gott, ihm Ängste, Sorgen aber auch die schönen Dinge mitzuteilen.
Der Theologe Albert Schweizer hat gesagt: „Gebete ändern nicht die Welt, aber Gebete ändern Menschen und Menschen ändern die Welt.“
Mein Impuls ist gerade fertig, als ich erfahre, dass eine gute Freundin leider wieder erkrankt ist. Was mache ich jetzt? Ich bete für sie und ihre Familie, denn ich weiß, dass gibt ihr und mir enorme Kraft mit dieser schweren Lebenslage umzugehen.

Cathrin Vogel

Impuls für Samstag, 20. Mai 2023

Losung
Ich ließ mich suchen von denen, die nicht nach mir fragten, ich ließ mich finden von denen, die mich nicht suchten.
Jesaja 65,1

Lehrtext
Viele, die die Ersten sind, werden die Letzten und die Letzten werden die Ersten sein.
Matthäus 19,30

Impuls für den Tag

Verstecke ist wohl der Klassiker unter den Spielen der Kindheit. Sogar die Allerkleinsten haben Freude daran und die Erwachsenen spielen natürlich dabei schmunzelnd mit. Einmal haben wir zur Kirchvorsteherrüstzeit auch Verstecke gespielt. Ich hatte mich so gut versteckt, dass mich keiner gefunden und wohl auch nicht gesucht und vermisst hatte. Sie waren inzwischen zum nächsten Tagesordnungspunkt übergegangen…

In unserer heutigen Losung ist die Rede von Menschen, die Gott nicht gesucht haben und ihn trotzdem fanden; aber auch von solchen, die Gott eigentlich kennen sollten, allerdings nichts oder nur wenig von ihm wissen. Gott ruft sogar „Hier bin ich, hier bin ich!“ und streckt die Hände nach ihnen aus, aber keinen interessiert’s… Deshalb lässt sich Gott jetzt auch von denen finden, die nicht zum Volk Israel gehören. In Jesus ruft er allen Völkern und Kulturen zu: „Hier bin ich!“ Mit dem ersten Pfingstfest hat diese neue Ära Fahrt aufgenommen: die Botschaft von der Rettung ist in viele Sprachen übersetzt und in der ganzen Welt verbreitet worden.

Gott spielt nicht Verstecke. Du kannst ihn finden und kennenlernen, wenn Du Dich auf Jesus Christus einlässt.

Almut Bieber, Arnsdorf

Impuls für Freitag, 19. Mai 2023

Losung
Die Gemeinde werde inne, dass der HERR nicht durch Schwert oder Spieß hilft.
1. Samuel 17,47

Lehrtext
Wenn ihr in ein Haus kommt, sprecht zuerst: Friede sei diesem Hause!
Lukas 10,5

Impuls für den Tag

Der Hirtenjunge David soll gegen die Kampfmaschine Goliath antreten. Ein mehr als ungleicher Kampf. Goliath ist größer, stärker und erfahrener als David. Und er ist besser ausgerüstet. Er hat Helm und Schild und Schwert. David hat nur eine Schleuder und ein paar Steine und seine Erfahrung als Hirte von Schafen. Aber hinter David steht Gott, der HERR. Eine einfache Rechnung: David ist gegen Goliath hoffnungslos unterlegen. Aber Gottes unendliche Kraft plus die Kraft von David ist immer mehr als die Kraft Goliaths. David erkannte, was in seiner Situation dran war: Nicht Aufrüstung mit Schwert und Spieß, sondern Schauen, was ich schon habe, nämlich Schleuder und Steine. Und schauen, wer bei mir ist, nämlich Gott, der HERR. Die heutige Losung sprach David unmittelbar vor diesem legendären Kampf. Und dieser Kampf wurde zum Signal, worauf David setzt: Nicht auf seine Stärke, sondern auf Gottes Kraft. Das möchte ich auch, wenn ich meinem Goliath gegenüber stehe. Amen.

Jörg Matthies, Marbach

Impuls für Donnerstag, 18. Mai 2023 – Himmelfahrt

Losung
In eines Mannes Herzen sind viele Pläne; aber zustande kommt der Ratschluss des HERRN.
(Sprüche 19,2)

Lehrtext

Impuls für den Tag

Heute wird wieder mancher sein Fahrrad oder den Handwagen aus dem Schuppen holen und mit Maigrün geschmückt damit über Land ziehen … im Gepäck ein paar Bier oder gleich ein ganzer Kasten, im ŒSchlepptau einige Weggefährten. So ziehen die kleinen Männergruppen umher … mit Stock und Hut, mit Bierglas und Bratwurst.
Tatsächlich hat solches Umherziehen ein lange Tradition. In früheren Zeiten gingen die Bauern am Himmelfahrtstag gemeinsam hinaus, um sich gegenseitig die bestellten Felder zu zeigen. Bei solcher ŒAckerschau ging es schon damals zünftig zu. So mancher Bierkrug wurde auch einst im Anschluss geleert.
Doch damals ging es nicht nur um Anschauen und Vorzeigen, sondern auch um Vertrauen und Hoffen. Die Bauern legten damit die bestellten Felder nicht zuletzt bewusst in Gottes Hand. Damit aus der Saat auch eine reiche Ernte werde. Denn das wusste man schon in biblischen Zeiten: Meine Pläne sind das eine, aber Gottes Ratschluss ist letztlich entscheidend. Und das gilt nicht nur für Männer, sondern für alle Menschen.
Amen.

Pfarrer Heiko Jadatz (Roßwein)

Impuls für Mittwoch, 17. Mai 2023

Losung
Ach, HERR, strafe mich nicht in deinem Zorn und züchtige mich nicht in deinem Grimm!                       Psalm 6, 2

Lehrtext                                                                                                                                                                         Gott hat uns nicht bestimmt zum Zorn, sondern dazu, die Seligkeit zu besitzen durch unsern Herrn Jesus Christus, der für uns gestorben ist.                                                                                                                                  1. Thessalonicher 5, 9-10

 

Impuls für den Tag

Ich gebe zu, auch wenn man mir einen gewissen Hang zu innerer Ruhe nachsagt, es gibt Momente, da könnte ich aus der Haut fahren. Da laufen die Dinge nicht wie ich möchte, da werden Entscheidungen ausgebremst, geht alles schief, nerven mich anstrengende Zeitgenossen maßlos. Hände in die Hosentasche und bis zehn zählen. Oder eine Runde schnellen Schrittes spazieren gehen. Das hilft schon mal. Trotzdem ist es immer wieder harte Arbeit, den eigenen Zorn unter Kontrolle zu bekommen bevor er Unheil anrichten kann das meist schwer wieder gutzumachen ist. Erzürnte Emails zu nächtlicher Stunde rauben meist dem Schreiber und dem Empfänger den Schlaf. Mehr bringen sie nicht. Wenn ich daran denke wozu Menschen im Zorn fähig sind bin ich froh, dass es auch anders geht. „Selig sind, die Frieden stiften.“, heißt es im Matthäusevangelium. Das ist, auch nicht leicht aber gesünder in jeder Hinsicht. Die Bitte des Psalmbeters: „Herr, strafe mich nicht in deinem Zorn.“ ist sicher berechtigt. Gott hätte allen Grund zornig auf seine Menschen zu sein. Vielleicht ist er es auch hin und wieder. Aber seine Geduld mit uns ist wohl stärker. Gott sei Dank!

Bezirkskatechetin Angelika Schaffrin, Marbach

Impuls für Dienstag, 16. Mai 2023

Losung
Die da sitzen mussten in Finsternis und Dunkel, gefangen in Zwang und Eisen, die dann zum HERRN riefen in ihrer Not und er half ihnen aus ihren Ängsten: Die sollen dem HERRN danken für seine Güte und für seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut.
Psalm 107,10.13.15

Lehrtext
Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich.
Matthäus 5,10

Impuls für den Tag

Unsere Losung macht die Probleme deutlich, die entstehen, wenn Bibelverse aus ihrem Zusammenhang gerissen werden. Denn die in Psalm 107 ab Vers 10 geschilderten Menschen, die sich vielleicht ungerecht behandelt fühlten, sind (so heißt es weiter) durch eigenes Verschulden in ihre ausweglose Lage gekommen, weil sie eben nicht nach Gott fragten, seinen „Worten ungehorsam waren“ und seinen „Ratschluss verachtet hatten.“ Erst im Unglück besannen sie sich wieder und schrieen Gott um Hilfe an – immerhin (darauf kommen heute auch nicht alle…). Und Er half ihnen in seiner Güte, in der Er ihr Widerstreben „vergaß“ und sie neu anfangen ließ.
Wir müssen nicht bei Gott die Schuld suchen, wenn wir nicht nach ihm fragen und es uns deshalb schlecht ergeht. Das liegt ganz in unserer eigenen Verantwortung.
Um der Gerechtigkeit willen verfolgt zu sein, ist aber etwas ganz anderes. Das meint diejenigen, die „in der Welt, aber nicht von der Welt“ sind und deshalb vieles erleiden müssen. Ihnen ist laut Jesus das Himmelreich verheißen.
Ist das nicht ein Ziel, das es lohnt, Gott unter allen Umständen den ersten Platz einzuräumen?

Friedemann Neef, Roßwein