Impuls für Sonntag, den 5.2.2023

Losung
Freu dich, wenn du einen Glückstag hast. Und wenn du einen Unglückstag hast, dann denke daran: Gott schickt dir beide, und du weißt nicht, was als Nächstes kommt.
Prediger 7,1

Lehrtext
Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel kostbarer als sie?
Matthäus 6,2

Impuls für den Tag

Ich mag die Sprache der Bibel. Manchmal erfüllt sie jedes fromme Klischee und machmal stolpere ich über Sätze, die von ihrer Art und Weise auch einem Wandkalender oder Glückskeks entnommen sein könnten.
Schaut man in eine etwas genauere Übersetzung, kann man ein wenig besser erahnen, was mit dem Spruch des Predigers Salomo gemeint sein könnte:

Am guten Tage sei guter Dinge, und am bösen Tag bedenke: Diesen hat Gott geschaffen wie jenen, damit der Mensch nicht wissen soll, was künftig ist.

Will uns Gott verwirren? Will er uns jegliche Lebensplanung zunichte machen?

Ich glaube, das größte Gottvertrauen entsteht aus ungewissen Zukunftsaussichten. Wir leben in so dynamischen Zeiten, dass wohl keiner mehr wirklich langfristig planen kann. Wenn ich nicht weiß, ob mir Glücks- oder Unglückstage bevorstehen, ob die nächste große Weltkatastrophe nicht auch mich betrifft, richtet das meinen Blick auf den, der alles in seinen Händen hält. Ich weiß nicht, was kommt, aber ich darf ihm vertrauen.

von Christian Stoll aus Rostock

Vorgestellt: die Verfasser der Impulse im Striegistal

Impuls für Samstag, den 4.2.2023

Losung
Von allem, was du mir gibst, will ich dir den Zehnten geben.
1. Mose 28,22

Lehrtext
Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten, und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen.
2. Korinther 9,6

Impuls für den Tag

Das ist wäre doch mal ein schöner Traum, wenn alle so handeln würden, wie die heutige Losung es beschreibt. Zumindest im Ansatz! Jeder gibt gern etwas von dem Reichtum ab, den er hat. Ja, wir sind reich! Nicht nur materiell. Jeder von uns hat von Gott reichlich Segen erfahren, erhalten. Gern erinnere ich mich an die Hilfstransporte, welche wir als Jugendliche nach Rumänien organisierten und durchführten. Zu sehen, zu erleben was es bedeutet, von unserem Reichtum abzugeben, ist mir erst viel später bewusst geworden. Von diesen Erlebnissen aber zehre ich heute noch. Selbstlos zu helfen, zu unterstützen ist etwas, was jeder von uns kann – ohne dafür eine Gegenleistung einzufordern. Ein einfaches Danke, ist doch viel mehr wert, als eine entsprechende materielle Gegenleistung. Wann hast du zuletzt etwas von dir an einen anderen selbstlos abgegeben? Wann haben dir zuletzt leuchtende Augen gedankt?

Thilo Handschack

Impuls für Freitag, den 3.2.2023

Losung
Wie kehrt ihr alles um! Als ob der Ton dem Töpfer gleich wäre, dass das Werk spräche von seinem Meister: Er hat mich nicht gemacht!, und ein Bildwerk spräche von seinem Bildner: Er versteht nichts!
Jesaja 29,16

Lehrtext
Wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken.
Epheser 2,10

Impuls für den Tag

ŒAm Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Diesen ersten Satz der Bibel kennt fast jeder. Die damit begonnene Schöpfungsgeschichte ist ein riesiger Liebesbeweis des Schöpfers zu seiner Schöpfung. Wunderbar entsteht durch Gottes Wort ŒEs werde“ unsere Welt. Himmel und Erde, Pflanzen, Tiere und schließlich wir Menschen. Bis heute dürfen wir darin Gottes Größe erkennen und ihn anbeten.
Doch das ist nicht alles. In der Losung werden wir ermahnt zu einem Respekt vor dem Schöpfer selbst. Dazu gehört auch die Achtung vor der von ihm eingesetzten Schöpfungsordnung. Immer wieder gab und gibt es von Menschen Bestrebungen, diese sich nach eigenem Gutdünken zurechtbiegen zu wollen. Zum Beispiel scheint die Tatsache, dass Gott uns Menschen als Mann und Frau geschaffen hat, manchen Zeitgenossen nicht mehr zeitgemäß. Und sie meinen, sich mit Themen wie Geschlechterdiversität, Homoehe oder Genderwahn über den Schöpfer stellen zu können.
Lassen wir uns immer wieder an die Größe unseres Schöpfers erinnern. Und singen wir ihm mit Christian Fürchtegott Gellert: ŒDer Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis, ist sich ein täglicher Beweis von deiner Güt und Größe.

Stefan Gneuß (Hainichen)

Impuls für Donnerstag, den 2.2.2023

Losung
Ich will wachen über meinem Wort, dass ich’s tue.
Jeremia 1,12

Lehrtext
Jesus spricht: Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen: ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.
Matthäus 5,17

Impuls für den Tag

Jens Maul ist im Film „(T)Raumschiff Surprise“ als Erfüllungsgehilfe im Auftrag des Regulators unterwegs, um dessen Imperium auf der Erde zu errichten. Dabei kollidiert er immer wieder mit der Mannschaft des Raumschiffs der Surprise um Käpt’n Spuck. Jens kann den Auftrag nicht erfüllen. Der Regulator merkt, dass größerer Druck nichts bewirkt. Um Jens in seinem Auftrag zu stützen, outet er sich als dessen Vater. Jens Reaktion ist in unserer Familie sprichwörtlich für die Umsetzung eines gesprochenen Wortes geworden: „Geht klar Papi, du kannst dich auf mich verlassen.“
Jeremia fühlt sich zu jung für den Auftrag Gottes, als Prophet Gottes Worte zu verkünden. Wer Unheil und Gericht in Gottes Auftrag predigt, wird die Wucht menschlicher Reaktion erfahren. Da wäre Schweigen wohl klüger. Doch Jeremia wird Gottes Bote, weil Gott ihm die Worte selbst in den Mund legt, und weil Gott ihm verspricht, an seiner Seite zu bleiben und ihn zu erretten.
Jesu ist Gottes Wort mitten unter uns, lebendig, heilsam und kompromisslos. Gott hat uns durch ihn gerettet. Wie gut, dass sich der Vater auf den Sohn verlassen konnte, für uns.

Diemut Scherzer aus Hainichen

Impuls für Mittwoch, den 1.2.2023

Losung
Kehrt um zu mir, spricht der HERR Zebaoth, so will ich zu euch umkehren.
Sacharja 1,3

Lehrtext
Der Herr hat Geduld mit euch. Denn er will nicht, dass jemand zu Grunde geht. Im Gegenteil: Er will, dass alle ihr Leben ändern.
2. Petrus 3,9

Impuls für den Tag

„Im Grunde bin ich doch ein guter Mensch. Ich bin hilfsbereit, spende und habe keine schlimme Tat begangen. Wozu brauche ich eine Umkehr? Wozu brauche ich einen Gott?“ Nicht wenige Menschen leben nach ihren eigenen Maßstäben und sind davon überzeugt, ihr Leben nach eigenen Kräften bewältigen zu können. „Wenn ich mich nur genü- gend anstrenge, wenn ich das und das einhalte, wenn ich alles richtig mache, dann werde ich es schaffen!“ Aber sind allein unsere Fähigkeiten, unser Wille und unsere Disziplin die letzte Antwort auf unsere Sehnsüchte, Nöte und Probleme?
Der Weisheit Anfang ist keine Selbstgerechtigkeit, kein Leistungswahn, kein Perfektionismus, keine Gesetzlichkeit, sondern die Ehrfurcht vor Gott. Es ist weise, wenn wir Gott an unserem Leben teilhaben lassen, da er die Antwort auf unsere Fragen und Sehnsüchte ist. Wir brauchen ihn an unserer Seite, damit unser Leben gelingt. Stellen wir uns bewusst unter seiner Herrschaft. Denn nicht unsere Sicherheiten werden uns letztlich die erhoffte Rettung bringen, sondern ein liebender Gott, der sehnsüchtig auf uns wartet. Er will uns vergeben und zu sich nach Hause bringen.

Heike Dieken, Pappendorf

Impuls für Dienstag, den 31.1.2023

Losung
Gott, du bleibst, wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende.
Psalm 102,28

Lehrtext
Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da ist und der da war und der da kommt.
Offenbarung 1,4

Impuls für den Tag

In dieser Gegend bin ich zum ersten Mal unterwegs. Ich schaue auf mein Navi. Fasziniert sehe ich, daß mein Auto – als Pfeil auf dem Bildschirm – gerade irgendwo durchs Nirgendwo geistert. Die Straße, auf der ich fahre, ist neu. Und mein Navi seit Jahren ohne Update. Wie schnell sich alles ändertƒ
ŒDu wurdest entfernt lese ich auf meinem Handy. Erstaunt nehme ich zur Kenntnis, daß mich jemand aus der Whats-App-Gruppe gekickt hat, zu der ich jahrelang gehört hatte. Vorher mal fragen, wäre nett gewesen. Aber die Zeiten ändern sich ebenƒ ŒIhr Personalausweis ist abgelaufen teilt mir der uniformierte Beamte am Schalter mit. Mit ernstem Blick gibt er mir mein Dokument zurück. Verblüfft mustere ich den Ausweis. Zugegeben: das Passfoto ist nicht mehr ganz aktuell. Aber daß der Ausweis schon seit zehn Tagen ungültig ist, das hatte ich noch nicht bemerkt. Wie schnell die Zeit vergeht! Nichts bleibt wie es ist. Alles ändert sich. Alles? Fast alles! Einer steht fest, wie ein Fels in der Brandung. Er gibt mir Halt, wenn der Boden schwankt. Er hält mich fest, wenn meine kleine Welt zerbricht. Alles vergeht. Gottes Liebe bleibt. Seine Treue bleibt. Seine Fürsorge bleibt. Sein guter Plan mit mir bleibt. Seine unbegrenzte Kraft, alles zu ändern, bleibt.

Reinhard Pilz, Hainichen

Impuls für Montag, den 30.1.2023

Losung
Der HERR, unser Gott, hat uns behütet auf dem ganzen Wege, den wir gegangen sind.
Josua 24,17

Lehrtext
Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.
Matthäus 28,20

Impuls für den Tag

Manches Mal hat das Alter auch Vorteile:
Ein Mensch darf zurückblicken auf sein Leben und dabei erzählen, wo er Gottes gute Führung und Bewahrung erlebt hat. Vorausgesetzt natürlich: er hat sein Leben vertrauensvoll in Gottes Hand gelegt und ihn um Wegweisung gebeten.
Dazu ist es nie zu spät.
Ich kann nur jedem und jeder raten: Vertrau dich Gottes Führung an.
Jesus hat damals seinen Jüngern zugesagt: Ich bin bis zum Ende der Welt bei euch. Natürlich ist Jesus nicht physisch bei uns. (Durch seinen Heiligen Geist ist er neben uns, hinter uns, über uns  und in unseren Leben, wenn wir ihn dazu einladen.
Doch zurück zu Israel und dem Leben unter Gottes Führung: Dass Gott sein Volk machtvoll und unter Zeichen und Wunder aus Ägypten aus der Sklaverei herausgeführt hat, ist DIE Rettungserfahrung für alle Juden.
Auch nach etwa 3500 Jahren loben sie Gott für seine Rettung aus der Knechtschaft. Sie feiern diese Rettung im Passafest so, dass jeder sich vorstellen kann: Ich war mit dabei, ich wurde gerettet. (Ob wir uns auch erinnern und dankbar dabei sind?

Renate Henke, Meißen

Impuls für Sonntag, den 29.01.2023

Losung
HERR, Gott Zebaoth, tröste uns wieder; lass leuchten dein Antlitz, so ist uns geholfen.
Psalm 80,20

Lehrtext
Unser Gott ist voll Liebe und Erbarmen; er schickt uns den Retter, das Licht, das von oben kommt. Dieses Licht leuchtet allen, die im Dunkeln sind.
Lukas 1,78-79

Impuls für den Tag

An einem Herbsttag in meiner Jugendzeit hatte ich mich mit einem Klassenkameraden verabredet. Wir wollten in der sächsichen Schweiz im Freien übernachten, um am nächsten Morgen ein paar Felsen zu beklettern. Handys gab es noch nicht, der Treffpunkt, der ausgemacht war, wurde jedoch verfehlt. Nach einiger Zeit des Wartens – es war schon dunkel geworden – beschloss ich nach Hause zu gehen. Für den bekannten Weg würde ich ca. eine Stunde brauchen. Rechts und links vom Weg waren an den Hängen die Hirsche aktiv mit ihrer Brunft beschäftigt und brüllten kräftig. Der Mond war mittlerweile aufgegangen und leuchtete mir. Dankbar konnte ich unter dem Mondlicht meinen Schritt beschleunigen. So kam ich schnell und sicher nach Hause. Dort wurde ich von meiner Familie nebst dem Klassenkameraden erwartet.
So erleben wir Licht im Dunkeln als etwas Kostbares, Hoffnung bringendes und Stärkendes. Gott sendet uns immer wieder ein Licht, das für uns die Rettung ist. Wenn wir im Dunkeln sind, können wir uns dank dieses Lichtes orientieren. Dann bekommt das Heimleuchten eine ganz andere Bedeutung.
Gottes Segen für diesen Tag.

Martin Creutz, Döbeln

Impuls für Samstag, den 28.01.2023

Losung
David antwortete: „Du trittst gegen mich an mit Säbel, Spieß und Schwert. Ich aber komme mit dem Beistand des HERRN, des Herrschers der Welt, des Gottes, dem das Heer Israels folgt und den du verhöhnt hast.“
1.Samuel 17,45

Lehrtext
Richtet euch nicht länger nach den Maßstäben dieser Welt.
Römer 12,2

Impuls für den Tag

„Das machen doch alle so“ oder „Wir werden doch auch nach Strich und Faden beschissen“ sind oft gebrauchte Argumente, wenn es darum geht, seinen eigenen Vorteil zu suchen und sich irgendwie mit kleinen oder großen Tricks und Betrügereien durchzumogeln. Oder auch der Satz „So bin ich eben, ihr müsst mich so nehmen wie ich bin“ wird gern gebraucht, um sich vor Veränderung zu drücken.

Paulus hält solchen Bequemlichkeiten entschieden dagegen und schreibt weiter: „…sondern lernt, in einer neuen Weise zu denken, damit ihr verändert werdet und beurteilen könnt, ob etwas Gottes Wille ist – ob es gut ist, ob Gott Freude daran hat und ob es vollkommen ist.“

Als Christen dürfen wir unabhängig von gesellschaftlicher Meinungsmache und vom Zeitgeist sein und müssen nicht jeden Trend mitmachen. Der einzig gültige Maßstab, nach dem wir unser Denken und Handeln ausrichten sollen ist Gottes Wille.

Übrigens: Im griechischen Urtext steht für „verändern“ das Wort Metamorphose – also ein grundlegender Verwandlungsprozess, dem wir uns aussetzen dürfen. Und nichts benötigt unsere Welt dringender als Menschen, die den Mut haben anders zu sein und ihre Umwelt positiv zu prägen.

Almut Bieber, Striegistal