Impuls für Mittwoch, 12. Februar 2025

Losung
Sie gieren alle, Klein und Groß, nach unrechtem Gewinn, und Propheten und Priester gehen alle mit Lüge um und heilen den Schaden meines Volks nur obenhin, indem sie sagen: »Friede! Friede!«, und ist doch nicht Friede.
Jeremia 6,13-14

Lehrtext
Die Liebe sei ohne Falsch. Hasst das Böse, hängt dem Guten an.
Römer 12,9

Impuls für den Tag
„Nichts ist gut in Afghanistan“, so sagte es die damalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann in der Neujahrspredigt 2010 in der Frauenkirche in Dresden. Ein Aufschrei der Kritik ging durch das Land. Heute, viele Jahre später und nach der Machtübernahme der Taliban in Kabul, blickt Käßmann zurück und sagt, sie würde den umstrittenen Satz immer noch so sagen. Sie habe nicht unbedingt recht behalten wollen. „Es wäre mir lieber gewesen, man hätte jetzt sagen können, Afghanistan geht in eine wunderbare, freie Zukunft.“ Da sei nun Demut angebracht, bei ihr und ihren Kritikern. Damals hatte die Theologin noch mehr Fantasie für den Frieden gefordert, heute sieht Käßmann da wenig Fortschritte.

Und wie sieht es in der Ukraine aus? Bald werden es drei Jahre, dass dieser Krieg mit Rußland andauert. Heute lese ich in der Zeitung: „Rüstungskonzern übernimmt Waggonbau in Görlitz“. Soll ich mich darüber freuen, weil Arbeitsplätze gesichert werden? Ich bin traurig über diese Entwicklung und ich wünsche mir Frieden, der echt ist und bei mir beginnt.

Michael Tetzner, Frohburg

Impuls für Dienstag, 11. Februar 2025

Losung
Du sollst den Geringen nicht vorziehen, aber auch den Großen nicht begünstigen.
[3.Mose 19,15]

Lehrtext
Haltet den Glauben an Jesus Christus, unsern Herrn der Herrlichkeit, frei von allem Ansehen der Person.
[Jakobus 2,1]

Impuls für den Tag
Mit unserem heutigen Losungsvers bekommen wir die Leviten gelesen. Kein Wunder, ist ja auch aus dem Buch Levitikus… „Von der Heiligung des täglichen Lebens“ ist der Bibelabschnitt überschrieben. Es geht in praktischen Aufzählungen um soziales Verhalten und Nächstenliebe. Auf den ersten Blick könnte man in unserem Vers eine Ermahnung für die Rechtsprechung vermuten. Aber ich denke, hier geht es um viel mehr…
Gott will uns liebevoll zu einem Leben in geheiligten Beziehungen befreien. Zu einer Grundhaltung, die sich in einem solidarischen Miteinander ausdrückt.
Die Heiligkeit, die für Gott gilt, soll auch uns Men- schen gelten. Fast wie ein Heiligenschein, der uns einzigartig macht und strahlen lässt. Die Heiligkeit gilt aber genauso auch meinem Gegenüber. Heilig ist auch mein Nächster, ein „Geringer“, aber auch ein „Großer“. Nächstenliebe ist leider heutzutage nicht der Dauerbrenner. Nächstenliebe ist eine Herausforderung, die sich jeden Tag neu stellt. Vor allem aber ist Nächstenliebe nicht nur etwas, was man tun muss, wenn man ein anständiger Mensch sein und sich christlich verhalten will. Nächstenliebe beginnt damit, dass ich aus Gottes Liebe lebe und täglich aus seiner Quelle schöpfe. Amen.

Thomas Meyer aus Roßwein

Impuls für Montag, 10. Februar 2025

Losung
Bei Gott ist Kraft und Einsicht. Sein ist, der da irrt und der irreführt.
Hiob 12,16

Lehrtext
Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.
1.Timotheus 2,4

Impuls für den Tag
Das Navigationsgerät in meinem Auto war wohl schon nicht mehr auf dem neuesten Stand, als ich das Auto gekauft habe. Es bekommt nämlich keine Updates, also keine Informationen über Baustellen, neue Straßen oder Änderung des Straßenverlaufs. Und so kann es passieren, dass man einen längeren Weg geführt wird oder falsch fährt.
Ich meine unser Glaube kann nur mit solchen Updates bestehen. Hiob redet davon, dass bei Gott Kraft und Einsicht sei. Seine Freunde in der Geschichte dagegen meinen, sie wissen selber wo es lang geht. Hiob ist in einer Situation voller Leid und Verbitterung. Er hat fast alles verloren im Leben, nur nicht seinen Glauben. So vertraut er ihm seinen Weg an und sein Glaube wird durch Bewährungsproben erneuert.
Machen Sie es doch wie Hiob. Selbst wenn Sie Vieles beklagen oder verloren haben. Vertrauen SIe Gott und lassen Sie durch sein Wort ihren Glauben immer wieder erneuern. Das kostet kein Geld, sondern immer wieder nur den Blick in die Bibel und den Blick zu Jesus, Gottes Sohn, der helfen will.

Michael Karwounopoulos/Bad Urach

Impuls für Sonntag, 09. Februar 2025

Losung
Du Menschenkind, alle meine Worte, die ich dir sage, die fasse mit dem Herzen und nimm sie zu Ohren!         Hesekiel 3,10

Lehrtext                                                                                                                                                                                         Der Same, der auf guten Boden gesät wurde: Hier ist einer, der das Wort hört und versteht. Der trägt dann Frucht – sei es hundertfach, sei es sechzigfach, sei es dreißigfach. Matthäus 13,23

Impuls für den Tag

Manchmal ist alles ganz ruhig. Alles im Einklang.
Fast schon langweilig ruhig.
Doch manchmal bin ich ein Kriegsschauplatz.
Wo Herz und Kopf streiten und kämpfen und sich anbrüllen oder anschweigen oder manchmal auf paradoxe Weise irgendwie beides.
Wo das Herz glauben will, worüber der Kopf nur spöttisch lacht.
Wo ich aus ganzem Herzen ja sage und dabei den Kopf schüttle.
Wo der Kopf dem Herz Naivität vorwirft.
Und das Herz dem Kopf Bitterkeit.
Wo der Kopf schon die nächste Haltestelle rausmuss und das Herz noch bis zur Endstation sitzen bleibt. Und nicht aussteigen will, egal was der Schaffner sagt. Und der Kopf geht derweil eigene, einsame Wege.
Wo sich zwei fremdgeworden sind, die mal verliebt waren und so verschieden umgehen mit dem Trennungsschmerz.
Wo das Herz noch festhält an den altgeglaubten Wahrheiten, die der Kopf nicht mehr zu fassen kriegt.
Auch da bist du.
Und schaust geduldig zu.
Irgendwo ganz tief in mir.

von Christian Stoll aus Rostock

Impuls für Samstag, 08. Februar 2025

Losung
Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barmherzige Herr.                                                    Psalm 111, 4

Lehrtext                                                                                                                                                                                              Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist der nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi?                                 1. Korinther 10,16

Impuls für den Tag

Woran erinnern Sie sich gern? Wenn ich mir diese Frage stelle, so fallen mir herrliche Familienfeste, lustige Abende mit Freunden und Erlebnisse während schöner Urlaubsreisen ein. Jedoch im Alltag?
Sind es da nicht doch öfter die Dinge, die uns stören und nerven, die in unserem Gedächtnis gespeichert sind?
Heute werden wir aufgefordert, die Wunder ganz besonders in den Blick zu nehmen. Mit Wundern werden hier Dinge beschrieben, die Gott in unserem Leben tut, die können auch ganz unspektakulär sein. Ich erkenne oft erst sehr viel später, dass Gott da war und vielleicht auch eingegriffen hat. Manchmal durch Menschen, die mir begegnen, eine Stunde die wiedererwarten gut läuft, obwohl ich keine Zeit zur guten Vorbereitung hatte, ein Sonnenstrahl, ein Schneeglöckchen auf dem Weg oder auch ein gutes Wort zwischendurch. Seien wir heute offen für die kleinen Wunder an diesem Tag!
Denn: Das Erinnern an die guten Dinge stärkt uns und lässt uns Gottes Nähe spüren. So können wir sie auch weitergeben, denn das helfende Wort können wir uns nicht selber sagen!

Claudia Tetzner, Frohburg

Impuls für Freitag, 07. Februar 2025

Losung
Gott, du bist mein Gott, den ich suche. Es dürstet meine Seele nach dir.
Psalm 63,2

Lehrtext
Wen dürstet, der komme; wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst.
Offenbarung 22,17

Impuls für den Tag

Hunger und Durst des Leibes kennen wir. Wie ist das aber mit dem Durst der Seele? Unser Innerstes, unser Lebens- und Wesenskern, hat ebenso Durst. Wir möchten leben, möchten gute Tage sehen, möchten das Leben in seiner Fülle und Schönheit genießen. Und dabei stellt sich die Frage: Wer kann unseren Lebensdurst, unsere Sehnsüchte erfüllen?
Und so suchen wir … bis wir finden?
Der Durst der Seele, er ist da und bringt unser Leben in Unruhe, manchmal auch in Verzweiflung. Wir zerstören unser Leben, wenn wir unseren Lebensdurst an abgestandenem, faulen oder gar vergifteten Wasser zu stillen versuchen. Es sind nicht nur Drogen, Alkohol oder Spielsucht die unser Leben zerstören und den Durst nach Leben nicht stillen können. Auch Bildung, Reichtum und Ansehen können ihn nicht stillen. Unsere Seele kommt erst zur Ruhe, wenn wir dieses einmalige und wunderbare Angebot von Jesus annehmen: ŒWen dürstet, der komme.
Ich möchte ihnen heute Mut machen, zu Jesus zu kommen. Das geschieht im Gebet, z. B.: ŒJesus, ich komme zu dir und bitte dich, stille meinen Durst nach Leben. Zeige mir den Weg zum Leben.

Renate Henke, Meißen

Impuls für Donnerstag, 06. Februar 2025

Losung
Der HERR sprach: Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf.
1. Mose 8,21

Lehrtext
Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.
Johannes 3,17

Impuls für den Tag

Kennen sie die Olsenbande – die chaotischen nach einem perfekt wirkenden Plan arbeitenden Kleinkrimmininellen um Egon Olsen? In den 1970er und 1980er Jahren flimmerten diese regelmäßig über die Leinwände und Bildschirme der DDR Kinos und Wohnzimmer.
Das Muster wiederholt sich in allen Filmen. Egon kommt aus dem Knast und hat einen Plan, der funktionieren könnte, wenn da die Gegenspieler nicht wären. Die Polizei nimmt dann Egon wiedermal fest und dieser kommt wieder in den Knast. Was für ein toller Plan.
Gottes Plan mit uns ist ein besserer als Egon je gehabt hat. Er sieht zwar unser angerichtetes Chaos und Anarchiedenken – aber er schickt nicht die Kavallerie um alles kurz und klein zu schlagen. Er schickt seinen Sohn mit der Aufgabe Rettung zum Preis seines Lebens. Er schont seinen Sohn nicht.
An der Seite des Sohnes, unseres Bruders Jesus ist es auch unsere Aufgabe zu retten und nicht zu richten, zu verurteilen. Wir können und dürfen an der Stelle, an die uns Gott gestellt hat, helfen und so an Gottes Plan mitwirken.
AMEN

Martin Creutz, Döbeln

Impuls für Mittwoch, 05. Februar 2025

Losung
[Der Knecht Gottes sprach:]
Ich bot meinen Rücken dar denen, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich rauften. Mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und Speichel.                                                                                                                       Jesaja 50, 6

Lehrtext
Niemand hat größere Liebe als wer sein Leben einsetzt für seine Freunde.
Johannes 15,13

Impuls für den Tag

Stammlager Auschwitz, 29. Juli 1941 – einem Häftling gelingt die Flucht. Für ihn sollen zehn seiner Blockkameraden im „Hungerbunker“ sterben – durch Verhungern und Verdursten. Langsam sucht sich der Lagerführer Karl Fritzsch die Todeskandidaten aus der erstarrten Menge heraus. Einer von ihnen, der Pole Franciszek Gajowniczek, bricht in lautes Wehklagen aus. Er weint um seine Frau und die beiden Kinder, die er nie wiedersehen wird. Da schiebt sich eine Gestalt durch die Reihen der Häftlinge, tritt vor den Lagerführer mit den Worten „Ich möchte anstelle dieses Menschen sterben.“ Der Lagerführer ist fassungslos. „Ich bin katholischer Priester, ich möchte für den da sterben“, wiederholt Maximilian Kolbe und deutet auf Gajowniczek. „Ich bin alt und allein, und er hat Frau und Kinder.“ Kolbe geht mit den anderen in den Hungerbunker. Am 14. August tötet der Lagerarzt mit einer Phenolspritze die vier Häftlinge, die zu dem Zeitpunkt noch leben – unter ihnen Maximilian Kolbe.

Jesus hat sein Leben eingesetzt, um Dich und mich vor dem ewigen Tod zu retten. Er ging an unserer Stelle in den Tod und kehrte als Sieger zurück, um uns ein sinnerfülltes Leben zu ermöglichen, dem der Tod kein Ende setzen kann. Amen.

Almut Bieber, Arnsdorf

Impuls für Dienstag, 04. Februar 2025

Losung
Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt?
Jeremia 23,29

Lehrtext
Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam. Es ist schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch und durch. Es durchdringt Seele und Geist, Mark und Bein. Es urteilt über die Gedanken und die Einstellung des Herzens.
Hebräer 4,12

Impuls für den Tag

Vor etlichen Jahren bekam ich von Superintendent Margirius aus Leipzig meine erste Bibel geschenkt. Ich begann danach regelmäßig in ihr zu lesen. Jeder, der das auch tut, der weiß: Die Worte der Bibel sind genau so, wie die heutige Losung und der Lehrtext es beschreiben. Es gibt wirklich unglaublich mitfühlende und sanfte Worte. Und es gibt Worte, die wie ein Hammer sind, oder wie Feuer oder wie ein Schwert. Wir brauchen wohl alle diese Worte und nicht nur die mitfühlenden. Denn Gott muss uns bisweilen auch konfrontieren. Das brauchen wir, wenn wir selber uns anders wahrnehmen als andere uns wahrnehmen. Außerdem steckt im Wort Gottes ein sehr großes Potential: Es kann schlechte Gedanken, die hart wie Felsen werden können, zerstören. Wenn Gottes Wort so ist, dann ist es nicht egal, ob wir es lesen und studieren. Es gehört zum Leben dazu wie auch andere Dinge, die wir täglich tun. Wer es noch nicht tut, sollte sich schleunigst eine Bibel zulegen und anfangen, darin zu lesen. Denn das ist ein wichtiges Puzzleteil, um nicht nur stark im Glauben, sondern auch stark im Leben zu werden. Amen.

Jörg Matthies, Marbach

Impuls für Montag, 03. Februar 2025

Losung
Die Hand unseres Gottes war über uns, und er errettete uns.
Esra 8,31

Lehrtext
Paulus schreibt: Was für Verfolgungen habe ich nicht erlitten … und aus allen hat mich der Herr errettet!
2. Timotheus Brief 3,11

Impuls für den Tag

Wo soll ich anfangen? Bei Esra, der mit den Gelehrten des Volkes Israel endlich aus dem Exil nach Jerusalem zurückkommt? Oder mit Paulus, der behauptet, Christ sein heißt auch gleichzeitig verfolgt zu werden? Na gut, Esra hat eher positives an sich. Er konnte die Gelehrten heil aus dem Exil zurück ins Land der Väter nach Jerusalem, Zentrum des Glaubens, führen. Dafür bedankt er sich. Zurück in die friedliche Heimat, in die ŒHeemt!
Paulus hält daran fest, dass Gott ihn vielmals aus der Peitsch geholt und vor Verfolgungen geholfen hat. Wo sich Menschen zu ihrem Glauben bekennen, kann die Heimat nicht mehr heimatlich, herzlich sein. So auch für Christen in Syrien, die zurzeit um ihre Zukunft bangen. Es ist für uns selbstverständlich, dass wir hier in Westeuropa unseren Glauben frei leben dürfen. Es war nicht immer so! Und doch gibt es Situationen, an denen ich meinen Glauben bekennen muss, weil die Menschenwürde angetastet wird … es kann sein, dass ich für meinen Glauben ins Lächerliche gezogen werde. Aber was solls: GOTT hält seine Hand über mir.

Sophie Heinzelmann, Hainichen