Impuls für Mittwoch, 6. Mai 2026
Losung
Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten. Ich will sie zu Wasserbächen führen auf ebenem Wege, auf dem sie nicht straucheln; denn ich bin Israels Vater. Jeremia 31,9
Lehrtext
Christus hat in den Tagen seines irdischen Lebens Bitten und Flehen mit lautem Schreien und mit Tränen vor den gebracht, der ihn aus dem Tod erretten konnte; und er ist erhört worden, weil er Gott in Ehren hielt. Hebräer 5,7
Impuls für den Tag
Als während eines Campingurlaubs seine Kinder mit dem Kanu kentern und der Vater sie retten muss, verschwindet seine erst sechsjährige Tochter. Es stellt sich heraus, dass sie von einem bereits bekannten Serienmörder entführt wurde. In einer verlassenen Hütte findet man ihr Kleid, zerfetzt und blutgetränkt. Der Vater Mack kann nicht mehr an einen guten Gott glauben. So wird es einprägsam beschrieben im Buch: „Die Hütte – ein langes Wochenende mit Gott“.
Die Verfilmung des Buches habe ich zuletzt in unserer Gemeinde gezeigt. Die Geschichte geht so weiter, dass
Mack dem lebendigen Gott begegnen kann in Form von drei Personen. Octavia Spencer, also eine Frau, spielt Gott Vater. Das verwirrt Mack zunächst, aber er fragt:
„Du hast grenzenlose Macht. Und trotzdem hast Du meine kleine Tochter sterben lassen.“ Gott antwortet: „Ich habe sie nie allein gelassen.“ – Er: „Wo warst du? Wie kannst Du mir sagen, dass Du mir helfen willst, wenn du ihr nicht geholfen hast und auch nicht deinem Sohn am Kreuz?“ Gott: „Nein, du hast das Geheimnis falsch verstanden. Denke ja nicht, dass das, was mein Sohn aus freiem Willen tat, für uns nicht ein großes Opfer war. Liebe hinterlässt immer Spuren“ – man sieht im Film, dass Gott die verheilten Nägelmale Jesu am Arm trägt. „Wir waren zusammen auch dort am Kreuz. Ich habe ihn nie verlassen, so wie ich auch dich nicht verlassen werde.“ Ja, Gott kann uns trösten, wie einen seine Mutter tröstet. „Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten.“
Michael Tetzner, Frohburg

