Impuls für Freitag, den 8. Mai 2026

Losung
Der HERR, unser Gott, verlasse uns nicht und ziehe die Hand nicht ab von uns.

Lehrtext
1. Könige 8,57

Jesus sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.
Matthäus 28,18

Impuls für den Tag
„An Gottes Segen ist alles gelegen“ heißt es doch. Und: „Ohne dich können wir nichts tun“.
Ich frage mich, ob ich selbst das genügend beachte. Und ich ertappe mich dabei, wie oft im Tagesverlauf ich denke, allein zurecht kommen zu müssen. Wie oft ich darum kämpfe, die Übersicht zu behalten und den Kopf über Wasser, damit die Wellen von Zeit und Leben nicht über mir zusammenschlagen. Dann fühle ich mich schnell überfordert – es ist oft einfach zu viel!
Kennen Sie das auch?
Wäre es da nicht besser, anstatt noch schnell die nächste Aktion in die verbleibende Zeit hinein zu quetschen, einfach mal still zu halten? Das klingt zunächst verrückt und völlig unzeitgemäß, wo doch die Stunden gut genutzt sein wollen. „Zeit ist schließlich Geld“ heißt es ja auch…
Aber Vertrauen zu haben, braucht erstmal Innehalten. Jesus hat andauernd um das Vertrauen seiner Jüngerinnen und Jünger geradezu gekämpft. „Glaubt mir, laßt mich mal machen, laßt doch die Dinge geschehen, macht euch nicht andauernd Gedanken um das, was morgen vielleicht sein könnte…“ Wenn wir still halten, können wir überhaupt bemerken, ob wir vertrauen. Und das Vertrauen kann und muss geübt werden. Das geht nur im Stillen. Was lesen wir sehr häufig von Jesus in den Evangelien? Dass er sich zurückzog! Kein Macher, kein Selbstdarsteller, kein Aktionist.
Diese Gewalt im Himmel und auf Erden kommt eben aus der Stille. Gott ist ein leiser Gott.
Und so werde ich, wenn mein Tag wieder voll verplant ist, mich erstmal ganz ruhig hinsetzen und hören. Hören, was Gott reden will. Und daran mein Tun ausrichten anstatt an mir selbst.

Friedemann Neef, Roßwein