Impuls für Samstag, 22. August 2026
Losung
Meine Zunge soll singen von deinem Wort; denn alle deine Gebote sind gerecht.
Psalm 119,172
Lehrtext
Aus einem Munde kommt Loben und Fluchen. Das soll nicht so sein, meine Brüder und Schwestern.
Jakobus 3,10
Impuls für den Tag
Wenn ich eine Kirche besuche, stimme ich gern ein Loblied an. Mein Lieblingskanon ist „Lobet und preiset ihr Völker den Herrn“. Wenn meine Frau dabei ist, singen wir den Kanon zweistimmig. Ich teste damit nicht nur die Akustik der Kirche, sondern will mich selbst innerlich auf einen heiligen Raum einstellen, den ich eben betreten habe.
Allerdings sind wir vorsichtig, wenn viele Touristen noch in der Kirche sind und durch das Singen verunsichert werden. Falls es eine Kirchenaufsicht gibt, frage ich vorher, ob wir etwas singen dürfen.
Das ist in der Regel dann auch kein Problem.
Dieses Singen befreit und Loben zieht nach oben. Im Lateinischen steht für das Loben das Wort – benedicare. Wörtlich übersetzt: Gut reden.
Wenn wir von einander gut reden, dann segnen wir. Das Gegenteil ist der Fall, wenn wir – maledicere – über andere schlecht reden und sie somit verfluchen.
Ist uns das immer bewusst, wenn wir über jemanden wieder schlecht gesprochen haben? Wir haben ihn mit unseren Worten geflucht!
Der Lehrtext sagt es heute deutlich: Aus einem Munde kommt Loben und Fluchen. Das soll nicht so sein, meine Brüder und Schwestern.
Michael Tetzner, Frohburg

