Impuls für Donnerstag, 18.6.2026
Losung
Als der Pharao sah, dass Regen, Donner und Hagel aufhörten, versündigte er sich weiter und verhärtete sein Herz.
2.Mose 9,34
Lehrtext
Seht zu, Brüder und Schwestern, dass niemand unter euch ein böses, ungläubiges Herz habe und abfalle von dem lebendigen Gott.
Hebräer 3,12
Impuls für den Tag
Kennen Sie / Ihr das? Wenn das Leben glatt läuft, die Sonne scheint und es uns einfach gut geht, nehmen wir das schnell als selbstverständlich hin. Genau das zeigt sich in der heutigen Losung. Sobald der Hagel aufhört und der Himmel aufreißt, verpufft der Moment des Nachdenkens. Die Erleichterung führt nicht zu einem bleibenden Wandel, sondern die Chance auf einen Neuanfang verstreicht ungenutzt. Das Herz des Pharao wird wieder fest.
Der Hebräerbrief warnt uns genau vor dieser Gefahr; das unser Herz im Alltagstrott unbemerkt abstumpft. Ein „ungläubiges“ Herz ist im Alltag oft einfach ein vergessliches Herz. Ein Herz, das verlernt hat, zu staunen und die Gegenwart Gottes wahrzunehmen, wenn gerade kein Notfall vorliegt.
Die Texte von heute laden uns zu einem Perspektivenwechsel ein. Glauben bedeutet eben nicht, Gott nur dann zu suchen, wenn wir ein Problem haben. Es bedeutet, ihn gerade in den guten Momenten in unser Leben zu holen.
Es geht um eine Kultur der Dankbarkeit für die vermeintlichen Kleinigkeiten; die Tasse Kaffee am Morgen, ein gutes Gespräch, ein Lächeln oder ein Moment der Ruhe. Ich öffne meine Augen für die Spuren Gottes im Alltag. Denn im Kleinen und Leisen zeigt sich oft die größte Nähe Gottes. Amen.
Christiane Ranft, Neugepülzig

