Impuls für Mittwoch, 17.6.2026
Losung
Ich, der HERR, bin dein Heiland, und ich, der Mächtige, dein Erlöser.
Jesaja 60,16
Lehrtext
Wir haben unsre Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt, welcher ist der Heiland aller Menschen, besonders der Gläubigen.
1.Timotheus 4,10
Impuls für den Tag
Heiland, das ist so ein Wort, das kennen wir vielleicht aus unserem christlich angelernten Vokabular, aber eigentlich ist es uns doch fremd; was heißt denn das, Heiland, was soll dieses Wort aussagen, was andere nicht tun? Wenn man sich das Wort auf der Zunge zergehen lässt, dann wird es sogar noch fremder: Heil — … das erinnert an einen schrecklichen Ausruf und da bekommt es eine Bedeutung, in der wir es nie wieder hören wollen. Das Wort Heil musste sich also schon einspannen lassen für eine Politik mit religiösen Zügen, die das Menschliche, ja den Mensch an sich, an den Abgrund führte. — Ich glaube in diesem sehr alten deutschen Wort steckt eine Sehnsucht: Die Sehnsucht nach Wiederherstellung und Wohlergehen, nach Nicht-Kaputt-Sein, danach, dass alles gut, alles in Ordnung, alles gesund und erfolgreich ist. Wir deutschen neigen immer dazu, die Welt so zu sehen, als ob es bergab geht und würden uns doch den endlosen Aufschwung wünschen. In dieser Hinsicht ist unsere Sehnsucht nach einem Heiland, der dafür sorgt, dass alles in Ordnung ist und bleibt, vielleicht größer als nach einem Retter, der kurzfristig aus einer Notlage rettet. — Die Gute Nachricht ist: Jesus ist der, der wirklich alles und für immer wieder gut gemacht hat, beständig und dauerhaft. Nur sieht dieses Wohlergehen oft ganz anders aus, als wir uns gewünscht hätten, aber ER ist unser Heil.
Jonathan Seidel, Moosheim

