Impuls für Montag, 21. September 2026
Losung
Nun hat der HERR mir gegeben, was ich von ihm erbeten habe.
1.Samuel 1,27
Lehrtext
Elisabeths Nachbarn und Verwandten hörten, dass der Herr große Barmherzigkeit an ihr getan hatte, und freuten sich mit ihr.
Lukas 1,58
Impuls für den Tag
Die heutigen beiden Bibelverse haben etwas gemein-
sam. In beiden Versen geht es um eine Frau, die keine Kinder bekommen konnte. Das war zur damaligen Zeit eine persönliche Katastrophe, denn Kinder waren der Inbegriff der Lebensfülle und für die Existenzsicherung enorm wichtig. In vielen altorientalischen Kulturen wurde Kinderlosigkeit als Fluch oder Strafe erlebt.
Nun aber ist an beiden Frauen – Hanna und Elisabeth – ein Wunder geschehen und Gott hat ihnen doch noch ein Kind geschenkt. Das macht deutlich, dass Kinder ein Geschenk und ein Zeichen von Gottes Barmherzig-
keit sind und keineswegs eine Selbstverständlichkeit! Auch heute noch leiden viele Ehepaare darunter, keine Kinder bekommen zu können.
Ich möchte ein wenig bei Hanna verweilen. Sie war verzweifelt, depressiv, verbittert und unglücklich – so berichtet uns der biblische Text. Aber sie tut das einzig Richtige: Sie geht zum Tempel und schüttet Gott ihr Herz aus. Sie wirft ihm alles vor die Füße, ihre ganze Verzweiflung. Und nun passiert etwas Bemerkens-
wertes. Als sie ihre Klage beendet hat heißt es: „Sie aß wieder und sah nicht mehr so traurig aus.“ (Vers 18) Die Freude und Erleichterung steht ihr buchstäblich ins Gesicht geschrieben!
Ich weiß nicht, wie es Ihnen gerade geht, was Sie gerade belastet. Aber ich weiß, dass Gott Sie hört, wenn Sie zu ihm rufen. Nehmen Sie sich Hanna als Beispiel. Schütten Sie vor Gott ihr Herz aus – er hält das aus. Und er wird Sie trösten und segnen. Amen.
Almut Bieber, Arnsdorf

