Impuls für Montag, 18. Mai 2026

Losung
Nicht uns, HERR, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre um deiner Gnade und Treue willen!

Psalm 115,1

Lehrtext
Jesus spricht: Wer von sich aus redet, sucht die eigene Ehre; wer aber die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt hat, der ist glaubwürdig, und keine Ungerechtigkeit ist in ihm.

Johannes 7,18

Impuls für den Tag
„Nicht dafür“ hat sich im Sprachgebrauch in den letzten Jahren als eine Antwort auf ein „vielen Dank“ verbreitet. Zunächst dachte ich, als mir dies begegnete, soll ich jetzt nicht mehr Danke sagen? Ich war irritiert. Ist hier eine neue Bescheidenheit im Kommen? Oder soll nur noch für überragende Leistungen Danke gesagt werden. Wobei der Dank eine Form der Ehrerbietung für eine Leistung ist.
In den klassischen evangelischen Gottesdiensten singen wir dies zu Beginn in der Liturgie.
Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem heiligen Geist, wie es war im Anfang jetzt und immer dar und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen. Ein über Jahrhunderte überlieferter Hymnus in einer Art Sprache, die uns vielleicht fremd erscheint. Manch einer kann damit nichts anfangen, findet Liturgie verstaubt unzeitgemäß. Ich finde dies nicht so, es macht schon Sinn – wenn ich mir die Zeit nehme, genau hin zuhören.
Schon unsere jüdischen Glaubensgeschwister hatten Klarheit über die Ehrerbietung an ihren und unseren Gott. Sie waren sich darüber im Klaren, dass Gott der Allmächtige einen Plan hat, der feststeht. Bei aller menschlicher Untreue ist die Treue Gottes wesentlich größer.
Eine bescheidene Akzeptanz der Kleinheit der eigenen Leistung im Vergleich zu der Allmacht Gottes ist da hilfreich. So können wir das Gebet des Franziskus von Assisi beten.
Herr mach mich zum Werkzeug deines Friedens…
Franziskus sieht sich als Werkzeug und Gott als Handelnden.
Wieviel von unserem Tun ist unsere Leistung und wieviel gibt Gott dazu? Es ist nicht die Leistung des Werkzeuges sondern des Meisters, die zu bewundern ist.
Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem heiligen Geist.
Amen

Martin Gotthelf Creutz, Döbeln

 

Impuls für Sonntag, 17. Mai 2026

Losung
HERR, du hast mich heraufgeholt aus dem Totenreich, zum Leben mich zurückgerufen von denen, die hinab zur Grube fuhren.
Psalm 30,4

Lehrtext
Jesus rief mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus! Und der Verstorbene kam heraus, gebunden mit Grabtüchern an Füßen und Händen, und sein Gesicht war verhüllt mit einem Schweißtuch.
Johannes 11,43-44

Impuls für den Tag
Nehmen Sie sich einmal die Zeit und lesen Sie den ganzen Bibelabschnitt aus Johannes Kapitel 11. Oder schauen Sie diese Szene in der modernen Jesus-Verfilmung „The Chosen“ bei YouTube bzw. direkt in der The Chosen-App (Staffel 4, Folge 7)! Eine spannende Geschichte! Die Stimmung der Anwesenden schwankt zwischen Zweifel, Entsetzen und atemlosen Staunen, als Lazarus – nachdem er bereits 4 Tage im Grab lag! – in Grabtücher eingehüllt aus dem Felsengrab tritt. Das Neue Testament berichtet uns von 3 Auferweckungen, bei denen Jesus seine Macht über den Tod bewiesen hat.

Doch immer noch reißt der Tod auf brutale Weise Menschen aus dem Leben, nicht erst wenn sie alt und lebenssatt sind. Die junge, krebskranke Mutter, von der ich in meinem Impuls am 12.4. berichtete, ist kurz darauf verstorben und hinterlässt 4 kleine Kinder und einen Mann. Der Vater unserer Schwiegertochter erlag im vergangenen Jahr erst 56-jährig einem Krebsleiden. So ließe sich es weiter fortsetzen. „Mitten im Leben sind wir vom Tod umgeben“ beginnt ein Liedtext Martin Luthers. Ja – ABER: Seit Ostern und der Auferstehung von Jesus Christus hat der Tod nicht mehr das letzte Wort. Denn Jesus sagt (Johannes 11,25-26): »Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Und wer lebt und an mich glaubt, wird niemals sterben. Glaubst du das?«

Ja, ich glaube, dass mit dem Tod nicht alles aus ist, sondern dass es ein ewiges Leben bei Gott gibt! Diesen Glauben wünsche ich Ihnen auch!

Almut Bieber, Arnsdorf

Impuls für Sonnabend, 16. Mai 2026

Losung
Gott ist weise und mächtig; wer stellte sich ihm entgegen und blieb unversehrt?
Hiob 9,4

Lehrtext
Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.
1. Petrus 5,5

Impuls für den Tag
Kennt ihr den Film mit dem Titel „Die Herbstzeitlosen“? In diesem Film geht es um eine alte Frau, deren Mann vor kurzem verstorben ist. Sie überlegt nun, was sie mit ihrem Leben anfängt. Und sie beschließt im Laden ihres Mannes fortan Dessous zu verkaufen. Die Dessous stellt sie selber her. Als gelernte Schneiderin kann sie so etwas.
Die Idee ist eigentlich gut. Es gibt nur ein paar kleine Probleme: Ihr Sohn ist der Pfarrer im Dorf. Das Dorf selber ist extrem spießig. Natürlich laufen alle Sturm gegen diese Geschäftsidee, auch ihr eigener Sohn.
Mit der Zeit aber stellt sich heraus: Alle, die den moralischen Zeigefinger erheben, haben ihre Leichen im Keller: Der Pfarrer hat eine Freundin, obwohl er verheiratet ist. Außerdem will er den Laden für seinen Bibelkreis nutzen. Da passen Dessous nicht ins Bild. Der Vorsitzende der „Land und Leute Partei“ gibt sich als Freund alter Menschen aus. Er will aber seinen eigenen Vater gegen seinen Willen in ein Pflegeheim bringen. Der Chef vom Männergesangsverein ist sowieso dagegen.
Der Film ist sehenswert. Er trifft punktgenau, was es gibt, seit Menschen die Erde bewohnen: Menschen maßen sich an, irgendwie besser, frömmer, gerechter, toller, menschlicher, moralisch höherstehender… zu sein als andere. Aber oft stellt sich heraus: Vieles ist Fassade. Das ist der Hochmut, dem Gott widersteht. Und davor möge er uns bewahren. Amen.

Jörg Matthies, Marbach

Impuls für Freitag, 15. Mai 2026

Losung
Kommt, wir wollen uns dem HERRN zuwenden zu einem ewigen Bunde, der nimmermehr vergessen werden soll!
Jeremia 50,5

Lehrtext
Bemüht euch deshalb nach Kräften, dass zu eurem Glauben das richtige Verhalten kommt. Zum richtigen Verhalten soll die Erkenntnis kommen, zur Erkenntnis die Selbstbeherrschung, zur Selbstbeherrschung die Standhaftigkeit, zur Standhaftigkeit die Ausübung des Glaubens, zur Ausübung des Glaubens die geschwisterliche Liebe und zur geschwisterlichen Liebe die Liebe überhaupt.
2. Petrus 1,5-7 BB

Impuls für den Tag
Immer wieder im Laufe der menschlichen Geschichte gibt es Schläge, die eine Gesellschaft sogar zerstören können. Der Losungstext stammt aus einem Teil, der die Befreiung des Volkes Israel aus dem Exil ankündigt. Dabei erinnern sich die Menschen daran, dass sie einen Gott haben, der mit ihnen vor langer Zeit einen Bund geschlossen hat, der dem Anschein nach gebrochen wurde. In der Krise ist der Mensch oft zuerst mit sich selbst und dem Überleben beschäftigt. Dennoch ermutigt mir dieser Vers aus Jeremia dazu, den Blick auch mal innezuhalten und zu überlegen, was es ist, was mich hält und durch den Tunnel begleiten wird.
Wo ist der Lichtblick?

Eine Antwort nach einem alten Lied nach Gerhard Schöne:

„Jesu, meine Freude – meines Herzens Weide,
Jesus, wahrer Gott – Wer will Dich schon hören?
Deine Worte stören den gewohnten Trott.
Du gefährdest Sicherheit, Du bist Sand im Getriebe,
Du, mit Deiner LIEBE.

Jesu, Freund der Armen, groß ist Dein Erbarmen
Mit der kranken Welt.
Herrscher gehen unter, Träumer werden munter,
die Dein Licht erhellt.
Und wenn ich ganz unten bin,
weiß ich mich an Deiner Seite!
Jesu, meine Freude.“

Amen

Sophie Heinzelmann, Hainichen

Impuls für Donnerstag, 14. Mai 2026

Losung
Dein Herz eifere nicht gegen die Sünder, sondern jederzeit nach der Furcht des Herrn.
Sprüche 23, Vers 17

Lehrtext
Jesus sprach zu den Jüngern: So steht geschrieben, dass der Christus leiden wird und auferstehen am dritten Tag von den Toten, und das gepredigt wird in seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden unter allen Völkern. Von Jerusalem an seid ihr dafür Zeugen.
Lukas 24, 46-48

Impuls für den Tag
Heute feiern wir Christi Himmelfahrt. In vielen Gemeinden finden Open Air Gottesdienste statt. Viele Männer sind dann schon vor oder nach dem Gottesdienst zu einer Herrenpartie unterwegs.
Und damit wird deutlich, das der geistliche Inhalt dieses Festes schon lange verloren gegangen ist. Die Vorstellung, wie man sich die Himmelfahrt Christi vorstellen soll, hat sich ja auch in den 2000 Jahren Kirchengeschichte vielfach geändert. Hilfreicher ist da unser heutiger Lehrtext.

Er sagt nicht, wie die Himmelfahrt vor sich geht. Aber, was die Folge ist: es wird Buße zur Vergebung der Sünden unter allen Völkern gepredigt. Das war vielleicht damals nur ein Wunsch. In unserer Gegenwart ist es Realität. Trotzdem die Gemeinden in Deutschland und in Westeuropa kleiner werden (vielleicht, weil zu wenig Buße gepredigt wird?) wächst dagegen in anderen Völkern der Glaube an Jesus Christus, an seine unbegrenzte Liebe und Vergebung. Der Glaube an Jesus Christus ist nach wie vor die größte Religion.

Gerold Heinke, Marbach

Impuls für Mittwoch, 13. Mai 2026

Losung
In Gottes Hand ist die Seele von allem, was lebt.
Hiob 12,10

Lehrtext
Jesus rief laut: Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände! Und als er das gesagt hatte, verschied er.
Lukas 23,46

Impuls für den Tag
Hiob und auch Jesus zeigen uns ein Vertrauen, das nicht auf einem einfachen Leben gründet. Beide erleben Leid, Angst und tiefe Verlassenheit. Und trotzdem wenden sie sich nicht von Gott ab. Gerade das macht ihre Worte so kraftvoll.

Wenn ich heute auf die Welt schaue – auf Krisen, Kriege und Unsicherheit – merke ich selbst, dass Gottvertrauen nicht immer leicht ist. Manchmal wird die Hoffnung leiser und Sorgen legen sich schwer auf die Seele.

Und doch liegt vielleicht genau darin Glauben: Nicht niemals zu zweifeln, sondern trotz allem immer wieder den Weg zu Gott zu suchen. Zu beten. Zu hoffen. Sich ihm anzuvertrauen. Ich bete täglich um Frieden für diese Welt, für andere Menschen und auch für mich selbst. Weil ich glaube das Gott unsere Sorgen hört und uns manchmal schon dort hält, wo wir kaum noch Hoffnung spüren.

Hiob erinnert uns daran: Vertrauen bedeutet nicht, die Dunkelheit zu leugnen. Vertrauen bedeutet, selbst in der Nacht Gottes Hand nicht loszulassen.

Und vielleicht wächst gerade aus diesem Vertrauen jene Hoffnung, von der es heißt: „Dann werden die Gerechten leuchten, wie die Sonne in ihres Vaters Reich.“ (Matthäus 13,43) Amen.

Christiane Ranft, Neugepülzig

Impuls für Dienstag, 12. Mai 2026

Losung
Der HERR wendet sich zum Gebet der Verlassenen und verschmäht ihr Gebet nicht.
Psalm 102,18

Lehrtext
Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist.
Jakobus 5,16

Impuls für den Tag
Vielleicht kennst du, kennen Sie, solche Situationen in denen man sich völlig verlassen fühlt. Verlassen vielleicht von Menschen, verlassen vielleicht von der eigenen Kraft, vom Mut, oder man fühlt sich verlassen vom „Glück“. Als Christ glaube ich prinzipiell daran, dass Gott meinen Lebensweg mit mir geht. Das Tückische daran ist, dass ich mich in schweren Lebenssituationen dadurch dann schnell von Gott verlassen fühle: Habe ich nicht gebetet, regelrecht zum Herrn geschrien und trotzdem ist die Katastrophe eingetreten? Habe ich nicht mich und alles was ich bin vor Gott gebracht, dass er mir helfe, mich rette? Mir steht so eine Situation in meinem Leben vor Augen. Ich verstehe Gott bis heute darüber nicht, aber ich bin mir sicher, dass er mich auch da nicht verlassen hatte, auch wenn es sich so angefühlt hat. Das hat, glaube ich, auch etwas zu tun mit dem heutigen Lehrtext: des Gerechten Gebet … ein gerechtes Gebet ist zum Beispiel eines das Gott Gott sein lässt; das weiß, dass er höher steht, tiefer sieht und weiter geht als ich begreife. Das Kunststück dabei ist aber trotzdem weiter zu bitten und zu glauben, dass Gott sich von mir kleinem Menschen gerne beeinflussen lassen will, dass er auch gerade in der Not nicht die Ohren verschließt; aber souverän bleibt. Ein guter „Freund?“ …ja, aber eben auch GOTT.

Jonathan Seidel, Moosheim

Impuls für Montag, 11. Mai 2026

Losung
Es ist niemand heilig wie der HERR, außer dir ist keiner.
1.Samuel 2, 2

Lehrtext
Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allmächtige, der da war und der da ist und der da kommt.
Offenbarung 4, 8

Impuls für den Tag
Hannah – Jeden Monat Hoffnung, Warten, Ungewissheit, Enttäuschung, Trauer, Spott und Demütigung. Monat für Monat, Jahr für Jahr…
Hannah wünscht sich sehnsüchtig ein Kind. Sie sieht Frauen, die schwanger werden, ein Kind bekommen. Sie sieht die Freude, hört das Lachen. Sie betet zu Gott, sie vertraut auf ihn, denn nur er kann ihre Sehnsucht erfüllen.

Gott hat die Macht und schenkt das Leben. Er schenkt, dass ein kleines Wesen im Bauch der Mutter heranwachsen kann. Er kennt dieses kleine Menschenkind von Anfang an, ganz genau. Er weiß, was gut für es ist. Er möchte mit ihm gemeinsam durchs Leben gehen, treu an seiner Seite – Tag für Tag.

Durch Krankheit, Sorgen, Trauer, Unsicherheit oder auch einen unerfüllten Kinderwunsch gerät unser Leben ins wanken. Wir wissen nicht wie es weitergeht. Die Gedanken drehen sich im Kreis. Die Frage nach dem ‚Warum?‘ wird laut und auch Zweifel an Gott machen sich breit.

In diesem Momenten wünsche ich Ihnen das Vertrauen von Hannah, dass Gott auch in diesen schwierigen Zeiten ein wunderbarer, treuer Gott ist, dem wir in Demut vertrauen können. Ich wünsche Ihnen Mut, den nächsten Schritt zu wagen, gemeinsam mit Gott, der beständig ist, zu jeder Zeit. Bleiben Sie im Gebet und suchen Sie das Gespräch. Amen.

Sandra Barthel, Raußlitz

Impuls für Sonntag, 10. Mai 2026

Losung
Unser Gott, den wir verehren, kann uns erretten aus dem glühenden Feuerofen. Und wenn er’s nicht tut, so sollst du dennoch wissen, dass wir deinen Gott nicht ehren und das goldene Bild nicht anbeten werden.
Daniel 3,17.18

Lehrtext
Das sagt der Heilige, der Wahrhaftige: Ich kenne deine Werke. Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan, die niemand zuschließen kann; du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt und hast meinen Namen nicht verleugnet.
Offenbarung 3,7.8

Impuls für den Tag
Es heißt „Handbuch“, doch es ist alles andere als handlich. Mit über 1000 Seiten ist es ein stattlicher Band. Im „Handbuch Weltanschauungen, religiöse Gemeinschaften, Freikirchen“ werden christliche und nichtchristliche Kirchen, Gruppen und Vereine ausführlich beschrieben. Die Vielfalt scheint fast uferlos zu sein. Und irgendwie haben wohl alle den Anspruch, die wirkliche Glaubenswahrheit zu vertreten und zu leben.
Solche Vielfalt im Glauben ist nicht neu. Schon zu biblischen Zeiten „lockten“ andere religiöse Gruppen mit ihrer Wahrheit. Oft kam es dadurch zu Reibereien und nicht selten zu einem erbitterten Streit. In der Bibel wird oft davor gewarnt: vor goldenen Bildern, die angebetet werden – vor richtigen und falschen Türen, die den Zugang zum Glauben ermöglichen oder davon wegführen.
Heute ist das alles nicht mehr zu überschauen – goldene Bilder und weit geöffnete Türen werden medial geschickt für alle möglichen Wahrheiten angeboten. Die 1000 Seiten im Handbuch liefern dafür nur einen Ausschnitt, der nach 10 Jahren schon längst überholt ist. Das muss einen nicht verzweifeln lassen. Im Buch der Offenbarung heißt es: Ich soll sein Wort bewahren – Bibelworte also, die mir im Glauben schon oft geholfen haben und die im Herzen fest verankert sind. Wer diesen Schatz besitzt, der wird auch in der Vielfalt der Wahrheiten seinen Ort des Glaubens finden und behalten. Amen.

Heiko Jadatz (Roßwein)

Impuls für Samstag, 9. Mai 2026

Losung
Ich will euch retten, dass ihr ein Segen sein sollt.
Sacharja 8,13

Lehrtext
Gott tröstet uns in aller unserer Bedrängnis, damit wir auch trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.
2.Korinther 1, 4

Impuls für den Tag
Neugeborene Kinder sind ganz und gar auf die Zuwendung, Fürsorge und Liebe ihrer Bezugspersonen, idealerweise ihrer Eltern angewiesen. Das ist allgemein bekannt. Dass darüber bereits der Grundstein für eine spätere Gottesbeziehung gelegt wird, vielleicht weniger. Das heißt: Ob und wie ein Mensch in seinem Leben beziehungsfähig wird und ob er ein Vertrauen im Glauben entwickeln kann, hat seinen Ursprung in diesem Urvertrauen.
Für mich bedeutet das: Gottes Fürsorge fängt bereits an, lange bevor ich es überhaupt erahnen kann. Und wahrscheinlich ist es all denen, die Kinder in ihren ersten Lebensjahren begleiten auch nicht unbedingt klar, dass sie hier irgendwie bereits in Gottes Fußstapfen unterwegs sind. Was ist nun aber mit den Kindern, die dieses Glück des behüteten, liebevollen Anfangs nicht haben?
Ich lese es so. Es ist Gottes erklärtes Ziel unseren Lebensweg mitzugehen. Ob wir das nun spüren oder nicht. ER steht bereit, vielleicht wie die Mutter, der Vater, die Erzieherin, der Freund, der Fremde… der oder die da sind, wenn ich sie brauche, hörend, tröstend, helfend. Solche Menschen sind ein Schatz. Hier ist Gott sozusagen „Undercover“ unterwegs. Nicht selten gibt ER sich auch zu erkennen, wird Glaube erlebbar, wird aus Gedanken, Gesprächen, Taten ein Gebet. Und das in jeder Lebensphase. Gott tröstet und segnet, damit auch wir zum Segen werden.

Angelika Schaffrin, Marbach