Impuls für Donnerstag, 10. Juli 2025

Losung
Haltet meine Gebote und tut danach; ich bin der HERR.
3. Mose 22,31

Lehrtext
Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.
Johannes 14,23

Impuls für den Tag
Weil die Bezeichnung „Vater“ für Gott so populär ist, stelle ich mir manchmal die Beziehung zwischen ihm und uns Menschen vor wie eine klassische Eltern-Kind-Beziehung. Lese ich den Losungstext mit dieser Brille, kann ich unserem Vater als angehender Pädagoge nur höchstens das Attest „Mangelhaft“ erteilen. Regeln und Gebote sind per se nicht schlecht, aber die Art und Weise, wie sie kommuniziert werden, ist entscheidend. Und hier? Erfahre ich als Kind nichts vom Sinn dieser Regeln und muss mich mit einem „Ich bin eben dein Vater und du musst tun, was ich sage“ begnügen. Pädagogisch wertvoller erscheint mir der Lehrtext. Hier kommt väterliche Liebe ins Spiel, die sich wechselseitig mit der Einhaltung von Regeln beeinflusst. Regeleinhaltung ist also nicht nur Voraussetzung, sondern vor allem auch Konsequenz der Liebe. Die Regel steht nicht für sich, sondern wird begreifbar gemacht. Und all das geschieht im intimsten Setting überhaupt: In der eigenen Wohnung.
Mit Jesus ändert sich die Pädagogik. Der Ton wird liebevoller. Grenzen bleiben bestehen, aber werden transparent gemacht. Die Beziehung steht im Mittelpunkt. Attest: Pädagogisch wertvoll!

von Christian Creutz aus Rostock

Impuls für Mittwoch, 9. Juli 2025

Losung
Gleichwie ich über sie gewacht habe, auszureißen und einzureißen, so will ich über sie wachen, zu bauen und zu pflanzen; spricht der Herr.
Jeremia 31,28

Lehrtext
Erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. Sie erzieht uns dazu, der Gottlosigkeit und den Begierden der Welt abzuschwören und besonnen, gerecht und fromm zu leben in dieser Weltzeit.
Titus 2, 11-12

Impuls für den Tag
Unser heutiger Losungstext steht unter der
Überschrift: Heilsworte für Israel und Juda.
Es wird auch das Trostbüchlein Jeremias genannt.
Jerusalem und der Tempel sind zerstört. Das Volk in einem anderen Land, zum Teil verschleppt und in Gefangenschaft.
Doch es gibt Hoffnung für die Zukunft.
Gott verspricht, einen neuen Bund mit Israel zu schließen, der anders ist als der alte Bund, den sie gebrochen haben. Dieser neue Bund wird durch die Wiederherstellung des Landes und die Rückkehr der Verbannten nach Israel symbolisiert.
Gott verspricht, dass die Bewohner von Juda und seinen Städten den Segen des Herrn erfahren werden, sobald Gott ihr Schicksal wendet. Dies deutet auf eine Zeit des Friedens, der Gerechtigkeit und der Segnung hin.
Diese Verse geben Hoffnung auf eine bessere Zukunft für Israel, nachdem sie so viel Leid erlebt haben.
Dieser Text macht auch viel Mut in unserer heutigen Zeit. Jetzt, wenn ich diesen Text schreibe, sind immernoch über 20 Geiseln in Haft nach dem 7. Oktober- fast 2 Jahre! Und ob sie noch leben, bleibt nur zu hoffen! Da fällt es schwer zu hören, dass Gott gewacht hat! Aber im zweiten Teil steckt ganz viel Hoffnung, denn Gott selbst wird über sie wachen! Und dann wird auch Aufbau und Anpflanzen möglich sein. Diese Hoffnung auf Frieden dürfen wir in uns tragen und auch in unserem Umfeld leben und davon erzählen.

Claudia Tetzner, Frohburg

Impuls für Dienstag, 8. Juli 2025

Losung
Gott offenbart, was tief und verborgen ist.
Daniel 2,22

Lehrtext
Jesus betete: Gerechter Vater, die Welt kennt dich nicht; ich aber kenne dich, und diese haben erkannt, dass du mich gesandt hast.
Johannes 17,25

Impuls für den Tag
Der babylonische König Nebukadnezar hatte eines Nachts einen Traum, der ihn sehr beunruhigte. Er lässt die Weisen seines Landes rufen und bittet sie, den Traum zu deuten, ohne ihnen vorher zu sagen, was er geträumt hat.
Kein Wunder, dass niemand sich dazu in der Lage sieht. Bis der junge Daniel, ein jüdischer Exulant am Königshof von der Sache erfährt und sich anbietet, das Rätsel um den königlichen Traum zu lösen. Zusammen mit seinen gläubigen Freunden bittet er Gott um die Gnade, ihm den königlichen Traum zu offenbaren. Und genau das geschieht in einer nächtlichen Vision: Gott offenbart ihm das Geheimnis des Traumes. Überwältigt von dieser übernatürlichen Erfahrung mit seinem Gott beginnt Daniel dankbar zu beten: Gelobt sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit, denn ihm gehören Weisheit und Stärke! Er ändert Zeit und Stunde; er setzt Könige ab und setzt Könige ein; er gibt den Weisen ihre Weisheit und den Verständigen ihren Verstand, er offenbart, was tief und verborgen ist; er weiß, was in der Finsternis liegt, und nur bei ihm ist das Licht.

Renate Henke, Meißen

Impuls für Montag, 7. Juli 2025

Losung
Der HERR dachte an uns, als wir unterdrückt waren, denn seine Güte währet ewiglich.
Psalm 136,23

Lehrtext
Betet für mich, dass mir das Wort gegeben werde, wenn ich meinen Mund auftue, freimütig das Geheimnis des Evangeliums zu verkündigen, dessen Bote ich bin in Ketten.
Epheser 6,19-20

Impuls für den Tag
Da habe ich wiedermal was gesagt und dann ärgere ich mich darüber, dass mein Gesagtes nicht verstanden wurde, nicht angenommen werden kann und ich letztendlich als Buhmann dastehe. So weit können Sie vielleicht meine Erfahrungen teilen oder haben Ähnliche gemacht.
Manfred Siebald schrieb dazu folgendes Lied:
„Gib mir die richtigen Worte, gib mir den richtigen Ton. Worte, die deutlich für jeden von dir reden
gib mir genug davon.
Worte, die klären, Worte, die stören, wo man vorbeilebt an dir. Wunden zu finden und sie zu verbinden Gib mir die Worte dafür.
Gib mir die guten Gedanken, nimm mir das Netz vom Verstand, und lass mein Denken und Fühlen vor dir spielen, so wie ein Kind im Sand.“
Es ist immer eine Herausforderung, über das was wir glauben zu sprechen, davon Zeugnis zu geben. Manchmal fällt uns dies leicht, andermal wieder schwerer. Als Impulschreiber weiß ich, dass viele Menschen diese lesen. So will ich heute mit einer Fürbitte schließen. Herr unser Gott, gib den Impulsschreiber die richtigen Worte, dass zu deiner Ehre sie weiter fröhlich ihren Dienst tun können. Amen

Martin Creutz, Döbeln

Impuls für Sonntag, 6. Juli 2025

Losung
Der Übeltäter lasse von seinen Gedanken und bekehre sich zum HERRN, denn bei ihm ist viel Vergebung.
Jesaja 55,7

Lehrtext
So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!
2.Korinther 5,20

Impuls für den Tag
Botschafter der Versöhnung – so ist der Bibelabschnitt überschrieben. Zwei Gedanken dazu:

1. Wir sind Botschafter. „Ein Botschafter ist ein Diplomat und der oberste Beauftragte eines Staates in einem anderen Land, er ist der persönliche Repräsentant seines Landes. … Seine Aufgabe ist die Vertretung der Interessen seines Landes gegenüber dem Gastland.“ (Wikipedia, bearb.) Welch eine Ehre! Als Christen sind wir die persönlichen Repräsentanten Gottes in unserem privaten und beruflichen Umfeld. Und welch hohe Verantwortung! Denn das heißt, wir vertreten nicht unsere eigenen Interessen und Meinungen, sondern die unseres Auftraggebers. Und dem ist es ein Herzensanliegen, dass seine Botschafter ihrer Umwelt – nicht als Befehl sondern als Bitte – mitteilen: Lasst euch versöhnen mit Gott!

2. Echte Versöhnung – als Wiederherstellung einer zerbrochenen Beziehung – kann erst stattfinden, wo Vergebung ausgesprochen wurde. Dort, wo noch Schuld zwischen Gott und uns steht, ist eine Beziehung nicht möglich. Gott macht uns das Angebot, unsere Schuld auszulöschen – zu vergeben. Und dadurch wird der Weg zur Versöhnung frei. Deshalb: Lass dich versöhnen mit Gott, weil Jesus deine Schulden übernommen hat!

Almut Bieber, Arnsdorf

Impuls für Samstag, 5. Juli 2025

Losung
Ach, HERR, sieh doch, wie bange ist mir. Mir dreht sich das Herz im Leibe um, weil ich so ungehorsam gewesen bin.
Klagelieder 1,20

Lehrtext
Die Frau sprach:
Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe, ob er nicht der Christus sei!
Johannes 4,29

Impuls für den Tag
In der Nähe von Leipzig gibt es das Seehaus. Diese Einrichtung kümmert sich um junge Männer, die straffällig geworden sind. Sie leben dort im offenen Vollzug gemeinsam mit ihren Hauseltern und deren Kindern in einer Wohngemeinschaft. Der Tag startet zeitig und ist gut strukturiert. Diese jungen Männer sollen dort nicht nur irgendeine Strafe absitzen. Sie sollen sich mit den Ursachen und den Folgen ihrer Straftat auseinandersetzen und mit der Perspektive der Opfer. Außerdem denken sie über Möglichkeiten der Wiedergutmachung nach. Insgesamt sollen sie wieder fit für das Leben werden. Schuld ist für diese Männer kein Fremd- wort. Schuld hat Folgen und zerstört in vielen Fällen nicht nur Besitz, sondern auch Leben. Vor ein paar Wochen waren wir dort zum Seehausfest. Unser Eindruck war, dass die Verantwortlichen diese Arbeit mit großer Sorgfalt verbunden mit einer Liebe zu diesen Menschen machen. So schlimm Schuld und Verbrechen sein können: Größer ist immer noch die Liebe Gottes zu allen Menschen. Gott kehrt Schuld nicht unter den Teppich oder redet sie klein. Er gibt keinen Menschen auf und schenkt neue Chancen. Auch dafür kam Jesus Christus in unsere Welt. Was für ein Gott!

Jörg Matthies, Marbach

Impuls für Freitag, 4. Juli 2025

Losung
Du bist mein Schutz und mein Schild; ich hoffe auf dein Wort.
Psalm 119,114

Lehrtext
Das ist der Wille meines Vaters, dass wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, das ewige Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage.
Johannes 6,40

Impuls für den Tag
Sag doch mal was? Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll.
Sag doch mal was? Ich weiß nicht mehr, woran ich mich halten soll.
Sag doch mal was? Ich habe Angst und suche Schutz.
Sag doch mal was? Ich fühle mich so einsam!
Sag nur ein Wort!
Welches denn?
Sag nur ein Wort!
Ich bin bei dir.
Sag nur ein Wort!
Ich schenke dir Hoffnung.
Sag nur ein Wort!
Ich bin das Licht, nach dem du suchst.
Sag nur ein Wort!
Ich lass dich nicht allein.
Sag doch mal was!
Du bist der Mensch, der mir viel bedeutet. Ich schenke dir, Mensch, LEBEN.
Ich schenke dir Worte des Lebens – Worte, die Gemeinschaft bilden – Worte, die Kraft geben. Ich bin der Weg und die Wahrheit und das LEBEN!
Sagt Jesus.

Sophie Heinzelmann, Hainichen

Impuls für Donnerstag, 3. Juli 2025

Losung
Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der HERR allein lenkt seinen Schritt
Sprüche 16,9

Lehrtext
Alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn
Kolosser 3,17

Impuls für den Tag
Stell Dir vor: Jede Arbeit, jede Aufgabe die Du zu tun hast, beginnst Du mit den Worten: Ich tue das jetzt im Name Jesu als Zeichen des Dankes an Gott. Viele würden als erstes einmal sagen: Zu so etwas habe ich gar keine Zeit. Ich habe hohen Leistungsdruck in meiner Arbeit, da muss alles zack, zack gehen. Aber ist das nicht eine Ausrede? Wenn wir unsere Arbeit mit diesen Worten beginnen würden und immer wieder tun würden, würde sich unsere Arbeit und unser Leben verändern.
Wir würden Schritt für Schritt anerkennen, dass wir in allem auf Gott angewiesen sind. Dass wir von Gott abhängig sind und unsere Eigenständigkeit, Unabhängigkeit nur eingebildet ist. Wir würden feststellen, dass bestimmte Aufgaben, die wir sonst schnell miterledigen, nicht mehr für uns gehen, weil sie dem Namen und dem Willen Gottes widersprechen.
Sicherlich werden wir nicht oft bei der Arbeit tatsächlich an dieses Bibelwort denken – da bin ich Realist – aber vielleicht immer öfter.

Gerold Heinke, Marbach

Impuls für Mittwoch, 2. Juli 2025

Losung
Der HERR ist hoch und sieht auf den Niedrigen und kennt den Stolzen von ferne.
Psalm 138,6

Lehrtext
Der reiche Mensch sprach: Liebe Seele, du hast einen großen Vorrat für viele Jahre; habe nun Ruhe, iss, trink und habe guten Mut! Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern. Und wem wird dann gehören, was du bereitet hast?
Lukas 12,19-20

Impuls für den Tag
In einer Welt, die oft von äußerem Erfolg geprägt ist, erinnern uns die Worte aus Psalm 138,6 und Lukas 12,19-20 an die Bedeutung von Demut und spiritueller Weisheit. Diese Bibelstellen bieten uns wertvolle Einsichten, die auch heute noch relevant sind. Es ist wichtig, zwischen gesundem Stolz und einem Stolz, der uns von Gott trennt, zu unterscheiden. Es ist in Ordnung, stolz auf ein gelungenes Projekt oder eine erreichte Leistung zu sein, da dieser Stolz uns motivieren und erfüllen kann. Ich glaube übertriebener Reichtum entfernt uns weiter von unseren wahren Werten und von Gott. Materieller Wohlstand kann uns beruhigen und uns das Gefühl von Sicherheit geben, doch er bringt auch neue Sorgen und Neider mit sich. Stattdessen sollten wir uns fragen, ob wir unser Leben auf spirituelle Werte und Prinzipien gründen, die uns wirklich erfüllen und uns näher zu Gott bringen. Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille, und wir sollten beide betrachten, um unsere Prioritäten richtig zu setzen. Am Ende zählt nicht, was wir besitzen, sondern wen wir in unserem Herzen Raum geben. Amen.

Christiane Ranft, Neugepülzig

Impuls für Dienstag, 1. Juli 2025

Losung
Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachten, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.
Psalm 73,26

Lehrtext
Der Seher Johannes schreibt:
Das sagt der Heilige, der Wahrhaftige: Ich kenne deine Werke. Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan, die niemand zuschließen kann; denn du hast eine kleine Kraft und hast meinen Namen nicht verleugnet.
Offenbarung 3, 7.8

Impuls für den Tag
Ein Mann mit Namen Asaf ist der Autor des 73. Psalmes. In seinem Herzen trug er eine schwere Last mit sich herum. Asaf kannte Menschen, die sich um Gottes Gebote einen Dreck scherten. Und trotzdem ging es ihnen gut. Er dagegen versuchte sein Möglichstes, um Gott nachzufolgen. Und trotzdem schreibt er: „Ich bin doch täglich geplagt, und meine Züchtigung ist alle Morgen da.“ Ist das nicht ungerecht? Eine wirkliche Antwort findet Asaf nicht. Aber er findet Frieden, als er sich Gottes Nähe aussetzt. Und ihm wird klar: Die Wege von Menschen ohne Gott führen wohin auch immer, aber sie führen nicht nach Hause. Und so bekennt Asaf mit der heutigen Losung: Er wird an Gott festhalten, was auch immer passiert. Und Gott wird ihn den ganzen Weg führen, auch wenn er nicht alles versteht. Asafs Erfahrungen mit Gott können uns auch nach Jahrhunderten Mut machen, wenn wir selber schwere Zeiten durchmachen müssen. Denn Gott hat sich nicht geändert. Und durch Jesus Christus steht uns noch viel deutlicher vor Augen, wie sehr Gott sich uns zugewendet hat. Deswegen dürfen wir gerade heute mit Asaf bekennen: Du bist allezeit meines Herzens Trost und mein Teil. Amen.

Jörg Matthies, Marbach