Impuls für Montag, 13. Januar 2025

Losung
Halte meine Augen davon ab, nach Nichtigem zu schauen.
Psalm 119,37

Lehrtext
Dein Auge ist das Licht des Leibes. Wenn dein Auge lauter ist, so ist dein ganzer Leib licht; wenn es aber böse ist, so ist auch dein Leib finster.
Lukas 11,34

Impuls für den Tag
Der Vers aus dem Lukasevangelium könnte aktueller nicht sein.Täglich sehe ich Böses: Immer wenn ich die Tagesschau-App öffne, sehe ich Inflation und Krise, Anschläge und Krieg, Brückeneinstürze und gescheiterte Integration. Was macht das mit mir? Unser ganzes Volk ist schlechter Stimmung — wütend, angekotzt, vielleicht verzweifelt; hartherzig. „Wer wird uns Gutes sehen lassen??“ [Ps 4,7] Was sehen wir noch Böses? Werbung, fragwürdige Filme, pornografische Inhalte. Was macht das mit uns? …Die biblische Ermahnung an uns ist: „Halte dein Auge ab von dem Nutzlosen“, was dich prägt, was dir Neid, Begehren, Hartherzigkeit und Verzweiflung einflößt. Schaue auf Gott! Was hat er Dir Gutes getan? Er hat dein Land mit Reichtum gesegnet, hat dir deinen Partner gegeben, hat dir Glaubensgeschwister zur Seite gestellt. Frage dich: Wo sehe ich Gutes? Richte deine Augen drauf. Lass öfter Licht in die Gedanken und die Seele fallen. Bete: „HERR, lass leuchten über uns das Licht deines Antlitzes“, das heißt: DEINER Gedanken, DEINER Blickrichtung. Wenn wir die Augen auf Gutes richten, dann werden wir Lichtgestalten, und Hoffnung, Gerechtigkeit, Vergebung leuchten von uns in die Welt hinein.

Jonathan Seidel, Moosheim

Impuls für Sonntag, 12. Januar 2025

Losung
Hass erregt Hader,aber Liebe deckt alle Übertretungen zu.
Sprüche 10,12

Lehrtext
Darin besteht die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und ge-sandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsere Sünden. Ihr Lieben, hat uns Gott so geliebt, so sollen wir uns auch untereinander lieben.
1. Joh 4, 10-11

Impuls für den Tag
In meinem Pfarrerdasein hatte ich einmal die große Freude, dass nach einer großen Restaurierung die Kirche wieder in Dienst genommen wurde. Die Kirche erstrahlte in ihrem vollen Glanz, alle Bänke waren voll besetzt, alle neu eingebaute Technik funktinierte reibungslos. Doch neben der Freude über die schöne Kirche habe ich auch dieses zum Ausdruck gebracht: Es ist nicht die schöne, wundervoll restaurierte Kirche, die Menschen in die Kirchgemeinde ruft, sondern es ist die Art und Weise, wie wir als Gemeindeglieder, als Christen in der Gemeinde miteinander umgehen. In unserem Lehrtext wird auch die Begründung dafür geliefert: Weil wir von Gott geliebt werden, sollen wir uns auch untereinander lieben. Das ist der Maßstab, den wir an unserer Gemeinden anlegen müssen. Nicht wer die schönste Kirche hat, sondern wo die Gemeinschaft und Liebe untereinander am vollkommensten ist.

Gerold Heinke, Marbach

Impuls für Samstag, 11. Januar 2025

Losung
Ich will mit ihnen einen Bund des Friedens schließen, der soll ein ewiger Bund mit ihnen sein.
Hesekiel 37, 26

Lehrtext
Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da ist und der da war und der da kommt.
Offenbarung 1, 4

Impuls für den Tag
Gnade und Friede – Geschenke, die ich in meiner Beziehung zu Gott nicht missen möchte. Gnade – da ist ein Gott, der mich sieht, mit allen Ecken und Kanten. Ein Gott, der weiß, wo ich schwach bin, wo ich Fehler gemacht habe und wo es schief geht in meinem Leben. Ein Gott, der gnädig ist mit mir. Und Frieden? Es gab Zeiten, da habe ich mit Gott ge- hadert, diskutiert und geschimpft, weil ich es ein- fach nicht verstanden habe oder verstehen wollte, wie er in meinem Leben handelt. Warum läuft das gerade so und nicht wie ich es möchte? Ich habe doch gebetet, dass es so wird, wie ich es möchte. Warum ist Gott scheinbar nicht da, wenn ich ihn wirklich brauche? Inzwischen, so denke ich, wurde mir innerer Frieden geschenkt. ‚Gottes Handeln ist oft nur im Rückblick zu erkennen.‘ Doch dieser Satz hilft mir nur, weil ich weiß, dass Gott, derselbe ist zu allen Zeiten. Dass er derselbe ist, der nach der Sintflut zugesagt hat, dass es Sommer und Winter geben wird und die Erde bestehen bleibt. Dass er derselbe ist, der Elia einen Engel schickte, als er aufgeben wollte. Dass er derselbe ist, der seinen Sohn, als Kind in diese Welt gegeben hat, dass alle, die an ihn glauben, gerettet werden können.
Gnade sei mit euch und Friede von unserem Gott.

Sandra Barthel, Raußlitz

Impuls für Freitag, 10. Dezember 2025

Losung
Der HERR spricht: Möge doch ihr Herz so bleiben, dass sie mich allezeit fürchten und meine Gebote halten, damit es ihnen und ihren Kindern gut geht, für immer!
(5.Mose 5,29)

Lehrtext
Ein neues Gebot gebe ich euch: dass ihr einander liebt. Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: Wenn ihr bei euch der Liebe Raum gebt.
(Johannes 13,34-35)

Impuls für den Tag
„Ein Herz für Kinder!“ Wer kennt diesen Aufkleber nicht. Das große rote Herz mit den vier Worten darüber. Die Aufmachung ist schon etwas in die Jahre gekommen. Doch die Botschaft ist durchaus nicht von gestern. Denn ein Herz für Kinder sollte bei allen höher schlagen – besonders wenn es um Hilfe in der Not geht. Schließlich steckt hinter dem großen roten Herz eine Spendenaktion. Jährlich kommen da viele Millionen Euro zusammen.
„Ein Herz für Gott!“ müsste über dem heutigen Bibelwort aus dem 5. Buch Mose stehen. Denn mit Herz und Verstand soll ich mit Gott verbunden sein und seine Gebote halten. Doch das eine schließt ja das andere nicht aus. Denn mein Herz für Gott zeigt sich dort, wo ich mein Herz für andere öffne – besonders dort, wo Menschen zu schwach, zu einsam, zu traurig oder zu ausgegrenzt sind. Jesus hat das mit seinem Leben deutlich gemacht, indem er ein Herz für seine Mitmenschen hatte und ihnen zur Seite stand. Denn das wichtigste Gebot, das Gott uns gegeben hat, das fängt im Herzen an.

Heiko Jadatz (Roßwein)

Impuls für Donnerstag, 9. Dezember 2025

Losung
Gedenke des ganzen Weges, den dich der HERR, dein Gott, geleitet hat diese vierzig Jahre in der Wüste, auf dass er dich demütigte und versuchte, damit kundwürde, was in deinem Herzen wäre.
5.Mose 8, 2

Lehrtext
Und alsbald trieb der Geist Jesus in die Wüste; und er war in der Wüste vierzig Tage und wurde versucht von dem Satan und war bei den Tieren, und die Engel dienten ihm.
Markus 1,12-13

Impuls für den Tag
Als mein Mann vor Jahren schwer erkrankte wurden wir gefragt, ob wir diese Krankheit als „Prüfung oder Strafe Gottes“ verstehen. „Nein, natürlich nicht!“, war die prompte Antwort meines Mannes. „Ich weiß nicht, warum das jetzt alles passiert, aber ICH vertraue meinem Gott!“ Für ihn stand fest: Gott muss mich nicht immer mal testen. Und er bestraft auch nicht so wie das Kind, dass zum Nachtisch keinen Pudding bekommt, weil es nicht gehorsam war. Und so irritiert mich diese Losung heute etwas. Was ist mit den Menschen, die diesen Prüfungen oder Demütigungen nicht standhalten können? Oder mit denen, die scheinbar immer auf der Sonnenseite des Lebens sind? Herausfordernde, schwere Zeiten, so wie die Wüstenwanderung des Volkes Israel damals, so wie Krankheiten, Verluste, Existenzängste gibt es auch heute. Gerade in diesen Zeiten will ich darauf vertrauen können, dass Gott mitgeht. Dass ER um meine begrenzten Kräfte weiß. Dass ER mir Menschen an die Seite stellt, die mir gut tun. Dass ER mir gangbare Wege und Strategien eröffnet. Und dass ich – wenn Keiner mehr da ist – IHN trotzdem noch an meiner Seite weiß. Das wünsche ich uns allen auch für das neue Jahr, egal was es bringt.

Bezirkskatechetin Angelika Schaffrin aus Marbach

Impuls für Mittwoch, 8. Januar 2025

Losung
Gott, mein Herz ist bereit, ich will singen und spielen. Wach auf, meine Seele!
Psalm 108,2

Lehrtext
Der Gelähmte sprang auf, konnte stehen und gehen und ging mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott.
Apostelgeschichte 3,8

Impuls für den Tag
Ansteckend, diese Freude! Und ich befrage mich, ob ich auch springe, singe und lobe, wenn meine Lähmungen schwinden, meine Verkrampfungen sich lösen, ich die Welt aus neuer Perspektive sehen kann? Oder bleibe ich in meinem Gelähmtsein verhaftet (im wahrsten Sinn des Wortes)? Ist mein Herz bereit dazu, zu singen und zu spielen? Vielleicht nehme ich vieles als selbstverständlich hin? Vielleicht auch empfinde ich es als unter meiner Würde, so herumzutollen vor lauter Freude? Vielleicht habe ich mich auch in meiner anspruchs-
vollen und leicht mürrischen Komfortzone bequem eingerichtet? Da können mich die drei Weisen des Epiphaniasfestes anspornen: Was haben sie nicht für eine Mühe auf sich genommen – diese weite, gefährliche unbequeme Reise – „bloß“ um ein Kind zu treffen, „bloß“, weil sie dem Wissen ihres Herzens gefolgt sind. Aber was heißt hier „bloß“? „Man sieht nur mit dem Herzen gut“ heißt es in Antoine de Saint-Exupérys „Kleinem Prinzen“. Ich werde mich also aufmachen: Dem Stern folgen, mein Herz frei machen, bereit sein zum Loben, Springen und Spielen – und dabei merken, wie all‘ das, was mich behindert, sich in reinen Wohlge- fallen auflöst.

Friedemann Neef, Roßwein

Impuls für Dienstag, 7. Januar 2025

Losung
Verachte nicht die Unterweisung durch den HERRN und sei nicht unwillig, wenn er dich ermahnt.
Sprüche 3, 11

Lehrtext
Jesus lehrte mit Vollmacht.
Markus 1, 22

Impuls für den Tag
„Stationen der Freiheit“
von Dietrich Bonhoeffer
aus dem Gefängnis in Berlin-Tegel

Ein Auszug:

„[…]
Nicht das Beliebige, sondern das Rechte tun und wagen, / nicht im Möglichen schweben, das Wirkliche tapfer ergreifen, / nicht in der Flucht der Gedanken, allein in der Tat ist die Freiheit.
Tritt aus ängstlichem Zögern heraus in den Sturm des Geschehens, / nur von Gottes Gebot und deinem Glauben getragen, / und die Freiheit wird deinen Geist jauchzend empfangen.

Wunderbare Verwandlung. Die starken, tätigen Hände / sind dir gebunden. Ohnmächtig, einsam siehst du das Ende / deiner Tat. Doch atmest du auf und legst das Rechte / still und getrost in stärkere Hand und gibst dich zufrieden.
Nur einen Augenblick berührtest du selig die Freiheit, / dann übergabst du sie Gott, damit er sie herrlich vollende.
[…]“

Sebastian Schirmer, Leipzig

Impuls für Montag, 6. Januar 2025

Losung
Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele.
Psalm 23,2-3

Lehrtext
Ihr irrtet umher wie Schafe, doch jetzt seid ihr zurückgekehrt zum Hirten, zum Beschützer eurer Seelen.
1.Petrus 2,25

Impuls für den Tag
Heute ist Epiphaniastag, Fest der Erscheinung des Herrn. In manchen Gemeinden wird noch einmal ein Krippenspiel aufgeführt. Ich prüfe an diesem Tag die Weihnachtsbotschaft auf die Alltagstauglichkeit. Schließlich ist in Sachsen dieser Montag ein ganz normaler Werktag, wo die Kinder nach den Weihnachtsferien zum ersten Mal wieder in die Schule gehen. Kein ausdrücklich weihnachtlicher Text wurde für diesen Tag gelost, sondern Psalm 23 , der mich an die Hirten aus der Weihnachtsgeschichte erinnert, wo es bei Lukas heißt: „Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde.“ Nachdem sie die Botschaft der Engel vernommen haben, heißt es: „Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen.“
Gewiss waren da auch die Schafe dabei, so wie es in vielen Krippendarstellungen heute noch zu sehen ist. Sie sahen also als Erste das Wunder der Weihnacht, die Geburt Jesu.
Mögen wir auch im Alltag immer wieder zurückkehren zum Hirten Jesus, dem Beschützer unserer Seelen, um froh zu werden.

Michael Tetzner, Frohburg

Impuls für Sonntag, 05. Januar 2025

Losung
Der HERR ist gütig und eine Feste zur Zeit der Not und kennt, die auf ihn trauen.
[Nahum 1,7]

Lehrtext
Werft euer Vertrauen nicht weg!
[Hebräer 10,35]

Impuls für den Tag

Ein neues Jahr liegt vor uns. Ich wünsche Ihnen alles Gute für das neue Jahr und dass Sie unter Jesu Schutz und Segen durch dieses Jahr gehen mögen.
Was wird es uns bringen? Was dürfen wir erleben? Ereilen uns großes Glück und Freude … was ich uns allen natürlich tagtäglich wünsche, oder ereilt uns ein Schicksalsschlag?
Über dies alles steht die Gnade, Güte, Barmherzigkeit … die Liebe Gottes zu uns Menschen. Auch Nahum, von dem unser heutiges Wort stammt, kannte die Güte Gottes und er wusste wohl, dass Gott alles kann, nur nicht die enttäuschen, die ihm vertrauen.
Mit Geld können wir das alles nicht erwerben … es wird uns geschenkt! Die Quelle für diese Geschenke ist mein Glaube an Gott und sein Wort. Wenn wir leben, was wir glauben, dann erleben wir, was wir glauben.

Das wünsche ich mir und auch Ihnen nicht nur für den heutigen Tag und das neue Jahr, sondern für alle Tage unseres Lebens. Denn unser Herr ist gütig und eine Festung zur Zeit der Not und er kennt die Seinen, die auf ihn vertrauen.
Amen.

Thomas Meyer aus Roßwein

Impuls für Samstag, 04. Januar 2025

Losung
In deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöst, HERR, du treuer Gott.
Psalm 31,6

Lehrtext
Lasst uns freimütig hinzutreten zu dem Thron der Gnade, auf dass wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden und so Hilfe erfahren zur rechten Zeit.
Hebräer 4,16

Impuls für den Tag

Ein Reservist, der in jungen Jahren Fallschirmspringer beim Militär war, erzählte mir von seiner Flugangst und warum er in kein Flugzeug steige. Ich wunderte mich, da er doch früher mit dem Fallschirm gesprungen war. Da erklärte er mir: „Aber da hatte ich mein Leben in den eigenen Händen und nicht in den Händen irgendeines Piloten, den ich nicht kenne!“
Da ist was dran. Man sollte schon wissen, wem man vertraut. Wenn man Gott kennt, vertraut man ihm gerne das eigene Leben an. So sehen es jedenfalls die Menschen der Bibel wie hier der Beter des Psalmes. Er vertraut Gott sein Leben an, weil er im Glauben gute Erfahrungen gemacht hat, weil er sich selber und ihn kennt.
Gott ist natürlich mehr als ein Fallschirm, der sich öffnet und der Anziehungskraft der Erde entgegen wirkt, dass man sicher landet. Er ist Begleiter eines ganzen Lebens, der zur rechten Zeit für uns da ist, wie es der Hebräerbrief bekennt. Er weiß, wann für uns die rechte Zeit gekommen ist für seine Hilfe.

Michael Karwounopoulos/Bad Urach