Impuls für Dienstag, 24. Dezember 2024

Losung
Ein jeder gebe, was er geben kann nach dem Segen, den dir der HERR, dein Gott, gegeben hat.
(5. Mose 16,17)

Lehrtext

Die Weisen taten ihre Schätze auf und schenkten dem Kindlein Gold, Weihrauch und Myrrhe. (Matthäus 2,11)

Impuls für den Tag

ŒSocken! … Oh! … Schön! … Danke!ƒ alle Jahre wieder die Sorge um das passende Weihnachtsgeschenk … Wie war das eigentlich damals bei den Weisen aus dem Morgenland? Gold, Weihrauch und Myrrhe … Da standen sie nun mit ihren königlichen Geschenken, im ärmlichen Stall, vor der Futterkrippe, mit dem Jesuskind darin. Es wirkte sicherlich völlig daneben. Zwischen Ochs und Esel, Hirten und Schafen lagen da nun ihre Geschenke von sicherlich unschätzbarem Wert. Was sollte das Kind damit schon anfangen?
Im Vordergrund standen ja gar nicht so sehr die Geschenke. Sondern vielmehr, dass die drei Weisen in dem kleinen Neugeborenen den Sohn Gottes erkannten. Sie knieten vor ihm nieder und beteten es an.
Auch wir werden heute wieder füreinander unsere kleinen Schätze ausbreiten und uns Geschenke machen. Doch bei alledem will ich nicht vergessen: Das größte und passendste Geschenk hat uns Gott gemacht. Gott wurde Mensch, als ein kleines Kind kam er zu uns, als Retter und Heiland der Welt!

Heiko Jadatz (Roßwein)

Impuls für Montag, 23. Dezember 2024

Losung
Ich erkenne meine Missetat, und meine Sünde ist immer vor mir.
Psalm 51, 5

Lehrtext
Wenn wir unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.
1.Johannes 1, 9

Impuls für den Tag

Ich muss mich ranhalten. Morgen ist Heiligabend und es gibt noch so viel zu tun. Neben Geschenke verpacken, Essen kochen, Christbaum schmücken, ist da auch noch die Generalprobe für das Krippenspiel und die Weihnachtspredigt. Ach ja, die Weihnachtspredigtƒ Was gibt es eigentlich noch zu sagen, wenn wir doch jedes Jahr die gleiche Geschichte erzählen und spielen? Wenig später bin ich in der Kirche. Zwölf kleine und große Krippenspieler wuseln durcheinander. Sie sind Hirten, Engel, Soldat, einfache Bürger, Weise und Stadtschreiber, Maria und Josef. Langsam wird es still. Jeder hat seine Rolle und dann nehmen sie mich mit hinein in die alte Geschichte. Mitten hinein in diese bunte menschliche Vielfalt.
In dieser Vielfalt wird Gott in Jesus Mensch. Unsere Unterschiedlichkeit ist kein Problem, sondern seine Strategie. Dabei gehört alles dazu, alles, was uns menschlich macht. Die Abschlussszene lässt es erahnen, wenn alle mehr oder weniger einträchtig an der Krippe stehen. Jedes Jahr von Neuem erinnert uns die alte Geschichte daran, dass wir Gottes Menschen sind und bleiben. Sie beginnt zu Weihnachten an der Krippe. Doch sie geht weiter. Zu Ostern findet sie ihren Höhepunkt.

Bezirkskatechetin Angelika Schaffrin, Marbach

Impuls für Sonntag, 22. Dezember 2024 (4. Advent)

Losung
Du bist meine Zuversicht, HERR, mein Gott, meine Hoffnung von meiner Jugend an.
Psalm 71,5

Lehrtext
Wir sind gerettet, aber noch ist alles Hoffnung. Eine Hoffnung, die sich schon sichtbar erfüllt hat, ist keine Hoffnung. Ich kann nicht erhoffen, was ich vor Augen habe. Wenn wir aber auf etwas hoffen, das wir noch nicht sehen können, dann heißt das, dass wir beharrlich danach Ausschau halten.
Römer 8,24-25

Impuls für den Tag

Ohne Hoffnung verliert unser Leben vielleicht den entscheidenden Baustein, der seinen Wert ausmacht. Habe ich keine Hoffnung, bin ich allem wehrlos ausgesetzt, was da immerzu auf mich einprasselt. Hoffnungslose Menschen lassen die Schultern hängen, haben sich aufgegeben, sind abgestumpft. Die Zuversicht kann ja auch ganz schnell verloren gehen: Es braucht nur etwas Schlimmes bedrohlich und ungeplant in unser Leben einzubrechen. Die Bibeltexte der Adventszeit schildern keine Menschen, denen das erspart bleibt, die immerzu auf einer Woge der Seligkeit durchs Leben gleiten. Vielmehr hatten diese Mitmenschen vieles zu erleiden, auf krummen und unebenen Wegen, durch üble Finsternisse hindurch. Und denen ruft Gott durch die Verkünder des alten und des neuen Testaments zu: „Gebt die Hoffnung nicht auf! Das Licht scheint ja schon.“ Das ist keine billige Jenseitsvertröstung, sondern das Zeugnis einer Hoffnung, die sich nicht nur auf das nächste Lebensziel erstreckt, die stattdessen diesem ganzen unverständlichen, oft empörenden Leben einen Sinn gibt. Dieses Licht können wir auch nur sehen, wenn wir noch im Dunkeln sind. Wer sich schon in eitel Sonnenschein aalt, wird es nicht vermissen und kann es nicht ersehnen.

Friedemann Neef, Roßwein

Impuls für Samstag, 21. Dezember 2024

Losung
Mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott.
Psalm 84,3

Lehrtext
Elisabeth sprach zu Maria: Wie geschieht mir, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, als ich die Stimme deines Grußes hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leibe.
Lukas 1, 43-44

Impuls für den Tag

„Wenn es dunkel wird, kommst du nach Hause!“ ruft die Mutter dem kleinen Zoran nach. „Jaha!“ gibt er zurück und verschwindet hinter einer Ecke. Die Zeit drängt. Es ist schon nach 15 Uhr und die Tage sind jetzt so kurz. In anderthalb Stunden ist es dunkel und seine Zeit mit den Freunden vorüber. Zumindest jetzt, im Winter. Aber nach heute, weiß Zoran, nach heute ändert sich das wieder. Die Vorfreude ist so groß, dass er sie mit einigen Hopsern aus dem Körper springen muss und sein Herz macht auch einen Satz. Ab morgen werden die Tage wieder länger und alles wird heller. Endlich wieder mehr Zeit mit den Freunden! Darauf hat er sich fast so sehr gefreut wie auf Weihnachten. Dass endlich wieder mehr Licht wird. Und als ob Gott sich etwas dabei gedacht hätte, überlegt Zoran, wird gerade in diesen Tagen Weihnachten, wo nicht nur die dunklen Stunden in wundervolles Licht getaucht sind, sondern auch noch etwas ganz Neues beginnt, mit einem kleinen Kind in einer Krippe. So wie die noch ganz kleinen Zeiträume, die sich die Sonne jeden Tag vom Dunkel zurückerobert. Morgen wird sie schon wieder etwas kräftiger sein. Zoran lächelt. Sein Name bedeutet nämlich „Morgenröte“. Und der fiebert er jetzt entgegen. Tag für Tag.

Sebastian Schirmer, Leipzig

Impuls für Freitag, 20. Dezember 2024

Losung
Israel aber wird errettet durch den HERRN mit einer ewigen Rettung, und ihr werdet nicht zuschanden noch zu Spott immer und ewiglich.
Jesaja 45,17

Lehrtext
Der Engel sprach zu Josef: Maria wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden.
Matthäus 1,21

Impuls für den Tag

Sind Sie schon einmal gerettet worden? Rettung kann in verschiedenen Situationen durch ganz unterschiedliche Retter erfolgen. Der verschüttete oder feststeckende Wintertourist wird von der Bergwacht gerettet, das Unfallopfer vom Notarzt, die Familie im brennenden Haus von der Feuerwehr, die von einem Verbrechen Bedrohte oder Betroffene von der Polizei.
Wenn mein Körper Hilfe braucht, retten mich hoffentlich Blut- oder Organspender vor dem allzu frühen Tode. Die Rettung von seelischen Leiden kann in einem guten Gespräch liegen, die Rettung von Schuld in der Vergebung derer, denen ich etwas Böses angetan habe. In all diesen Fällen gibt es gute Engel in menschlicher Gestalt, die einspringen, Halt machen, sich mir zuwenden und tätig werden. Ewige Rettung erfahren wir aber allein durch Jesus, dessen Geburt wir in fünf Tagen feiern. Der Name ist Programm: Jesus heißt übersetzt: Der Herr ist Rettung. Er hat mich errettet ein für alle Mal. Ich muss es nur glauben. In diesem Sinne: Frohe Weihnacht.

Michael Tetzner, Frohburg

Impuls für Donnerstag, 19. Dezember 2024

Losung
Jakob sprach zu Josef: Geh hin und sieh, ob’s gut steht um deine Brüder und um das Vieh.
[1.Mose 37,14]

Lehrtext
Wir wollen uns umeinander kümmern und uns gegenseitig zur Liebe und zu guten Taten anspornen.
[Hebräer 10,24]

Impuls für den Tag

Bald ist Weihnachten. Es ist eines unserer hohen christlichen Feste. Es wird auch als das Fest der Liebe, der Familie und der Freundschaft gesehen. Für uns bedeutet es sicher noch viel mehr: Gott ist ganz persönlich in seiner unendlichen Liebe zu uns Menschen gekommen. Ihm dafür zu danken und ihn dafür zu loben und zu lieben, sollte uns immer wieder, nicht nur zu Weihnachten, ein Bedürfnis sein. „Lobt Gott, ihr Christen, alle gleich“, werden wir wieder singen.
In unseren heutigen Texten geht es mehr um unseren Nächsten. Aber wer Gott liebt, und zwar in der Tiefe seines Herzens, wird auch sein ganzes Leben so gestalten, wie es gut für ihn und andere ist. „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Ganz praktisch sind da unbegrenzte Möglichkeiten. Von „aufeinander achtgeben“, praktische Hilfe anbieten, einen Freund ermutigen, der mutlos ist, bis zum „füreinander beten“ und andere segnen, können wir so viel machen.
Tue, was du tun kannst, mit dem was du hast und dort wo du bist. Denken wir darüber nach, was wir heute, morgen und insbesondere in der vor uns liegenden Weihnachtszeit Gutes unserem Nächsten tun können. Amen.

Thomas Meyer aus Roßwein

Impuls für Mittwoch, 18. Dezember 2024

Losung
Der HERR sprach: Fürchte dich nicht, Abram! Ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn.
1.Mose 15,1

Lehrtext
Und so wartete Abraham in Geduld und erlangte die Verheißung.
Hebräer 6,15

Impuls für den Tag

Im Römischen Reich hatte jede Legion auf den Schutzschilden, die die Soldaten trugen, ihr eigenes Symbol. Es zeichnete den Legionär als Angehörigen seiner Einheit aus. Man war stolz auf die eigene Einheit und der Schutzschild war Zeichen dafür.
Wenn Gott zu Abraham, wie er später genannt wird, spricht, dann möchte er ihm Schutz und Hilfe anbieten. So als ob ein unsichtbarer Schutzschild um ihn und seine Familie gelegt wäre. Gottes Schild wirkt im Verborgenen. Aber wir Menschen brauchen in unserem Leben Hilfe und Schutz, die uns Menschen nicht geben können. Abraham brauchte ihn, weil sein Weg, auf den ihn Gott schickte, voller Gefahren war.
Und nun dürfen wir, wenn wir diese Zusage hören und auf uns beziehen, stolz und voller Hoffnung sein, dass wir so einen Gott haben, der schon vor Jahrtausenden Menschen bewahrt hat, so dass ihr Glaube bis heute Auswirkung hat. Ich wünsche uns das Vertrauen, den Glauben und die Geduld Abrahams, auf die Verheißungen Gottes unter seinem Schutz zu warten.

Dekan Michael Karwounopoulos, Bad Urach

Impuls für Dienstag, 17. Dezember 2024

Losung
Recht muss doch Recht bleiben, und ihm werden alle frommen Herzen zufallen.
Psalm 94,15

Lehrtext
Jesus spricht: Sollte nun Gott seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien, nicht Recht verschaffen, und sollte er ihre Sache aufschieben? Ich sage euch: Er wird ihnen Recht verschaffen, und zwar unverzüglich.
Lukas 18,7-8

Impuls für den Tag

Seit kurzer Zeit arbeite ich als Vertretungslehrer an einer Grundschule. Vermerkter Lernfortschritt meinerseits: Etwas, das bei nahezu allen Kindern in großem Maß ausgeprägt ist, ist ihr Sinn für Gerechtigkeit. Ein Vorzug, den ich einem Schüler gewähre, muss ich früher oder später der ganzen Klasse gewähren. „Warum darf der sich umsetzen, aber ich nicht?“. All meine Gedanken und Vorüberlegungen sind egal, wenn der Gerechtigkeitssinn der Kinder gestört ist. Gerechtigkeit ist gleich Gleichheit. Ich glaube, dieses Denken ist auch in vielen Erwachsenen verankert. Nun haben aber leider nicht alle Menschen die gleichen Pflichten und Privilegien. Schnell mischt sich eine Prise Zweifel in unser heutiges Losungswort. Warum hungern Menschen auf dieser Welt und wir werfen Essen weg? Warum sind manche Menschen arm und andere steinreich?
Oft stelle ich mir diese Fragen. Vielleicht hilft manchmal der Gedanke, dass unser Gerechtigkeits- verständnis nicht automatisch auch das göttliche sein muss. Vielleicht ist Gottes Gerechtigkeit manchmal wie er selbst: Höher als unser Verstand.
Ich will daran glauben, dass eines Tages alle Menschen Gottes Gerechtigkeit erfahren.

von Christian Stoll aus Rostock

Impuls für Montag, 16. Dezember 2024

Losung
Sei mir ein starker Hort, dahin ich fliehen kann, der du zugesagt hast, mir zu helfen.
Psalm 71,3

Lehrtext
Jesus fiel nieder auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, ists möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst!
Matthäus 26,39

Impuls für den Tag

Was ist ein starker Hort?
Wenn ich mit den Kindern der 3. Klasse das Gebet: „Führe mich, oh Herr und leite…“ lerne, muss ich immer wieder dieses Wort erklären, denn es meint etwas anderes als den nach der Schule stattfindenden Schulhort.
Gemeint ist mit Hort im althochdeutschen ein Schatz oder Vorrat und die Menge/Fülle. Diesen Schatz erwarten wir ja jetzt im Advent – wir brauchen die Fülle, nicht nur an Dingen die heute ganz sicher auf uns warten und getan werden wollen.
Wir brauchen diesen Hort, weil mit den vielen äußerlichen Dingen unsere Sehnsucht nach Heil, nach Wärme, nach Geborgenheit und letztlich Frieden ganz tief in unserer Seele wohnt, aber nicht gestillt wird.
Gut, dass der Psalmbeter den wahren Hort kennt. Gott selbst wird biblisch gesehen mit dem Fels und dem Hort bezeichnet. Er selbst will uns heute nahe sein, uns entgegen kommen und helfen.
Öffnen wir unsere Herzen für diesen Schatz und vertrauen wir, wie der Psalmbeter darauf, dass Gott sein Versprechen wahr macht.

Claudia Tetzner, Frohburg

Impuls für Sonntag, 15. Dezember 2024

Losung
Verlasst euch nicht auf Lügenworte, wenn sie sagen: Hier ist des HERRN Tempel, hier ist des HERRN Tempel, hier ist des HERRN Tempel! Sondern bessert euer Leben und euer Tun.
Jeremia 7,4-5

Lehrtext
Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat besucht und erlöst sein Volk, dass wir ihm dienten ohne Furcht unser Leben lang in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor seinen Augen.
Lukas 1,68.74-75

Impuls für den Tag
Zacharias war ein frommer, an Gott hingegebener Mensch. Er war von Beruf Priester im Tempel von Jerusalem und kannte sich in der Heiligen Schrift aus. Sein Leben war darauf ausgerichtet, Gott sein ganzes Leben lang zu dienen. Für ihn war sein Beruf gleichzeitig Berufung. So hielt er sich an Gottes Gebote, an Zacharias gab es nichts zu tadeln.
Doch eines Tages wurde sein Glaube herausgefordert. Beim Dienst im Tempel erschien ihm ein Engel. Es war sogar einer der Erzengel, Gabriel ist sein Name.
Doch das war noch nicht die Herausforderung. Es war die message, die Botschaft von Gabriel, die ihm ins Zweifeln brachte: Zacharias glaubte schlicht und ergreifend nicht, was Gabriel ihm sagte: Dein Gebet ist erhört worden, deine Frau wird schwanger werden! Das konnte Zacharias nicht glauben. Das ging über seinen Verstand. Es war dann eine neun Monate dauerte Lektion, in der Zacharias Zeit hatte, Gottes Größe und Allmacht auf eine neue Weise kennenzulernen. Sein Vertrauen in seinen Gott wurde stärker und lässt ihn jubeln über seinen Gott, der sein Volk Israel erlöst.

Renate Henke, Meißen