Impuls für Samstag, 21. März 2026

Losung
Wenn du gegessen hast und satt bist, sollst du den HERRN, deinen Gott, loben.
5.Mose 8,10

Lehrtext
Gott sei Dank für seine unaussprechliche Gabe!
2. Korthinter 9,15

Impuls für den Tag
Wenn ich die Losung lese – „Wenn du gegessen hast und satt bist, sollst du den HERRN, deinen Gott, loben“ – merke ich, wie schnell im Alltag vieles selbstverständlich wird.

Ein Bild aus meiner Kindheit kommt mir dabei in den Sinn. Kurz nach der Wende fuhr meine Familie mit meinem Opa nach Bayreuth. Dort standen wir zum ersten Mal in einem großen Supermarkt. Mein Opa blieb plötzlich stehen, schaute auf die langen Reihen voller Lebensmittel, schüttelte staunend den Kopf und sagte: „Wer soll das alles essen?“
Dieser Satz ist mir bis heute im Gedächtnis geblieben. Manchmal höre ich ihn innerlich wieder, wenn ich durch einen Supermarkt gehe. Dann spüre ich, wie schnell Überfluss zur Gewohnheit wird.

Und ich merke auch meine eigene Unachtsamkeit. Manchmal kaufe ich zu viel ein, und am Ende muss ich Lebensmittel wegwerfen, weil sie schlecht geworden sind. Das ärgert mich jedes Mal. In solchen Momenten bitte ich Gott um Verzeihung und darum, dankbarer und achtsamer zu leben.

Der Lehrtext spricht von Gottes „unaussprechlicher Gabe“. Vielleicht gehört dazu auch das tägliche Brot auf unserem Tisch. Darum will ich neu lernen, Gott zu danken – nicht nur mit Worten, sondern auch mit einem bewussteren Umgang mit dem, was er uns schenkt. Amen.

Christiane Ranft, Neugepülzig

Impuls für Freitag, 20. März 2026

Losung
Sieh an meinen Jammer und mein Elend und vergib mir alle meine Sünden!
Psalm 25,18

Lehrtext

Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem Leib des Todes? Dank sei Gott durch Jesus Christus, unsern Herrn!
Römer 7,24-25

Impuls für den Tag
Es ist nicht gerade das attraktivste Bild, das hier vom christlichen Glauben gemalt wird, oder? Jammer und Elend, Schuld und Tod dominieren die heutigen Bibelverse. Dabei sind es ja vielleicht genau diese Aspekte unseres Daseins, die wir am liebsten völlig hinter uns lassen würden. Ein von Dank und Lob, Freude und Frieden erfülltes Leben wäre doch wünschenswert. Ist durch den Glauben endlich Schluss mit Trauer und Schmerz, Reue und Sorgen? In der Bibel (Offenbarung 21,4) wird uns versprochen, dass es einmal so sein wird — in einer Ewigkeit ohne Leid und Geschrei. Aber bis dahin wäre es ehrlich gesagt weltfremdes Wunschdenken, als Mensch auf dieser Erde nur noch positive Gefühle zu durchleben. Ich bin deshalb froh, dass die Bibel auch von den menschlichen Abgründen ausreichend Zeugnis gibt — den inneren und denen im Miteinander. Ja, es ist schlimm! Wir elenden Menschen! Wie erleichternd, dass ich meine Abgründe nicht vor Gott verbergen muss. Er kennt sie. Jesus, unser Erlöser, ist zwar nicht die Lösung aller Probleme, aber sie alle verlieren ihren endgültigen Schrecken, weil er sie am Kreuz getragen und danach den Tod überwunden hat. Er hat uns erlöst und er wird uns erlösen. In diesem Dazwischen zu leben, umfasst weiterhin Jammer und Elend, Schuld und Tod. Aber auch Dank und Lob, Freude und Frieden. Von Gott angenommen, geliebt und getragen zu sein, hat sich für mich nicht als schwacher Trost herausgestellt, sondern als tragfähigstes Fundament aller menschlichen Erfahrungen.

Johanna Seidel, Moosheim

Impuls für Donnerstag, 19. März 2026

Losung
Ich will die Übriggebliebenen meiner Herde sammeln aus allen Ländern und will sie wiederbringen zu ihren Weideplätzen, dass sie fruchtbar sein sollen und sich mehren.
Jeremia 23,3

Lehrtext
Jesus spricht: Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und volle Genüge.
Johannes 10,10

Impuls für den Tag
In der Neuen Genfer Übersetzung wird der Lehrtext für heute so übersetzt: ‚Jesus spricht: Ich aber bin gekommen, um ihnen Leben zu bringen – Leben in ganzer Fülle.‘
Leben in ganzer Fülle! – Im ersten Augenblick bin ich überfordert, denn das klingt nach sehr viel.

Was gehört für Sie eigentlich zu einem erfüllten Leben?
Ein Job, der Sie ausfüllt und von dessen Verdienst es sich gut leben lässt? Ein Partner und Kinder? Ein eigenes Haus mit Garten? Viele Reisen an Orte in nah und fern? Gesundheit? Fit alt zu werden? Zeit für die schönen Dinge im Leben? Sicher könnten wir diese Aufzählung gemeinsam ergänzen und uns würden immer mehr Dinge einfallen.

Ein Leben in Fülle ist aber auch ein Leben aus der Gemeinschaft mit Gott. Ein Leben in dem ich erfahre was Vertrauen, Liebe, Vergebung und Gelassenheit bedeutet. Ein Leben in dem ich frei bin, weil ich einen Gott habe vor dem ich mich nicht beweisen muss, der mich so annimmt wie ich bin und mich leitet.

Und tatsächlich, die ganze Fülle, die mir Gott für mein Leben gibt, ist so viel, dass ich sie teilen kann, an dem Ort, wo mich Gott hingestellt hat und mit den Menschen, die mit mir durchs Leben gehen. Und wenn ich mal wieder im Alltagsstress vergesse, was mein Leben wirklich erfüllt, werde ich einen Moment still und sprech zur Erinnerung ein Dankgebet.

Sandra Barthel, Raußlitz

Impuls für Mittwoch, 18. März 2026

Losung
Wende dich zu mir und sei mir gnädig; stärke deinen Knecht mit deiner Kraft!
Psalm 86,16

Lehrtext
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr den Vater um etwas bitten werdet in meinem Namen, wird er’s euch geben.
Johannes 16,23

Impuls für den Tag
Auf den Umschlag malt sie noch ein paar Herzen. Dann ist sie fertig. Die Stifte liegen kreuz und quer auf dem Tisch herum. Gleich nach Ostern hat sie Geburtstag. Und wie immer hat sie viele Wünsche. Lang ersehnte und ganz spontane. Das hat sie alles auf dem Wunschzettel untergebracht. Sie kann noch nicht alle Buchstaben, darum hat sie es aufgemalt. Hoffentlich ist alles gut zu erkennen. Wäre ja blöd, wenn sie statt Lillifee-Socken welche mit Bob dem Baumeister bekommen würde. Die Eltern schlafen noch. Sie schleicht sich in die Küche und legt den Wunschzettel-Brief auf den Tisch. Jetzt heißt es geduldig warten – noch 23 Tage, das hat sie ausgerechnet.
Jesus verspricht, dass wir Gott um etwas bitten dürfen. Wenn ich an ihn glaube, wird er meine Wünsche erfüllen. Ich überlege: Wie würde mein Wunschzettel an Gott aussehen? Würde ich mir gleich alles auf einmal wünschen oder ganz bescheiden nur das Wichtigste? Würde ich nur an mich denken oder vor allem an die anderen? Und würde Gott meine Wünsche auch richtig verstehen?
Ich muss mir da gar keine Sorgen machen: Gott kennt meine Wünsche und Hoffnungen und Sehnsüchte. Ich will darauf vertrauen und geduldig sein – im festen Glauben, dass er mir hilft. Amen

Heiko Jadatz, Roßwein

Impuls für Dienstag, 17. März 2026

Losung
Sehet, dass ich’s allein bin und ist kein Gott neben mir! Ich kann töten und lebendig machen, ich kann schlagen und kann heilen, und niemand kann aus meiner Hand reißen.
5.Mose 32, 39

Lehrtext
Jesus betete: Vater, du hast dem Sohn Macht gegeben über alle Menschen, auf dass er ihnen alles gebe, was du ihm gegeben hast: das ewige Leben.
Johannes 17, 1.2

Impuls für den Tag
Wir sind mitten in der Passions- und Fastenzeit und freuen uns auf Ostern. Aber Ostern gibt es nur zusammen mit Karfreitag. Das ist vielen von uns kaum noch bewusst. Ostereier zieren bereits jetzt die Vorgärten und die Supermärkte sind voll von allerlei österlichem Süßkram. Außerdem ist Ostern für viele nur noch ein schönes, langes Wochenende mit einer anschließenden Ferienwoche. Zeit für Familie, Besuche und Fröhlichkeit. Da wird der Karfreitag einfach mit dazu gepackt.
Aber ich wiederhole: Ohne Karfreitag gäbe es kein Ostern, keine Feiertage, keine Osterferien. Der Karfreitag hat sein eigenes Schwergewicht und das ist alles andere als fröhlich. Wir erinnern an das Leiden Jesu, an seine Kreuzigung. Einen Tod dessen Grausamkeit wir nur erahnen können.
Dabei kommt uns der Mensch Jesus ganz nah. Denn auch Jesus ist verzweifelt. Er hat Angst vor dem was ihn erwarten wird. Er sucht Hilfe bei seinen Jüngern. Aber die sind selbst zu schwach. Im Gebet sucht er die Nähe Gottes. Ihm erzählt er von seiner Angst, von der riesigen Überforderung, von seiner Hilflosigkeit. Und Gott hört. ER geht mit ihm durch die tiefste Dunkelheit. ER lässt Jesus nicht los. So kann Ostern werden.
„Ich lasse dich nicht los. Niemand kann dich von mir trennen.“ Eine starke Zusage, die wir so oft brauchen und die uns stark machen kann für das Leben.

Angelika Schaffrin, Marbach

Impuls für Montag, 16. März 2026

Losung
Gott, du hast mich von Jugend auf gelehrt, und noch jetzt verkündige ich deine Wunder.
Psalm 71,17

Lehrtext
Du kennst von Kind auf die heiligen Schriften, die dich unterweisen können zur Seligkeit durch den Glauben an Christus Jesus.
2.Timotheus 3,15

Impuls für den Tag
Glücklich, wer das von sich sagen kann, dass er, dass sie von Jugend auf in Gottes Obhut, unter Seiner Unterweisung steht. Das ist ein großer Schatz, den es sorgfältig zu bewahren gilt, sonst bleibt es bloß eine verblassende Kindheitserinnerung. Denn, so konnten es die christlichen Empfänger der sogen. „Timotheusbriefe“ ja auch lesen, die Schriften, die von Gott erzählen, haben bleibenden Lehrwert – lebenslang. Und gut bin ich dran, wenn ich nie auslerne.
Allerdings ist da eine Gefahr, wenn ich von Jugend auf mit Gott vertraut bin: Dass sich nämlich dieses Glauben unverändert und fundamentalistisch in mir verpanzert, dass ich quasi mit christlichen Scheuklappen durchs Leben tappe und eben die Wunder nicht entdecke (und schon gar nicht verkünde), durch die Gott mir immer wieder ganz neu und ganz anders begegnen will.
Und was ist nun mit denen, die nicht schon frühzeitig im Leben auf Gottes Wege finden konnten? Sind die gegenüber den Gotteskindern „von Jugend auf“ im Nachteil? Keineswegs! Das Kindsein kann man ja auch gut als spirituelle Stufe verstehen: So sind viele, auch Menschen älteren Datums, im Glauben eben noch Kinder und stehen am Anfang ihres Weges des Verstehens, auch des Hinterfragens, ihrer Erfahrungen mit dem Ewigen. Insofern sind wir überhaupt wohl alle zumeist noch Kinder. Doch Jesus ermutigt uns ja: „Lasst die Kinder zu mir kommen“. Also: Gehen wir!
Friedemann Neef, Roßwein

Impuls für Sonntag, 15. März 2026

Losung
Bei Gott steht die Kraft zu helfen und fallen zu lassen.
2. Chronik 25, 8

Lehrtext
Verkauft man nicht zwei Sperlinge für einen Groschen? Dennoch fällt keiner von ihnen auf die Erde ohne euren Vater. Darum fürchtet euch nicht; ihr seid kostbarer als viele Sperlinge.
Matthäus 10, 29.31

Impuls für den Tag
Im Garten nebenan sehe ich meine Nachbarin. Sie hebt die Hände aus der Erde. Behutsam zieht sie das, was verdorrt ist, aus den Beeten; lässt sie, was welk geworden, als wolle sie sich dabei zugleich verabschieden, von Pracht und Ernte des Vorjahres, ehe dann das Neue grünt und blüht. „Man muss loslassen, sonst wächst nichts Neues“, sagte sie beiläufig in einem unserer Gespräche anderer Frühjahre. Als sie nun ein Bündel verdorrter Halme nimmt, sie zum Kompost bringt, die Hand öffnet und den Inhalt hinwirft, denke ich: Auch das Hände-öffnen ist eine Kunst.
Ich kenne das Andere gut: Das Festhalten – an Plänen, an Aufgaben, an Sorgen, als hinge alles an meiner Kraft. Doch Festhalten ist nicht immer auch Bewahren. Oft beginnt das Atmen erst dort, wo sich Hände öffnen; entsteht erst im Loslassen ein Raum für Veränderung und für das, was ich nicht machen kann.
„Bei Gott steht die Kraft zu helfen und fallen zu lassen.“ sagt die Losung. Und ich glaube: Es ist Gottes große Kraft, die das Leben trägt und ihm dient. Und auch mein Festhalten hilft manchmal, aber das Ziehen, Lösen und Loslassen meiner Nachbarin schafft zugleich neuen Raum für neues Leben. Beides entspringt aus Gottes Kraft. Diese Kraft, die weiter geht als mein Verstehen. Und die sich nicht erschöpft im offensichtlichen Helfen, sondern selbst im Fallenlassen groß ist. Ich sehe noch einmal die leeren Hände meiner Nachbarin. Nichts halten sie mehr. Und doch: Nun ist alles darin möglich.

Sebastian Schirmer, Leipzig

 

Impuls für Samstag, 14. März 2026

Losung
Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe.
2.Mose 20,2

Lehrtext
Zur Freiheit seid ihr berufen worden, liebe Brüder und Schwestern. Auf eins jedoch gebt acht: dass die Freiheit nicht zu einem Vorwand für die Selbstsucht werde, sondern dient einander in der Liebe!
Galater 5,13

Impuls für den Tag
In den Winterferien waren wir mit den Konfirmanden zur Rüstzeit unter dem Thema: 10 Gebote in die Freiheit. Gut, dass die Gebote nicht beginnen mit:
Du sollst nicht, sondern wie es in der Tageslosung steht: Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland geführt habe. Eine Befreiungsaktion steht als Überschrift am Anfang der Gebote. So wie die Erlösung für uns Christen durch Jesus am Kreuz.
Aber die Freiheit benötigt auch ein Geländer.
Wie es der Lehrtext heute formuliert: „Zur Freiheit seid ihr berufen worden, liebe Brüder und Schwestern.
Auf eins jedoch gebt acht: dass die Freiheit nicht zu einem Vorwand für die Selbstsucht werde, sondern dient einander in der Liebe!“
Im dreifach Gebot der Liebe ist das alles zusammengefasst: Liebe Gott, deinen Nächsten wie Dich selbst.
Dass unser Volk im Verhältnis zum Volk Israel einen schrecklichen Irrweg gegangen ist, habe ich mit den Konfirmanden in Chemnitz erfahren.
Dort haben wir uns auf die Spuren von jüdischen Leben begeben. Gleich am Hauptbahnhof wird auf einer großen Tafel daran erinnert, dass in den Jahren 1942 bis 1945 hier 338 Juden zur Vernichtung in die Konzentrationslager abtransportiert worden sind. Gleich im Anschluss haben die Konfirmanden sich auf die Suche begeben, um Dutzende von Stolpersteinen zu suchen und zu finden von Juden, die in Deutschland nicht mehr leben durften.

Michael Tetzner, Frohburg

Impuls für Freitag, 13. März 2026

Losung
Der HERR festigt dem die Schritte, dessen Weg ihm gefällt. Kommt er zu Fall, so stürzt er doch nicht, denn der HERR stützt seine Hand.
Psalm 37,23-24

Lehrtext
Petrus schrie: Herr, rette mich! Jesus aber streckte sogleich die Hand aus und ergriff ihn und sprach zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?
Matthäus 14,30-31

Impuls für den Tag
Das Motiv des 37. Psalms ist klar. – Es geht um den Glaubensweg. David der Psalmist schreibt, dass die Schritte eines gottesfürchtigen Menschen, vom Vater im Himmel geordnet werden. Man könnte auch sagen, dass wir uns auf einer Reise befinden, die vom Vater bereits geplant und auch vorbereitet wurde.
Wenn wir ein starkes Fundament haben, uns nach seinen Geboten richten und uns an ihm erfreuen, wird er uns vor Schaden bewahren. Wir stehen unter der Obhut unseres lebendigen Gottes. Auch wenn wir mal hinfallen, stützt er uns.
Leider – und das ist so menschlich – verirren wir uns hin und wieder. Wir stolpern und fallen, wir kämpfen und verlieren. Wichtig ist nur was passiert, wenn wir fallen. Und das ist das, was den Unterschied macht.
Wir können nicht tiefer als in SEINE Hände fallen. Also lasst uns keine Angst haben, neue Wege und Schritte zu gehen und auch keine Angst davor haben, zu fallen. Lasst uns eher immer wieder auf unseren liebenden Vater vertrauen. Denn ER geht vor uns, ER ist hinter uns, ER hält unsere Hand und geht neben uns her und ER ist auch über und unter uns und beschützt uns.
„Danke Himmlischer Vater, dass Du uns fest in Deiner Hand hältst. Wir sind gestolpert und auch gefallen, dennoch bist Du nie von unserer Seite gewichen. Du hast uns immer wieder hochgezogen. Wir nehmen jetzt Deine Hand. Bitte hilf uns, Deine Hand niemals wieder loszulassen, während wir durch dieses Leben gehen. Danke für Deine unendlich große Liebe mit der Du über uns wachst! Amen.“

Thomas Meyer, Roßwein

Impuls für Donnerstag, 12. März 2026

Losung
Durch seine Wunden sind wir geheilt.
Jesaja 53,5

Lehrtext
Gott hat Jesus wegen unserer Verfehlungen in den Tod gegeben. Und er hat ihn auferweckt, damit wir vor Gott gerecht sind.
Römer 4,25

Impuls für den Tag
Kennen Sie die Szene? Ein Kind stolpert und fällt beim Laufen auf den harten Asphalt. Zunächst Erschrecken und Stille, und dann weint es laut und schluchzend bis jemand Vertrautes kommt und es aufrichtet und nach oben zieht. Oft ist die Verletzung gar nicht so schlimm wie das laute Geheul es erscheinen lässt. Und dann klebt man auf die wunde Stelle ein großes, vielleicht buntes Pflaster. Und manchmal strahlt das Kind dann plötzlich wieder.
Eigentlich heilt das Pflaster keine Wunden, aber es beruhigt und vermittelt ein Gefühl, dass alles wieder gut wird.
In den biblischen Geschichten geht es aber oft um verwundete Seelen, um Menschen, die geschunden und geplagt und verletzt in ihrem Leben sind, oft durch ihr eigenes Versagen und Zutun.
Aber egal wie: Die Bibel setzt daneben die Botschaft vom verwundeten Gott. Er bringt den Menschen nicht einfach ein Trostpflaster sondern heilt die Wunden. Er identifiziert sich mit uns in Jesus, seinem Sohn. Er richtet den auf, der in seinem Leben gefallen ist. Er sagt dem gefallenen Menschen nur durch sein Wort: Sei geheilt von allem, was dich verzweifeln lässt und dir Not macht. Dass wir so einen Gott haben, davon erzählt uns die Bibel. Und nun dürfen wir das Wort des Proheten glauben und spüren: „Durch seine Wunden sind wir geheilt!“

Michael Karwounopoulos, Bad Urach