Impuls für Mittwoch, 11. März 2026

Losung
Meine Seele verlangt nach deinem Heil; ich hoffe auf dein Wort.
Psalm 119,81

Lehrtext
Am Abend brachten sie viele Besessene zu ihm; und er trieb die Geister aus durch sein Wort und machte alle Kranken gesund.
Matthäus 8,16

Impuls für den Tag
Ich hoffe auf dein Wort.

Ich hoffe auf dein Wort, Gott, inmitten des unerträglichen Schweigens. Da, wo ich auf der Stelle trete, meine Gedanken Karussell fahren und mir dein göttlicher Impuls fehlt.

Ich hoffe auf dein Wort, Gott, das die schreiende Ungerechtigkeit sanft übertönt. Das uns nicht ins Jenseits vertröstet, sondern uns unsere Verantwortung penetrant unter die Nase reibt und sie mit dem wohltuenden Duft von Hoffnung parfümiert.

Ich hoffe auf dein Wort, Gott, das Mauern zum Einstürzen bringt. Die Mauern in unseren Köpfen, die gut und böse zu kennen glauben und die deiner Barmherzigkeit im Weg stehen und deiner Bedingungslosigkeit immer noch ein Aber hinzuzufügen haben.

Ich hoffe auf dein Wort, Gott, wenn mir die Worte fehlen. Oder wenn sie zu vorschnell und unbedacht über meine Lippen kommen. Sprich hinein in mein Schweigen und meine Schuld.
Gott, meine Seele verlangt nach deinem Heil.

Ich hoffe auf dein Wort.

von Christian Creutz aus Rostock

Impuls für Dienstag, 10. März 2026

Losung
Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott.
Jesaja 41,10

Lehrtext
Hilf uns, deinen Dienern, deine Botschaft mutig und offen zu verkünden.
Apostelgeschichte 4,29

Impuls für den Tag
Fürchte dich nicht- das sagen eigentlich immer die Engel und das nicht nur in der Weihnachtsbotschaft.
Jedoch, wenn wir die gegenwärtige Weltlage betrachten, die vielen neuen Konflikte und dabei sind die ungelösten alten Schwierigkeiten ja auch nicht gerade Wenige gewesen und auch noch nicht gelöst! Da braucht es schon eine gehörige Portion Gottvertrauen, um sich nicht zu fürchten!!
Jesaja sagt dieses Wort seinem Volk ganz ausserhalb seiner gewohnten Orte, in der Fremde. Sie sind in der Verbannung in Babylon und sie brauchen Trost. Sie haben erlebt, wie Israel untergegangen und zerstört wurde und fühlen sich hilflos und alleingelassen. Gerade jetzt lässt Gott den Propheten reden! Er zeigt: Ihr seid nicht allein!
Und der Vers geht noch weiter: Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.
So wird für mich die heutige Losung zu einer tiefen Zusage, die die Probleme nicht klein redet oder fromm zuschüttet.
Nein, unser Gott will uns zur Seite stehen, er gibt uns von seiner Kraft und er stärkt uns. Das löst zwar nicht sofort meine Sorgen, aber es kann wie eine Hängematte voller Vertrauen sein, in die ich mich getrost legen kann.
So gestärkt kann ich in meinem Alltag meinen Glauben leben.
Das wünsche ich uns, nicht nur für heute!

Claudia Tetzner, Frohburg

Impuls für Montag, 9. März 2026

Losung
Himmel und Erde sind dein, du hast gegründet den Erdkreis und was darinnen ist. Nord und Süd hast du geschaffen.
Psalm 89,12-13

Lehrtext
Gott hat aus einem Menschen das ganze Menschengeschlecht gemacht, damit sie auf dem ganzen Erdboden wohnen.
Apostelgeschichte 17,26

Impuls für den Tag
Gestern kam der Buntspecht wieder und hämmerte auf den alten knorrigen Birnbaum im Garten ein.
Heute stutzte ich die Rosen zurück, die schon beginnen kleine Knospen zu treiben.
Während ich dies schreibe höre ich Kinderlachen auf dem Pfarrhof, sie hüpfen und freuen sich am Leben!
Hat nicht Gott alles wunderbar bereitet?
Ich möchte mit einstimmen in das Lob unseres Schöpfers, innehalten und singen, fröhliche Lieder aus alter und neuer Zeit. Singen sie doch mit:

1) Himmel, Erde, Luft und Meer
zeugen von des Schöpfers Ehr;
meine Seele singe du,
bring auch jetzt dein Lob herzu.

2) Seht das große Sonnenlicht,
wie es durch die Wolken bricht;
auch der Mond, der Sterne Pracht
jauchzen Gott bei stiller Nacht.

3) Seht, wie Gott der Erde Ball
hat gezieret überall.
Wälder, Felder, jedes Tier
zeigen Gottes Finger hier.

4) Seht, wie fliegt der Vögel
Schar in den Lüften Paar bei Paar.
Blitz und Donner, Hagel,
Wind seines Willens Diener sind.

6) Ach mein Gott, wie wunderbar
stellst du dich der Seele dar.
Drücke stets in meinen Sinn,
was du bist und was ich bin.
(EG 504, Joachim Neander 1680)

Renate Henke, Meißen

Impuls für Sonntag, 8. März 2026

Losung
Herr, hab ich Gnade gefunden vor deinen Augen, so geh nicht an deinem Knecht vorüber.

1. Mose 18,3

Lehrtext
Jesus sprach zu ihm: Zachäus, steig eilend herunter; denn ich muss heute in deinem Haus einkehren.

Impuls für den Tag
In meiner Tätigkeit als Suchtberater habe ich schon viele Situationen mit meinen Klienten erleben dürfen. Mal kamen die Betroffenen am Boden zerstört an, ein anders Mal zeigten sie sich in einer Form über allem stehend. Als Berater ist es dann wichtig, die Situation schnell zu erfassen und entsprechend zu reagieren. Wie kann mir dies gelingen, klar, ehrlich und wohlwollend zu sein. Eine gute Arbeitsbeziehung geht vom Berater aus.
Dazu kann ich als Berater und Mensch immer wieder von Jesus lernen.
1. er nimmt sein Gegenüber bedingungslos an
2. er wendet sich ihm zu, bietet ihm ein Beziehung an
3. er tut, was getan werden muss – auch mal schnell
4. er kennt den richtigen Zeitpunkt
Jesu Blick, ist ein gnädiger. Er bittet Zachäus, komm herunter zu mir jetzt. Ich bin jetzt hier für dich da. Hier findet eine Begegnung auf Augenhöhe statt. Zachäus kann sich darauf einlassen. Eine Veränderung kann stattfinden.
Ich finde es immer wieder faszinierend, wie ich Jesus als Maßstab für meine Beratung ansehen kann.
So wünsche ich uns heute Begegnungen auf Augenhöhe, die uns beeindrucken und weiter helfen.
Amen

Martin, Gotthelf Creutz, Döbeln

Impuls für Samstag, 7. März 2026

Losung
Warum sollen die Heiden sagen: Wo ist denn ihr Gott? Unser Gott ist im Himmel; er kann schaffen, was er will.
Psalm 115,2-3

Lehrtext
Jesus spricht: Wer mich sieht, der sieht den Vater.
Johannes 14,9

Impuls für den Tag
„Ganz der Vater!“ oder „Wie der Vater, so der Sohn“, so hört man es manchmal aus dem Mund von Erwachsenen, wenn sie ein Kind sehen, dessen Vater sie kennen. Je nachdem wie dieser Ausspruch gemeint ist, ist das für das Kind ein Kompliment – oder auch nicht. Es ist schön, wenn ein Vater für seinen Sohn oder seine Tochter ein Vorbild ist, wenn die Kinder später einmal sagen können „Ich bin stolz auf meinen Vater, er hat mir vieles gezeigt und hat mich vieles gelehrt.“ Die Realität sieht leider oft anders aus, denn Väter machen Fehler und geben die eigenen Verletzungen weiter an ihre Kinder.
In unserem heutigen Lehrtext haben wir es mit einer ganz besonderen Vater-Sohn-Beziehung zu tun. Sie ist so eng und so innig, dass der Sohn – Jesus Christus – quasi der „Klon“ seines Vaters ist, in allem ihm gleich. „Ich bin im Vater und der Vater ist in mir“, so erklärt es Jesus seinen fragenden Jüngern. Und das meint nicht die Gene sondern das ganze Wesen und Sein. Wer wissen will, wie Gott ist, muss Jesus anschauen, wie er lebte, was er sagte, wie er Menschen begegnete. Er macht Gott sichtbar. An seinem Verhalten kann ich erkennen, wie Gott sich verhält. In seinem Mensch gewordenen Sohn Jesus zeigt Gott uns sein wahres Gesicht und sein väterliches Wesen. Die Sehnsucht, Gott zu sehen, die Frage „Wo ist Gott?“ ist so alt wie die Menschheit. Jesus ist die Antwort auf diese Frage, an ihm entscheidet sich alles: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ (Joh. 14,6)

Almut Bieber, Arnsdorf

Impuls für Freitag, 6. März 2026

Losung
Der Gerechte erkennt die Sache der Armen.
Sprüche 29,7

Lehrtext
Jesus sprach zu dem Oberen: Es fehlt dir noch eines. Verkaufe alles, was du hast, und gib´s den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm und folge mir nach.
Lukas 18,22

Impuls für den Tag
In der Losung für heute bewegt mich das Wort „erkennen“. Es ist in der Ursprache des Alten Testaments ein besonderes Wort. Seine Bedeutung reicht von einfachem Wissen bis hin zu tiefer Verbundenheit.
Die Sache der Armen sollen wir nicht einfach nur wahrnehmen oder zur Kenntnis nehmen. Es geht um diese tiefe Verbundenheit, die in konkrete Hilfe mündet. Aber diese konkrete Hilfe beginnt dort, wo wir einander wahrnehmen.
Einander wahrnehmen – das tun wir mit unseren Sinnen. Mit den Augen zum Beispiel können wir hinsehen oder auch wegsehen. Wirklich hinzusehen ist gar nicht so leicht, und es ist mit mindestens zwei Entscheidungen verbunden.
Die erste Entscheidung betrifft die Blickrichtung: Wendet man den Kopf ab oder sieht man hin?
Die zweite Entscheidung betrifft das, was man sieht. Wir Menschen deuten schnell, was wir sehen. Aber wer schnell deutet, kann auch schnell etwas unterstellen. Man legt sich die Geschichte des anderen zurecht und vergisst dabei, dass es nicht das eigene Leben ist, das man einordnet. Deswegen gehört zum Hinsehen auch das Hinhören auf die Geschichte, die der andere zu erzählen hat.
Das ist wahrscheinlich gar nicht so einfach. Aber es ist nicht unmöglich. Denn Gott hat uns Augen und Ohren auch dazu gegeben. Die Losung für heute ermahnt uns deshalb zum Hinsehen und zum Hinhören. Heute ist der Tag, es einzuüben. Amen.

Jörg Matthies, Marbach

Impuls für Donnerstag, 5. März 2026

Losung
Meine Hand hat die Erde gegründet, und meine Rechte hat den Himmel ausgespannt. Ich rufe, und alles steht da.
Jesaja 48,13

Lehrtext
Herr, unser Gott, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren sie und wurden sie geschaffen.
Offenbarung 4,11

Impuls für den Tag
„Ich habe die Erde eigenhändig auf festen Grund
gestellt. Den Himmel habe ich ausgespannt wie ein Zelt Ich rief sie herbei, und sie waren da.“ Jes 48,13 (BB)

Irgendwie komme ich mit der Übersetzung der Basis Bibel besser zu Rand! Bei Luther hat mich als Linkshänderin irritiert, dass eine Hand erwähnt wird und dann nur die Rechte. Allerdings kann ich nachvollziehen, dass man eigenhändig die Erde bearbeitet – dass, wenn ich im Garten die kommende Zeit das gefrorene oder das trockene entferne, ich dazu beide Hände brauche!
Jetzt schon merke ich wie kleine frische Triebe aus dem Boden emporsteigen, ganz langsam und behutsam. Dafür kann ich nichts! Gott ruft sie herbei und sie sind am Ende des Winters da. Vielleicht finden es manche kindisch, aber für mich ist es jedes Jahr eine große Freude, eine Form der Auferstehung, die Hoffnung für die kommende Zeit geben soll.
Ich wünsche mir und Ihnen Geduld mit dem Wachsen, in der Natur wie auch in den Menschen, mit denen wir unterwegs sind.
Ich warte und schaue zu, wie die Welt sich verändern kann – mit ein bisschen Pflege!
„Eine Handvoll Erde, schau sie dir an.
Gott sprach einst: Es werde! Denke daran!
Eine Handvoll Erde, schau sie dir an.
Gott sprach einst: Es werde! Denke daran!“ (Detlev Jöcker)

Sophie Heinzelmann, Hainichen

Impuls für Mittwoch, 4. März 2026

Losung
Habe deine Lust am HERRN; der wird dir geben, was dein Herz wünscht
Psalm 37,4

Lehrtext
Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, dennoch euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben, denen die ihn bitten.
Mt 7, 11

Impuls für den Tag
Lust am HERRN, was ist das? Ich definiere es einmal so: Da wo die Beschäftigung mit Gottes Wort, mit Glaubensfragen, mit dem Nachdenken über Gott, die zehn Gebote, keine Pflicht für mich ist, da wo ich mich freue, mich einmal mit Gott zu beschäftigen, da habe ich Lust am HERRN. Da wo es eine Pflicht ist, hab ich nichts von der Beschäftigung damit.
In diesen beiden Versen geht es also nicht darum, wie ich etwas von Gott kriegen kann, sondern darum wie Gott in mir durch seine Gaben wirken kann. Dabei geht es nicht darum, ob ich besonders leistungsfähig bin, sondern, ob ich Freude an Gott habe. Gute Gaben schenkt Gott allemal. Aber wie auch im alltäglichen Leben das größte Geschenk nichts bewirken kann, wenn der Empfänger immer unzufrieden ist, kann auch Gott nichts in uns bewirken, wenn wir uns nicht an ihm freuen und Lust haben an ihm.

Gerold Heinke, Marbach

Impuls für Dienstag, 03. März 2026

Losung
Die Israeliten schrien zu dem HERRN und sprachen: Wir haben an dir gesündigt, denn wir haben unsern Gott verlassen.
Richter 10,10

Lehrtext
Johannes der Täufer sprach: Kehrt um! Denn nahe gekommen ist das Himmelreich.
Matthäus 3,2

Impuls für den Tag
„Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen.“ Johannes der Täufer ruft diese Botschaft in das Land Israel.
Es ist ein Weckruf.
„Tut Buße“ bedeutet“ Kehrt um“.
Kann eine Botschaft klarer und deutlicher sein?
Menschen werden gewarnt. Das Volk Israel folgt damals dieser Warnung. Sie kommen um sich taufen zu lassen und bekennen ihre Sünden. „Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe.“ Hören wir darauf? Was tun wir wenn Lebensgefahr bestehen würde?
In den letzten Monaten hörte man immer wieder von Unfällen von Skifahrern. Oft wurden die Hinweise, nicht die vorgegebenen Pisten zu verlassen, bewusst ignoriert. Das eigene Leben wurde riskiert und man musste mit tödlichen Folgen rechnen. Es ist zu spät. Wer jedoch rechtzeitig reagiert und umkehrt rettet sein Leben. So ein lebensrettender Warnruf ist auch unser heutiger Text. Wo entferne ich mich gerade von Gott? Es können Schuld, Streit, Süchte oder ungute Verhaltensweisen sein, die mich negativ beeinflussen. Verschließen wir nicht unsere Ohren vor dem Warnruf:“Kehrt um!“

Cathrin Vogel Hainichen

Impuls für Montag, 2. März 2026

Losung
Es werden sich zum HERRN bekehren aller Welt Enden.
Psalm 22,28

Lehrtext
Viele werden kommen von Osten und von Westen und mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen.
Matthäus 8,11

Impuls für den Tag
Wenn ich die heutige Losung lese – dass sich „aller Welt Enden“ Gott zuwenden – spüre ich eine tiefe Sehnsucht nach Frieden. Nach einer Welt, in der wir uns getragen wissen von einer Liebe, die größer ist als alles, was uns trennt. Dieses Bild berührt mich, weil es zeigt: Gottes Herz ist weit. Weiter, als ich es mir vorstellen kann. Der Lehrtext spricht davon, dass Menschen aus allen Himmelsrichtungen an einem Tisch zusammenkommen. Für mich ein wunderschönes Bild der Einladung: Ein Tisch an den niemand gedrängt wird, aber jeder WILLKOMMEN ist. Ich höre zur Zeit Max Prosa´s Album der Garten und mir kommt folgender Refrain in den Sinn: “ Wir verändern die Welt durch das Wort, du sprichst es aus, es lebt, es spinnt sich fort. Und was von Herzen kommt, wirkt sofort…“Gott lädt ein, Gott öffnet, Gott sammelt. Das spüre ich im Alltag – in Momenten von Trost oder in Worten, die Hoffnung schenken. Ich trage meinen Glauben offen – nicht um jemanden zu überreden, sondern weil er mich erfüllt. Wenn jemand mehr wissen möchte, erzähle ich gern von meinem Glauben, einfach eine stille Form des Teilens: Wie ein Tisch, an dem immer noch ein Platz frei ist. Amen.

Christiane Ranft, Neugepülzig