Impuls für Dienstag, 25. April 2023

Losung
In der Finsternis erstrahlt den Aufrichtigen ein Licht, gnädig, barmherzig und gerecht.
Psalm 112,4

Lehrtext
Unsre Bedrängnis, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit, uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare.
2.Korinther 4,17-18

Impuls für den Tag

Dunkelheit ist für uns im 21. Jahrhundert kein großes Problem. Elektrischer Strom vermag jede noch so finstere Ecke hell zu machen. Die Zeiten vom trüben Licht der Kerzen oder Öllampen sind längst vorbei. Doch dann reicht es, wenn ein paar Mächtige in Politik oder Wirtschaft durchdrehen. Und schon wird Elektrizität schwer bezahlbar und damit zum Luxus. Viele Städte beginnen beispiels-
weise Straßenlaternen auszuknipsen, öffentliche Bauwerke werden nicht mehr angestrahlt. So schnell kann es finster werden. Wir erleben es gerade. Nicht anders in unserem Leben. Eben noch alles hell und klar. Doch auf einmal schwere Probleme, Krisen, Krankheiten. Und das auch gleich in geballter Ladung! Da geht sehr schnell um uns herum das Licht aus. Plötzlich absolute Finsternis, Hilflosigkeit, keine Orientierung.
Diese Erfahrung kommt auch in vielen Psalmen in der Bibel vor. So schwer aber eine Finsternis im Leben ist: Die Psalmbeter wissen um die große Hoffnung unseres Glaubens. Wirklich allein sind wir niemals. Gott kann und möchte neues Licht bringen. Vielleicht anders, als es unsere Lebensplanung gerade vorsieht. Auf jeden Fall aber gnädig, barmherzig und gerecht.

Stefan Gneuß (Hainichen)

Impuls für Montag, 24. April 2023

Losung
Meine Seele wartet auf den Herrn mehr als die Wächter auf den Morgen.
Psalm 130,6

Lehrtext
Bewahrt euch in der Liebe Gottes und wartet auf die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus zum ewigen Leben.
Judas 21

Impuls für den Tag

Samuel Becketts Stück „Warten auf Godot“ ist sprichwörtlich geworden für eine Warte – Situation. Bei ihm sind es zwei Landstreicher, die auf einen dritten warten. Als sich nichts tut, kommen den beiden Fragen. Was soll Godot tun? Was geschieht, wenn er kommt? Gibt es ihn überhaupt? Das Warten der zwei wird zum Zeitvertreib, bei dem immer klarer wird, wie sinnlos die zwei warten. Da klärt sich nichts. Alle Menschen, die auf die Landstreicher treffen, machen ihnen klar, Godot wird nicht kommen und doch warten sie weiter. Beckett stellt mit seinem Stück die Sinnlosigkeit menschlichen Daseins dar und der Zuschauer geht betroffen nach Hause.
Ganz anders ist das Warten des Psalmbeters. Wenn er seine Sehnsucht nach einer Begegnung mit Gott mit dem Ende der Nachtschicht der Wächter vergleicht, weiß er, dass sein Gott so wie die aufgehende Sonne kommt. Und seit Ostern glauben wir, dass der auferstandene Herr uns den Weg zu Gottes ewigem Reich gebahnt hat. Wann wir am Ziel Gott begegnen werden, weiß ER allein. Bis dahin dürfen wir uns an jedem neuen Morgen freuen.
Amen

Diemut Scherzer aus Hainichen

Impuls für Sonntag, 23. April 2023

Losung
Meinst du, dass sich jemand so heimlich verbergen könne, dass ich ihn nicht sehe?, spricht der HERR. Bin ich es nicht, der Himmel und Erde erfüllt?
Jeremia 23,24

Lehrtext
Kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern es ist alles bloß und aufgedeckt vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft geben müssen.
Hebräer 4,13

Impuls für den Tag

Wenn alle gegangen sind, Jesus bleibt. Wenn unsere persönliche Welt zerbricht, Gott sieht. Vietnam- krieg 1965. Howard Ruthledge, Pilot der US Air Force, fällt in die Hände der Vietcong. Man bringt ihn ins Heartbreak-Hotel, ein berüchtigtes Foltergefängnis. Seine Zelle ist 2 x 2 Meter groß, voller Gestank und menschlicher Exkremente. Achtundzwanzig Tage lang wird Ruthledge brutal gefoltert. Aber er überlebt. Und inmitten dieses Alptraums findet er Gott. Den Gott, der uns sieht, der auch in der tiefsten Dunkelheit da ist.

Ruthledge erinntert sich: ŒEines Nachts versprach ich Gott: Sollte ich das alles überleben und irgendwann meine Heimat wiedersehen, dann will ich am ersten Sonntag in Freiheit, mit meiner Frau und den Kindern, einen Gottesdienst besuchen. Ich werde meinen neuen Glauben an Jesus bekennen und mich einer christlichen Gemeinde anschließen. Das war kein billiger Deal mit Gott. Es war eine Entscheidung, über die ich schon lange nachgedacht hatte. Heute weiß ich: ein Leben ohne Gott ist leer und sinnlos. Die Zeit der Gefangenschaft war nötig, um mir zu zeigen, wie sehr ich Gott brauche … und die Gemeinschaft mit anderen Christen.“

Reinhard Pilz, Hainichen

Impuls für Samstag, 22. April 2023

Es ist kein besonders schöner Gedanke, der Gedanke an den eigenen Tod. Wir wissen alle, genau so wie der Psalmbeter damals, dass unser Leben ein Ende hat. Es kann morgen oder sogar heute noch vorbei sein, das wissen wir und doch leben wir so, als ob wir ewig auf dieser Erde leben würden. Die Bibel sagt uns: Ja, ewig werden wir leben, aber eben nicht auf dieser Erde. Und wir sind klug darin beraten, schon jetzt die Weichen für die Ewigkeit zu stellen. Mementomori. Bedenke,dass du sterben musst, sagten manche Mönche im Mittelalter zueinander. Sie erinnerten sich ständig gegenseitig daran, dass alles, was sie sind und tun, vergänglich ist. Der Gedanke an den eigenen Tod sollte sie davor bewahren, überheblich zu werden und im Leben die falschen Prioritäten zu setzen. Die Mönche strebten danach, bescheiden zu sein und ihr Leben nicht für selbstverständlich zu nehmen. Denn viele Klöster waren damals dem Reichtum und allerlei Lastern verfallen. Sie hatten aus dem Blick verloren, dass alles, was sie besaßen, ein Geschenk von Gott war. Auch der heutige Tag ist Gottes wunderbares Geschenk an uns!

RenateHenke, Pfarrerin in Meißen

Impuls für Freitag, 21. April 2023

Losung
Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
2. Mose 20,16

Lehrtext
Redet, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Gnade bringe denen, die es hören.
Epheser 4,29

Impuls für den Tag

Stille Post – kennen Sie dieses Spiel? Man sitzt nebeneinander und einer flüstert seinem Nachbarn etwas ins Ohr. Der letzte der Mitspieler sagt dann laut, was bei ihm angekommen ist. Oft kommt da etwas ganz anderes raus, als zu Beginn gesagt wurde. Im Spiel ist es mitunter sehr lustig, was aber wenn es kein Spiel ist? Bei Gerüchten, die hinter vorgehaltener Hand weitererzählt erzählt werden, passiert das leider auch sehr oft. Ich denke, die Erfahrung hat bestimmt schon jeder einmal machen müssen. Ich bin erstaunt, was Leute so wissen oder eher glauben zu wissen. Durch drei Siebe solle alles geschüttelt werden, was einer über einen anderen spricht, soll der Philosoph Sokrates gesagt haben, als man ihm ein Gerücht zutragen wollte: Hast du dich davon überzeugt, dass es auf Wahrheit beruht? Ist das, was du sagen willst, gut? Und ist es notwendig, das zu erzählen? Nur was dieser dreifachen Prüfung standhält, sei es Wert, geredet zu werden. Einigen von uns würden Verletzungen und Kränkungen, Ärger und Enttäuschungen erspart bleiben wenn auch wir die 3 Siebe nutzen. Der heutige Lehrtext fordert uns dazu auf und ich denke einen Versuch ist es wert. Oder?

Cathrin Vogel, Schlegel

Impuls für Donnerstag, 20. April 2023

Losung
/Der HERR sprach:/ Ich will diese Stadt beschirmen, dass ich sie errette um meinetwillen.
2. Könige 19,34

Lehrtext
Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Reich zu geben.
Lukas 12,32

Impuls für den Tag

Auf einen weitergeleiteten Impuls bekam ich folgende WhatsApp Nachricht. „Ich bin dir sehr dankbar für die täglichen Impulse, welche mir neben meinen täglichen Gebeten, sehr helfen. Bitte richte das mal, sofern das geht den Autoren aus.“ Im Februar diesen Jahres gab es dann auch Gesichter zu den SchreiberInnen, was ich eine schöne Aktion fand. Wie damals sichtbar, ist es eine übersichtliche Gruppe von Menschen, die sich trauen von ihrem Glauben einen Impuls zu schreiben. Für mich sind es immer wieder Anregungen mal die eine oder andere Bibelstelle neu zu betrachten. Wie es den anderen zu Beginn ging weiß ich nicht, ich hatte Respekt vor der Aufgabe des Schreibens. Ich fühlte mich jedoch von Anfang an getragen, immer kam mir eine Idee, die ankam, wie mir rückgemeldet wurde.
Auch wenn wir nur eine kleine Gruppe von Menschen sind, die hier aktiv mitarbeiten, brauchen wir uns nicht zu fürchten. Gott sieht unser Tun und gibt seinen Segen dazu. Dies gilt auch jeden Leser und Hörer.
Amen

Martin Creutz, Döbeln

Impuls für Mittwoch, 19. April 2023

Losung
Ich will euch retten, dass ihr ein Segen sein sollt.
Sacharja 8,13

Lehrtext
Nicht dass wir tüchtig sind von uns selber, uns etwas zuzurechnen als von uns selber; sondern dass wir tüchtig sind, ist von Gott.
2. Korinther 3,5

Impuls für den Tag

„Yes, we can!“ rief Barack Obama 2008 in Chicago vor mehr als 100.000 Menschen nach seinem Wahlsieg und begeisterte damit die Massen wie Bob der Baumeister. „Wir schaffen das“, war die Ansage, als es um die Schulden von Griechenland, um die Asylantenströme und dann um Corona ging. Und mit genügend Anstrengung werden wir auch die Klimakrise in den Griff kriegen. Und heute stehen wir staunend und erschaudernd vor den diabolischen Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz.

In unserer menschlichen Vermessenheit übersehen wir, dass ohne Gottes Segen und schöpferische Kraft nichts, aber auch gar nichts funktionieren würde. Ich denke, eine große Portion Demut stünde uns deshalb gut zu Gesicht. Wir haben keinen Grund, überheblich zu sein angesichts unserer Leistungen. Paulus macht klar: „Aus eigener Kraft sind wir dieser Aufgabe nicht gewachsen; es gibt nichts, was wir uns als Verdienst anrechnen könnten. Nein, unsere Befähigung verdanken wir Gott.“ (2. Kor. 3,5 nach NGÜ)

Alles, was wir schaffen, hat seinen Ursprung in dem, der uns dieses Können gegeben hat – unserem Schöpfer. Und der rüstet jeden Menschen mit Gaben aus, um damit ein Segen für andere zu sein.

Almut Bieber, Arnsdorf

Impuls für Dienstag, 18. April 2023

Losung
Der HERR, der König Israels, ist bei dir, dass du dich vor keinem Unheil mehr fürchten musst.
Zefanja 3,15

Lehrtext
Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.
2. Timotheus 1,7

Impuls für den Tag

Menschen haben immer Mal Angst. Das ist normal. Unser Körper sendet uns so ein wichtiges Signal – Achtung Gefahr. Das Problem ist, wenn Angst bestimmt, was geht und was nicht geht. Dann ist sie nicht mehr Signal, sondern Herrin. Aber unser Herr soll Jesus Christus sein und nicht die Angst. Wenn uns die Angst überfällt, dann brauchen wir nicht Verwegenheit um jeden Preis. Wir brauchen den Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. Aber wie werden wir zu Menschen, die sich nicht mit dem Ist-Zustand abfinden, die gern auch mal anecken, nicht stillhalten, den Mund öffnen… Wie werden wir zu mutigen Christen? Verse wie der heutige Lehrtext können dabei ein Puzzleteil sein. Am besten ist es, wenn man diesen Vers auswendig kennt. So hat man ihn immer bereit, wenn die Angst stärker erscheint. Er erinnert uns, wer wir sind – nicht Sklaven der Angst, sondern Kinder des Königs der Welt. Amen.

Jörg Matthies, Marbach

Impuls für Dienstag, 18. April 2023

Losung
Der HERR, der König Israels, ist bei dir, dass du dich vor keinem Unheil mehr fürchten musst.
Zefanja 3,15

Lehrtext
Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.
2. Timotheus 1,7

Impuls für den Tag

Menschen haben immer Mal Angst. Das ist normal. Unser Körper sendet uns so ein wichtiges Signal – Achtung Gefahr. Das Problem ist, wenn Angst bestimmt, was geht und was nicht geht. Dann ist sie nicht mehr Signal, sondern Herrin. Aber unser Herr soll Jesus Christus sein und nicht die Angst. Wenn uns die Angst überfällt, dann brauchen wir nicht Verwegenheit um jeden Preis. Wir brauchen den Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. Aber wie werden wir zu Menschen, die sich nicht mit dem Ist-Zustand abfinden, die gern auch mal anecken, nicht stillhalten, den Mund öffnen… Wie werden wir zu mutigen Christen? Verse wie der heutige Lehrtext können dabei ein Puzzleteil sein. Am besten ist es, wenn man diesen Vers auswendig kennt. So hat man ihn immer bereit, wenn die Angst stärker erscheint. Er erinnert uns, wer wir sind – nicht Sklaven der Angst, sondern Kinder des Königs der Welt. Amen.

Jörg Matthies, Marbach

Impuls für Montag, 17. April 2023

Losung
Gedenkt des HERRN in fernem Lande und lasst euch Jerusalem im Herzen sein!
Jeremia 51,50

Lehrtext
Ihr seid nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.
Epheser 2,19

Impuls für den Tag

Vor einem Jahr war ich in Rom. Dort besuchte ich sonntags den Gottesdienst einer deutschen Gemeinde. Das war schon seltsam. Im Laufe der Woche hatte ich fast unzählige Kirchen in Rom besichtigt. Und nun plötzlich saß ich in einem Gottesdienst, der auch bei mir zu Hause hätte sein können … mit Liedern aus dem Evangelischen Gesangbuch, Lesungen aus der Lutherbibel und einer Predigt in deutscher Sprache. Es war mir vertraut inmitten einer fremdem Stadt.
Der Prophet Jeremia hatte einst Sorge, dass sein Volk in der Fremde Gott vergessen könnte. Er rät dazu, den Herrn im Herzen zu behalten … ganz gleich, ob alles um einen herum ungewohnt oder vertraut ist. Gott ist wie ein Zuhause auch fernab der Heimat. Immer und überall.
Gott im Herzen tragen … egal, was um mich herum gerade ist und passiert. Das kann mir auch im Alltag helfen, meinen Glauben lebendig zu halten. Da kann mir vieles noch so fremd sein, mein Glauben trägt mich und gibt mir das gute Gefühl, bei Gott zu Hause zu sein. Amen.

Pfarrer Heiko Jadatz (Roßwein)