Impuls für Dienstag, 07.03.2023

Losung
Der HERR, unser Gott, verlasse uns nicht und ziehe die Hand nicht ab von uns.
1. Könige 8,57

Lehrtext
Der Herr richte eure Herzen aus auf die Liebe Gottes und auf das Warten auf Christus.
2. Thessalonicher 3,5

Impuls für den Tag

Verlassen werden – eine schmerzhafte Erfahrung, die schlimme Folgen mit sich bringen kann. Würde man ein Baby eine gewisse Zeit sich selbst über- lassen, wäre es dem Hunger, der Kälte oder sogar dem Tod ausgesetzt. Es ist auf die Nähe und Fürsorge einer Bezugsperson angewiesen, um sich körperlich und emotional gesund zu entwickeln. Auch wir sind auf Gott angewiesen. Wir mögen mit unseren Fähigkeiten einiges bewerkstelligen, aber wir haben dennoch nicht alles in der Hand. Von Gott verlassen zu sein, wäre für mich eine schreckliche Vorstellung. Das würde bedeuten, keinen Zugang zum göttlichen Trost, zur Heilung und zum ewigen Leben zu haben. Als Jesus sich in seinen schwersten Stunden befand, rief er am Kreuz die Worte aus Psalm 22: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Jesus hat um unserer Sünde willen die Strafe und die Gottesferne auf sich genommen. Deswegen dürfen wir uns zutiefst geliebt wissen und hoffnungsvoll bleiben. Wenn wir auch schwere Zeiten erleben und Jesus nicht spüren mögen, bleibt er unser verlässlicher Begleiter. Das sichert er uns durch sein Wort mit seiner unverbrüchlichen Treue zu

Heike Dieken aus Pappendorf

Impuls für Montag, 06.03.2023

Losung
So spricht der Herr Zebaoth: Wer euch antastet, der tastet seinen Augapfel an.
Sacharja 2,12

Lehrtext
Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.
Matthäus 25,40

Impuls für den Tag

Sie trägt ihn an einer kleinen Silberkette um den Hals, den Anhänger, der auch die „Hand Miriams“ genannt wird. Aber das erfahre ich erst später.
Wir lernten uns im Zug kennen, kamen ins Gespräch über das woher und wohin. Als wir unsere Jacken auszogen und Schals ablegten, fragte sie mich mit Blick auf meine Kreuzkette: „Schmuck oder Bekenntnis?“ Ich sagte: “ Ich bin Christin und du?“ Da zog sie den Kettenanhänger aus ihrem Pullover mit den Worten: „Ich bin Jüdin. In Deutschland trage ich diese Chamsa, die auch Hand Miriams genannt wird, zum Schutz immer unter den Sachen. Ich kenne nicht viele gläubige Menschen aber viele, die Juden ablehnen.“
Ich sehe den Anhänger in Form einer Hand und in der Mitte der Handfläche ein Auge eingraviert. „Wir sind Gott so wertvoll, dass er uns als seinen Augapfel bezeichnet.“, fügt sie noch hinzu.
„Wertvoll“ und „Augapfel“ – diese Worte bleiben mir hängen. Sie passen nicht zu „ablehnen“. Für mich verbinden sie sich mit: Du bist ein Gott, der mich sieht, uns sieht.

Diemut Scherzer, Hainichen

Impuls für Sonntag, den 05.03.2023

Losung
Wenn der HERR spricht, so geschieht’s; wenn er gebietet, so steht’s da.
Psalm 33,9

Lehrtext
Der Hauptmann sprach zu Jesus: Herr, ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach gehst, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund.
Matthäus 8,8

Impuls für den Tag

Beamten-Chinesisch: Wer in Südamerika leben will, der sollte nicht nur Spanisch lernen, sondern auch die Bedeutung einer Reihe wichtiger ŒCodewörter im Umgang mit Behörden. Das wurde mir als Missionar in Paraguay schon in den ersten Monaten deutlich. Besonders Zeitangaben sind mit Vorsicht zu genießen: ŒIn der nächsten Woche ist ihr Dokument fertig. bedeutet: Es wird mindestens noch ein bis zwei Monate dauern! ŒWir arbeiten daran. heißt: Es könnte sein, daß wir bald damit beginnen! Und wer die Auskunft erhält: ŒWir geben dir Bescheid. kann sich darauf einrichten, evtl. überhaupt nichts mehr zum Thema zu hören.

Glücklich kann sich schätzen, wer auf Worte bauen kann. Wer sich fest darauf verlassen kann, daß der andere sein Wort hält. Gottes Worte sind nicht nur wahr, zuverlässig und vertrauenswürdig. Gottes Worte beleben, schaffen Neues aus dem Nichts. Gottes Worte geben uns Halt und Hoffnung, einen Anker in stürmischen Zeiten. Wer diese Worte liest und hört, wer mit diesen Worten lebt und danach handelt, wer von diesen Worten seine Entscheidungen bestimmen lässt, baut sein Lebenshaus auf Felsengrund.

Reinhard Pilz, Hainichen

Impuls für Samstag, 4.3.23

Losung
Die Worte des HERRN sind lauter wie Silber, im Tiegel geschmolzen, geläutert siebenmal.
Psalm 12,7

Lehrtext
Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben.
Johannes 6,63

Impuls für den Tag

Ich war jung, hatte gerade mein Abitur in der Tasche und wollte die Welt kennenlernen. So reiste ich nach Israel und arbeitete für einige Monate in einem Zentrum für geistesbehinderte Menschen. Ich lernte interessante Menschen kennen. Immer wieder nutzten wir auch die Gelegenheit Land und Leute kennenzulernen.

Doch ich traf niemanden mit dem ich meinen Glauben an Gott teilen konnte. Zunehmend fühlte ich mich innerlich ausgetrocknet. Meine Seele fand keine Nahrung. Dann näherte sich das Weihnachtsfest. Was tun – in einem Land, wo zwar viele gläubige Menschen lebten, es aber keine christliche Gemeinde gab. Zufällig erfuhren wir von einer englischsprachigen Baptistengemeinde in der Nähe von Tel Aviv. So wanderten wir stundenlang über die Hügel Samarias, nur um einen Gottesdienst zu besuchen. Der „Chor“ dieser Gemeinde führte den Messias von Händel auf, in englischer Sprache.

Auch wenn der Gesang teilweise schief war, die Frauen die jubelnden Höhen dieses Meisterwerkes nur annäherungsweise erreichten: sie sangen aus vollem Herzen. Dieser Gottesdienst bleibt mir unvergesslich. Denn ich hörte Worte mit Geist und Leben, die meine Seele wieder nährten.

Renate Henke, Pfarrerin in Meißen

Impuls für Freitag, 3.3.23

Losung
Du stellst meine Füße auf weiten Raum.
Psalm 31,9

Lehrtext
Gott gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid.
Epheser 1,18

Impuls für den Tag

Immer an der Wand lang, der Weg ist nicht breit aber schön. Gemeint ist der Weg zur Idagrotte am Frienstein in der sächsischen Schweiz. Gesichert durch große Klammern in der Felswand kommt man zur Grotte. Viel Platz ist da nicht. Zumal es auf der anderen Seite 35m abwärts geht. Ein solch schmaler enger Weg kann schon mal die Sorge um sich selbst oder seine Lieben groß werden lassen. Wie beruhigend ist dann das Gefühl, wenn der Wanderer an der Grotte angekommen ist. Hier ist Platz und Raum für ein genussvolles Picknick mit Ausblick. Hier stehe ich sicher.

Gott stellt unsere Füße auf weiten Raum. Gibt mir die Möglichkeit mich zu entwickeln, er engt mich nicht ein, sondern gibt mir die Freiheit. Ich darf in Freiheit für mich entscheiden, zum Überprüfen meiner Entscheidungen gibt er mir sein Wort und seine Gebote an die Hand. Mit diesem Wissen um die Freiheit kann ich auch auf diese Basis des weiten Raumes seiner Gegenwart zurückkehren und neue Kraft schöpfen.
Amen.

Martin Creutz, Döbeln

Impuls für Donnerstag, 2.3.23

Losung
Der HERR sprach zu Jakob: Siehe, ich bin mit dir und will dich behüten, wo du hinziehst, und will dich wieder herbringen in dies Land.
1.Mose 28,15

Lehrtext
Treu ist er, der euch ruft; er wird’s auch tun.
1.Thessalonicher 5,24

Impuls für den Tag

Lesen Sie gern? Es soll ja Leute geben, die lesen von einem Buch erst mal den Schluss, um zu wissen, ob die Geschichte gut ausgeht. Ich mag es eigentlich nicht, wenn jemand „spoilert“ (d.h. wichtige Ereignisse vorher verrät), bevor ich mir einen Film anschaue oder ein Buch lese, denn ein bisschen Spannung muss schon sein.

Und doch – manchmal wüssten wir schon gern im Leben, ob eine Sache gut ausgeht. Ob die Krankheit geheilt oder die Beziehung wieder heil werden kann. Ob die Kinder gut durch die Schule kommen und ihr Leben bewältigen. Ob das Geld reicht, ob wir ohne Schmerzen und friedlich sterben dürfen. Ob der Krieg endlich beendet und Konflikte auf friedlichem Weg gelöst werden können…

Doch leider ist uns Menschen der Blick in die Zukunft verwehrt. Aber: Es gibt einen, der die Zukunft kennt. Der es gut mit uns meint und der sein Versprechen garantiert einhält, nämlich mit uns durchs Leben zu gehen und uns am Ende nach Hause zu bringen. Dorthin, wo es kein Leid, keine Krankheit, keine Tränen und keinen Krieg mehr geben wird. Diesem treuen Gott vertraue ich mich gern an. Amen

Almut Bieber, Arnsdorf

Impuls für Mittwoch, den 01.03.2023

Losung
Der König antwortete Daniel und sprach: Wahrhaftig, euer Gott ist ein Gott über alle Götter und ein Herr über alle Könige.
Daniel 2,47

Lehrtext
Glaubst du, König Agrippa, den Propheten? Ich weiß, dass du glaubst. Agrippa aber sprach zu Paulus: Es fehlt nicht viel, so wirst du mich noch überreden und einen Christen aus mir machen.
Apostelgeschichte 26,27-28

Impuls für den Tag

Vor über 30 Jahren ging es mir wie einst König Agrippa. Ich wusste wie er schon manches über den christlichen Glauben und es erschien mir plausibel. Seit ein paar Jahren las ich in der Bibel und kannte mich inzwischen auch recht gut in ihr aus. Zu Christen hielt ich regelmäßig Kontakt. Ich ging zu Gottesdiensten und setzte mich ehrenamtlich in unserer Kirchgemeinde ein. Ich betete und es bedeutete mir etwas. Es fehlte nicht viel. Aber in meinem Inneren sträubte ich mich dagegen, dass Jesus nicht nur der Herr der ganzen Welt ist, sondern dass er damit auch mein Herr sein möchte. Von außen kaum sichtbar erscheint das nur wie ein winziges Detail. Aber in Wahrheit ist dieses Detail bedeutsam. Es ist wohl sogar das entscheidende Detail. Bin ich bereit, den Platz auf meinem Thron zu räumen und auf diesen Platz Jesus Christus zu lassen? Vor mehr als 30 Jahren habe ich diesen Schritt getan. Seitdem lerne ich, was das konkret im Alltag bedeutet, dass Jesus der Herr ist. Und nicht immer ist mir alles dabei klar. Aber eines ist deutlich: Jesus Christus ist der bessere Herr über mein Leben, als andere oder ich es je gewesen wären. Amen.

Jörg Matthies, Marbach

Impuls für Dienstag, den 28.02.2023

Losung
Aus der Tiefe rufe ich, HERR, zu dir. Herr, höre meine Stimme! (Psalm 130,1-2)

Lehrtext
Der Blinde rief: Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Die aber vornean gingen, fuhren ihn an, er sollte schweigen. Er aber schrie noch viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich meiner!
(Lukas 18,38-39)

Impuls für den Tag

Neulich wollte sich jemand die Roßweiner Kirche ansehen. Das war anders als sonstige Kirchenbesichtigungen, denn er war blind. So gingen wir durch das Kirchenschiff und ich beschrieb ihm mit Worten, was dort zu sehen ist. Er hingegen sagte mir, was er wahrnimmt. So liefen wir gemeinsam durch den Mittelgang und machten uns gegenseitig ein Bild von der Kirche. Die gewechselten Worte waren unser Hauptmittel dafür.
So war es damals auch für den Blinden, um den es im Lukasevangelium geht. Er sprach Jesus an, nein er rief sogar laut. Dem Blinden ging es hier nicht um Beschreibungen, was andere sehen konnten. Er wollte, dass Jesus ihn hört. ŒErbarme Dich meiner! … so lautete seine Bitte. Dahinter stand der Wunsch, von seiner Blindheit geheilt zu werden.
Auch mein Blick ist manchmal für bestimmte Dinge verschlossen. Manches macht mich blind oder ich habe nicht den richtigen Blick dafür. Da ist es gut, wenn jemand mir die Augen öffnet für die Dinge, die ich so oft übersehe. Dafür rufe auch ich zu Jesus. Sein Erbarmen macht mich sehend.
Amen.

Pfr. Heiko Jadatz (Roßwein)

Impuls für Montag, den 27.02.2023

Losung
Losung:
Der HERR kommt, das Erdreich zu richten. Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und die Völker, wie es recht ist.

Lehrtext
Wer sollte dich, Herr, nicht fürchten und deinen Namen nicht preisen? Denn du allein bist heilig! Ja, alle Völker werden kommen und anbeten vor dir, denn deine Urteile sind offenbar geworden.
Offenbarung 15, 4

Impuls für den Tag

Ich habe genug vom Winter. Die dunklen Tage und das nasskalte, neblige Wetter der letzten Wochen haben sich schwer auf mein Gemüt gelegt. Jetzt reicht es langsam. Ich sehne mich nach Sonne, Wärme, Licht. Wenn sie dann endlich scheint, die Sonne, erwacht das Leben. Es lockt die Spaziergänger vor die Tür. Kinder düsen mit ihren Fahrädern durchs Dorf. Schneeglöckchen, Winterlinge und die ersten Krokusse blühen – wunderbar. Die Vögel zwitschern aus voller Kehle. Sogar unser Kater verlässt seinen warmen Sofaplatz. Ich entdecke ihn weit draußen auf dem Feld. Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder. Mit diesen Worten beginnt der Psalm 98. Er ist nicht lang. Aber er erzählt in neun Versen von einer übergroßen Freude, die sich mit Singen und Musizieren Bahn bricht und in die sogar die Natur einstimmt. Ein Loblied auf Gott, der seine Welt und seine Menschen nicht allein lässt. Ich halte mein Gesicht in die Vorfrühlingssonne. Ich summe ein Lied und weiß, dass auf jede Dunkelheit Licht folgt, dass Leben stärker ist als der Tod, dass Kälte vergeht und Liebe Berge versetzen kann. Und irgendwie fühle ich mich in diesem Moment Gott wieder ganz nah.

Bezirkskatechetin Angelika Schaffrin aus Marbach

Impuls für Sonntag, 26.2.2023

Losung
Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre.
1. Joh 3,8b

Der HERR wird deinen Fuß vor der Falle bewahren.
Spr 3,26

Lehrtext
Jesus betet für seine Jünger:
Ich bitte nicht, daß du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen.
Joh 17,15

Impuls für den Tag

Gott/
Du bist der Quell alles Guten/die Güte schlechthin …
Sieh an all das Dunkle, das mich umgibt/die Finsternis, in der ich feststecke/das Böse, den Durcheinander-Bringer, der immer an meinem Lebensweg lauert/der in mir lauert/der mir einflüstert, wovon ich nicht weiß, ob ich’s hören will: Dass man Gewalt mit Gewalt beantworten soll/dass man sich behaupten und verwirklichen muss/dass andere mich bedrohen/dass die Selbstverleugnung naiv ist/der mich mit einem schönen behaglichen Leben lockt:
„Wer lässt sich denn heute noch die Dornenkrone aufs Haupt drücken?/Nein – das ist doch wirklich zuviel des Guten./Und überhaupt: Wem nützt denn diese Opferpose?“

Guter Gott/
bring diesen Einflüsterer zum Schweigen/
bewahre meinen Schritt vor der Falle des Erträglichen/nimm all‘ das Finstere aus meinem Herzen/zünde Dein Licht in mir an und finde für mich Wege/da mein Fuß gehen kann/durch diese Wochen bis zum Kreuz.

Friedemann Neef, Roßwein