Impuls für Freitag, 17.3.2023

Losung
HERR, deine Augen, sind sie nicht auf Treue gerichtet?
Jeremia 5,3

Lehrtext
Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht.
Lukas 16,10

Impuls für den Tag

Vor ein paar Jahren vertrat ich einen Kollegen, der im Urlaub war. Ich sollte ein Ehepaar zur Silbernen Hochzeit einsegnen. Der Gottesdienst war unspektakulär. Aber eines war besonders: Die beiden wollten sich nach 25 Jahren noch einmal so eine Art Eheversprechen geben. Es war für alle bewegend als der Mann und die Frau sich unter Tränen mit ihren eigenen Worten ihre Liebe und Treue erneut versprachen. Aber warum waren wir bewegt von diesem Versprechen und diesem Zeugnis der Liebe und Treue zueinander? Der Grund: Liebe und Treue machen eine Ehe schön und gut. Sie passen zu dem Wert einer Ehe und stärken die Bindung der Partner. Untreue dagegen tritt diesen Wert mit Füßen und kann eine Ehe zerstören. Und Untreue beginnt nicht erst im fremden Bett. Sie beginnt mit dem Wunsch nach einem anderen Partner als den eigenen. Wenn das schon für eine Ehe gilt, um wie viel mehr gilt das für die Beziehung zu Gott. Amen.

Jörg Matthies, Marbach

Impuls für Donnerstag, 16.3.2023

Losung
Er behütete sein Volk wie seinen Augapfel.
5. Mose 32,10

Lehrtext
Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.
1. Joh. 4,16

Impuls für den Tag

ŒWer zuerst zwinkert, hat verloren … ein einfaches aber amüsantes Kinderspiel. Es gilt, die Augen so lange wie möglich offen zu halten. So nach und nach fangen die Augen an zu brennen. Die Augenlider beginnen zu zucken. Lange hält das jedenfalls niemand durch. Das Spiel zeigt, dass der menschliche Körper ein kleines Wunderwerk ist. Die Augenlider schützen die Augen vor zu viel Licht, zu viel Staub oder zu großer Trockenheit. Da muss ich gar nicht viel tun, das Zwinkern kommt von ganz allein.
Im 5. Buch Mose wird Gottes Fürsorge für sein Volk mit einem Augapfel verglichen. Gott kümmert sich um die Menschen, damit es ihnen an nichts fehlt. Das stellt Mose an seinem Lebensende fest. Wer will ihm diese Erkenntnis absprechen? Nach alledem, was er im Leben durchgemacht hat: seine Rettung in den ersten Kindheitstagen, die Flucht aus Ägypten, die Wanderung durch die Wüste. Mose hat immer auf Gottes Nähe und Fürsorge vertraut. Dieses Vertrauen kann auch für mich zum Vorbild für werden. Denn auch mir gilt: Gott sieht mich und er sorgt für mich mit allem, was ich zum Leben benötige. Amen

Pfarrer Heiko Jadatz (Roßwein)

Impuls für Mittwoch, 15.03.2023

Losung
Mächtig waltet über uns seine Güte, und die Treue des HERRN währt in Ewigkeit. Halleluja.                  Psalm 117, 2

Lehrtext
Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherigkeit und Gott allen Trostes.
2. Korinther 1, 3

Impuls für den Tag

„ŒIn guten wie in schlechten Tagen“ƒ und Œ“Bis dass der Tod euch scheidet.“, so heißt es im Eheversprechen, dass sich Paare vor dem Traualtar geben. Als ich vor vielen Jahren diese Worte mit meinem Œ“Ja, ich will.“ bekräftigt habe, konnte ich noch nicht ahnen, was diese Worte im Ernstfall bedeuten könnten. Ein Versprechen für alle Zeit, für eine Zeit deren Verlauf noch Länge ich vorausahnen konnte. Und doch habe ich sie mit fröhlichem und ehrlichem Herzen gesprochen. Gott geht noch einen Schritt weiter. An meiner Stelle hätte er wahrscheinlich gesagt: Œ“Weiter als du dir vorstellen kannst reicht meine Güte, Liebe und Treue. Sie ist nicht abhängig von guten oder schlechten Zeiten. Sie ist einfach da. Und wenn du willst, bin ich dein ŒFels in der Brandung, bin ich der, der dich in den Arm nimmt … einfach so, der mit dir verrückte Sachen macht, mit dir lachen kann, vielleicht auch manchmal Klartext sprechen muss. Wie das geht? Dafür habe ich unter anderem, mein himmlisches Bodenpersonal. Und wenn das versagen sollte, oder an seine Grenzen kommt, bin ich immer noch da. Du wirst schon sehn. Probier es einfach aus.“

Bezirkskatechetin Angelika Schaffrin aus Marbach

Impuls für Dienstag, 14.3.2023

Losung
Ich komme, um alle Völker und Zungen zu versammeln, dass sie kommen und meine Herrlichkeit sehen.
Jesaja 66,18

Lehrtext
leuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, dass die Erleuchtung entstünde zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi.
2.Korinther 4,6

Impuls für den Tag

Vorgestern war der Passionssonntag „Oculi“. Oculi ist lateinisch und heißt auf deutsch „Augen“. So fängt der namensgebende 15. Vers aus Psalm 25 an: Oculi mei semper ad Dominum … Meine Augen sehen stets auf den Herren.
Wenn wir uns im Dunkeln befinden, machen wir ein Licht an oder orientieren uns an einem. Wenn wir dann wieder genug zu sehen meinen, löschen wir das Licht. Gott aber können wir nicht an- und ausknipsen wie eine Taschenlampe. Er ist immer da und er will uns immer heimleuchten. Jetzt, in der Mitte der Passionszeit, erinnern uns die Lesungen daran: Schaut immer, unter allen Umständen, auf Gott! Das gilt allen Menschen, und der Schein ist ja schon in euren Herzen. Vernebelt ihn nicht! Stellt dieses Licht, stellt euer Licht nicht unter den Scheffel! Verliert Gott nicht aus den Augen! Heißt es nicht: „Aus den Augen, aus dem Sinn“? Dann irrt man aber im Finstern umher … ziellos, haltlos, planlos.
Haben wir den Stern von Bethlehem schon wieder vergessen? Ihn eingepackt mit all‘ den Weihnachtsdekorationen? Wundern wir uns dann über unser so graues Leben?

Friedemann Neef, Roßwein

Impuls für Montag, 13.03.2023

Losung
Warum sollen die Heiden sagen: Wo ist denn ihr Gott? Unser Gott ist im Himmel; er kann schaffen, was er will.
Psalm 115,2-3

Lehrtext
Über die Zeiten der Unwissenheit sieht Gott nun hinweg und ruft jetzt alle Menschen überall auf Erden zur Umkehr.
Apostelgeschichte 17,30

Impuls für den Tag

„Wo ist Erwin jetzt?“, hieß eine Übung im Predigerseminar. Wir sollten ein Gespräch nachstellen, in dem es um den Himmel geht. Erwin war verstorben und seine Frau blieb als trauernde Witwe zurück, so die angenommene Geschichte. Nun stellte sie der Pfarrer:in jene Frage: „Wo ist Erwin jetzt?“ „Im Himmel!“, will es aus mir heraus. Aber es ist gar nicht so einfach, den Himmel zu beschreiben. Jede Phantasie malt ihn ein bisschen anders aus. Manchmal blumig bunt, andere wieder kommen ganz ohne Farben, Bilder und Vergleiche zurecht. Und so ist der Himmel für jede:n ein bisschen anders – dennoch ist es stets der gleiche Himmel. Passend dazu, ist im Hebräisch des Ersten Testament zumeist von „den Himmeln“ die Rede. Doch wie sie auch immer aussehen mögen, die Himmel; Gott wohnt darin – der Gott, der nahe bei den Menschen sein will. Also glaube ich, dass sie auch nahe sind, die Himmel. Und Erwin damit ja ebenfalls. Und Gott sowieso. Dort schafft er, was er will: nämlich, dass überall ein bisschen Himmel aufgeht, damit alle Menschen hören, wie Gott ruft – zum Fest ruft er, das alle Fragen verklingen lässt und alle Trauer in Freude verwandelt, heute und morgen und in Ewigkeit. Amen.

von Pfarrer Sebastian Schirmer aus Leipzig

Impuls für Sonntag, 12.03.2023

Losung
Der HERR, dein Gott, wird dir Glück geben zu allen Werken deiner Hände.
[5.Mose 30,9]

Lehrtext
Gott ist’s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.
[Philipper 2,13]

Impuls für den Tag

Zum Geburtstag wünschen wir jemanden Glück. Ein glückliches neues Jahr wünschen wir uns gegenseitig. ŒMöge das Glück stets mit euch sein! wünschen wir dem Brautpaar. Das Märchen ŒDie Geschichte vom kleinen Muck erzählt von einem kleinen Jungen, der auf der Suche nach dem Kaufmann ist, der das Glück zu verkaufen hat.
Jeder Mensch sehnt sich nach Glück. Aber Glück gibt es nicht zu kaufen! Es gibt Menschen, die materiell alles haben und dennoch unglücklich sind. Und es gibt Menschen, die glücklich sind ohne all das.
In unserer Losung verspricht Gott Glück: ŒDer HERR, dein Gott, wird dir Glück geben zu allen Werken deiner Hände. Aber er bindet dieses Versprechen daran, dass sein Volk sich ihm zuwendet. Wenn Gott wieder den 1. Platz in unserem Herzen und unserem Leben einnimmt, wird das Herz erfüllt mit seiner Liebe, seiner Vergebung, seinem Frieden. Glücklich ist, wer im Frieden mit Gott lebt. Glück bedeutet für mich die innere Herzensgewissheit: Ich bin von Gott gesegnet, von Gott angenommen, von Gott geführt. Dann werde ich alles Schöne, das ich tagtäglich erfahren darf, als Geschenk aus seiner Hand nehmen. Amen.

Thomas Meyer aus Roßwein

Impuls für Samstag, 11.03.2023

Losung
Mose sprach: Siehe, ich lege euch heute vor den Segen und den Fluch: den Segen, wenn ihr gehorcht den Geboten des HERRN, eures Gottes, die ich euch heute gebiete; den Fluch aber, wenn ihr nicht gehorchen werdet den Geboten des HERRN, eures Gottes.
5.Mose 11,26-28

Lehrtext
Jesus spricht: Wenn ihr meine Gebote haltet, bleibt ihr in meiner Liebe.
Johannes 15,10

Impuls für den Tag

„Haben Sie schon gewählt?“ fragt die freundliche Bedienung, nachdem man in der Speisekarte schon eine Weile hin- und hergeblättert hat. Und man spürt den Druck, sich nun entscheiden zu müssen, was man essen wird. Etwas weniger freundlich klingt hier Gottes Nachfrage nach seinem Angebot, das er gemacht hat. Dafür sehr entschieden, und die Israeliten haben nur zwei Dinge zur Auswahl: Segen oder Fluch!
Eigentlich sollte die Auswahl da leicht fallen. Und doch stehen da die Gebote, die dem Menschen manchmal so unerfüllbar erscheinen. Immer nur das Gute tun, scheint schier unmöglich zu sein. Und doch stellt Gott sein Volk vor die Wahl: Ihr müsst euch entscheiden! Von zwei Wegen kann man nur einen gehen. Aber der des Segens hat eben auch seine Verheißung. Im Wort Jesu wird diese Verheißung deutlich: Die Liebe Gottes erfährt, wer den Weg des Segens geht. Auf dem geht nämlich der lebendige Gott mit. Auf diesem Weg bin ich nicht alleine und auch nicht überfordert. Der gekreuzigte und auferstanden Jesus geht ihn mit mir. Haben Sie denn schon gewählt, was Soie für Ihr Leben wollen?

Dekan Michael Karwounopoulos/Bad Urach

Impuls für Freitag, 10.03.2023

Losung
Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht.                                                                                     Psalm 121, 4

Lehrtext

All eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.                                                                                        1.Petrus 5,7

Impuls für den Tag

Der Herr wird uns niemals wanken lassen. Diese Worte geben uns Trost und Vertrauen, denn wir wissen, dass wir uns in allen Lebenslagen auf ihn verlassen können. Egal, welche Schwierigkeiten oder Herausforderungen wir durchmachen, er ist immer bei uns und wird uns durch alle Stürme des Lebens tragen. Wir müssen nicht allein durch das Leben gehen, denn er ist unser Hüter und Beschützer. Wir können uns darauf verlassen, dass er uns sicher auf rechten Pfaden führt und uns vor allem Bösen bewahrt. Lassen wir uns in unserem Leben auf den Herrn ein und vertrauen wir ihm voll und ganz.

Dieser Impuls stammt nicht aus meiner Feder, sondern von der jüngst sehr populär gewordenen künstlichen Intelligenz „chat gpt“. Beeindruckend, aber auch irgendwie beunruhigend, wie sich Technik entwickelt. Was, wenn es bald keine Pfarrer*innen mehr braucht, weil eine Software die Predigten schreibt? Gut zu wissen, dass Gott auch Herr über alle technischen Entwicklungen unserer Zeit ist. Wir dürfen ihm für Fortschritte danken und vertrauen, dass er uns einen guten Umgang damit schenkt.

von Christian Stoll aus Rostock

 

Impuls für Donnerstag, 09.03.2023

Losung
Der HERR, dein Gott, ist bei dir gewesen. An nichts hast du Mangel gehabt.
5. Mose 2,7

Lehrtext
Als ich euch gesandt habe ohne Geldbeutel, ohne Tasche und ohne Schuhe , habt ihr Mangel gehabt? Sie sprachen: Nein, keinen.
Lukas 22,35

Impuls für den Tag

Letztes Wochenende waren wir in „Großfamilie“ ein Wochenende gemeinsam unterwegs. 16 Menschen groß und klein, jung und reifer gemeinsam unterwegs. Es war nicht nur schön gemeinsam Zeit miteinander und füreinander zu haben, sondern bot rückblickend einen Vorgeschmack auf den heutigen Losungstext. Also sitze ich am Sonntagabend auf dem Sofa und reflektiere das Wochenende nochmal vor meinem Auge.
War Gott dabei? – Auf jeden Fall!
Hatten wir Spass? – Definitiv!
Hatten wir alles, was wir benötigten? – Ja!
Litten wir Mangel? – Nein!
Gab es böse Worte? – Niemals!
War einer von uns eingedickscht? – Nein!
So stelle ich mir unser Miteinander im Alltag vor. Gott ist stets an unserer Seite! Warum beneiden wir uns untereinander? Wieso fallen gehässige Worte untereinander? Warum gönnen wir unserem Gegenüber nicht sein persönliches Glück? …

Thilo Handschack

Impuls für Mittwoch, 08.03.2023

Losung
O Land, Land, Land, höre des HERRN Wort!
Jeremia 22,29

Lehrtext
Was euch gesagt wird in das Ohr, das verkündigt auf den Dächern.
Matthäus 10,27

Impuls für den Tag

ŒHast du denn keine Ohren?! Kaum jemand, der diesen Satz als Kind nicht zu hören bekam. Mal wütend, mal verzweifelt. Natürlich nie wörtlich gemeint, denn die Ohren waren weder abhandengekommen noch funktionsunfähig. Vielmehr die Frage, was man hören möchte oder doch lieber überhört. Und das ist längst nicht nur ein Phänomen bei Kindern!
Zur nicht gerade dankbaren Aufgabe des Propheten Jeremia vor 2600 Jahren gehörte es, sein Volk samt König eindringlich an Gott zu erinnern. An seine Stimme, die endlich nicht mehr überhört werden soll. Wenn Menschen, Völker und Machthaber nicht nach Gottes Wort und Willen fragen bleibt auch Gottes Segen aus. Das hat Israel in seiner Geschichte oft erfahren müssen. Und für uns heute gilt dies unverändert. Nachrichten und Zeitungen zeigen täglich, wie aktuell dieser Ruf von Jeremia heute noch ist. Kürzer und konkreter kann man es kaum auf den Punkt bringen.
Drei Dinge sollten wir uns vornehmen: Selber die Ohren aufmachen für das, was Gott sagen möchte. Seine Botschaft weitersagen. Und schließlich beten für unser Land und unsere Welt, dass Gottes Wort viele Ohren und Herzen erreicht.

Stefan Gneuß (Hainichen)