Impuls für Montag, 27. März 23

Losung
Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm bis an der Welt Enden.
Psalm 48,11
Lehrtext
Geht und predigt und sprecht: das Himmelreich ist nahe herbeigekommen.
Matthäus 10,7

Impuls für den Tag

Und dann steht er da. Ganz allein. Er denkt nach. Denkt nach über das, was er in den letzten Tagen erleben durfte. Was er spüren durfte. Er lässt die vergangenen Momente nochmal an sich vorüberziehen. Er reflektiert.
„Für mich gestorben“.
„Unendliche Liebe“.
„Mein Schöpfer, der, der mich wollte.“
„Annahme.“
Dieser Gott kann keine Fiktion sein. Er hat ihn gespürt, ganz deutlich. Es war ein warmes Gefühl und trotzdem hatte er Gänsehaut.
Auf jeden Fall hat dieser Gott eine Chance verdient. Er ist es wert, angebetet zu werden. Er ist es wert, ein Ja als Antwort auf sein eigenes Ja zu bekommen.
An diesem Tag durfte er erfahren, wie das Himmelreich nah herbeigekommen ist. Wie es in sein Leben gekommen ist. Wie es begonnen hat, ihn von innen heraus zu erneuern. Wie es ein Feuer für Gott in ihn gesetzt hat. Wie Gottes unendlicher Ruhm, seine Macht, aber vor all dem seine Liebe nahbar und erlebbar wurde.
Er steht immer noch allein da. Auf den ersten Blick. In Wirklichkeit jetzt nicht mehr. Denn da ist noch jemand. Er ist nie mehr allein. Ich bin nie mehr allein.

von Christian Stoll aus Rostock

Impuls für Sonntag, 26.3.23

Losung
Sollte Gott wirklich auf Erden wohnen?
1. Könige 8,27

Lehrtext
Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat es verkündigt.
Johannes 1,18

Impuls für den Tag

Wie würden Sie darauf antworten? Ich verstehe sie so: Ist es wirklich denkbar, dass Gott auf Erden wohnt? Gibt es hier tatsächlich einen Ort, wo Gott daheim sein kann? Ja, wo ist Gott? Ist er hier und heute und auch in unserm Leben gegenwärtig? Oder hat er sich aus dieser Welt zurückgezogen, weil sie oft gottlos ist? Manchen, nicht zuletzt den Mächtigen, wäre der Rückzug Gottes aus dieser Welt ja wohl ganz recht: Gott los zu sein. In der Losung klingt aber noch eine zweite mögliche Deutung an: Wäre es überhaupt gut, wenn Gott auf Erden wohnen würde? Sollte die Welt und die Menschheit wirklich Gottes Zuhause sein? Wenn Gott hier wirklich Wohnsitz nehmen würde, dann müsste wohl einiges anders werden. Und zwar nicht nur bei den andern, sondern auch gerade bei uns! ŒSollte Gott wirklich auf Erden wohnen? – Ja, es ist dringend nötig, dass er das tut. Ob wir ihn auch bei uns einziehen lassen, entscheiden wir jeden Tag selbst.

Thilo Handschack

Impuls für Samstag, 25.3.23

Losung
Ein Geduldiger ist besser als ein Starker und wer sich selbst beherrscht, besser als einer, der Städte einnimmt.
Sprüche 16,32

Lehrtext
Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen.
Matthäus 5,9

Impuls für den Tag

Geduld, Selbstbeherrschung, Frieden statt Gewalt und Eroberung. Simple und eigentlich selbstverständliche Aussagen. – Sollte man meinen! Der Blick in die Geschichte zeigt aber, wie notwendig solche Ermahnungen immer wieder waren und wie oft sie auch leider immer wieder ignoriert wurden. Überhaupt nicht besser ist es damit in unsere Zeit und Welt. Sofort fallen uns Länder ein, deren Machthabern man diese Sätze pausenlos zurufen müsste. Allen voran natürlich Herrn Putin. Wenn der das doch endlich kapieren würde…! Doch wie berechtigt dieser Wunsch auch ist – angesprochen sind mit den beiden Bibelversen keinesfalls nur die Mächtigen. Sie gelten für jeden, im Großen genau so wie im Kleinen. Jeder macht in seinem eigenen Umfeld genügend schlimme Erfahrungen mit Unfrieden, Streit, Gewalt, Ungerechtigkeit. Täglich gibt es neue Anlässe, eben mit Geduld, Selbstbeherrschung und Frieden wenigstens ein Stückchen unserer Welt positiv zu beeinflussen. Das ist meist alles andere als leicht. Aber eine wichtige Aufgabe, die Gott uns gegeben hat. Jesus preist und dafür „selig“ und als „Gottes Kinder“. Und was die Mächtigen der Welt betrifft: Für sie ist unser Gebet wichtig.

Stefan Gneuß (Hainichen)

Impuls für Freitag, 24.3.23

Losung
So spricht der HERR: Ich habe zu euch gesprochen, immer wieder mit Eifer gesprochen, ihr aber habt nicht auf mich gehört!
Jeremia 35,14

Lehrtext
Jesus spricht: Selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren.
Lukas 11,28

Impuls für den Tag

Was veranlasst uns dazu, weniger auf Gott zu hören? Was könnten die Motive sein?
Wir wollen oft ungern die Komfortzone verlassen, um Fehler und Anstrengungen zu vermeiden. Wir wollen dazu gehören und nicht anstößig sein, gehen deshalb Kompromisse ein und schließen uns dem Trend an. Wenn wir auf Gott hören wollen, müssen wir unter Umständen Nachteile in Kauf nehmen. Das kann uns einiges abverlangen. Lohnt es sich wirklich, auf Gottes Wort zu hören? Welchen Gewinn haben wir davon?
Gott ist wahrhaftig in der Lage, unsere hungrige Seele zu stillen. Das kann uns die Welt mit all ihren Vorzügen nicht bieten. Wenn wir Gott ernst nehmen, stellen wir unser Leben auf ein festes Fundament. Wenn Lebensstürme uns bedrängen, haben wir einen festen Halt in Gott. Außerdem werden wir unabhängiger von Menschen und Umständen. Gott kann so die oberste Priorität in unserem Leben werden. Und am Ende unserer Lebensreise erwartet uns ein lohnendes Ziel, das alle unsere Vorstellungen übertrifft: das ewige Leben bei Gott. Behalten wir diese himmlischen Güter im Auge, damit wir Gott treu bleiben und gesegnet werden.

Heike Dieken aus Pappendorf

Impuls für Donnerstag, 23.3.23

Losung
Du stillst das Brausen des Meeres und das Toben der Völker.
Psalm 65,8

Lehrtext
Zacharias sprach: Der Gott Israels hat mit einem Eid versprochen, uns aus der Macht der Feinde zu befreien, damit wir keine Furcht mehr haben müssen und unser Leben lang ihm dienen können.
Lukas 1,73-75

Impuls für den Tag

Das ist nicht fair. Wir leben im Raubbau mit unserer Erde und deren Resourcen. Wir sind eingetreten in einen neuen Verteilungskampf um die Schätze unseres Planeten. Mächtige Männer an der Spitze ihrer Staaten verblenden ihre Völker und hetzen sie gegeneinander. Macht und Besitz haben einen großen Wert und alle wollen davon so viel wie möglich abhaben. Im Streben um all das schaukeln sich Aggression und Kampf immer weiter hoch. Wir sehen im Gegenüber schnell den Feind, dem wir zuvor kommen müssen. Und wenn die Auseinandersetzung tobt, sind wir erstaunt und ratlos, wie das nur passieren konnte. Hatte Jesus uns nicht zum Frieden ermahnt? Kann er nicht die Ruhe unter den Völkern wieder herstellen? Ich glaube, dass Gott das kann und sogar möchte. Aber dass Frieden und Ruhe unter den tobenden Völkern auch ganz viel mit uns, mit mir zu tun haben. Wenn wir Gott dienen wollen, können wir nicht nach dem höher, weiter, schneller auf Kosten anderer leben. Fragen wir uns heute morgen: Wo bin ich bereit, mich um Jesu und des Friedens willen zurück zu nehmen? Das kann der erste Schritt zur Beendigung des Tobens der Völker sein.

Diemut Scherzer aus Hainichen

Impuls für Mittwoch, 22.3.23

Losung
Ich will das Verlorene wieder suchen und das Verirrte zurückbringen und das Verwundete verbinden und das Schwache stärken.
Hesekiel 34,16

Lehrtext
Wenn der Hirte heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war.
Lukas 15,6

Impuls für den Tag

Ein Trainer. Zwölf Jungen. Seit sieben Tagen ver- misst. Ein Drama in Thailand, das die Welt bewegte: eine Jugendfußballmannschaft hatte eine Höhle erkundet. Dabei war sie von einbrechenden Wassermassen überrascht worden. Die Jungs sitzen in der Falle. Rückkehr unmöglich. Doch in der Zwischenzeit läuft eine gigantische Suche nach den Vermissten an. In einem Wettlauf gegen die Zeit arbeiten mehr als eintausend Helfer an der Rettung der Eingeschlossenen. Siebzehn Tage später gelingt Höhlentauchern das schier Unmögliche: tauchend und schwimmend, über eine Strecke von mehreren Kilometern, bringen sie ein Kind nach dem anderen nach draußen. Alle werden gerettet.
Rettungs-Geschichten bewegen uns. Sie berühren uns in der Tiefe unserer Seele. Sie treiben uns Tränen in die Augen. Weshalb? Weil sie uns ganz neu zeigen, was wirklich wichtig ist: Leben. Liebe. Beziehungen. Freundschaft. Für Gott sind wir so wichtig, daß er uns leidenschaftlich sucht. Unsere Beziehung zu ihm ist für ihn so wertvoll, daß er nicht locker lässt, bis er uns gefunden hat. In Jesus Christus macht er sich auf den Weg zu uns und kommt in unsere Verlorenheit. Jeden von uns möchte er retten und heil nach Hause bringen.

Reinhard Pilz, Hainichen

Impuls für Dienstag, 21.3.23

Losung
Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von allem, was aus dem Mund des HERRN geht.
5.Mose 8,3

Lehrtext
Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.
Johannes 6,68

Impuls für den Tag

Auch Jesus hat die Erfahrung gemacht, dass Menschen ihn ablehnen und ihn verlassen. Und er fragt seine Jünger: „Wollt ihr auch weggehen?“ – so wie die vielen, die ihm den Rücken zugedreht haben! Doch Petrus und mit ihm die anderen Jünger blieben bei ihm, warum? Weil sie die Kraft, die Vollmacht der Worte Jesu erlebt haben.
Heute möchte ich Sie einladen ein Lied anzuhören oder sogar mitzusingen:

Herr, wohin sonst sollten wir gehen?
Wo auf der Welt fänden wir Glück?
Niemand, kein Mensch kann uns so viel geben wie du. Du führst uns zum Leben zurück.
Nur du, nur du schenkst uns Lebensglück.

Aus deinem Mund höre ich das schönste Liebeslied.
An deinem Ohr darf ich sagen, was die Seele fühlt.
An deiner Hand kann ich fallen und du hältst mich fest. An deinem Tisch wird mein Hunger gestillt.

Text und Musik: Thea Eichholz-Müller
(Sie finden das Lied auf →youtube und spotify)

Renate Henke, Pfarrerin in Meißen

Impuls für Montag, 20.3.23

Losung
Kommt nun, lasst uns wandeln im Licht des Herrn!
Jesaja 2,5

Lehrtext
Jesus spricht: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.
Johannes 8,12

Impuls für den Tag

Stromausfall – auf einmal ist alles stockdunkel. So ein Stromausfall zeigt uns, wie selbstverständlich es für uns ist, überall Licht zu haben. Ein Griff zum Schalter und es wird hell.
Manchmal hilft uns dieses Licht jedoch nicht. Wir sitzen in einem dunklen Tal ohne Licht und Zuversicht.
Zum Glück gibt es da einen der nicht ausfällt. Er bringt uns Licht ins Leben, Wärme, Geborgenheit, Erkenntnis und Lebensfreude. Gott wendet sich uns Menschen zu. Geht uns nach wenn wir an ihm und seinem Licht zweifeln.
Er lässt uns nie im Dunkeln allein.
Daran glaube ich.

Cathrin Vogel Schlegel

Impuls für Sonntag, 19.3.2023

Losung
Es ist niemand heilig wie der HERR, außer dir ist keiner.
1. Samuel 2,2

Lehrtext
Wie der, der euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel.
1. Petrus 1,15

Impuls für den Tag

Das ist ihnen sicherlich auch schon mal zu Ohren gekommen, dass jemand erzählt, dass ihm zum Beispiel der Mittagsschlaf heilig ist. Ein Anderer beschreibt dies für den Skatabend am Freitag. Eine Frau berichtet, dass sie auf den Besuch der Selbsthilfegruppe nichts kommen lasse, dass dieser ihr heilig ist und das seit 20 Jahren. Der Großmutter war der wöchentliche Gottesdienstbesuch heilig und dazu nahm sie immer ihr Enkelkind mit. Die Tradition führt nun das Enkelkind fort.
So haben wir alle Dinge, die uns heilig sind. Meist beschreiben wir so etwas, dass wir für uns lebensnotwendig ansehen. In unserem heutigen Losungstext hat Hannah genau das im Blick. Dem lebensnotwendenden Gott kann ich dankend begegnen. Ich darf mir sein Alleinstellungsmerkmal Heilig immer wieder bewußt machen. Vielleicht singe ich dann beim nächsten Abendmahl das „Heilig heilig ist Gott der Herr Zebaot“, in der Liturgie, bewußter.
Wie würden Sie auf die Frage: Was ist ihnen heilig, im Sinne von lebens-not-wendig antworten?

Martin Creutz, Döbeln

Impuls für Samstag, 18.3.23

Losung
Sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben; da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer.
Psalm 14,3

Lehrtext
Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind’s, die ihn finden!
Matthäus 7,14

Impuls für den Tag

Welch ein vernichtendes Urteil: Keiner tut Gutes, nicht einer! Waren die Menschen damals, als Psalm 14 geschrieben wurde, schlechter als wir heute? Oder liegt die Messlatte einfach zu hoch? Gibt es nicht auch heute viele, die Gutes tun?

Ich denke der Schlüssel liegt in dem vorangehenden Vers 2: „Der HERR … will sehen, ob es da welche gibt, die Verstand haben und nach ihm fragen“ (GNB). Es geht also nicht darum, dass ich ein guter Mensch bin und mich bemühe, Gutes zu tun. Selbst wenn mir das gelänge – es würde nicht ausreichen um Gott zu genügen.

Nein, es geht darum, dass ich nach Gott frage, dass ich seine Nähe suche und mein Leben nach Seinem Wort ausrichte anstatt ihn links liegen zu lassen. Gott ist ein Gott der Beziehung, es liegt ihm viel daran, dass seine Geschöpfe ihn lieben. ER hat uns so sehr lieb, dass er Seinen Sohn Jesus Christus zu uns auf die Erde geschickt hat. Jesus hat unser ganzes Unvermögen, unsere Schuld, die wir immer wieder auf uns laden, ein für allemal ausgelöscht. Und damit steht uns die Tür weit offen.

Doch dieser Weg ist kein Weg des geringsten Widerstands, nichts für „Dünnbrettbohrer“, aber es ist der einzige Weg, der zum Leben führt. Durch die offene Tür hindurchgehen müssen wir selbst.

Almut Bieber, Arnsdorf