Impuls für Dienstag, 23. Dezember 2025

Losung
Sei getrost, alles Volk im Lande, spricht der HERR, und arbeitet! Denn ich bin mit euch.
Haggai 2,4

Lehrtext
Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen.
2. Korinther 9,6

Impuls für den Tag
Haggai war ein Prophet, der im Jahr 520 v. Chr. in Israel wirkte. 18 Jahre zuvor war den Judäern die Rückkehr aus dem Exil nach Israel erlaubt und der Wiederaufbau des Tempels zugelassen worden. Aber das Projekt des Wiederaufbaus des Tempels war ins Stocken geraten. Die Lebensbedingungen waren hart. Viele kümmerten sich deshalb mehr um ihre eigenen Häuser als um den Bau des Tempels. Haggai ermahnte und machte Mut, die Prioritäten zu überdenken. Der Tempel muss wieder aufgebaut werden. Die Botschaft von Haggai bewirkte, dass der Bau des Tempels wieder voranging. Im Jahr 515 v. Chr. wurde der neue Tempel eingeweiht.
Wir leben nun 2.500 Jahre später. Unsere Zeit hat andere Herausforderungen als damals. Aber trotzdem steht die Frage im Raum, wie wichtig uns die Arbeit im Reich Gottes ist. Haggai macht mit dem Wort der Losung auch heute Mut, diese Arbeit nicht hintenanzustellen. Der Grund: Kirche und Gemeinde sind keine Hobbies. Ohne sie fehlt der Welt etwas, was unersetzbar ist, die Botschaft von Jesus Christus. Er ist das Leben und das Licht der Welt. Und das ist keine Nebensache! Amen.

Jörg Matthies, Marbach

Impuls für Montag, 22. Dezember 2025

Losung
Weh dem, der sein Gut mehrt mit fremden Gut – wie lang wird’s währen?
Habakuk 2,6

Lehrtext
Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht.
Lukasevangelium 16,10

Impuls für den Tag
Am Ende des Kalenderjahres kommen Spendenaufrufe! Hilfsorganisationen schicken ihre Bitte an die Einwohner und Spender der letzten Jahre. Ja, es geht darum das Hab und Gut zu teilen. Geht es da um Gerechtigkeit? Das liebe Geld ist immer Thema im Alltag, schließlich brauchen wir alle zum Essen. Ohne geht es nicht zum Leben! Und da kommt Weihnachten! Geschenke sollen gemacht werden. Es ist schön, wenn man schenken kann und die Augen der Beschenkten groß ist. Es ist schön und gut, wenn der Tisch gedeckt ist. Gott warnt davon gierig zu sein, wie beim Propheten Habakuk zu lesen ist. Jesus warnt im Lukasevangelium davon ungerecht zu handeln. Er betont auch, das fremde Gut zu achten. Es fängt schon im Kleinen an, oder? Von Anfang an zu lernen, Respekt davon zu haben. Die Diakonie dabei nicht zu vergessen – Also das Teilen … denn die Freude in den Augen des Beschenkten zeigt Dankbarkeit und erfüllt mehr als das Sammeln! Wir dennoch entscheiden, wie wir
handeln. So könnte die Botschaft von Weihnachten
klingen: Schenken und beschenkt werden im Name
Jesu! Die Botschaft ist umsonst.

Sophie Heinzelmann, Hainichen

Impuls für Sonntag, 21. Dezember 2025

Losung
Meine Hand hat alles gemacht, was da ist, spricht der HERR. Ich sehe aber auf den Elenden und auf den, der zerbrochenen Geistes ist und der erzittert vor meinem Wort.
Jesaja 66,2

Lehrtext
Als aber erschien die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Heilands, machte er uns selig-nicht um der Werke willen, die wir in Gerechtigkeit getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit.
Titus 3,4-5

Impuls für den Tag
Heute ist der 4. Advent. Ich glaube in vielen Wohnungen stehen zur Zeit wunderschöne Weihnachtskrippen. Kleine oder große, geschnitzte oder aus Ton. Unsere ist aus Holz und mit Figuren, die meine Tante erschaffen hat. Sie wird als Erstes aus dem Karton geholt und aufgebaut. Alle Krippen haben, trotz ihrer Verschiedenheit, die Absicht uns zu zeigen, Gott selbst wird Mensch. Sie erinnern uns daran, dass Gott aus Menschenliebe heraus zum Menschen wird. Weihnachten ist das Fest der Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes. Er bleibt freundlich, obwohl manchmal Menschen seine Freundlichkeit übersehen oder gar ablehnen. Gott lässt sich nicht so schnell beirren. In der Gestalt des Neugeborenen Jesus, Marias Sohn, kommt er zu uns. Was bringt es, wenn Gott in diese Welt kommt? Er stellt sich an unsere Seite als der Retter. Wie oft haben wir es in diesen Tagen gehört oder selbst gesungen – eines unserer Weihnachtslieder – Stille Nacht. Im Kehrvers der dritten Strophe heißt es: Christ der Retter ist da. Gott stellt sich als Retter an unsere Seite. Gibt es, in allem Auf und Ab meines/eures Lebensweges, einen stärkeren Partner?

Cathrin Vogel Hainichen

Impuls für Samstag, 20. Dezember 2025

Losung
Josef tröstete seine Brüder und redete freundlich mit ihnen.
1. Mose 50, 21

Lehrtext
Seid untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus.
Epheser 4, 32

Impuls für den Tag
Josefs Brüder haben ihm übel mitgespielt. Sie überlegten ihn zu töten, warfen ihn in eine Zisterne, verkauften ihn nach Ägypten, wo er schließlich im Gefängnis landete. Josef hat durch seine Brüder viel Unschönes erlebt. Er hatte allen Grund auf sie sauer zu sein und ihnen alles Schlechte dieser Welt zu wünschen, aber er ist freundlich zu ihnen und tröstet sie sogar. Woher nimmt er diese Kraft?
Josef erkennt im Rückblick auf sein Leben: Gott ist an allen Tagen seines Lebens bei ihm gewesen, hat ihn begleitet, getröstet, sein Leben geführt und geleitet. Josef kann seinen Brüdern vergeben.
Vergeben heißt, sein Herz frei machen von dem Schmerz und es in Gottes Hände zu geben. Sicher ist dies nicht immer leicht, wenn uns andere übel mitspielen, über uns lachen, hinter unserem Rücken tratschen, uns Böses wünschen, gemein zu uns sind… Und doch möchte ich uns Mut machen, es immer wieder zu versuchen unseren Nächsten zu vergeben und ihn mit Gottes Augen zu sehen.
Denn wir sind alle Gottes geliebte Kinder. Für jeden von uns ist Jesus zu Weihnachten in diese Welt gekommen. Gott schenke uns Kraft und Mut Vergebung zu üben und wenn wir es brauchen Vergebung zu erfahren. Amen.

Sandra Barthel, Raußlitz

Impuls für Freitag, 19. Dezember 2025

Losung
Es ist kein Fels, wie unser Gott ist.
1.Samuel 2,2

Lehrtext
Werdet stark durch eure Verbundenheit mit dem Herrn. Lasst euch stärken durch seine Kraft.
Epheser 6,10

Impuls für den Tag
Es ist Hanna, die Gott im Tempel mit diesen Worten anbetet: „Der Herr hat mich wieder stark gemacht. (…) Ich freue mich über deine Hilfe. (…) Kein Fels steht so fest wie unser Gott.“ Das letzte Mal, als sie im Tempel war, bat sie Gott tränenüberströmt um ihren seit Jahren sehnlichsten Wunsch: Ein Kind. Gott hat ihr Beten gehört und ihren Wunsch erfüllt. Doch schon direkt nach ihrem Gebet, sie war noch nicht schwanger und noch nicht Mutter, war ihre Traurigkeit verschwunden. Sie war Gott begegnet und er hatte sie getröstet, ihr neue Kraft geschenkt. Nicht sie musste stark sein, sondern Gott machte sie wieder stark in der Verbundenheit mit ihm. Es ist wie mit den Reben, die ihre Kraft aus dem Weinstock erhalten (Johannes 15) — sie müssen sich dafür nicht schämen, es ist das Natürlichste auf der Welt. Auch wir müssen uns nicht schämen, wenn wir aus Gottes Kraft leben statt aus unserer eigenen. Es gibt nun mal keinen Fels – keinen Mensch, keine innere Überzeugung, keinen Halt – der so stark ist wie unser Gott!
Es gibt übrigens noch einen weiteren wunderbaren Lobgesang einer starken Frau in der Bibel, den sie in ihrer ganz persönlichen Adventszeit betete — nachzulesen in Lukas 1…

Johanna Seidel, Moosheim

Impuls für Donnerstag, 18. Dezember 2025

Losung
Bessert euer Leben und euer Tun, so will ich euch wohnen lassen an diesem Ort. Jeremia 7,3

Lehrtext
Bemüht euch deshalb nach Kräften, dass zu eurem Glauben das richtige Verhalten kommt. Zum richtigen Verhalten soll Erkenntnis kommen, zur Erkennt-
nis die Selbstbeherrschung, zur Selbstbeherrschung die Stand- haftigkeit, zur Standhaftigkeit die Ausübung des Glaubens, zur Aus- übung des Glaubens die ge- schwisterliche Liebe und zur geschwisterlichen Liebe, die Liebe überhaupt. 2. Petrus 1,5-7

Impuls für den Tag
Das Wort Gottes fordert uns heute zusammen- gefasst auf: Unser Glaube soll sich in unserem Leben widerspiegeln. Manchmal höre ich den erstaunten Satz: „Was, der gehört auch zur Kirche!“ Und dann wird nachgeschoben, warum man das so gar nicht erwartet hatte. Der Betrachter hatte ein ganz anderes Erwartungsbild von dem, was ein Christ glaubt und wie er sich verhalten müsste. Nun muss ja nicht jeder mit einem Schild: „Ich bin Christ und das ist gut so!“, rumlaufen. Doch dass unser Tun, Reden, der Umgang mit Fremden, Einsamen, Außenseitern und dem uns Anvertrautem etwas von unserem Glauben erzählen darf, ja sogar soll, dazu fordert Gott selbst uns auf. Nicht als Zwang, sondern als logische Schlussfolgerung unserer Beziehung zu Gott. Wenn wir nur ein bisschen von dem, was Gott für uns und diese Welt möchte, verstanden haben, dann können wir das nicht nur Theorie sein lassen. Wer das Licht des Lebens hat, soll es nicht verstecken, sondern das Leben für andere heller machen, indem er das Licht durch sich hindurch strahlen lässt. Der Advent ermuntert dazu.

Diemut Scherzer, Hainichen

Impuls für Mittwoch, 17. Dezember 2025

Losung
Weh denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen!
Jesaja 5, 20

Lehrtext
Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.
Römer 12, 21

Impuls für den Tag
Gott kommt in einem kleinen Kind zu uns. Ein kleines Kind schafft es, uns ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Es berührt unser Herz auf eine ganz besondere Weise. Jedes Jahr zu Weihnachten werden wir daran erinnert.
An unserem Weihnachtsbaum hängt auch immer ein kleines Osterei, denn Weihnachten und Ostern gehören einfach zusammen.
Jesus kam als kleines Kind zu uns und ging für uns durch den Tod. Er lud die Schuld, das Böse dieser Welt, auf seine Schultern.
In dem Wissen, dass Jesus den Tod, das Böse, besiegt hat, kann ich mein Herz öffnen für das Gute und damit das Böse überwinden.
Allein ist es oft schwer und ich scheitere immer wieder. Doch dieses kleine Kind in der Krippe berührt mein Herz und macht es warm.
Gott hat uns Glaubensgeschwister an die Seite gestellt, die mit uns den Weg gehen und das Gute in diese Welt, zu den Menschen, bringen, denn als Gemeinschaft ist es einfacher und wir können uns gegenseitig Mut machen und erinnern, dass das Gute gesiegt hat.

Sandra Barthel, Raußlitz

Impuls für Dienstag, 16. Dezember 2025

Losung
Sei nur stille zu Gott, meine Seele; denn er ist meine Hoffnung. (Psalm 62,6)

Lehrtext
Wir warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Heilands, Jesus Christus. (Titus 2,13)

Impuls für den Tag
Adventskalender lassen heutzutage nicht nur Kinderherzen höher schlagen. Auch die Erwachsenen kommen hier auf ihre Kosten: von Socken angefangen über Bierflaschen, Schmuck, Kosmetik, Tee und Gewürzen bis hin zu Kalendern für Fußballfans. Die Vielfalt ist fast uferlos.
Für mich ist ein Kalender besonders wichtig geworden. Er bietet jeden Tag etwas zum Nachdenken: eine kurze Geschichte oder ein Gedicht, ein Bild oder eine kleine Tagesaufgabe. Dieser Kalender lässt sich nicht mal so im Vorbeigehen öffnen. Sondern ich muss mir dafür Zeit nehmen – ein paar Minuten im Tag innehalten und den Kalenderinhalt auf mich wirken lassen. Das ist für mich Advent. Indem ich Schritt für Schritt auf Weihnachten zugehe. Dieser Weg muss nicht von üppigen Adventskalendern flankiert werden. Sondern es sind die kurzen stillen Momente, die mir mein Kalender mit den täglichen Gedanken zum Tag beschert. Es ist das Stille sein zu Gott – das Hoffen und Warten – das mir meine Augen und mein Herz öffnet für Gottes Herrlichkeit und Liebe. Das möchte ich mir besonders im Advent bewahren und mich so auf das nahende Christfest freuen. Amen.

Heiko Jadatz, Roßwein

 

Impuls für Montag, 15. Dezember 2025

Losung
Er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen.
Jesaja 53,5

Lehrtext
Gott hat auch seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?
Römer 8, 32

Impuls für den Tag
„Die Herdmann-Kinder sind die schlimmsten Kinder aller Zeiten. Sie lügen, klauen, rauchen Zigarren und bringen die Nachbarn zur Verzweiflung….“, so heißt es im Vorwort zu dem Buch: Hilfe, die Herdmanns kommen. Und genau diesen Kindern gelingt es, im Krippenspiel einer gut bürgerlichen Gemeinde alle wichtigen Rollen an sich zu reißen. Niemand protestiert, aus Angst verprügelt zu werden. Aber alle sind sich einig: Das wird das schlimmste Krippenspiel aller Zeiten. Zumal die Herdmanns von der Weihnachtsgeschichte keine Ahnung haben. Es werden turbulente Proben. Aber die Herdmanns fragen auch nach: Warum wird Jesus in einem Stall geboren, in einer Futterkrippe? Wie unwürdig. Warum hat niemand Herodes verjagt oder zumindest verprügelt? Warum lässt sich Josef das alles gefallen? Und weiter könnte man fragen: Warum kommt Gott so auf die Welt? Vielleicht weil es überall Menschen wie die Herdmanns gibt und weil sie uns manchmal näher sind als wir denken (auch wenn wir nicht prügeln und Zigarren rauchen). Und weil sie uns durchaus wieder auf das Wesentliche stoßen und auf die Fragen zwischen den Zeilen. Am Ende wird es das beste Krippenspiel, nicht nur für die Herdmanns. Und Weihnachten ist erst der Anfang.

Bezirkskatechetin Angelika Schaffrin; Marbach

Impuls für Sonntag, 14. Dezember 2025

Losung
Wenn ich rufe zu dir, HERR, mein Fels, so schweige mir nicht.
Psalm 28,1

Lehrtext
Der Hauptmann bat Jesus: Sprich nur ein Wort, und mein Knecht wird gesund.
Lukas 7,7

Impuls für den Tag
Trotz bester Vorsätze – wieder ballt sich in der Adventszeit so vieles. Termine: in der Familie, im Umfeld der Arbeit, auch in der Kirche; all’ die Angebote ringsum; die Vorbereitungen auf Weihnachten… Und dann, wenn alles fertig scheint, wenn wir endlich verschnaufen können, wenn es so richtig festtäglich werden soll? Dann gelingt uns das oft nicht. Klar, der ganze Stress muss ja erstmal abfallen. Und anderer kommt erst hoch – wie manch’ innerfamiliäre Spannung, wenn wir über die Feiertage so beieiander sind. Aber soll nicht Gott an Weihnachten zu uns kommen?
Was aber, wenn er ganz anders kommt als wir das einplanen? Haben wir dann gerade keine Zeit? Oder vielleicht auch eher kein Vertrauen? Solch’ großes etwa wie der Hauptmann bei Lukas…?
Vertrauen hieße ja auch, mal weniger zu planen und mehr zuzulassen von dem, was geschehen, was sich fügen soll. Wenn wir selbst immerzu an allem herumbasteln und -schrauben, verbauen wir womöglich Gott gerade den Zugang.
Gewiß, Gott kommt gewaltig, aber wir müssen Ihm auch den Weg bereiten. Und übrigens: Seine Ankunft kann auch ganz gewaltig in der Stille sein…

Friedemann Neef, Roßwein