Impuls für Donnerstag, 13. November 2025

Losung
Herr, ich freue mich über deine Hilfe.
1. Samuel 2,1

Lehrtext
Gott sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus!
1. Korinther 15,57

Impuls für den Tag
Ein Sieger strahlt über das ganze Gesicht. Er spürt Erleichterung, Glücksgefühl, Dankbarkeit und Stolz – alles miteinander. Das Bild des Siegers, der einen Pokal in die Höhe stemmt, kennen wir doch alle aus dem Sport. Wie ist das bei Ihnen? Haben Sie sich auch schon einmal so richtig als Sieger gefühlt? Nach einer gelösten schwierigen Aufgabe, Versöhnung nach Konflikten oder dem Loslassen der Kinder, die ihren eigenen Weg gehen? Ich kenne einige solcher Situationen aus meinem eigenen Leben. Auch unsere heutige Bibellese spricht von Sieg und Dankbarkeit. Menschen, die an Jesus Christus glauben, wissen, dass er es ist, der ihnen immer wieder den Sieg über die Sünde und das Böse schenkt. Jesus Christus hilft uns, durch unser Leben zu kommen, mit allen Höhen und Tiefen. Ja wir dürfen wissen, dass Jesus uns zu Siegern auserkoren hat. Wir können sozusagen einen Pokal der Dankbarkeit als Zeichen des Sieges in die Höhe stemmen. Jeder Mensch sollte uns ansehen können, dass wir auf der Seite des Siegers Jesus Christus stehen.
Ich wünsche uns einen siegreichen Tag!

Cathrin Vogel

Impuls für Mittwoch, 12.November 2025

Losung
„Ihr sollt richten ohne Ansehen der Person; den Kleinen sollt ihr anhören wie den Großen, und ihr sollt euch vor niemanden fürchten, denn es ist Gottes Gericht.“
5. Moses 1,17

Lehrtext
„Wenn ihr aber nach dem Ansehen der Person urteilt, dann begeht ihr eine Sünde und werdet überführt vom Gesetz als seine Übertreter“
Jakobus 2,9

Impuls für den Tag
Wenn ich mich so umhöre, im Alltag, im TV und den sozialen Medien, da höre ich unterschiedlich laute Stimmen. Viele drängen sich in den Vordergrund und müssen unbedingt nach Gehör eifern. Und dann, dann gibt es Jene die ganz still sind und fast unter gehen. Die Losung ruft uns auf, diese Schieflage zu erkennen und sie aktiv zu benennen. Gott sagt in dieser Losung, dass wir allen das gleiche Ohr schenken sollen, nicht nur den Mächtigen, sondern gerade auch den Leisen. Gerechtigkeit beginnt mit aktiven Zuhören und nicht mit einem vorschnellen Urteil. Die äußere Erscheinung, das „Ansehen der Person“, darf niemals unsere Grundlage für Wertschätzung sein. Unser Kompass sollte, Gottes Wahrheit und seine gleiche liebevolle Zuwendung; die jeden Menschen mit derselben Liebe sieht, sein. Lasst uns also Alle zu Wort kommen und anhören, lasst uns mit furchtlosen Herzen handeln, dann wird unsere Gemeinschaft ein Ort an dem Gottes Gerechtigkeit aufleuchten wird. Wir brauchen keinen Status oder besser, schneller, reicher, alles was zählt ist Gottes Gericht und das versprechen: „Fürchtet Euch vor niemanden“ Amen.

Christiane Ranft, Neugepülzig

Impuls für Dienstag, 11.November 2025

Losung
Fürchte dich nicht und verzage nicht!
Josua 8,1

Lehrtext
Da berührte Jesus ihre Augen und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben! Und ihre Augen wurden geöffnet. Matthäus 9,29-30

Impuls für den Tag
Die heutigen Bibelstellen schicken mich in die Bibel: In welche Momente spricht Gott hier hinein? Was passiert davor und danach? Vielleicht haben Sie den gleichen Impuls, und ich hoffe, Sie finden die Zeit, ihm nachzugehen. Denn wenn wir die Bibel aufschlagen, bleibt es nicht beim Nachforschen: Ich glaube, dass wir darin persönlich Gott begegnen — dem Gott, der uns geschaffen hat, der uns bei unseren Namen nennt, der uns nachgeht und den Weg weist, der uns zu seinen Kindern erwählt und der unser Leben und die ganze Welt in seiner Hand hält. Wenn wir die Bibel aufschlagen, berührt er uns, wie Jesus die Blinden berührte, sodass unsere Augen geöffnet werden, und spricht uns persönlich zu: „Hab keine Angst! Verlier nicht den Mut.“ Diese Erfahrung ist so viel mehr als eine schöne christliche Floskel. Dieser Zuspruch kann uns tatsächlich tragen, trösten und aufrichten. Und wir brauchen ihn immer wieder neu. Deshalb ist Bibel lesen keine Aufgabe zum Abhaken, sondern eine Einladung zum Annehmen: „Komm. Lass dich von mir berühren. Lass mich dir etwas sagen. Lass mich dir begegnen. — Dein Gott“

Johanna Seidel, Moosheim

Impuls für Montag,10.November 2025

Losung
Warum willst du mit Gott hadern, weil er auf Menschenworte nicht Antwort gibt? Denn auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man’s nicht.
Hiob 33,13-14

Lehrtext
Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!
Offenbarung 2,7

Impuls für den Tag
Hiob hat allen Grund mit Gott zu hadern, ihn sogar anzuklagen. Sein ganzes Leben, das familiäre und wirtschaftliche sind zerstört. Er kann nicht verstehen, warum er in so tiefem Leid steckt. Aus seiner Sicht hat er nichts getan, dass Gott ihn schwer bestrafen müsste. Also warum, fragt er, zuerst sich und dann Gott. Ein Freund versucht ihm eine Antwort auf die Frage nach dem Warum zu geben. Mit meinen Worten: Du hast sicher Gottes Reden überhört, nicht beachtet. Gottes Wort und Reden überhören, gar nicht hören, nicht hinhören. Das ist ein großes Thema in unserer Zeit. Soviel lenkt uns ab, so laut ist es um uns und in uns, wenn wir schon mal versuchten, stille Zeit zu haben. Und wenn wir Gott nicht hören (können), dann müssen wir unserer eigenen Stimme folgen. Sie redet oft mit: Ich will, ich brauche, ich muss… Wer ein Ohr dafür hat, soll gut zuhören, was Gottes Geist zu sagen hat, erinnert uns die Losung. Ein Ohr für Gott. Nimm dir Zeit! Zum still werden vor Gott, zum Hören und Beten. Gott redet ganz sicher.

Diemut Scherzer, Hainichen

Impuls für Sonntag, 9. November 2025

Losung
So hütet euch nun, dass ihr den Bund des HERRN, eures Gottes, nicht vergesst, den er mit euch geschlossen hat, und nicht ein Bildnis macht von irgendeiner Gestalt, wie es der HERR, dein Gott, geboten hat.
5.Mose 4,23

Lehrtext
Gottes unsichtbares Wesen – das ist seine ewige Kraft und Gottheit – wird seit der Schöpfung der Welt, wenn man es mit Vernunft wahrnimmt, an seinen Werken ersehen.
Römer 1,20

Impuls für den Tag
Vergessen – Fluch und Segen zugleich. Manche Dinge möchte ich schnell vergessen, weil sie mich belasten. Anderes möchte ich unbedingt festhalten, mir tief einprägen, die Erinnerung lebendig halten, weil es einfach so schön war. Wie gelingt mir das? Wiederholung – immer wieder, davon erzählen, mir aufschreiben… Es gibt viele Möglichkeiten. Unser heutiger Lehrtext mahnt den Bund Gottes nicht zu vergessen. Ein Bund den Gott mit dem Volk Israel geschlossen hat. Aber es gibt auch einen zweiten Bund, den Gott durch Jesus mit uns und allen Menschen, die an ihn glauben, geschlossen hat. Einen Bund, den ich nicht vergessen möchte. Einen Bund, von dem ich erzählen möchte, der tief in mir verwurzelt sein soll. So wie ich es bei Andachten im Pflegeheim erlebt habe. Es waren oft demente Bewohner dabei. Sie erkannten teilweise ihre Angehörigen nicht wieder. Doch bei den Andachten, wenn wir das Vaterunser beteten oder alte Kirchenlieder sangen, in der Bibel lasen, leuchteten die Augen und sie beteten und sangen mit. Das wünsche ich mir auch, dass ich mich an Gottes Bund erinnern kann, an seine Liebe und dieses tiefe Gefühl bei ihm geboren zu sein, wenn vieles im Alltag untergeht oder ich im Alter vergessen werde.

Sandra Barthel, Raußlitz

Impuls für Samstag, 8. November 2025

Losung
Die Blinden will ich auf dem Wege leiten, den sie nicht wissen; ich will sie führen auf den Steigen, die sie nicht kennen.
Jesaja 42,16

Lehrtext
Jesus sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.
Johannes 8,12

Impuls für den Tag
Die Taufkerze steht auf dem Altar, daneben die Urkunde und ein kleines Taufgeschenk. Ein Jugendlicher lässt sich im Gottesdienst taufen. Er hatte mich vor einigen Monaten deshalb angesprochen. Danach haben wir uns Woche für Woche zum Glaubenskurs getroffen. So kam immer mehr Licht in seine Fragen zum christlichen Glauben.
Schließlich war es soweit – Taufsonntag. „Ja, mit Gottes Hilfe“ sagte er auf meine Frage , ob er seinen Weg im christlichen Glauben gehen möchte. Das Licht dieses Glaubens war ihm dabei richtig anzusehen.
Mit der Taufkerze in der Hand sage ich ihm zu, dass diese in seinem Leben leuchten soll, wie es Jesus im Johannesevangelium zugesagt hat: Ich bin das Licht der Welt, das die Finsternis vertreibt. Es ist meine Hoffnung, dass der Jugendliche ein Leben lang diesem Licht folgen und es sehen kann. Bei allen Irrlichtern und allen Dunkelheiten, die auf einem Lebensweg so vorkommen. Und wenn die innere Kraft dafür fehlt, dann hilft es vielleicht, die Taufkerze anzuzünden. Und so zu erkennen: ich gehöre zu Jesus, er ist das Licht auf meinem Weg. Amen.

Heiko Jadatz, Roßwein

Impuls für Freitag, 7. November 2025
Impuls für Freitag, 07. November 2025

Losung
Lass deiner sich freuen alle, die nach dir fragen.
Psalm 40, 17

Lehrtext
Gelobt sei, der da kommt, der König, in dem Namen des Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe.
Lukas 19, 38

Impuls für den Tag
Kennen sie die Geschichten vom Kleinen König? Ihre Kinder wissen bestimmt Bescheid. Der kleine König mit seinem Pferd Grete, der gern ein großer König sein möchte und dabei doch noch so viel lernen muss. Meist geht es dabei um ganz alltägliche Dinge wie das Zähne putzen, aber auch um Themen wie Streit und Versöhnung. In der Realität sind Könige selten geworden und dort wo es sie gibt beschäftigen sie sich meist mit anderen Fragen. Sie reisen durch die Welt, treffen andere Politiker, unterstützen wichtige Hilfsprojekte. Aber wie wäre es mit einem König, den unser Alltag interessiert? Einer, der nah dran ist an den Menschen. Ein König, der uns nicht allein lässt, wenn es darauf ankommt. Der klug und umsichtig ist, mit einem guten Blick für das was dem Land und den Menschen wirklich nützt. So oder so ähnlich haben sich das wohl auch die Menschen in Jerusalem gewünscht, als sie Jesus wie einen König empfingen. Dabei sah er gar nicht wie ein König aus. Den ersten Schritt dazu hat Gott schon gemacht als ER in Jesus als kleines Kind zur Welt kam. Ein hilfloser, kleiner König, der aber bereits dort Arme und Reiche friedlich an seiner Krippe vereinte. Ein Märchen? Nein – aber ein großer Schritt zu uns Menschen. Gott sei Dank!

Bezirkskatechetin Angelika Schaffrin, Marbach

 

Impuls für Donnerstag, 6. November 2025

Losung
Um meines Namens willen halte ich meinen Zorn zurück, und um meines Ruhmes willen bezähme ich mich zu deinen Gunsten, dass ich dich nicht ausrotte.
Jesaja 48,9

Lehrtext
Der Engel sprach zu Josef: Maria wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden.
Matthäus 1,21

Impuls für den Tag
Bist Du nun, Gott, die Güte
und nicht doch Zornes voll?
Der Mensch vor Dir in Blüte –
auch wenn er gar nicht lebt, so wie er soll?

Doch schaust Du ja aufs Ganze
weit über Welt und Ewigkeit
und weißt unsere Bilanz
in Summe, fern, jenseits uns’rer Zeit.

„Des Menschen Trachten böse
ist“, hast Du uns stets durchschaut,
und uns, damit er uns erlöse
aus unsrer engen ird’schen Haut,
in dieser Welt Getöse
hinein den Retter anvertraut.

So wendet sich Dein Groll,
als Eifer eines immer Liebenden, in Trost,
gleich wie der Frühling wiederkehren soll
stets ganz gewiß nach langem finst’rem Frost.

Friedemann Neef, Roßwein

Impuls für Mittwoch, 5. November 2025

Losung
Lasst uns unsere Wege prüfen und erforschen, und lasst uns zurückkehren zum HERRN!
Klagelieder 3, 40

Lehrtext
Ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung, sodass ihr prüfen könnt, was das Beste sei, damit ihr lauter und unanstößig seid für den Tag Christi.
Philipper 1, 9–10

Impuls für den Tag
Ampel. Montagmorgen. Leipzig. Der Regen klopft auf meine Kapuze. In der Scheibe vorm Bäcker schau ich mir ins Gesicht: „Na, alles im grünen Bereich?“ Ich zucke mit den Achseln und trete ein. Als ich wieder herauskomme, liegt die Tüte voll Brötchen warm in der Hand, die Tasche schwer von Plänen in der anderen, und dazu Gedanken wie aufgeregte Spatzen unterm Dach.
Doch plötzlich, zwischen Ampelrot und Croissant, frag ich mich: „Wohin eigentlich – und warum grade da lang?“ Ich habe noch gar keine Antwort gefunden, da ändere ich die Richtung. Weil irgendwas ruft. Nicht den Weg aller anderen Tage, sondern den durch den Park nehme ich heute – da wo der alte Mann auf der Bank sitzt und Enten füttert.
Ich setze mich neben ihn. Wir nicken uns zu. Ich reiche ihm ein Brötchen. Er lächelt alt und jung zugleich. Wir schauen auf den Regen, auf die Enten, auf die Welt, die mehr braucht als immer nur stur geradeaus. Manchmal reicht ein kleiner Bogen, ein freundlicher Gruß, ein Schritt aus dem Trott. Und als ich dann aufstehe und weitergehe, fühle ich mich irgendwie heimisch bei mir – und bei dem, der meine Umwege schon längst erwartet.

Sebastian Schirmer, Leipzig