Impuls für Dienstag, 4. November 2025

Losung
Ich werde wandeln vor dem HERRN im Lande der Lebendigen.
Psalm 116,9

Lehrtext
Betrachtet euch als solche, die für die Sünde tot, für Gott aber lebendig sind, in Christus Jesus.
Römer 6,11

Impuls für den Tag
Im Urlaub lernte ich einen Psalm vom Kabarettisten Hanns-Dieter Hüsch auswendig, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre.
Er beschreibt mit unseren Worten, was es heißt, als Christ angesichts von Widrigkeiten mit Ausblick auf die Ewigkeit fröhlich zu leben, wie in der heutigen Losung angedeutet:

Ich bin vergnügt, erlöst, befreit.
Gott nahm in seine Hände meine Zeit,
mein Fühlen, Denken, Hören, Sagen,
mein Triumphieren und Verzagen,
das Elend und die Zärtlichkeit.

Was macht, dass ich so fröhlich bin
in meinem kleinen Reich?
Ich sing und tanze her und hin
vom Kindbett bis zur Leich.

Was macht, dass ich so furchtlos bin
an vielen dunklen Tagen?
Es kommt ein Geist in meinen Sinn,
will mich durchs Leben tragen.
Was macht, dass ich so unbeschwert
und mich kein Trübsinn hält?
Weil mich mein Gott das Lachen lehrt
wohl über alle Welt.“

Michael Tetzner, Frohburg

Impuls für Montag, 3. November 2025

Losung
Siehe, auch jetzt noch ist mein Zeuge im Himmel, und mein Fürsprecher ist in der Höhe.
[Hiob 16,19]

Lehrtext
Weil wir denn einen großen Hohenpriester haben, Jesus, den Sohn Gottes, der die Himmel durchschritten hat, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis.
[Hebräer 4,14]

Impuls für den Tag
Vor einigen Jahren konnte ich das „Adonia“-Musical „HIOB“ in Hainichen erleben. Es ist ein modernes Musical, das die biblische Geschichte von Hiob thematisiert. Ich habe den Abend immer noch in sehr guter Erinnerung. Die Darbietung war emotional und ausdrucksstark mit beeindruckenden Chören und einer lebendigen Live-Band.
Hiobs Geschichte ist uns sicher allen bekannt. Hiob wird von seiner Frau und seinen Freunden verlassen und steht krank in Sack und Asche da. Hiob beklagt sein Leiden und hat Vorwürfe gegen Gott.
Aber er vertraut auch darauf, dass Gott sein Zeuge ist und für ihn eintritt, obwohl er am Boden zerstört ist – das ist unsere heutige Tageslosung. Trotz allem, was er erlebt und erlitten hat, weiß Hiob keinen anderen Halt als bei Gott.
Unser Vers unterstreicht den Glauben an die göttliche Gerechtigkeit und Fürsprache, die über die menschliche Erfahrung hinausgeht. Was unter Menschen möglich ist, dass Freundschaften zerbrechen und zu Feindschaften werden, das ist bei Gott nicht möglich. Er zumindest kündigt uns die Freundschaft niemals auf, auch wenn es manchmal vielleicht so aussehen mag und wir es verdient hätten. Amen.

Thomas Meyer, Roßwein

Impuls für Sonntag, 02. November 2025

Losung
Es sollen viele Völker sich zum HERRN wenden und sollen mein Volk sein.
Sacharja 2,15

Lehrtext
Gott wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein.
Offenbarung 21,3

Impuls für den Tag
Als Baron Pierre de Coubertin im 19. Jahrhundert die „Olympische Idee“ aufbrachte, war sein Ziel, junge Menschen aus allen Völkern zusammen zu bringen. In sportlichen Wettbewerben sollten sie friedlich ihre Kräfte messen. Die Idee entwickelte sich zu einer großen Sache, den Olympischen Spielen, die bis heute stattfinden.
Wie gut, wenn Menschen verschiedener Völker friedlich zusammen kommen. Da entsteht eine große Gemeinschaft, da entsteht im besten Falle Einheit in der Verschiedenheit.
Der Gott, den uns die Bibel offenbart, ist als Schöpfer der Welt ein Gott aller Menschen. Israel hatte ihn zuerst als seinen Gott angenommen. Aber der Prophet Sacharja schaut noch über die Grenzen seines Volkes hinaus: Alle Menschen, die sich ihm zuwenden, sind sein Volk.
Wie gut, dass wir als Christen um diese Berufung wissen. Jesus, Gottes Sohn, hat eine Kirche auf der ganzen Welt. Der Himmel wird gefüllt sein mit Menschen verschiedener Nationen. Und alle werden es als Freude erleben. So sollen doch Christen jetzt schon ein Leben ohne Ausgrenzung anderer führen, die nicht in mein Volk, meine Gewohnheiten oder mein Milieu passen wollen.

Michael Karwounopoulos, Bad Urach

 

Impuls für Samstag, 01. November 2025

Losung
Wenn ich schaue allein auf deine Gebote, so werde ich nicht zuschanden.
Psalm 119,6

Lehrtext
Jesus spricht: Das aber auf dem guten Land sind die, die das Wort hören und behalten in einem feinen, guten Herzen und bringen Frucht in Geduld.
Lukas 8,15

Impuls für den Tag
Du willst für mich ein gutes Leben.
So viel glaube ich zu wissen.
Du willst, dass es mir gut geht.
Mir und meinen Nächsten.
Einzig darum geht es in all deinen Geboten.
Wenn es doch so einfach wäre, sie zu erfüllen.
Doch mir fehlt der Überblick.
Allein 613 Gebote nur im Alten Testament.
Nicht alle sind gleich bedeutend für mein Leben.
Doch selbst bei den bedeutsamsten unter ihnen versage ich manchmal.
Eher häufig.
Ich breche unter der Last deiner guten Gedanken für mich.
Und frag mich dann, wie du darüber denkst.

Du willst für mich ein gutes Leben.
Und deshalb steht über jedem einzelnen Gebot die Gnade.
Deine Stimme, die mir sanft zuspricht: „Du bist genug“.
Immer dann, wenn ich es am wenigsten glaube.
Und es tut gut.
Deine Gebote vor Augen zu haben.
Und deine Gnade im Rücken.

von Christian Creutz aus Rostock

 

Impuls für Freitag, 31. Oktober 2025 – Reformationstag

Losung
Wie könnt ihr rechten mit mir? Ihr seid alle von mir abgefallen, spricht der HERR.
Jeremia 2,14

Lehrtext
Es ist hier kein Unterschied: Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie vor Gott haben sollen, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist.
Römer 3,22-24

Impuls für den Tag
Die Losung spricht mir aus dem Herzen. Wie oft begegne ich Menschen, die an Gott zweifeln und fragen:“ Wo war denn Gott, als….“
Dann werden oft Geschehnisse aus dem privaten Umfeld, politische Ereignisse oder oft auch die Kriege erwähnt. Jeder von uns könnte sicher Dinge aufzählen, die nicht in das fromme Bild eines gelingenden Lebens passen!
Ja sicher, Gott mutet uns manchmal Schicksalsschläge und großes Leid zu. Da sind wir Christen nicht ausgenommen. Manches, so denkt man, wenn man die täglichen Nachrichten sieht, passt einfach nicht in eine, von Gott gelenkte, Welt! Da kann man schon zweifeln. Schade ist nur, dass die Menschen oft erst nach Gott fragen, wenn etwas Schlimmes geschieht. Man braucht einen Schuldigen! Könnten wir es doch umdrehen! Gott jeden Tag für alles, was uns an Schönem begegnet, danken und zufrieden mit dem sein, was wir haben und erleben. Wir würden alles aus Gottes Hand nehmen und mit ihm leben- nicht nur anklagen! Ich denke da immer gern an die alte Frau, die jeden Tag eine handvoll Bohnen in die rechte Jackentasche steckte. Für jede schöne Begegnung, jedes schöne Erlebnis, jedes gute, wohltuende Wort, liess sie eine Bohne in die linke Jackentasche wandern. So konnte sie am Abend entdecken, dass der Tag doch auch gesegnet gewesen war, da sie immer mindestens eine Bohne
in der linken Jackentasche fand. Seien sie gesegnet!

Claudia Tetzner, Frohburg

 

Impuls für Donnerstag, 30. Oktober 2025

Losung
Wende dich, HERR, und errette meine Seele, hilf mir um deiner Güte willen!
Psalm 6,5

Lehrtext
Gott tröstet uns in aller unserer Bedrängnis, damit wir auch trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.
2.Korinther 1,4

Impuls für den Tag
Was ist Trost? Ich sehe eine Mutter vor mir, die ihr weinendes Kind tröstet, das sich gerade eine Schürfwunde zugezogen hat.
Dann denke ich an die Frau, die uns zum Mittagsgebet in unserer Kirche besucht hat. Sie erzählte mir, dass sie einen schweren Gang ins Krankenhaus vor sich hat. Das Gebet gab ihr Halt und stärkte sie.
Wikipedia beschreibt Trost folgendermaßen: „Trost ist die zwischenmenschliche Zuwendung an jemanden, der trauert oder anderen seelischen bzw. körperlichen Schmerz zu ertragen hat. Trost kann durch Worte, Gesten und Berührung gespendet werden.“ Das mag alles richtig und wichtig sein. Doch als Menschen, die ihre Bibel lesen, wissen wir um den Trost, der von Gott kommt. Dieser Trost geht tiefer und ist umfassender als menschlicher Trost. Davon reden unsere Bibelworte in der heutigen Losung.
Ein Hörer aus Sri Lanka hört regelmäßig die christlichen Radiosendungen von erf- global hope. Er schreibt: „Dieses Programm hat mir immer geholfen, wenn ich deprimiert war. Jedes Wort Gottes, das verkündet wird, fesselt mich zutiefst. Es inspiriert mich, optimistisch in die Zukunft zu blicken. Das ist ein göttliches Geschenk.“

Renate Henke, Meißen

 

Impuls für Mittwoch, 29. Oktober 2025

Losung
/Der HERR spricht:/ Werdet ihr meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein.
2. Mose 19,5

Lehrtext
/Jesus spricht:/ Wenn ihr meine Gebote haltet, bleibt ihr in meiner Liebe, so wie ich meines Vaters Gebote gehalten habe und bleibe in seiner Liebe.
Johannes 15,10

Impuls für den Tag
Vor nun über 25 Jahren sind meine Frau und ich einen Bund für das Leben eingegangen. Damit dies in der Form dauern und andauern kann, ist es wichtig gegenseitig auf einander zu hören. Aber auch gegenseitig etwas zu sagen. Eine offene gute Kommunikation eben. In guten und in schlechten Zeiten, so wie es damals gesagt wurde. Dann kann von einander gesagt werden: Du bist mein und ich bin dein. Die anderen Menschen dieser Erde wer- den nie so nahe an mich kommen, wie du. Ich ver- traue dir, wie auch du mir vertrauen kannst.
In unserem heutigen Losungswort sagt das Gott zu uns. Aber „Gehorchen“ klingt so fremdbestimmt, eher ihr seid die Untertanen, ich der Chef. So ist dem aber nicht, denn Gott gab uns seine Regeln, um ein gutes Miteinander unter uns zu stiften. Unser Privileg ist es, dazu erwählt zu sein, die Stimme zu kennen und nicht suchend durch das Universum zu irren.
Wir dürfen uns bei unseren Entscheidungen fragen: „Was würde Jesus dazu sagen?“
Gott hat uns zu seinem Eigentum erklärt. Wir sind sein und er will unser Gott sein, der uns in liebe durch unser Leben leitet.
Amen

Martin Gotthelf Creutz, Döbeln

 

Impuls für Dienstag, 28.10.2025

Losung
Wer zugrunde gehen soll, der wird zuvor stolz; und Hochmut kommt vor dem Fall.
Sprüche 16,18

Lehrtext
Jesus sprach: Was aus dem Menschen herauskommt, das macht den Menschen unrein.
Markus 7,20

Impuls für den Tag
Die Titanic war das größte und luxuriöseste Schiff auf den Weltmeeren. Bei ihrem Bau hatte man keine Kosten gescheut. Sie war auf der Höhe der neuesten Technik, und wer sie sah, staunte und bewunderte sie. Ihre Erbauer versicherten, dass sie absolut unsinkbar sei. Als einer der Matrosen zu Beginn ihrer Jungfernfahrt gefragt wurde, ob das Schiff wirklich unsinkbar sei, antwortete er: „Gott selbst könnte dieses Schiff nicht versenken!“ Diese Prahlerei sollte sich wenige Tage später als katas-
trophal hohl erweisen. Durch eine Kombination fataler Fehlentscheidungen, unvorhergesehener Ereignisse und einer seltsamen Laune des Schicksals wurde die Verwundbarkeit des Schiffs und damit der menschliche Hochmut grausam bloßgestellt: Die Titanic sank innerhalb von 2 Stunden und 40 Minuten und über 1500 Menschen fanden den Tod.
„Gott widersteht den Hochmütigen“, heißt es in Jakobus 4,6 und 1. Petrus 5,5. Lassen wir uns das eine Warnung sein und stattdessen Demut üben. Das heißt nicht, sich kleinzumachen, sondern dankbar anzuerkennen, dass wir alles von Gott empfangen haben. Auch unsere Kräfte und Fähigkeiten hat ER uns erst geschenkt. Wann habe ich zuletzt Danke dafür gesagt?

Almut Bieber, Arnsdorf

 

Impuls für Montag, 27. Oktober 2025

Losung
Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit. Du tust deine Hand auf und sättigst alles, was lebt, mit Wohlgefallen.
Psalm 145,15-16

Lehrtext
Johannes der Täufer sprach:
Wer zwei Hemden hat, der gebe dem, der keines hat, und wer Speise hat, tue ebenso.
Lukas 3,11

Impuls für den Tag
Vor ein paar Jahren hörte ich folgende Geschichte:

Zwei Männer sitzen zusammen und reden miteinander. Der eine fragt den anderen: „Wenn du drei Häuser hättest, würdest du mir eines davon geben?“ Der andere sagt: „Natürlich würde ich das tun.“ „Und wenn du vier Autos hättest, würdest du mir eines davon geben?“ Der andere sagt: „Natürlich würde ich das tun.“ „Und wenn du fünf Hemden hättest, würdest du mir eines davon geben?“ Sagt der andere: „Nein, das würde ich nicht tun.“ „Warum nicht?“ fragt der andere. „Weil ich fünf Hemden habe.“

Diese Geschichte deckt das Problem auf und zeigt den Grund der Ermahnung durch Johannes den Täufer, von der wir im heutigen Lehrtext lesen. Besitz kann uns besitzen. Und dann sind wir nicht mehr frei das zu tun, was richtig ist. Deswegen ist auch um unseret Willen regelmäßiges Geben eine gute Übung. Amen.

Jörg Matthies, Marbach

 

Impuls für Sonntag, 26. Oktober 2025

Losung
Weigere dich nicht, dem Bedürftigen Gutes zu tun, wenn deine Hand es vermag.
Sprüche 3,27

Lehrtext
Denn wenn in eure Versammlung ein Mann kommt mit einem goldenen Ring und in herrlicher Kleidung, es kommt aber auch ein Armer in unsauberer Kleidung, und ihr seht auf den, der herrlich gekleidet ist, und sprecht zu ihm: Setz du dich hierher auf den guten Platz!, und sprecht zu dem Armen: Stell du dich dorthin!, oder: Setz dich unten zu meinen Füßen!, macht ihr dann nicht Unterschiede unter euch und urteilt mit bösen Gedanken?
Jakobusbrief 2,2-4

Impuls für den Tag
Glanz und Gloria sind „in“. Die Medien sind gut daran uns Menschen das Schöne, das Glänzende, das Äußerliche für wahr halten zu wollen…und für haltbar. Mache ich mich auch was daraus? Ich falle doch auf, wenn ich in einem Discounter für die Tafel extra eine Tüte Lebensmittel kaufe.
Spende von Gaben am Ernte-Dank will immer neu erklärt werden. Die Hand so einfach aufzumachen, für die Bedürftigen, fällt nicht immer leicht, auch noch heute.
Jakobus setzt auf eine soziale Kompetenz. Gott macht keine Unterschiede zwischen uns Menschen, deshalb ist der goldene Ring nur eine Äußerlichkeit. Gott sieht das Herz des Menschen und wie Jesus mal seinen Jüngern nach einem Streit erklärt hat: Der Wichtigste bei Gott ist, derjenige, der anderen hilft.
Ja, es geht um das Leben, das leben will, sagte Albert Schweitzer. Wie er, gibt es seit Jahrhunderten Menschen, die uns auch Christen zeigen, wie wir miteinander leben sollen. Die Armut werden wir anscheinend nicht aus der Welt ganz schaffen. Jedoch gibt uns der Lehrtext den Impuls nicht aufzugeben und daran zu bleiben, damit das Leben lebenswert bleibt.

Sophie Heinzelmann, Hainichen