Impuls für Sonntag, 23. November 2025

Losung
Der HERR spricht: Ich habe dich zum Licht der Völker gemacht, dass mein Heil reiche bis an die Enden der Erde. Jesaja 49,6
Paulus sah eine Erscheinung bei Nacht: Ein Mann aus Makedonien stand da und bat ihn: Komm herüber nach Makedonien und hilf uns! Als er aber die Erscheinung gesehen hatte, da suchten wir sogleich nach Makedonien zu reisen, gewiss, dass uns Gott dahin berufen hatte, ihnen das Evangelium zu predigen. Apg 16,9-10

Lehrtext

Impuls für den Tag
Heute ist nicht Totensonntag, sondern der Ewigkeitssonntag. Das ist ein feiner Unterschied. Wir verehren nicht die Toten, sondern gedenken der Verstorbenen des vergangen Kirchenjahres, die uns im Glauben voraus gegangen sind. Sie dürfen das schauen, was sie hier geglaubt haben, die ewige Herrlichkeit.
Erstaunlicherweise kommen im Leipziger Land tatsächlich viele Angehörigen der Verstorbenen zum Gottesdienst und wollen danach die Gräber Ihrer Lieben besuchen. Ich werde in viele Gesichter blicken, wo alte Wunden wieder weh tun. In einer kleinen Gemeinde hatte ich die jüngste und älteste Person des vergangenen Jahres zu beerdigen. Eine Mutter mit drei Kindern verstarb im jungen Alter von 48 Jahren und eine mit 104 Jahren, die älteste Bewohnerin im Kirchspiel.
Was mich als Pfarrer angesichts des Todes reden lässt, ist die unglaubliche Hoffnung der Heiligen Schrift, die wir zu verkündigen haben. Ob wir nun jung oder lebenssatt im hohen gesegneten Alter sterben, diese Botschaft gilt allen: Gott spricht: Mein Heil reiche bis an die Enden der Erde.

Michael Tetzner, Frohburg

Impuls für Samstag, 22. November 2025

Losung
Ich bin gnädig, spricht der HERR, und will nicht ewiglich zürnen. Allein erkenne deine Schuld, dass du wider den HERRN, deinen Gott, gesündigt hast.
[Jeremia 3,12-13]

Lehrtext
Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben haben jenen, die an uns schuldig geworden sind.
[Matthäus 6,12]

Impuls für den Tag
Den heutigen Lehrtext kennen wir genau. Es ist die 5. Bitte unseres „Vaterunser“.
So oft beten wir DAS Gebet. Doch was bedeutet das wirklich für uns?
Der Mensch braucht die Vergebung und Gnade Gottes. So geht es erstmal um die Bitte um Vergebung bei Gott. Vor einiger Zeit las ich in einem Artikel den Satz: „Man darf Tiere nicht nur füttern, man muss den Stall auch ausmisten.“ Das Ausmisten unseres Stalles ist die Vergebung. Gottes Gnade und Barmherzigkeit brauchen Raum. Dazu tut die gottesdienstliche Buße und Absolution gut, noch hilfreicher ist ein seelsorgerliches Gespräch.
Die 5. Bitte ist aber auch gekoppelt mit unserem Verhalten. Es heißt „wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“ Es ist keine gesetzliche Bedingung, sondern die Folgerung aus „in der Vergebung leben“. Wir werden durch Vergebung frei von der Last, die bedrückend zwischen Menschen steht, und frei zur Liebe. Weil Gott uns vergibt, können und sollen wir ebenfalls wirklich loslassen, was andere uns angetan haben und verzeihen.
Ich möchte uns heute aufmuntern, dies aus ganzem Herzen zu tun, auf dass wir in der wirklichen Liebe Christi leben und dies auch zeigen. Amen

Thomas Meyer, Roßwein

Impuls für Freitag, 21. November 2025

Losung
HERR, du bist Gott, und deine Worte sind Wahrheit.
2.Samuel 7,28

Lehrtext
Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.
Johannes 8,31-32

Impuls für den Tag
In letzter Zeit gibt es immer mehr sogenannte „Faktenfinder“ auf seriösen Nachrichtenportalen im Internet. Da tragen Redakteure Fakten zu einem Thema zusammen, damit Menschen Aussagen von Politikern einordnen können. Das scheint notwendig zu sein. Oft glaubt man den Aussagen von Politikern nicht, weil sie Wahrheiten zu ihren Gunsten verdrehen. Die Sache mit der Wahrheit ist schwierig geworden in unserer Zeit.
Gerade da ist es gut, solch ein Bekenntnis zu lesen. David betet zu Gott und bekennt, dass seine Worte Wahrheit sind.
Wenn wir an unser Leben so etwas wie einen „Faktenfinder“ anlegen würden, der unser Leben bis ins Detail erforscht, was würde da am Ende stehen? Würde mich das, was ich erlebt habe, sagen lassen: Bei Gott finde ich Wahrheit und Halt?
Lassen Sie uns doch immer mal innehalten und fragen, was in unserer Welt wirklich gilt, die Behauptungen von Politikern und anderen einflussreichen Menschen oder das bewährte Wort Gottes, das uns in der Bibel begegnet. Ich selber weiß: Dieses Wort täuscht mich nicht. Es hält am Ende, was es verspricht. Es ist verlässlich und gut für uns Menschen. Es ist Wahrheit.

Michael Karwounopoulos, Bad Urach

Impuls für Donnerstag, 20. November 2025

Losung
Gott der HERR machte den Menschen aus Staub von der Erde und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.
1.Mose 2,7

Lehrtext
Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir; sofern ich jetzt noch im Fleisch lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat.
Galater 2,20

Impuls für den Tag
„Was wäre, wenn Gott einer von uns wäre? Nur ein Chaot wie wir alle? Nur ein Fremder im Bus, der versucht, nach Hause zu kommen?“
Sinngemäß so singt es Joan Osborne in ihrem Song „One of us“.

Ein abwegiger Gedanke?
Nicht in Anbetracht des heutigen Lehrtextes.
Christus lebt nicht weit über den Wolken, nicht in einem fernen Palast am Ende des Horizonts.
Christus lebt in mir. Und in dir.
Du bist nicht nur ein göttliches Geschöpf, in dir lebt etwas Göttliches, etwas Heiliges.
Und so ist vielleicht etwas dran an dem Gedanken des im Bus sitzenden Gottes, der versucht nach Hause zu kommen.
Wie wäre es, wenn Menschen sich so behandeln würden, als würde Christus in ihnen leben?
Wie würden sie mit sich selbst umgehen, mit ihrem Nächsten, mit ihren Mitgeschöpfen, auch den Tieren und Pflanzen?
Vielleicht beginnt es wie so oft im Kleinen.
Vielleicht beginnt es mit der Erkenntnis, dass im nervigen Arbeitskollegen, im bettelnden Obdachlosen, im traumatisierten Asylsuchenden und im einsamen Nachbarn Christus lebendig ist.

von Christian Creutz aus Rostock

Impuls für Mittwoch, 19. November 2025

Losung
Weh denen, die Unheil planen, weil sie die Macht haben!
Micha 2,1

Lehrtext
Jesus lehrt, dass Herrschaft und Macht in der Nachfolge Christi nicht dazu dienen, andere niederzuhalten.
Matthäus 20,25-26

Impuls für den Tag
Überall geht es um Macht- im Großen wie im Kleinen, ob in der Politik, im großen Weltmaßstab oder in meinem Umfeld. Dabei sind die Mächtigen nicht immer die Sympathischsten! Macht verleitet auch dazu die Bodenhaftung zu verlieren und vor allem den Blick auf meine Mitmenschen. Es ist leicht auf die Politiker zu schimpfen, weil sie ihre Macht nicht direkt für Klimaschutz, erneuerbare Energien und zum Stillen des Hungers in der Welt einsetzen. Und es wirft Fragen auf, wenn Macht dazu dient sich zu bereichern! Es braucht Menschen, die entscheiden und damit Verantwortung und Macht übernehmen. Mir ist immer wichtig, ob global oder im Kleinen, dass klar ist, wer hier Macht verleiht.
Gott gibt die Macht in Menschenhände und damit auch das Vertrauen in sie, dass sie nicht missbraucht wird, sondern dem Guten dient. Ich habe mir nicht die Macht gegeben, sondern sie wird mir gegeben. Mit dieser Sicht kann ich die Macht so ausüben, dass sie Gutes bewirkt. Heute, am Buss- und Bettag, sind wir eingeladen über unser Leben nachzudenken und Gott um die richtige Einordnung zu bitten.

Claudia Tetzner, Frohburg

Impuls für Dienstag, 18. November 2025

Losung
Der HERR ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.
Psalm 18,31

Lehrtext
Wo keine Hoffnung war, hat Abraham auf Hoffnung hin geglaubt, auf dass er der Vater vieler Völker werde.
Römer 4,18

Impuls für den Tag
David und Abraham sind in der Bibel zwei Männer, die Gott vertraut haben. Ihre Lebensgeschichten sind spannend, voller Widersprüche, Abgründe und charakterlichen Schwächen. Sie führten beide kein sündloses Leben und waren keine Heiligen. Und doch hat Gott sie berufen, auserwählt und beauftragt. Sie prägen die Geschichte, auch heute. So war Jesus ein Nachkomme von Abraham und König David. Jesus bestieg als der von Gott verheißene Retter/Messias den „Thron Davids“.
Abraham ist für Juden und Christen ein Vorbild für den Glauben und das Vertrauen auf Gott. Ja Abraham wird sogar aufgrund seines außergewöhnlich großen Vertrauens „Freund Gottes“ genannt. „Selbst wo es eigentlich keinen Grund zur Hoffnung gab, hat Abraham voller Hoffnung an den Zusagen festgehalten. Und so wurde er zum Vater von vielen Völkern – wie Gott es versprochen hatte“ (Römer 4,18; Basisbibel). Was heißt das für uns? Abraham ist DER Vater, der „Stammvater“, des Glaubens. Auch wir dürfen zu seinen Nachkommen gehören, die in allen Dingen Gott vertrauen, selbst wenn die Umstände gerade dagegen sind. Denn, was Gott zusagt und verspricht, das hält er gewiss (Psalm 33,4).

Renate Henke, Meißen

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Impuls für Montag, 17. November 2025

Losung
Die Wege des HERRN sind lauter Güte und Treue für alle, die seinen Bund und seine Zeugnisse halten.
Psalm 25,10

Lehrtext
/Jesus spricht:/ Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und allerlei Böses gegen euch reden und dabei lügen. Seid fröhlich und jubelt; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden.
Matthäus 5,11-12

Impuls für den Tag
Wenn ich in eine mir unbekannte Region komme, möchte ich gern wissen, wo ich bin und welcher Weg zum erwünschten Ziel führt. Um das herauszufinden, nutze ich gern ein Navi oder auch mal ganz old-school eine Karte. Zum Erreichen des Zieles muss ich mich an Wegweiser und Wege halten. Wenn ich Wege verlasse, kann aus dem kurzen Spaziergang eine längere Wanderung werden. Dies ist grundsätzlich nichts Schlimmes, jedoch, wenn das Zeitfenster knapp ist, ist dies eher ungünstig. Es ist gut zu wissen, dass unser Gott auch auf unseren Umwegen uns nachgeht und mit seiner Güte begleitet. Gelegentlich schickt er uns dann Menschen vorbei, die eine Meile mit uns gehen und uns weiter begleiten. Wir nehmen aus den Eindrücken der Begegnungen immer Dinge mit und geben andere ab. Manchmal sind diese auch schmerzhaft und heilsam zu gleich.
Wir dürfen wissen, dass Gott für uns Wege hat auf denen er uns begleitet, begegnet und führt. Darüber lasst uns berichten, wo und wie wir dies erlebt haben.
Amen

Martin Gotthelf Creutz, Döbeln

Impuls für Sonntag, 16. November 2025

Losung
Der HERR sah ihre Not an, als er ihre Klage hörte, und gedachte um ihretwillen an seinen Bund.
Psalm 106, 44-45

Lehrtext
Und sie steinigten Stephanus; der rief den Herrn an und sprach: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!
Apostelgeschichte 7,59

Impuls für den Tag
Weltweit sind Christen von massiver Verfolgung betroffen: mehr als 380 Millionen Christen in 78 Ländern sind intensiver oder extremer Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt. (Zahlen: Open Doors) In vielen muslimischen Ländern zahlen Christen einen hohen Preis, sie werden von ihrer Familie verstoßen, verlieren ihr Zuhause und ihren Job oder werden ermordet. In Nordkorea – dem Land mit dem höchsten Verfolgungsindex – müssen die Christen ihren Glauben strengst geheim halten. Die Menschen dort werden überwacht, bespitzelt und denunziert, der kleinste Verdacht genügt und sie werden willkürlich verhaftet oder hingerichtet. – Stephanus, von dem im heutigen Bibelwort die Rede ist, war der erste christliche Märtyrer. Ohne Gerichtsverfahren, nur aus Wut und Hass darüber, dass er Zeugnis für Jesus ablegte, wurde er gelyncht. Und doch hatte er die innere Größe, für seine Mörder zu beten, wie es auch Jesus tat. Einer, der bei Stephanus‘ Steinigung dabeistand, war Saulus. Er war wurde später selbst Christ und brachte unter dem Namen Paulus das Evangelium nach Europa. So kann Gott auch durch Not und Verfolgung Segen wirken. Deshalb beten wir für unsere verfolgten Geschwister weltweit.

Almut Bieber, Arnsdorf

Impuls für Samstag, 15. November 2025

Losung
Fülle uns frühe mit deiner Gnade, so wollen wir rühmen und fröhlich sein unser Leben lang.
Psalm 90,14

Lehrtext
Das Ziel der Unterweisung ist Liebe aus reinem Herzen und aus gutem Gewissen und aus ungeheucheltem Glauben.
1. Timotheus 1,5

Impuls für den Tag
Von 1978 bis 1990 besuchte ich die Schule. Eigentlich bin ich immer recht gern zur Schule gegangen und das Lernen fiel mir leicht. Nach dem Abitur wurde mir aber ziemlich schnell klar, dass zumindest in meinem Fall die Schule doch manche Lücken offen gelassen hatte im Blick auf die Vorbereitung auf das Leben. Das Leben besteht eben nicht nur aus der Fähigkeit, mathematische Gleichungen gut lösen zu können, in der Biologie alles über die Photosynthese zu wissen und Goethes Faust richtig zu analysieren. Nach der Schule absolvierte ich den Zivildienst in einem Krankenhaus und dessen Wäscherei. Das war körperlich keine leichte Arbeit. Den Mitarbeiterinnen dort war einigermaßen egal, ob ich Abitur hatte. Sie interessierte viel mehr der Fleiß und der Blick für die Arbeit, das Durchhalten und ein gutes Miteinander bei den Mahlzeiten. Und sie lehrten mir den Respekt und die Wertschätzung auch der sogenannten einfachen Tätigkeiten. In diesem Sinn geht es auch beim Lesen der Bibel nie nur um die Vermehrung des Wissens. Gott möchte dadurch unseren Chrakter bilden. Das Ziel der Unterweisung ist Liebe aus reinem Herzen und aus gutem Gewissen und aus ungeheucheltem Glauben. Amen.

Jörg Matthies, Marbach

Impuls für Freitag, 14. November 2025

Losung
Wie ein Adler ausführt seine Jungen und über ihnen schwebt, so breitete der HERR seine Fittiche aus und nahm sein Volk und trug es auf seinen Flügeln.
5. Mose 32,11

Lehrtext
Mein Vater, der sie mir anvertraut hat, ist mächtiger als alle. Niemand kann sie aus seiner Hand reißen.
Johannes 10,29

Impuls für den Tag
Der Vers aus dem Lehrtext stammt aus der Rede Jesu, er sagt: „ich bin der gute Hirte“. Jesus kennt die Menschen, die ihm nachfolgen!? Mein Vater kennt sie auch, sagt er weiter. Richtig, der Hirte lässt die seinen nicht im Stich, sucht nach den Schafen, die sich verirrt haben, begleitet die Herde und sucht grüne Felder zum Leben. Die Herde muss sich immer wieder auf den Weg machen.
Es ist menschlich, wenn man die Gewohnheiten nicht ändern möchte. Und doch bringt das Leben auch Umstände, an denen wir andere Perspektive bekommen, die das Gewohnte in Frage stellen. Ob diese uns willkommen sind, bleibt offen.
Das Volk Israel hat in der Wüste Momente gehabt, an denen der Zweifel an den einen Gott aufgekommen ist. Das ist so menschlich! Misstrauen und Angst vorm Neuen! Dennoch hat Gott die Seine nicht im Stich gelassen. Er hat sie auf seinen Flügeln getragen. Was für eine Ehre, wenn man es sich vorstellt.
„Ich sitze auf dem Flügel Gottes, getragen, sicher. Auf Augen Höhe!?“
Ich wünsche uns, dass wir bewusst täglich dieses Gefühl immer wieder spüren.

Sophie Heinzelmann, Hainichen