Impuls für Freitag, 29. August 25

Losung
Herr Zebaoth, du bist allein Gott über alle Königreiche auf Erden, du hast Himmel und Erde gemacht.
Jesaja 37,16

Lehrtext
Alles ist durch ihn geworden, und ohne ihn ist auch nicht eines geworden, das geworden ist.
Johannes 1,3

Impuls für den Tag
Als Christ sehe ich mein Leben als eine Idee Gottes. Ich sehe mich nicht als Produkt des Zufalls. Gott hat alles erschaffen und das in einer enormen Vielfalt.
Bei einem gemeinsamen Mittagessen mit einem sehr guten Freund zeigte ich ihm den Text der heutigen Losung/ Lehrtext. Ich kam einfach nicht weiter mit meinen Gedanken. Er lass, dachte kurz nach und meinte:“ Ich denke an die Vielfalt von Gottes Schöpfung!“ Er erzählte von seinem Spaziergang, auf dem er, ohne danach zu suchen, Pilze fand. Er ist begeisterter Pilzsammler und schwärmte von der Vielzahl an Pilzen. Diese Begeisterung habe ich für Blumen. Die Auswahl ist ebenso reichlich. Ich freue mich jedes Jahr über die Felder zum Selbstpflücken, obwohl ich nix abschneide. Zu beobachten wie sich an den Gladiolen die Blüten zeigen bereitet mir Freude. Sehr schöne unterschiedliche Farben. Danach kommen die Sonnenblumen mit ihren großen gelben Köpfen. Gottes Schöpfung ist voller Reichtum, Fülle und Farbenpracht. Alles ist durch ihn geworden.
Danke dafür.

Cathrin Vogel Schlegel

Impuls für Donnerstag, 28. August 25

Losung
Du wirst sein eine schöne Krone in der Hand des HERRN und ein königlicher Reif in der Hand deines Gottes.“ (Jesaja 62,3)

Lehrtext
Jesus sprach: „Wenn du eingeladen bist, so geh hin und setz dich untenan, damit, wenn der kommt, der dich eingeladen hat, er zu dir sagt: Freund, rücke hinauf! Dann wirst du Ehre haben vor allen, die mit dir zu Tisch sitzen.“ (Lukas 14,10)

Impuls für den Tag
Manchmal fühle ich mich unbedeutend und unsichtbar, wie ein Sandkorn in der Wüste. Doch die Losung erinnert mich daran, dass Gott mich anders sieht. Der Herr erkennt, wie kostbar ich bin, wie eine kunstvoll gearbeitete Krone, welche er in seiner Hand trägt. Wenn ich mir dieses Bild vorstelle, spüre ich Würde, Schutz und eine tiefe Zugehörigkeit.
Im Lehrtext wird klar, dass wir nicht um unseren Platz kämpfen müssen. Wenn ich in Gott vertraue, und mich „untenan“ setzte, wird mir mein Raum gegeben, aus Liebe – und mein Platz ist sicher in Gottes Plan. Ich muss ihm nichts vorspielen, nichts vergleichen oder gar drängen.
Für mich ist es Aufgabe und Trost zugleich – mich von Gott anschauen zu lassen, so wie ich bin und zu wissen, dass er mich zur richtigen Zeit ruft und aufrichtet. Nicht weil wir uns hervortun und um seine Anerkennung buhlen, sondern weil Gott Freude daran hat, uns zu ehren.
So wird aus dem unscheinbaren Sandkorn in der Wüste, in seiner Hand, ein funkelnder Edelstein – nicht durch unsere Anstrengung, sondern durch sein Licht, das in uns leuchtet. Amen.

Christiane Ranft, Neugepülzig

Impuls für Mittwoch, 27. August 25

Losung
Wen der HERR liebt, den weist er zurecht, und hat doch Wohlgefallen an ihm wie ein Vater am Sohn.
Sprüche 3,12

Lehrtext
Der Vater sprach zum älteren Sohn: Feiern muss man jetzt und sich freuen, denn dieser dein Bruder war tot und ist lebendig geworden, war verloren und ist gefunden worden.
Lukas 15,32

Impuls für den Tag
Wen Gott liebt, den berichtigt und ermahnt er — das kann ich gut nachvollziehen: Mein Sohn ist nun zwei Jahre alt und zu einem offensichtlich selbst denkenden Menschen geworden. „Papa, du sollst mir das (er)klär(e)n.“ ist einer seiner Lieblingssätze. Und wenn auch manchmal mit einem Seufzer reformuliere ich zum dritten Mal eine Sache in hoffentlich ihm angemessener und verständlicher Sprache. Erklär mir das — ich glaube darum bitten wir Gott viel zu selten, denn sicher hat er eine Sprache zur Verfügung die wir verstehen. Andererseits muss ich meinem Kind manchmal auch etwas erklären, wenn er es nicht hören will. Dann ist es schwer zu ihm durchzudringen, weil er Wut hat, oder aus der Situation entkommen will, oder über etwas einfach hinweg geht, worüber ich aber nicht einfach hinweg gehen kann. Wenn ihn die Worte dann doch erreichen, wird er machmal sehr betroffen und entschuldigt sich. Wir sind Gott gegenüber öfter wie so ein wütendes Kind und wollen nichts hören, weichen dem Unbequemen aus. Wenn wir ihn aber unseren Vater sein lassen wird er uns darin trotzdem liebevoll erziehen.

Jonathan Seidel, Moosheim

Impuls für Dienstag, 26. August 25

Losung
Der Herr behüte dich; der Herr ist dein Schatten über deiner rechten Hand, dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts.
Psalm 121,5-6

Lehrtext
Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
Philemon 1,3

Impuls für den Tag
„Zu dem brauchen sie nicht reinzugehen. Der liegt im Wachkoma. Der kann sowieso nicht mit ihnen reden.“, sagt die Krankenschwester. „Ich schaue trotzdem mal zu ihm. Man hat mich angerufen, ihn zu besuchen.“, antworte ich. Sie zuckt mit den Schultern und ich gehe zu dem Patienten. Er schaut zur Wand, doch als ich ihn berühre dreht er das Gesicht und sieht mich an. Ich erzähle ihm, wer ich bin, dass ich gerufen wurde, ihn zu besuchen und zu segnen. Als ich den Psalm 23 und anschließend für ihn bete, sehe ich Tränen in seinen Augen. Aber als ich ihn segne und dabei die Hand auflege strahlt er mich an. Es ist ein intensiver Moment der Begegnung mit Gott und miteinander, als die Tür aufgeht und die Pflegende im Raum steht. Sie hält kurz inne, schaut auf uns und sagt: „Hier ist eine völlig andere Atmosphäre im Zimmer. Was haben Sie denn gemacht?“ „Ich habe über Herrn N eben Gutes von Gott ausgesprochen, ich habe ihn gesegnet“, antworte ich. „Das ist gut, das brauchen wir alle.“ Ja! Gott segne dich.

Diemut Scherzer, Hainichen

Impuls für Montag, 25. August 25

Losung
Wenn du auf die Stimme des HERRN, deines Gottes, hörst: Gesegnet bist du in der Stadt, und gesegnet bist du auf dem Feld.
5. Mose 28, 2-3

Lehrtext
Ihr bittet und empfangt’s nicht, weil ihr in übler Absicht bittet, nämlich damit ihr’s für eure Gelüste vergeuden könnt.
Jakobus 4, 3

Impuls für den Tag
Gottes Stimme hören – kann ich dies überhaupt?
In unserer Losung für heute wird dies vorausgesetzt, gar nicht in Frage gestellt. Natürlich können wir Gottes Stimme hören.
Ich denke, dass Gott zu uns auf ganz unterschiedliche Weise spricht. So unterschiedlich wie wir Menschen sind. Im Gebet zum Beispiel, beim Bibellesen, im Singen, im Gespräch mit anderen… Und doch die Frage: Hören wir Gottes Stimme? Da ist so ein Gefühl. Vielleicht eine Unsicherheit. Ist dies wirklich Gottes Stimme oder bilde ich mir das nur ein? Wenn ich mir unsicher bin, greife ich zu Gottes Wort – meiner Bibel. Versuche mich zu fokussieren. Mein Herz, meinen Verstand, meine Augen und Ohren ganz auf dieses Wort auszu- richten. Die anderen Reize draußen zu lassen. Mir wirklich Zeit zu nehmen für Gottes Wort, ohne Ablenkungen. Gelingt mir das immer? Nein, leider nicht. Und doch sind mir diese Momente wichtig. Diese Momente geben mir die Richtung in meinem Leben vor, geben mir Kraft und bringen mich Gott ein Stück näher.
Gott segnet uns, egal wo wir sind, mit seinem Wort.
Ich danke dir Herr, dass du uns immer wieder ansprichst und segnen willst. Amen.

Sandra Barthel, Raußlitz

Impuls für Sonntag; 24. August 2025

Losung
Wir, dein Volk, die Schafe deiner Weide, danken dir ewiglich und verkünden deinen Ruhm für und für. (Psalm 79,13)

Lehrtext
Jesus spricht: Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich.
(Joh. 10,14)

Impuls für den Tag
Auf dem Dachboden der Kirche steht ein Schaf aus Holz. Es schaut einen freundlich an. Jemand hat ihm geschickt ein fröhliches Gesicht gemalt. Das Fell besteht aus angeklebter Wolle. Einmal im Jahr wird es in die Kirche getragen. In der Adventszeit für die Krippenspielproben. Dann hat es am Heiligen Abend seinen großen Auftritt und steht genau neben der Krippe aus Holz zusammen mit den Hirten. Und die Gemeinde singt dabei: „Kommet, ihr Hirten“. Nach Weihnachten steht es dann wieder oben auf dem Dachboden und gerät wieder in Vergessenheit.
Dabei spielen Hirten und Schafe nicht nur in der Weihnachtsgeschichte eine Rolle. Sondern an vielen Stellen in der Bibel haben sie ihren Auftritt. Denn mit Hirten und Schafen wird die Güte und Fürsorge Gottes für uns Menschen verglichen. Wir sind wie Schafe auf Gottes Weide und Jesus ist der gute Hirte. Was für eine beruhigende Vorstellung. Denn so kann ich darauf vertrauen: Jesus verliert mich nicht aus dem Blick, ich gerate nicht irgendwo in den Winkeln des Lebens in Vergessenheit, bei Jesus spiele ich immer eine Rolle. Dafür bin ich dankbar! Amen.

Heiko Jadatz, Roßwein

 

Impuls für Samstag; 23. August 2025

Losung
Mir hast du Arbeit gemacht mit deinen Sünden und hast mir Mühe gemacht mit deinen Missetaten. Ich, ich tilge deine Übertretungen um meinetwillen und gedenke deiner Sünden nicht.
Jesaja 43, 24-25

Lehrtext
Jesus antwortete ihnen: Mein Vater wirkt bis auf diesen Tag, und ich wirke auch.
Johannes 5, 17

Impuls für den Tag
Seit fünf Jahren gibt es die Tagesimpulse. Sie sind zu Beginn der Coronapandemie entstanden, als wir uns fragten: Was können wir tun in so einer undurchsichtigen Zeit, für die es weder Erfahrungen noch verlässliche Strategien gab. Schulen und Kitas waren geschlossen, das Arbeiten im Homeoffice wurde erfunden, Gottesdienste fanden nicht mehr statt, soziale Kontakte wurden auf ein Mindestmaß reduziert. Heute sprechen wir von der Aufarbeitung dieser Zeit. Dabei wird immer wieder nach Schuldigen gesucht und den Verantwortlichen von damals gern der „Schwarze Peter“ zugeschoben. Ich denke, keine Entscheidung wurde leichtfertig getroffen. Aber, wer keine Verantwortung hat, kann sich immer prima über die Fehler der anderen beschweren. Dabei sind wir alle nicht fehlerfrei. Aber gemeckert ist schnell und es lenkt prima von den eigenen Schwachstellen ab. Corona mit all seinen Tücken ist Vergangenheit. Die Tagesimpulse – als „Kind“ dieser Zeit sind geblieben. Scheinbar war doch nicht alles schlecht. Und ohne Corona gäbe es sie sicher nicht. Impulse, die jeden Tag viele Menschen erreichen und berühren. Gott wirkt – auch heute. Und so kann es sein, dass aus Fehlern und Niederlagen doch Gutes wachsen kann.

Bezirkskatechetin Angelika Schaffrin, Marbach

 

Impuls für Freitag; 22. August 2025

Losung
Nehmt euch in acht bei eurem Tun, denn beim HERRN, unserem Gott, gibt es keine Ungerechtigkeit und kein Ansehen der Person und keine Bestechlichkeit.
2.Chronik 19,7

Lehrtext
Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist.
Epheser 5,10

Impuls für den Tag
Kürzlich in einer TV-Doku über die US-amerikanische „Freiheit“ wurde sehr deutlich, dass das oft nur die Anmassung ist, das persönliche Ego voll und ganz auszuleben, egal wie sich das auf die Mitmenschen, auf die Gesellschaft oder gar auf die Welt auswirkt. Ihr Anführer macht das ja gerade hemmungslos und aufs Widerwärtigste und Absurdeste vor…. Und auch hierzulande gibt es viele ZeitgenossInnen, die diesen „Traum“ anhimmeln, nur ihr eigenes Ich „pflegen“ und jede (in einem Zusammenleben immer notwendige) Regulierung als unerträglichen Eingriff in ihre (falsch verstandene) „Freiheit“ missverstehen. Es gibt dann keine andere Richtschnur als nur das eigene „ICH“. Da trifft die Warnung ganz ins Schwarze: „Nehmt euch in Acht!“ Vor Gottes allsehendem Auge könnt ihr nicht davonlaufen, und Er, der Gerechte, sieht es, wenn ihr ungerecht seid, andere benachteiligt oder nur im Hinblick auf euer eigenes Fortkommen bewertet. Ihr werdet damit in eine persönliche Sackgasse laufen – früher oder später, aber zwangsläufig. Und wir sollten dann nicht die Dinge verdrehen und auf einen „zornigen“ Gott schimpfen. Es liegt ganz bei uns – und Freiheit muss immer die Freiheit des anderen sein.

Friedemann Neef, Roßwein

 

Impuls für Donnerstag; 21. August 2025

Losung
Gott spricht: Im Schweiß deines Angesichts wirst du dein Brot essen, bis du zum Erdboden zurückkehrst, denn von ihm bist du genommen. Denn Staub bist du, und zum Staub kehrst du zurück.
1. Mose 3, 19

Lehrtext
Wer auf den Boden seiner selbstsüchtigen Natur sät, wird von seiner Selbstsucht das Verderben ernten. Aber wer auf den Boden von Gottes Geist sät, wird von diesem Geist das ewige Leben ernten.
Galater 6, 8

Impuls für den Tag
Eine Frau sitzt am Küchentisch. Vor ihr liegt Brot – warm, dampfend und einladend. Sie bricht es. Die Krumen duften nach Sommerfeldern, nach Regen, nach der Geduld vieler Tage. Licht fällt von draußen in sichtbaren Strahlen auf den Tisch, legt sich auf die dampfende Kruste und taucht das Brot in sanftes, wohliges Gelb. Dieses Brot ist nicht nur Mehl und Wasser – es ist aus Geschichten geformt, aus Händen, die säten, aus Mündern, die beteten, aus Leben, das sich verschenkte.
„Staub bist du, und zum Staub kehrst du zurück.“ Auch dieses Brot. Auch ich. Aber vielleicht ist das gar kein Urteil, sondern vielmehr eine Einladung. Denn Staub trägt Spuren: von Licht und Wasser, von Schritten und Stimmen, von Händen, die ihn einst zu Brot formten, als das Brot noch nicht Staub war. Staub ist Anfang und Wiederkehr. Bedächtig, langsam isst sie, als könnte sie so die Zeit dehnen. Und sie weiß: Alles, was sie ist, wurzelt in einem, der sich selbst schenkt, der mich schenkt, der dieses Brot schenkt. Und sie, sie verdankt sich – dem, der den Staub mit Atem füllt und ihn segnet. Alles hat Wurzeln in einem Anderen – in einem, der sich neigt und gibt.
Das Brot wird weniger. Ihr Herz wird voller.

Sebastian Schirmer, Leipzig

 

Impuls für Mittwoch; 20. August 2025

Losung
Nur Hauch sind die Menschen, Trug die Sterblichen. Auf der Waage schnellen sie empor, allesamt leichter als Hauch.
Psalm 62,10

Lehrtext
Sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motten noch Rost sie fressen und wo Diebe nicht einbrechen und stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.
Matthäus 6,20-21

Impuls für den Tag
Waren Sie damals beim Deutschen Evangelischen Kirchentag 2011 in Dresden dabei? Das Thema war „… da wird auch dein Herz sein“. Beeindruckt hat mich der Abschlussgottesdienst auf zwei Bühnen dieseits und jenseits der Elbe. Als gebürtiger Dresdner war ich stolz, dass in der Landeshauptstadt fünf Tage lang der christliche Glaube Thema war. Und immer wenn ich Matthäus 6,21 lese, denke ich daran. Das Herz bei dem haben, was Bestand hat und nicht abhängig ist von der aktuellen Politik. Tatsächlich nehmen wir uns Sterbliche oft viel zu schwer, dabei sind wir ein Windhauch – wie es in der heutigen Losung heißt: „Auf der Waage schnellen sie empor, allesamt leichter als Hauch.“ – Mehr als 120 000 Menschen waren damals beim Gottesdienst in Dresden dabei. Das Bild hängt heute noch in meinem Arbeitszimmer. Im Hintergrund ist die Carola-Brücke zu sehen, wo ein Teil am 11. September 2024 eingestürzt ist. Die Reste der Brücke werden bis Ende September beseitigt sein. Für mich ein starkes Bild für die Vergänglichkeit unseres Bauens und Tuns. Deshalb möchte ich mein Herz an dem festmachen, was ewig Bestand hat. Denn wo mein Schatz ist, da ist auch mein Herz.

Michael Tetzner, Frohburg