Impuls für Samstag, 31. Mai 2025

Losung
Wohl dem, der barmherzig ist und gerne leiht und das Seine tut, wie es recht ist!
Psalm 112,5

Lehrtext
Die Reichen sollen Gutes tun, reich werden an guten Werken, freigebig sein und ihren Sinn auf das Gemeinwohl richten. So verschaffen sie sich eine gute Grundlage für die Zukunft, die dazu dient, das wahre Leben zu gewinnen.
1.Timotheus 6,18-19

Impuls für den Tag
Großzügig sein, gerne geben! Das höre ich heute aus diesen Worten der Losung heraus.
Ein solches Verhalten prägt unsere Gesellschaft zum Guten hin und gehört zur DNA des Reiches Gottes – zur Kirche und Gemeinde. Diese Grundhaltung finden wir in der gesamten Bibel, auch in der jüdischen Community.
Menschen sollen einander zum Segen sein, einander Gutes tun – im Umgang miteinander das Wohl des anderen im Sinne haben, einander barmherzig begegnen. Menschen, die sich an der Bibel orientieren machen so den Unterschied in der Gesellschaft. Sie sind, wie Jesus es sagt, Salz der Erde und Licht der Welt.
Eine Legende erzählt von einem Rabbi, der Gott bittet, den Himmel und die Hölle sehen zu dürfen. Das wird ihm gewährt. Und er sieht: Alle sitzen sowohl in der Hölle, als auch im Himmel um einen großen, mit köstlichem Essen gefüllten Topf. Alle haben lange Löffel. Die in der Hölle bemühen sich verzweifelt den langen Löffel in ihren eigenen Mund zu führen, das gelingt ihnen nicht und sie leiden weiter Hunger. Diejenigen im Himmel geben sich gegenseitig das Essen – und es werden alle satt.

Renate Henke, Meißen

Impuls für Freitag, 30. Mai 2025

Losung
Fröhlich lass sein in dir, die deinen Namen lieben!
Psalm 5,12

Lehrtext
Die Apostel gingen aber fröhlich von dem Hohen Rat fort, weil sie würdig gewesen waren, um Seines Namens willen Schmach zu leiden, und sie hörten nicht auf, alle Tage im Tempel und hier und dort in den Häusern zu lehren und zu predigen das Evangelium von Jesus Christus.
Apostelgeschichte 5,41-42

Impuls für den Tag
Fröhlich sein und Christsein geht das miteinander? Christsein ist doch eine ernste Sache und diese braucht doch eine gewisse Seriosität. Da ist es wichtig sachlich und getragen zu sein. Sind so die Erwartungen und Vorstellungen, wie ein Christ ist, von den Menschen in unserem Umfeld oder haben wir dies in der Form für uns verinnerlicht?
Wenn wir über das Evangelium sprechen, sprechen wir da über die Frohe Botschaft? Machen uns frohe Botschaften noch fröhlich? Und trauen wir uns diese Fröhlichkeit öffentlich zu zeigen? Was hindert uns daran dies zu tun? Ist uns dieser fröhliche Geist der ersten Christen verloren gegangen?
Kann ich zugleich ernsthaft und fröhlich mein Leben als Christ leben? Ich denke schon.
Ich erlebe, wenn jemand für eine Sache brennt, dann ist diese Person fröhlich dabei. Sie strahlt von innen nach außen und er ist so attraktiv. Wir dürfen durch und mit unserem Christsein strahlen. Wir müssen es nicht als Prozession vor uns hertragen sondern können es fröhlich leben.
So erleben wir es nicht als eine Bürde sondern als eine froh machende, fröhliche Freiheit.
Amen

Martin Creutz, Döbeln

Impuls für Donnerstag 29. Mai 2025

Losung
Der HERR spricht: Ich will Frieden geben in eurem Lande, dass ihr schlaft und euch niemand aufschrecke.
3.Mose 26,6

Lehrtext
Jesus spricht: Ich treibe die bösen Geister mit dem Finger Gottes aus, und daran könnt ihr sehen, dass Gott schon angefangen hat, mitten unter euch seine Herrschaft aufzurichten.
Lukas 11,20

Impuls für den Tag
Haben Sie gut geschlafen? Ich hoffe sehr! Laut Statista (2022) leiden 43% der Deutschen unter Schlafproblemen. Schlafmangel kann auf Dauer zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen. Ein häufiger Grund für Schlafprobleme sind psychi-
sche Störungen wie Ängste und Depressionen – sie können sowohl Ursache als auch Symptom sein und sollten medizinisch oder psychologisch abgeklärt werden. Wie beneidenswert mag uns da König David erscheinen, der trotz massiver äußerer Prob-
leme sagen konnte „Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; denn allein du, HERR, hilfst mir, dass ich sicher wohne.“ (Psalm 4,9). Was ist sein Geheim-
nis? Er wendet sich in seiner Not an Gott, von IHM allein erwartet er Trost, Schutz und Hilfe. Auch ich kann es aus eigener Erfahrung sagen: Mit einem vertrauensvollen Gebet beim Schlafengehen, Dank-
barkeit für den vergangenen Tag und das Abgeben von Sorgen und Problemen an meinen himmlischen Vater kann ich dann meistens ruhig und friedlich schlafen. Versuchen Sie es doch auch einmal, z.B. mit einem formulierten Abendgebet wie Psalm 4 oder Luthers Abendsegen. Auch im Internet sind gute Abendgebete zu finden, z.B. bei jesus.de. Und dann „flugs und fröhlich geschlafen“! (Luther)

Almut Bieber, Arnsdorf

Impuls für Mittwoch, 28. Mai 2025

Losung
Zur letzten Zeit wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.
Jesaja 2,2.4

Lehrtext
Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird.
Hebräer 12,14

Impuls für den Tag
Gewalt und Krieg können viele Formen annehmen. Ich begegnete zum Beispiel vor etlichen Jahren einem Mann. Dieser behauptete von sich, Pazifist zu sein. Aber anscheinend galt das nicht für seinen Umgang mit Worten. Diese flogen nicht selten wie tödliche Pfeile durch den Raum. Wie geht man damit um, wenn man angegriffen wird, ob nun mit Worten oder anderen Waffen? Wie soll man sich im Angesicht von Bedrohungen durch eine fremde Armee verhalten? Was soll man tun, wenn der Gegner den eigenen Tod möchte, ja die Ausrottung des Gegners zu seinem höchsten Ziel erklärt hat? Es gibt hier keine einfachen Antworten. Die Erfahrung besagt aber, dass Krieg wohl immer das Potential hat, auf allen Seiten zu eskalieren. Und Kriegsverbrechen gibt immer auf allen Seiten. Vor diesem Hintergrund erscheint die heutige Losung sehr hoffnungsvoll. Es wird eine Zeit geben, in der wir Menschen nicht einmal mehr lernen werden, Krieg zu führen. Das bedeutet, Krieg und alles, was damit zusammenhängt, wird vollständig aus den Köpfen der Menschen verbannt sein. Bis dahin lasst uns um Frieden beten und vorleben, wie Frieden untereinander aussehen kann. Amen.

Jörg Matthies, Marbach

Impuls für Dienstag, 27. Mai 2025

Losung
Wo ist ein Fels außer unserm Gott?
Psalm 18,32

Lehrtext
Wir dachten bei uns selbst, zum Tode verurteilt zu sein. Das geschah aber, damit wir unser Vertrauen nicht auf uns selbst setzten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt, der uns aus solcher Todesnot errettet hat und erretten wird. Auf ihn hoffen wir, er werde uns auch hinfort erretten.
2. Korinther 1,9-10

Impuls für den Tag
Wie oft stehe ich an einer Felskante und überprüfe die Höhe? Denn ich bin nicht schwindelfrei! Was hat der Psalmist erlebt, um zu behaupten, dass Gott der Fels ist, auf dem er stehen kann? Ist er so wie Paulus verfolgt worden? Welchen Halt gibt uns der Fels überhaupt? Er ist ein fester Grund unter den Füßen – standhafte, unerschütterlich und aus Granit erosionsfrei – ein Fundament. Ich kann mich auf diesem Fundament verlassen, Vertrauen behalten.
Der Fels kann hoch und fest in der Landschaft stehen. Er gibt einem den Eindruck, dass nichts ihn zerstören kann.
Nach Paulus ist Gott der einzige Fels, auf dem man vertrauen kann. Viele Menschen haben sich im Laufe ihres Lebens auf ihn verlassen, in Guten wie auch in Leidenszeiten. Er soll uns die „Ausdauer“ geben, diese Zeiten zu überstehen. Gab es Situationen, wo ich, wo Sie Gott als ein Fels erlebt haben? Wo Sie die Hoffnung nicht verloren haben und diesem Fundament wie Dietrich Bonhoeffer vertraut haben?
„Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“

Sophie Heinzelmann, Mittweida

Impuls für Montag, 26. Mai 2025

Losung
Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth.
Sachara 4,6

Lehrtext
Der Engel sprach zu Maria: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden
Lukas 1, 35

Impuls für den Tag
Es gibt so viele Menschen in dieser Welt, unserem Land und auch in meiner Umgebung, die glauben, dass man alle Probleme durch Druck oder Macht lösen kann.
Dabei sehen wir doch auch und gerade in den politischen und militärischen Konflikten, dass diese Kräfte oft nicht viel bewirken können.
Unsere Losung sagt, dass es nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch Gottes Geist geschehen wird. Dabei ist nicht benannt, was „es“ ist. Ich will hier keine Beispiele dafür aneinanderreihen, was nicht durch Kraft oder Heer geschieht, sondern will darauf hinweisen, dass es auf den Geist ankommt, in dem Menschen miteinander umgehen.
Durch unsere Taten zeigen wir, wes Geistes Kind wir sind. Zeigt unser Leben, dass wir Kinder Gottes sind und im Heiligen Geist handeln? Zu begreifen, dass nicht der Druck, die Macht, der Zwang es ist, der Dinge verändern und erneuern kann, sondern der
Geist Gottes, ist ein erster Schritt.

Gerold Heinke, Marbach

Impuls für Sonntag, 25. Mai 25

Losung
Du sollst dein Herz nicht verhärten und deine Hand nicht zuhalten gegenüber deinem armen Bruder.
5. Moses 15,7

Lehrtext
Meine Brüder und Schwestern! Was nützt es, wenn jemand behauptet zu glauben, sich der Glaube aber nicht in Taten zeigt?
Jakobus 2,14

Impuls für den Tag
Unsere Welt scheint oft von Ellenbogenmentalität und Neid geprägt zu sein. Viele Menschen sind sich selbst die Nächsten, während echte Großzügigkeit und Mitgefühl selten zu sein scheinen. Vielleicht war es schon immer so. Doch mitten in dieser Realität ruft uns Gott dazu auf, unser Herz nicht zu verhärten und unsere Hände nicht zu verschließen.

Glaube ist mehr als Worte, mehr als Überzeugungen – er wird sichtbar im Handeln. Es kann entmutigend sein, wenn unsere Güte auf Ablehnung oder Undank stößt. Doch wahre Nächstenliebe erwartet keine Gegenleistung. Sie verändert nicht nur die Welt um uns herum, sondern auch uns selbst.

Wenn die Gesellschaft hart erscheint, ist es umso wichtiger, ein Licht der Menschlichkeit zu sein. Jede kleine Tat des Mitgefühls – ein ehrliches Zuhören, eine helfende Hand, ein freundliches Wort – durchbricht die Kälte und zeigt Gottes Liebe in unserer Welt. Lass dich nicht von der Härte entmutigen, sondern erkenne die Kraft in deiner Haltung. Dein kleines Licht mag unscheinbar wirken, aber es strahlt heller, als du denkst. AMEN.

Christiane Ranft, Neugepülzig

Impuls für Samstag, 24. Mai 25

Losung
Du allein kennst das Herz aller Menschenkinder.
1.Könige 8,39

Lehrtext
Jesus sah Nathanael kommen und sagt von ihm: Siehe, ein rechter Israelit, in dem kein Falsch ist. Nathanael spricht zu ihm: Woher kennst du mich?
Johannes 1,47-48

Impuls für den Tag
Wann haben Sie sich zuletzt wie ein Kind gefühlt? Damit können äußerst positive, aber auch negative Erinnerungen verbunden sein: „Ich werde behandelt wie ein Kind!“ oder „Da konnte ich mal wieder so richtig Kind sein!“ Wir alle – insofern wir es möchten – sind Gottes Kinder. Welche Gefühle kommen in Ihnen auf, wenn Sie sich das vergegenwärtigen? Ist Gott für Sie eher jemand, vor dem Sie sich klein und unbedeutend vorkommen, oder jemand, der in Ihr Herz schaut mit aller kindlichen Freude, Wut, Einsamkeit und Dankbarkeit, die darin ist, und der all das nicht belächelt, sondern liebevoll zur Kenntnis nimmt und Ihnen eine väterliche Umarmung anbietet? Je nachdem, welche Erfahrungen wir mit unseren irdischen Eltern und Bezugspersonen gemacht haben, fällt auch unsere Vorstellung von Gott aus. Wie gut, dass er nicht ein Gott unserer Vorstellungen ist, sondern ein lebendiger, souveräner, liebevoller und zugewandter Gott. Er allein kennt das Herz aller Menschenkinder, und so wie er Nathanael mit seiner Perspektive überrascht, so will er all seinen Kindern begegnen. Dabei ist er sanft und drängt sich nicht auf. Seine Arme sind offen – wollen Sie seine väterliche Umarmung heute annehmen?

Johanna Seidel, Moosheim

Impuls für Freitag, 23. Mai 25

Losung
Ich will sie sammeln von den Enden der Erde, unter ihnen Blinde und Lahme, Schwangere und junge Mütter, dass sie als große Gemeinde wieder hierher kommen sollen.
Jeremia 31,8

Lehrtext
Da wurde der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knecht: Geh schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt und führe die Armen und Verkrüppelten und Blinden und Lahmen herein.
Lukas 14, 21

Impuls für den Tag
Wer sind wir in der Geschichte vom großen Festmahl, die Lukas in seinem Evangelium erzählt? Die zuerst eingeladenen Gäste? Der einladende Knecht? Die zuletzt Eingeladenen? Ich nehme wahr, dass wir in allen drei Personengruppen stecken. Bekommen Menschen eine Einladung in die Gemeinde, hören wir oft ein wages „Vielleicht“ oder „Ich überlege mir das…“. Womöglich haben auch Sie auf eine Einladung schon so reagiert. Dann ist der Termin, und weil man nicht konkret zugesagt hat, nimmt man sich die Freiheit anderes, vielleicht auch Wichtigeres zu tun. Aus Erfahrung weiß ich aber auch, was es bedeutet, immer wieder Ablehnungen auf Einladungen zu erfahren oder ins Leere zu laufen. Irgendwann spreche ich demjenigen gegenüber keine Einladung mehr aus. Enttäuschung und Trauer lassen mich verstummen.
Dann die zornige Einladung an die Rechtlosen, Kranken und Armen. Sie kommen! Braucht es erst eine menschliche Noterfahrung, bevor wir uns zum Fest des Glaubens einladen lassen? Sicher nicht immer, aber oft! Es ist gut, dass Gott immer wieder einlädt. Er möchte mit uns feiern, das heißt, gemeinsam Zeit verbringen, reden und hören, essen und Dasein. „Wir sind eingeladen.“

Diemut Scherzer, Hainichen

Impuls für Donnerstag, 22. Mai 25

Losung
HERR, lass den Geringen nicht beschämt davongehen.
Psalm 74,21

Lehrtext
Die kanaanäische Frau fiel vor Jesus nieder und sprach: Herr, hilf mir! Aber er antwortete und sprach: Es ist nicht recht, dass man den Kindern ihr Brot nehme und werfe es vor die Hunde. Sie sprach: Ja, Herr; aber doch essen die Hunde von den Brosamen, die vom Tisch ihrer Herren fallen. Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: Frau, dein Glaube ist groß. Dir geschehe, wie du willst! Und ihre Tochter wurde gesund zu derselben Stunde.
Matthäus 15,25-28

Impuls für den Tag
Bei unserem Lehrtext für heute, zieht es mir im ersten Moment jedes mal das Herz zusammen.
Ich versteh nicht, warum Jesus so reagiert. Wahrscheinlich hätte ich aufgegeben und wäre gegangen, doch diese Frau glaubt, vertraut…

Und dann sagt Jesus zu dieser Frau: ‚Frau, dein Glaube ist groß. Dir geschehe, wie du willst!‘

Dein Glaube ist groß.
Die Frau diskutiert nicht mit Jesus, über das, was er zu ihr gesagt hat. Sie sagt einfach: ‚Ja.‘ Sie gibt im recht. Sie akzeptiert, was er sagt. Auch wenn es hart ist.
Sie hat Jesus als Herrn in ihrem Leben angenommen. Er bestimmt, er vergibt, er führt und leitet.
Und Gottes Gnade ist ein Geschenk, dass weiß sie. Sie nimmt dieses Geschenk an, sie vertraut Jesus und sie glaubt ganz fest, dass er Wunder geschehen lassen kann.

Ich bewundere diese Frau. Und ich möchte Gott bitten, dass er jedem von uns, einen solch festen Glauben schenken möge. Amen.

Sandra Barthel, Raußlitz