Impuls für Ostermontag, 21.4.25

Losung
Wenn ihr euch von ganzem Herzen zu dem HERRN bekehren wollt, so tut von euch die fremden Götter.
1.Samuel 7,3

Lehrtext
Für uns gilt: Nur einer ist Gott – der Vater. Alles hat in ihm seinen Ursprung, und er ist das Ziel unseres Lebens. Und nur einer ist der Herr: Jesus Christus. Alles ist durch ihn entstanden, und durch ihn haben wir das Leben.
1.Korinther 8,6

Impuls für den Tag
Was haben Buddha, Lenin, Napoleon, Hitler, Caesar, Tutanchamun, Mao Zedong, Putin und Trump gemeinsam? Sie ließen und lassen sich alle von ihren Untertanen wie einen Gott feiern. Die Weltgeschichte ist voll von selbsternannten Göttern, ihren Inszenierungen, ihrem Machtgehabe und ihrer Sucht nach Bewunderung. Selbsternannte Gottkönige, mächtige Manager und schöne Influencerinnen suchen unsere Anerkennung, unsere Unterordnung, wollen unsere Meinung und unser Konsumverhalten prägen, uns manipulieren und damit unfrei machen. Schon viele Menschen wollten Gott sein!

Aber nur ein Gott wollte Mensch sein. Gott, unser Vater und Schöpfer des Universums ist ein heruntergekommener Gott. In seinem Sohn Jesus Christus lässt er sich hassen und ablehnen und schließlich auf grausamste Weise foltern und töten. Was ihn dazu treibt? Eine unbändige Liebe zu uns als seinen Geschöpfen. Er möchte unserem Leben einen Sinn geben, indem er unsere Fragen nach Ursprung und Ziel unseres Lebens beantwortet. Durch seine Auferstehung hat er die Macht des Todes endgültig gebannt. Allen, die daran glauben, schenkt er das Leben in Fülle, welches kein leiblicher Tod je beenden kann.

Almut Bieber, Arnsdorf

Impuls für Ostersonntag, 20. April 2025

Losung
Als Hiskia den Brief gelesen hatte, ging er hinauf zum Hause des HERRN und breitete ihn aus vor dem HERRN.
2. Könige 19,14

Lehrtext
Jesus nahm mit sich Petrus, Johannes und Jakobus und ging auf einen Berg, um zu beten.
Lukas 9,28

Impuls für den Tag
Vor mehr als 2.500 Jahren wollte Sanherib, der König des mächtigen Assyrien, auch Jerusalem erobern. Boten brachten Hiskia, dem König von Juda, diese Botschaft mit einem Brief. Assyrien war für seine auch für damalige Verhältnisse enorme Gewalt bekannt. Hiskia war verständlicherweise in Sorge und Angst. Aber er überließ der Sorge und der Angst nicht das Feld, sondern er brachte sie und mit ihnen auch den Brief von Sanherib vor Gott. Dieser erhörte Hiskias Gebet und rettete Juda und die Menschen, die dort lebten, vor der assyrischen Gewalt. Diese Geschichte macht Mut, wieder eine eigentlich sehr bekannte Aussage über Gott in den Blick zu nehmen: Gott greift ein in die Geschichte von Menschen, Ländern, ja der ganzen Welt. Und weil das so ist, deswegen sind Gebete wie die von Hiskia keine Zeitverschwendung. Es lohnt sich zu beten. Denn was wir tun können, das ist nicht alles. Unser Gott ist ein Gott, dem selbst ein mächtiger Mann wie Sanherib nicht überlegen ist. Das soll uns Mut machen, treu und mutig zu beten. Für seine Macht ist nichts zu groß oder zu klein. Zum Schluss ein Zitat von Corrie ten Boom: Gefaltete Hände sind stärker als geballte Fäuste. Amen.

Jörg Matthies, Marbach

Impuls für Karsamstag, 19. April 2025

Losung
Der HERR hat mich gesandt, zu verkündigen, ein gnädiges Jahr des HERRN und einen Tag der Rache unseres Gottes.
Jesaja 61,1.2

Lehrtext
Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.
Lukas 23,43

Impuls für den Tag
„Der Geist Gottes, des Herrn, ruht auf mir, denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, den Armen gute Nachricht zu bringen und gebrochene Herzen zu heilen. Den Gefangenen soll ich zurufen, dass sie frei sind und ihre Fesseln gelöst werden. Er hat mich gesandt, ein Jahr auszurufen, in dem der Herr Freiheit schenkt. Ich soll einen Tag ansagen, an dem Gott das Unrecht wiedergutmacht. Ich soll alle Trauernden trösten.“ Jes 61,1-2 (BB)
Ganze Verse, die hoffnungsvoller sind als die kurze Fassung der Losungen. Ein Tag der Rache!? Wie missverständlich ist dieses Wort! Von Wiedergutmachung spricht die BasisBibel. Das passt zum Vers aus dem Lukasevangelium. Jesus macht dem Menschen, der mit ihm am Kreuz stirbt, die Hoffnung auf das Paradies. Jesaja macht den Menschen im Exil Hoffnung. Ja, die Welt kann sich zum Guten ändern. Es braucht Ausdauer und Geduld, vielleicht auch Opfer. Nur nicht nachlassen, auf die Menschen zugehen, trösten, zuhören und den Grund dafür nennen.
Senkt nicht das Haupt. Schaut nach vorne! Bald ist Ostern – der Beginn des Lebens! Rufen wir es laut:
Christ ist auferstanden!

Sophie Heinzelmann, Hainichen

Impuls für Karfreitag, 18. April 2025

Losung
Er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst.
Jesaja 9,5

Lehrtext
Gott war in Christus und versöhnt die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung.
2.Korinther 5,19

Impuls für den Tag
Ich habe mich vor kurzem sehr aufgeregt und fühlte mich von meiner Familie ungerecht behandelt. Es wurmte mich, dass ich es nicht gut sein lassen konnte und habe es mit meinem Tun nur noch schlimmer gemacht. Da merkte ich, das Vergebung eine Herausforderung ist – besonders, wenn man sich ungerecht behandelt fühlt. Doch genau hier wird die Botschaft der Versöhnung in 2. Korinther 5, 19 lebendig: Gott hält uns unsere Fehler nicht vor, sondern schenkt uns Gnade und Frieden. Jesus selbst ist für mich das größte Vorbild. Trotz Verrat, Schmerz und Unrecht begegnete er seinen Peinigern mit Vergebung und betete am Kreuz: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“ (Lukas 23, 34)
Versöhnung muss nicht bedeuten, dass eine Beziehung genauso wird wie vorher, sondern dass wir innerlich heil werden und nicht im Groll gefangen bleiben.
In einer Welt voller Konflikte ist die Botschaft der Versöhnung aktueller denn je. Sie lädt uns ein, Brücken, statt Mauern zu bauen, in kleinen Gesten der Liebe und in großen Entscheidungen des Lebens. Frieden beginnt in uns selbst – und Gott schenkt uns die Kraft, Frieden zu leben. Amen.

Christiane Ranft, Neugepülzig

Impuls für Gründonnerstag, 17. April 2025

Losung
Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand.
Psalm 73,23

Lehrtext
Jesus betete:
Vater, willst du, so nimm diesen Kelch von mir; doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe! Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel und stärkte ihn.
Lukas 22,42-43

Impuls für den Tag
Lass diesen Kelch an mir vorübergehen!
…Wie vertraut ist mir dieser Gedanke. Wenn ich höre von Schicksalsschlägen und Leidenswegen, schleicht sich leicht dieser Satz ein — Gott, ich weiß, es gibt viel Leid auf dieser Welt, aber bitte lass mich selbst möglichst wenig davon erleben. Es hilft mir in solchen Angst-Momenten, davon zu lesen, dass auch Jesus nicht gern gelitten hat. Niemand leidet gern. Nicht einmal Gottes Sohn, der eben so ganz und gar Mensch wie wir geworden ist. Und das ist ok. Statt also in Angst-Momenten an meinem Glauben zu zweifeln, kann ich es machen wie Jesus: Nicht die Glaubensheldin spielen, sondern Gott offen bekennen, wie mir zumute ist, und ihn um Hilfe bitten. Ich habe schon persönlich erlebt, wie mich dann eine himmlische Kraft stärkte. Ich selbst hätte das nicht für möglich gehalten, wollte nur raus aus dieser Situation. Aber Gott hat sie mir zugemutet, mich darin gestärkt und hindurchgeführt. So mutet er auch seinem Sohn den qualvollsten Tod zu. Er stärkte ihn und führte ihn hindurch. Wozu? Auf dass wir Frieden hätten. Er trägt alles Leid der Welt: Für uns. Alles dürfen wir auf ihn abladen und sicher sein: Er hält es aus. Und er hält uns fest. Immer.

Johanna Seidel, Moosheim

Impuls für Mittwoch, 16. April 2025

Losung
Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras, er blüht wie ein Blume auf dem Felde; wenn der Wind darüber geht, so ist er nimmer da. Die Gnade aber des Herrn währt von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Psalm 103,15-16

Lehrtext
Denn was jetzt vergänglich ist, muss mit Unvergänglichkeit bekleidet werden, und was jetzt sterblich ist, muss mit Unsterblichkeit bekleidet werden.
1. Korinther 15,53

Impuls für den Tag
Als Kind gab es für mich die Wochentags- und die Sonntagskleider. An dem einen Tag in der Woche wurden wir Mädchen von unserer Mutter mit besonderen Sachen bekleidet, mit denen wir dann in den Gottesdienst gingen und auch sonst uns vorsichtig bewegten, weil sie nicht schmutzig werden oder kaputt gehen sollten. Ich fühlte mich darin oft besonders. Am Montagmorgen trugen wir wieder „normale“ Sachen und ich war manchmal ein bisschen traurig, dass ich nicht in den schicken Sachen in die Schule gehen durfte. Vergangen ist diese Zeit, auch der unterschiedliche Wert von Kleidung. Wir ziehen uns allenfalls noch für einen Konzertbesuch besonders an. Wie können wir dann das Wort des Paulus verstehen, der von Kleidung spricht, die Unvergänglichkeit und Unsterblichkeit heißen? Für mich sind das die besten Sonntags-sachen, die Kleider, die ich nie mehr ausziehen muss. Unvergänglichkeit und Unsterblichkeit kann ich mir aber nicht selbst anziehen, sondern werden mir gegeben, angezogen von meinem himmlischen Vater. Gerade in dieser Woche bereiten wir uns darauf vor, dass Jesus durch Sterben und Tod für uns die Kleider der Unvergänglichkeit und Unsterblichkeit bereitet. Hoff-endlich!

Diemut Scherzer, Hainichen

Impuls für Dienstag, 15. April 2025

Losung
Was können die Weisen Weises lehren, wenn sie des HERRN Wort verwerfen?
Jeremia 8,9

Lehrtext
Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weisen dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht?
1.Korinther 1,20

Impuls für den Tag
Wie genau ist die Welt entstanden? Wie funktioniert Familie richtig? Wie entsteht Leben?
Es gibt unendlich viele Fragen. Viele davon haben Forscher bereits beantwortet oder denken es zumindest. Andere werden noch von allen Seiten beleuchtet und erforscht.
Es wird geforscht und manchmal, so denke ich, werden Grenzen auch überschritten. Da werden Artikel veröffentlicht, wo genau erklärt wird, wie etwas zu funktionieren hat oder auch nicht.
Immer mehr Wissen, immer mehr Informationen.
Wie entscheide ich, was von diesen Erkenntnissen richtig ist? Wie entscheide ich, was davon in meinem Leben Raum einnimmt und wieviel? Was gebe ich davon an andere, an meine Kinder, weiter?
Manchmal ist es einfach zu viel, was da auf mich einströmt, zu durcheinander.
Das sind die Momente wo ich Stille brauche oder Konzentration auf eine Sache. Ein Bienenvolk zum Beispiel. Da ist Gewusel und doch gibt es eine Ordnung. Muss ich diese bis in letzte Details verstehen? Nein, die Freude daran reicht mir. Die Dankbarkeit, dass Gott so Wunderbares geschaffen hat und ich in seiner Schöpfung leben darf, genau dort, wo er mich hinstellt hat.

Sandra Barthel, Raußlitz

Impuls für Montag, 14. April 2025

Losung
Die Erde ist voll der Güte des HERRN. (Psalm 33,5)

Lehrtext
Gott hat sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt. (Apg. 14,17)

Impuls für den Tag
„Blumen sind das Lächeln der Erde“ – so steht es am Vereinsheim der Kleingartenanlage. Wie ein Beweis dafür blüht und grünt es in den Gärten rings um den großen Spielplatz. Hier und da „gärtnern“ die Leute auf ihren Beeten herum. Sie hacken, gießen und grubbern, sie helfen dem „Lächeln der Erde“ so noch etwas auf die Sprünge.
In der Bibel wird deutlich: Hinter der ganzen Blütenpracht steht Gott selbst. Seine Güte sorgt dafür, dass uns die Erde dieses vielfältige und farbenfrohe Lächeln beschert. Gott lässt seine Schöpfung blühen und gedeihen, damit mein Leben unbeschwert ist. Damit ich das erhalte, was ich zum Leben brauche.
Doch dieses Blumengeschenk ist zugleich ein Auftrag. Der Gärtner in der Kleingartenanlage macht es mir vor. Gottes Schöpfung muss bewahrt und gepflegt werden – im Großen wie im Kleinen. Damit schaffe ich den richtigen Lebensraum für alles, was da grünt und blüht, kreucht und fleucht. So gebe ich ein Lächeln zurück, wenn Gottes Güte mich in seiner Schöpfung anlächelt. Amen.

Heiko Jadatz, Roßwein

Impuls für Sonntag – Palmarum, 13. April 2025

Losung
Es übervorteile keiner seinen Nächsten, sondern fürchte dich vor deinem Gott. 3.Mose 25, 17

Lehrtext
Seid so unter euch gesinnt, wie es der Gemeinschaft in Christus Jesu entspricht.
Philipper 2, 5

Impuls für den Tag
Ein europäischer Forscher machte mit Kindern eines afrikanischen Stammes ein Spiel. Er stellte einen Korb mit Früchten an einen Baum und sagte: „Wer zuerst am Korb ist gewinnt alles Obst.“ Beim Startsignal fassten sich alle Kinder an den Händen, liefen gemeinsam los, setzten sich und genossen gemeinsam die Früchte. Der verblüffte Forscher fragte: „Warum hat nicht jeder von euch seine Chance genutzt?“ Die Kinder antworteten: „Ubuntu – Wie kann einer von uns froh sein, wenn alle anderen traurig sind?“ Ubuntu heißt in ihrer Kultur: „Ich bin, weil wir sind.“ Heute feiern wir in Hainichen einen besonderen Gottesdienst. Die Kirchgemeinden der Region von Mittweida bis Roßwein werden „Schwestern und vereinigen sich zu einer Region. Für alle eine Herausforderung. Aber die Ressourcen sinken. Nicht jedem schmeckt das. Wie soll das werden, wenn die Regionen immer größer werden? Bleibt da nicht vieles auf der Strecke? Wie sollen Beziehungen gepflegt, Gemeinde gelebt werden? Wichtige, verständliche Fragen. Ubuntu – vielleicht können wir davon lernen. Kirche Jesu Christi lebt vom gemeinsamen Glauben und vom Miteinander auch über Grenzen hinweg. Was wir daraus machen liegt an uns.

Bezirkskatechetin Angelika Schaffrin, Marbach

Impuls für Samstag,12. April 2025

Losung
Josua fiel auf sein Angesicht zur Erde nieder, betete an und sprach: Was sagt mein Herr seinem Knecht?
Josua 5,14

Lehrtext
Saul sprach: Herr, wer bist du? Der Herr sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst; steh nun auf und stell dich auf deine Füße. Denn dazu bin ich dir erschienen, um dich zu erwählen zum Diener und zum Zeugen für das, was du gesehen hast und wie ich dir erscheinen will.
Apostelgeschichte 26,15-16

Impuls für den Tag
Josua und Saulus – sie liegen beide erstmal am Boden, ehe Gott mit ihnen spricht.
Vielleicht ist das eine Voraussetzung für Gottes Rede – ganz unten, ganz kleinlaut (also auch ganz still) zu sein, nichts mehr zu können (ausser, nur noch zu fallen oder sich fallen zu lassen), nichts mehr zu wollen? Wir sind ja sonst oft so ungeheuer laut – berauscht vom eigenen Getöse und von dem der Welt, taub von all’ den Geräuschen und Stimmen in uns, um uns herum: Wie sollte Gott da zu uns durchdringen können?
Trauen wir uns das: Zur Erde aufs Angesicht zu fallen? Es könnte uns von anderen ja leicht als Demütigung ausgelegt werden. Und auch in unseren eigenen Augen hätten wir dann wohl versagt….
Doch: Täte das nicht gerade gut – nichts mehr zu müssen, alles loslassen zu dürfen, zu spüren, wie der ganze Krampf nachlässt? Und erst von unten ist ein „Hinauf“ wieder möglich, erst, wenn der ganze abgestandene Mief hinaus ist, kann frische Luft, ein neuer Geist wehen.
Gott ist immer wieder frisch und neu und lädt uns ein, unser Leben zu renovieren.

Friedemann Neef, Roßwein